Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Oktober 2022

Beginnen wir also mit dem Urvater der Ambientmusik, mit Erik Satie, dem Mann, der posthum wesentlich dafür sorgte, dass mir als jungem Menschen das Klavierspielen nicht abhanden gekommen ist. Denn damals fühlten sich seine Stücke endlich mal so an, als ob sie aus mir flössen und nicht einfach nur qualvoll von mir gespielt werden müssten. Diesem Freigeist nun über hundert Jahre später Respekt zu zollen ist nicht ganz einfach, weil seine Musik ubiquitär geworden ist und mancher bei der Nennung seines Namens bereits zu gähnen beginnt. Dabei war er in seinem teilweise regelrecht anarchischen Ansatz damals ein Enfant terrible der feinsten Sorte. Weil die Würdigung und damit auch der finanzielle Zufluss teilweise ausblieben, lebte er zeitweise in einem winzigsten Zimmer, in dem lediglich sein Klavier und ein Bett Platz fanden, das Türeöffnen dann aber schon wieder problematisch wurde. Als Debussy ihm einmal vorwarf, dass seine Stücke keine rechte Form aufwiesen, nahm er die Kritik mit dem ihm eigenen Humor gleich an und komponierte umgehendst ein Stück in Birnenform! Der Versuch sich Satie zeitgemäß anzunähern ist ganz aktuell mit Fragments aber überraschend und sehr vielseitig gelungen. Die Deutsche Grammophon lud verschiedene Komponisten und DJ’s ein sich zeitgemäß an ihm zu versuchen, darunter Henrik Schwarz, Monolink, Christian Löffler, Pantha du Prince, Sascha Braemer und viele mehr. Hierbei kamen viele sehr spannende Reworks und einige Remixe heraus, die der Musik Saties auf einmal einen tanzbaren Boden verschafften, sie bis zur Unkenntlichkeit durcharbeiteten und doch in Satie’s Sinne faszinierende Klangräume schafften. Besonders hervorzuheben ist der Gnossienne No.1 Rework der Grandbrothers, der eine unglaubliche Dynamik entfaltet und der eigenwillige Rework des DJ und Biologen Dominik Eulberg (Lesetipp: „Mikroorgasmen überall“) und nicht zuletzt die Sonneries de la Rose-Croix von Moritz Fasbender, von der gleich die Rede sein wird. Abwechslungsreich, mal bizarr, definitiv gut entstaubt und reinigt die Gehörgänge gründlich.

 

 

 

       

 

 

 

Moritz Fasbender ist der Name des verstorbenen Zwillings und der Familienname der Mutter der Leipziger Pianistin, Komponistin und Filmmusikerin Friederike Bernhardt, ihr alter Ego. Sie ist neben all den anderen Tätigkeiten auch passionierte Kaninchenliebhabenrin und jedesmal (so behauptet sie wenigstens) wenn sich eines ihrer Kaninchen unter ihrem Flügel aufhielt komponierte sie ein Stück, weswegen sie ihr Debütalbum 13 Rabbits nannte. Friederike Bernhardt ist eine Meisterin im Spiel mit Klangfarben und -schichten und Atmosphären, lotet dabei die Grenzen ihrer Tasteninstrumente behutsam, aber konsequent aus und erweist sich dabei als so ausgesprochen kreativ und innovativ, dass jüngst sogar David Sylvian sie zum Aufnehmen neuer Songs (man darf also gespannt sein…) in sein Studio geholt hat. Eingerahmt von den eigenwilligen Fragmenten Three Armed Men at the Foot of My Bed und Three Armed Men Leaving My House finden sich 11 Stücke die sich nicht festlegen lassen wollen, bisweilen mit Konventionen spielen, um sie zu verraten und dabei ganz beiläufig eine feinste Sensibilität fürs Cineastische wie ein Vexierspiel (Playlist) pflegen.

