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Archives: Roger Eno

 
 

„All but one of the 18 pieces, exquisite miniatures all, are named after colours, from „Burnt Umber“ to „Verdigree“ via „Cinnabar“, „Cerulean Blue“ and (my favourite track) „Dark Sienna“ – how’s that for your World of Interiors colour scheme? Evocative of the bruised emotional sweetness and limpid, slightly otherworldly yearning we associate with late Schubert, the tonal range across Mixing Colours combines to create a music experience of profound stillness and calm, and that works very well on repeat – in fact, the perfect soundtrack to self-isolate by in these unprecedented times.“

(Tim Cumming)

 
 
 

 
 

 

Kitty and Michael write a poem about a double sound-painting, and keep looking out for words …

 

It‘s  bit like „Walter and Conny“*
(laughter)
*distant TV memory mode

 

… looking out for words
in the ether
in charming pictures
in empty light house theatres
in hanging gardens – 


with a hush-hush, with the thing that‘s golden (ah, they don‘t say the word).

 

Kitty and Michael go on. There‘s desert sand, there‘s snow, there‘s an intimate conversation. The joy to return to a  collection of fleeting delights. The unforgettable  kind of fleeting (hasty, hasty, perfunctory).

 

Sketches by Roger on the keyboard at the beginning.
Good old piano. All baggage lifted. Dissolved.
Never talkative, nearly falling into (they don‘t say the word).
Brian then works on them, preferably on trains, on long distant train rides.

 

It feels like an analog record, each note having a furry


furry
furry
aura.

 

Furry, no.
A breathing to the margins.

 

The eerie „Obsidian“ takes a familiar church organ and repurposes it creepily. (Sounds like a matter of fact, where‘s the poetry, hon?)

 

Look, Michael, Kitty adds (she‘s in description mode now),  „Wintergreen“ builds gradually to a peak that recalls Brian‘s old collaborators, Harmonia – minus the German band’s regular motorik beat, of course.

 

Mhmm, says Michael. But, Kitty, this is not really a poem. More a conversational thing – 

 

in the ether
in charming pictures
in empty light house theatres
in hanging gardens.

 

They don‘t say the word.

 

(„Mixing Colours“, by Roger and Brian Eno is out now. The title of these lines is a (not really hidden) homage to the unforgettable delights of listening to the one irresistible F.R. David song on air, time and time again, in 1982)

Wally ist Theaterautor, und eines Tages, früh in den Achtziger Jahren, zu der Zeit, als Brian Eno in einem Loft in Manhattan einen Dachgarten anlegt und die Aufnahmen von „On Land“ erste Gestalten annehmen, verabredet sich Wally mit einem alten Freund. Ewig haben sich die beiden nicht gesehen. Sein alter Kumpel Andre hat einiges zu erzählen, von seinen Reisen mit tibetischen Mönchen in die Sahara, einem Reinkarnationsritual, und von den unwirtlichen, einsamen Landschaften im Norden Schottlands. Von letzteren könnte ich auch erzählen, etwa von meinem friedlichen Einbruch in ein Haus an der Steilküste, gegenüber der Orkney-Inseln, und wie ich dort nachts eine alte Platte von Louis Armstrong fand und auflegte. Nun, egal, es machte mir damals grosse Freude, den beiden Freunden zuzuhören, im Kino – Louis Malle hatte den Film „Mein Essen mit André“ 1981 gedreht, und neben „Herzflimmern“ gehörte er damals zu meinen Lieblingsfilmen des Franzosen. In einiger Zeit werde ich hier eine kleine Geschichte erzählen, aus dem „Arbora Verde“, einem italienischen Restaurant in Dortmund. Genau da hatte Borussia Dortmund die erste Meisterschaft mit Jürgen Klopp gefeiert. Meine kleine Geschichte heisst „Mein Essen mit Horst“. Horst ist unser ehemaliger Klassensprecher. Und eigentlich ist er das immer noch. Die Zeit mit Horst und dem Wildschweinragout verging im Fluge, so fesselnd empfand ich die Dinge, über die wir sprachen. Eben nicht die üblichen alten Stories – vieles drehte sich um unseren Klassenlehrer Dr. Egon Werlich, eine hochspannende Figur, die bei jedem meiner Klassenkameraden die unterschiedlichsten Inspirationen, Faszinationen und Ambivalenzen auslöste. Was ich an diesem Abend von „Egon“ erfuhr, war mir neu, und warf ein weiteres interessantes Licht auf all die Eindrücke, die ich über die Jahre von ihm gewann. Mein Problem ist, dass es mit nicht zusteht, diese Erzählungen öffentlich auszubreiten, weshalb „Mein Essen mit Horst“ eine echte Herausforderung sein wird. Aber glauben sie mir eins, wenn an dem Abend unser Gespräch von diversen Kameras gefilmt worden wäre, es wäre ein feines kleines „independant movie“ daraus geworden. Schnitte ohne grossen Schnickschnack, und der Soundtrack aus den circa achtzig Stücken, die Roger und Brian Eno im Laufe von fünfzehn Jahren schufen. So würde den Erinnerungen, die sich auch um einen einen vollgekotzen Rolls Royce, Egon, den Maler, Samuel Becketts „Endspiel“, und ein Mädchen aus dem Bergischen Land drehten, hier und da ein fein verlangsamtes Tempo unterlegt, eine dezente Verdichtung, eine andere Deutungsebene. Aber auch hiervon kann, aus Gründen der Diskretion, kaum etwas in „Mein Essen mit Horst“ einfliessen. Zudem lege ich Horst die Kurzgeschichte vor der Veröffentlichung vor, und lasse ihm alle Rechte zu weiteren Streichungen. Aber jeder dürfte hinterher eine Ahnung davon bekommen, wieso dies ein so besonderer Abend war, und sich an eigene besondere Abende erinnert fühlen, an denen einfach nur geredet und getrunken wurde, und doch noch eine Menge mehr passierte zwischen den Tönen, zwischen Martini Rosso und einem Glas Merlot. Ein anderes, etwas raueres Beispiel für solch ein abendliches Gelage mit Wein und Gesang wäre, aus der Welt der bewegten Bilder, die zweite Folge der letzten Staffel von „Game of Thrones“. Umwerfend gut.