 

Japanese Jewels 18: „Writing about music is like dancing about architecture“ – ein Zitat, dessen Ursprung letztlich unklar bleibt, aber bereits einigen namhaften Musikern, wie Elvis Costello, Laurie Anderson, Frank Zappa, David Byrne und vielen mehr zugeschrieben wird und nicht mehr als die grenzfälligste Möglichkeit über Musik zu schreiben benennen soll. Challenge accepted, sagt hierzu der japanische Ausnahmepianist Koki Nakano, dessen aktuelles Album Oceanic Feeling im Frühsommer erschienen ist. Der klassisch ausgebildete Pianist hat sich in seinen bisherigen Alben langsam Stück für Stück von den erlernten Konventionen befreit, um inzwischen minimalistische und subtil doppelbödige Stücke mit fast Reich’schem Groove zu komponieren. Aber was hat das alles mit dem Tanz über Architektur zu tun? Dazu muss man sich nur die Videos zu seinen Stücken anschauen, die nicht nur ein intensives Bilderleben führen, sondern sogar den Schluss nahelegen, dass man lieber weiter so zur Architektur tanzen sollte, als groß Worte zu verlieren: Mue, Glances, External Cephalic Version oder wo klaustrophobe Räume durchmessen werden, wie in Port de bras. Ein irisierendes und intensives Album, das zudem ganz hintergründig japanischen Musik- und Hörgewohnheiten Rechnung trägt.

 

 

 

     

 

 

 

Japanese Jewels 19: Insen von Alva Noto & Ryuichi Sakamoto. Langsam erklingt ein gesetzter Klavierton nach dem anderen, es klickt und kruschpelt dazwischen, ein knisternder Rhythmus schiebt sich in den Vordergrund, leise, diskret und hypnotisch während ich mit meinem alten silbernen Pontiac Transport (das genialste Auto, das ich je hatte) leise über einen Alpenpaß gleite: die weiten Schneefelder, die offene Weite, Wolken durch die Niederungen ziehend, die harsche Steinwelt, die die Straße in unbeugsam kleine Serpentinen zwingt. Ein majestätisches Ambiente zu diesem schwebenden Soundtrack, der die tiefe Ruhe der Umgebung diskret aufnimmt und alles zu einem psychedelischen Roadmovie transformiert.

Szenenwechsel: Alva Noto und Ryuichi Sakamoto live in den organischen Eingeweiden des Frankfurter Clubs Cocoon. Zwischen den Formen, die auch von Roger Dean entworfen sein könnten steht eine große eckige LED-Wand und ganz unscheinbar davor die beiden Protagonisten, die gerade Svmmvs herausgebracht haben. Wieder ist sie binnen Minuten da, diese sogartige, in kortikale Tiefen führende Mischung aus einem zeitlupenhaften Flügel und den elektronischen Klicks und Flächen, die tranceinduzierend einen wachen Frieden in einer unbestimmten Zwischenwelt hervorrufen und jegliches Zeitgefühl für die Dauer ihrer Existenz aussetzen. Überwältigend bizarre Schönheit.

 

Dieser fügen wir nun noch eine sehr diskrete, in Naturtonskalen schwingende Erweiterung der Stille hinzu: das aktuelle Album von Christina Vantzou, Michael Harrison und John Also Bennett, dessen Musik auf nordindischen Ragas basierend in einer unglaublichen Intimität zwischen dem für unsere Ohren erst etwas dissonant klingenden, in der natürlichen Obertonreihe gestimmten Flügel Michael Harrisons, der mit LaMonte Young spielte und ebenfalls bei dem indischen Gesangsmeister Pandit Pran Nath lernte, und den hintergründigen resonanten Drones JAB’s oszilliert. Manchmal klingt der Flügel mehr wie eine elektrische Zither und erinnert dann etwas an die ruhigeren Stücke Laaraji’s, mal absorbieren die stehenden Resonanzen jegliche vordergründige Aufmerksamkeit und führen langsam zurück in den Ursprung aller Dinge: eine freundliche Stille, die noch nicht erklungen ist.

 

 

 

 

Hi, Michael! In my opinion, the lyrics in ’These Small Voices’ refer to the end of humanity/civilisation. The lyrical imagery of ‘We Let It In’ and ‘Garden of Stars’ and even the last verse of ’There Were Bells’ suggests that humanity’s destiny (and the fate of all life/matter in the universe) is to burn. My interpretation is that the ‘hope’ of life persisting/surviving beyond our extinction event is the uncanny voice on the final track. The sound of emergence and something strange/new/familiar/different to us. But that’s just my reading of it, based on a few weeks of listening. I think it’s a fantastic album, up there with his best work ever. Profoundly moving, and beautifully executed.

(Leah Kardos‘ review on Brian Eno‘s new album can be read in the november edition of „Wire“; Leah Kardos is the author of „Blackstar Theory: The Last Works of David Bowie)

 

2022 10 Okt.

[interlude]

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2022 9 Okt.

„Love it, too!“

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Lari Basilio – „Alive and Living“

 

Lari Basilio – guitars

Vinnie Colaiuta – drums

Leland Sklar – bass

Ester Na – keys

 

2022 9 Okt.

Liste live 6/7 – 2022

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Listen und das Listen sind mnemotechnische Hilfen und mehr. Umberto Eco hat darüber selbst ein Buch veröffentlicht: „La Vertigine della Liste/The Vertigo of Lists“ (2009) – the title of the English publication is“The Infinity of Lists“. Given that I’m mostly immersed in live music, my lists are first of all about concert experiences. There will be more bimonthly lists. Maybe the list triggers something or questions rise about musicians/groups listed. Certain names occur more frequently and will occur in following lists too.

 
 

On a long
Long ride to Bonn
Last light from an old sun

Soon the moon will rise again
Here, now
It’s all horizons

Hard to steer
These new stars
No clear lines to guide us

Always there
For the last hooray
Last light of an old sun

 

 


That may be a good question: why, Brian, is this song from your new work called „Sherry“? And why that ride to Bonn? Well, let‘s try to answer this ourselves. Is Sherry not a drink, loved by  people of a certain age? And Bonn may represent „Old Europe“ like in that Robert Wyatt song. Spies and Beethoven, so to speak. The lyrics of „Foreverandevernomore“ are far away from the wide reaching playfulness of Eno‘s early song albums. But under the surface of all these albums with songs: a melancholia that elevates. Gates opening, even at closing time. One more Sherry, please. Change of town. 
One evening, on a rainy December day 1975 in Würzburg, a record changed my life. „Taking Tiger Mountain (By Strategy)“. The songs, the sonic textures, the voice, the lyrics, everything had an entrancing quality, and I knew from the start, I had found another favourite musician – and a favourite singer.*  This „first cut“ happened on the 7th floor of „I-House“, with my beloved lying by my side. Nights of wine and roses.  As time goes by – after  those other quite rare (much too rare) song albums by Mr. Eno, there will be another song cycle (to be released next Friday), „Foreverandevernomore“ – a terrific melting of ambient and song worlds. And, oh, yes, how much deeper  hos voice is nowadays. Hitting the deep C – easy going. Even Scott Walker, I guess, would love it in his tower of song, Leonard anyway. 

 

* (a) „One of the interesting things that happened in the last few weeks to me, was that somebody wrote an article in an American magazine that really made me think hard, (laughs) because its title was „Brian Eno – Aretha Franklin he is not!“ And it was an article really about my singing. And it was saying – it was very critical of my singing – „Here’s a guy who puts the same amount of emotion into the word ‚carpet‘ as into the word ‚hate‘. It’s a guy who has no vulnerability in his voice whatsoever, no shades of feeling.“ It wasn’t actually a critical article. The article was by someone who likes my work, I think, but about three quarters of the article was about what an uninteresting voice I have (laughs). And I thought: Hmm, that’s really interesting. Now, I wonder why this person thinks this, because it’s not how I feel about my voice, well, obviously. But it’s not, how certain other people feel about this as well. This guys background is very much in soul music, black soul music. And I thought: well, if your concept of passion, of what constitutes passion, comes from black music, then it’s quite true, you won’t recognize me as having any kind of passion at all. Because I simply don’t sing in that way. It’s not to do with exploiting the kinds of freedoms that those singers exploit. I have a very thin voice, like a sharp pencil. I don’t have a big brush of a voice, you know. I have this sharp pencil, and I like it. I can do things with a sharp pencil: there are certain places you can get in, you can work with a certain kinds of detail with a thin, sharp thing that you can’t do with a broad thing. Well, it’s not a voice style that is very characteristic. It’s not a way that most people would try to sing. If someone is starting out on a singing career, they are much more likely to decide to sing like Wilson Pickett than like Brian Eno, I should think. Because there is not a tradition of this way of singing, I think, except in – funny enough – English Gilbert & Sullivan type, operettas, you know, light operettas. And I’m very drawn to that. What that exploits is diction, careful diction, rhythm between words, sound pattern within words. If you listen to Gilbert & Sullivan, you will find this very similar to a lot of songs that I have written. I’m in a very English tradition in a way, and I’m not embarrassed about it. Most singers who are English, are most embarrassed about their englishness. They will want to sound more black, actually, that’s what it comes down to. (From my interview: „Brian In Wonderland“ – Jazzthetik, fall 1990)