2013 3 Dez

Roger and Gilles

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What music are you currently grooving to, Roger Eno is asked in the January edition of Mojo music magazine, and he says: „I never ‚groove‘ to music as I find such an activity unsightly and indecorous in a man of my age. This sort of question would be better addressed to Sir Bruce Foryth. If you’re referring to what I’m listening to, it would be medieval Netherlandish composer Gilles Binchois. Born in 1400, died in 1460. He’s very good indeed.“  Roger Eno has just released a revealing compilation called „Little Things Left Behind“ mirroring his years with All Saints Records, and a subtle blend of Satiesque moods, old British folk sprits, and modern chamber music with a dreamy edge. The Tindersticks love Roger Eno. 2014 will see the re-release of his brilliant debut „Voices“ which came into life in the famous Grant Avenue Studios of Dan and Bob Lanois.

2013 2 Okt

Eno and Co. Drifting Backwards

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Warp Records vertieft seine Zusammenarbeit mit der Produzentenlegende Brian Eno. So wird der Katalog dessen 1991 gegründeten Labels All Saints, auf dem elektronische Werke von Künstlern wie John Cale, Roger Eno, Laraaji, Kate St John, Harold Budd, Jon Hassell und natürlich von Brian Eno selbst erschienen sind, nun in sorgfältiger und liebevoller Kleinarbeit wiederveröffentlicht. Es erscheinen aufgewertete Re-Issues sowie neue retrospektive Kollektionen und Boxsets. Das Packaging ist entsprechend den Massstäben beider Labels exklusiv und hochwertig, die limitierten Vinylauflagen erscheinen oftmals coloriert und sind stets mit einem zusätzlichen Downloadcode versehen. Anfang November 2013 erscheint ein erster Schub mit Werken des legendären Electronica-Mystikers Laraaji (selbiger ist vor Weihnachten bei Michael Engelbrecht in den Klanghorizonten zu hören, in einer Sendung, die eine besondere sein wird) und des Multiinstrumentalisten Roger Eno, der zweite Schub Ende November ist dem Ausnahmemusiker Harold Budd gewidmet. 2014 beginnt mit Werken von Jon Hassell und John Cale, bevor es im Verlauf des Jahres zu Reissues von Brian Eno kommt. Die erste Veröffentlichung wird eine Kollektion von Laraaji sein. ‚Celestial Music 1978-2011‘ erscheint am 1. November und enthält Werke seiner gesamten Karriere auf einer Doppel-CD und Kassette. Mit dabei sind Raritäten aus privaten Releasen und Kollaborationen mit Brian Eno, Bill Laswell und Blues Control. Musikalisch geht des hier über hypnotische indische Ragas über Synth-Glücksseligkeiten hin zu Klangexperimenten. Eine Woche später, am 8.11., erscheint mit ‚Little Things Left Behind 1988-1998‘ eine Doppel-CD-Kollektion von Roger Eno mit einigen seiner besten Arbeiten, darunter aus nicht mehr erhältlichen Klassikeralben wie „Between Tides“ und „The Flatlands“. Satie-eskes Piano trifft auf Kammermusik, Folksphären und mehr. Roger Eno startete seine Karriere mit einer Zusammenarbeit mit seinem Bruder Brian auf dessen legendärem „Apollo“-Album (1983) und entwickelte sich dann zum erfolgreichen Filmkomponisten („Dune“, „9 1/2 Wochen“,“Trainspotting“). Ausführliches Booklet mit raren Fotos von Cecile Eno und Sleevenotes von Mark Prendergast, Autor der Enzyklopädie „The Ambient Century“. Für Ende November kündigen sich noch Werkschauen, Raritäten und Re-Issues von Harold Budd an.


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