 

 

 

 

“ (b) Witzigerweise fand ich vor drei oder vier Monaten das Notizbuch, in das ich die Songtexte von “Taking Tiger Mountain (By Strategy)” geschrieben hatte. Und es war sehr interessant , da einen Blick hineinzuwerfen. Da ist eine Seite, auf der ich einen ganzen Song in einem Rutsch geschrieben habe. Als hätte jemand anders mir alles diktiert. Der Text ist voll ausgeschrieben, manchmal ist ein Wort durchgestrichen und durch ein anderes Wort ersetzt. Oder zwei Zeilen veränderten ihre Position. Ich weiß nicht, ob meine Erinnerung mir einen Streich spielt und die Dinge schönt: ich erinnere mich jedenfalls, überhaupt keinen Zweifel und keine Schwierigkeiten gehabt zu haben, die Texte zu schreiben. Es war, als wären sie schon alle in mir vorhanden gewesen. Und ich hatte ein sehr klares Bild von dem Gefühl, daß dieses Album vermitteln sollte. Es war die Tragödie der „chinesischen Erfahrung“, dieses große Zerplatzen der Träume, die der Maoismus einst repräsentiert hatte. Und wie bei allen Zusammenbrüchen revolutionärer Hoffnungen, entwickelt sich ein kollektiver Unterton der Enttäuschung. Im letzten Song des Albums machen sich die Menschen auf den langen Marsch über den Berg, sie kämpfen sich durch Schnee und Eis in eine ungewisse Zukunft. Sehr melancholisch.“ (from my interview with Brian, 2005,  for Deutschlandfunk)

 

 

Brian Eno: Here Come The Warm Jets *****
Brian Eno: Taking Tiger Mountain (By Strategy) *****
Brian Eno: Another Green World *****
Brian Eno: Before And After Science *****
Brian Eno / John Cale: Wrong Way Up ****1/2
Brian Eno: Another Day On Earth ****1/2
Brian Eno / Karl Hyde: Someday World ****1/2
Brian Eno: The Ship *****

Brian Eno: Foreverandevernomore *****

 

 

P.S. In the late 70‘s, and in the Bavarian Wood, from 80 til 82, my favourite radio show was „Zündfunk“, with Michael Hutter, Ingeborg Schober, Karl Bruckmaier, Carl-Ludwig Reichert, and Till Obermeier. I remember one afternoon, when Imgeborg S. praised Manzanera‘s „801 Live“, it was their „record of the week“, and Brian was the singer of zhe band. Wonderfully flowing music, with Brian being the lead singer and singing two songs from my alltime fave bands of the Sixties, The Kinks („You Got Me“) and The Beatles („Tomorrow Never Knows“) – i couldn‘t believe it, a closing of circles in very young years.  And, a propos closing circles, 801 live‘s cover of the revolutionary Beatles song (used in full length  in a famous scene of „Mad Men“) became my final piece of music after all those years of Klanghorizonte. 

2022 8 Okt.

„Zum Beispiel Pans Labyrinth“

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Seitdem dieses Jahrhundert auch schon wieder zwei Jahrzehnte auf dem Buckel hat, kann man den Ausdruck „Jahrhundertfilm“ anders verstehen. Jeder hat für sich ein paar Favoriten in den letzten 22 Jahren ausfindig gemacht, für mich zählen, aus der Hüfte geschossen, folgende Filme dazu: „The Duke of Burgundy“, „1917“, „Locke“, „Nomadland“, „Portrait of a Woman on Fire“, „24 Frames“, First Man“, „Prisoners“ – und „Pans Labyrinth“ von Guillermo del Toro aus dem Jahre 2006. Demnächst wird Uschi diesen Film hier vorstellen, und ich freue mich, etwas später Del Toro’s Version von „Neo-Noir“ anhand seines jüngsten Werkes, „Nightmare Alley“ aufzuschlüsseln, zu dem Mark Kermode anmerkte: „From its bruised colour palette to its spiralling descent into madness and degradation, this is deliciously damnable fare, looking back through the prism of Del Toro’s adventurous oeuvre to the existential angst of his vampiric feature debut, Cronos“. Eine Einladung an alle Interessierten (mit starken Nerven), sich diese zwei Filme mal anzuschauen, bevor hier zwei Psychologen*innen resp. „Abgrundforscher*innen“ ein wenig Licht in soviel „Noir“ bringen.

 

2022 8 Okt.

Luna plena

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2022 8 Okt.

Folk – Jazz, Dylan – Monk, Dynamik jetzt

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Das muss man sich ja nun mal bildlich vorstellen: der junge Spund Robert Zimmerman (geb. 1941) im Aufbruch zu neuen Ufern trifft im Manhattan der frühen 60er Jahre eines Nachmittags Thelonius Monk (geb.1917).

 

“I’d listen to a lot of jazz and bebop records, too … I tried to discern melodies and structures. There were a lot of similarities between some kinds of jazz and folk music … “Ruby My Dear” by Monk was another one. “Monk played at the Blue Note on 3rd Street with John Ore on bass and the drummer Frankie Dunlop. Sometimes he’d be in there in the afternoon sitting at the piano all alone playing stuff that sounded like Ivory Joe Hunter – a big half-eaten sandwich left on the top of his piano. I dropped in there once in the afternoon, just to listen-told him that I played folk music up the street. “We all play folk music,” he said. Monk was in his own dynamic universe even when he dawdled around. Even then, he summoned magic shadows into being.” (Bob Dylan, Chronicles, Vol. One, p. 94-95)

 

“Has any of it inspired me as a songwriter? Yeah, “Ruby, My Dear” by Monk. That song set me off in some direction to do something along those lines. I remember listening to that over and over.” (Bob Dylan in an interview with Irish Times, June 16, 2020)

 

Mehr zum fortwährenden Prozess der Wechselwirkungen zwischen Folk Musik und Jazz in meinem Essay für den Digital Guide von Jazzfest Berlin 2022.

 

A Dynamic Process of Continual Interactions

 
Here’s my essay for the Digital Guide of Jazzfest Berlin 2022 “On traces, techniques and tensions in the encounter of jazz and folk”

 

„The term ‚folk music‘ awakens numerous associations, images and emotions that are both appreciative and less appreciative in nature. In any event, folk traditions that have been formed in regional and local cultures over long periods are the origin and basis of all forms of music, ranging from sacred to classical (from Bach to Bartók and Berio) and from jazz to pop and rock – whether they have been used consciously or their effects have been absorbed subconsciously. They can be recognised more or less directly or made recognisable with the help of studio technology. Even what we call jazz, while evolving into an urban music practice, has deep inherent links with various folk traditions.

 

Folkloric influences in music are not to be underestimated and keep on resurfacing in contemporary music. The absorption and adaptation of folk traditions take place in a dynamic process of continual interactions, transformations, transmutations and impulses in which the effects of both internal music and external musical forces are manifest. They operate within a vital force field filled with thefts, distortions, trickster-like resistance, identificatory anchor points, escapism and reassuring references.“

Weiter HIER 

 

Dazu Kurz-Interviews/Statements:

Deborah Walker/Silvia Tarozi, Olga Koziel/Sebastien Belieh, Mat Maneri, Lucian Ban, Levon Eskenian, Alexander Hawkins, Kateryna Ziabliuk

 

 


 
 

 
 

 


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