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Archives: Roger Eno

 

Der Flaneur streift durch den Park der Melodien, sein Hund ihm immer ein paar Schritte voraus. In einem Weidenkorb hat er ein Arsenal bunter Flaschen und alter Dosen, die er mit allerlei Fundstücken füllt: Tautropfen, Streicherklänge, Steine, lange Echos, Blumen und Gräser, Klarinetten und Stimmen, Spinnweben, weiche Klaviertöne, Sternenstaub. Seine Schritte lenken ihn durch Heckengänge, am Strand entlang, vorbei am Skelett der alten Dorfkirche, über Wiesen und Felder zu der uralten Anlage mit dem großen Seelenstein, an dessen Öffnung immer ein Melodiefragment auf ihn wartet. Die Randbezirke der Anlage sind karg, dort findet er nur einzelne Töne, Klangfetzen, körnigen Sand. Zu Hause in seinem Kotten angekommen, macht er sich eine Tasse Tee mit Honig, bringt die Fundstücke in das Studio, stellt sie einander vor und beobachtet ihr Zusammentreffen, während der Hund es sich in dem mit Lammfell ausgelegtem Korb gemütlich macht. 

 

 

Aus der Erinnerung fallen mir eine gute Handvoll Alben ein, neben die ich „The Turning Year“ in einem Regal einordnen könnte – wobei sich das Werk selber schlichtem Rubrizieren entzieht. Die besten Ordnungssysteme sind bekanntlich die, welche nach allen Himmelsrichtungen offen sind. In diesem Sinne lege ich nur ein paar Fährten der Abteilung „Hinterlandmusik“ (nicht „Hintergrundmusik“!) aus: Herbert Hencks „Musica Callada“, seine Interpretation von Stücken von Federico Mompou. Glauco Veniers „Miniature Music“ (subtitled „Music for Piano and Percussion – is there a more unknown ECM-album?). Dann Nils Frahms „All Melody“ (diese Produktion entstand, reiner Zufall, auch in Berlin). Steve Tibbetts’ „Northern Song“. Erik Honoré’s „Heliographs“. Misha Alperins „At Home“. „Mixing Colours“ sowieso (the interview with „The Elderly Brothers“, in regards to their DGG-release in „Electronic Sound“, is good-humoured and insightful). Cluster‘s „Sowiesoso“ (aufgenommen 1976 in Forst und gemischt in Connys Studio). Group Listening: Clarinet & Piano – Selected Works, Vol. 2 („imagine a missing link between  „Obscure Records and ECM‘s New Series“).  Will Burns & Hannah Peel: Chalk Hill Blue. Roberto Musci‘s „Tower of Silence“. Sigurd Holes „Roraima“. Hans Ottes „Buch der Klänge“ (wiederum dargeboten von Herbert Henck). Und „The Equatorial Stars“ von Fripp & Eno.

 

Es kommt vor, dass Phänomene, die sich am Rande, fast schemenhaft, bewegen, einen ebenso tiefgreifenden Einfluss auf das innere Erleben ausüben wie das, was im Brennglas  konzentrierter Aufmerksamkeit funkelt. Nicht zuletzt in dieser Hinsicht ist „The Turning Year“ ein kleines, frei schwebendes Meisterstück, das leicht unterschätzt werden kann. Nichts ist so langweilig wie eine Notation, die keine Fragen offenlässt. Die meisten Alben von Roger Eno kenne ich seit seinem ersten Auftauchen auf einem Meilenstein aus den „goldenen Jahren der Ambient Music“ (Apollo) ziemlich gut. Bevor das Wort „neoklassisch“ zur Schublade der Popkultur wurde für introspektive Erkundungen, zwischen klassisch geschultem Ohr und autodidaktischer Aneignung, setzte Rogers Soloalbum „Voices“ (aus Bob und Dan Lanois‘ Grant Avenue Studios in Hamilton, Ontario) die berüchtigte Messlatte hoch für eine Musik, die nicht nach Aufmerksamkeit giert, und uns Ohrensesselreisende in ein kontemplatives, a l p h a w e l l e n f r e u d i g e s Stimmungsfeld versetzt.

 

„Modern Mood Music“, so betitelte Richard Williams  einst im Melody Maker eine Besprechung der Schallplatten „Places“ von Jan Garbarek, „Mr. Gone“ von Weather Report, und „Music For Films“ von  Brian Eno.) Oft genug gelangen dem  Mann aus Woodbridge (in den Jahren und Arbeiten nach „Voices“) delikate Gleichgewichte zwischen Oberflächenreiz und Tiefenwirksamkeit. Die Konstante: ein dunkles Leuchten, die Bandbreite erstaunlich, zwischen Kammerspiel und Kunstlied, Improvisation und Ambient. Highlights wie „Voices“ (das Album bescherte ihm einen kleinen Geldsegen, weil es dem „Erotik-Thrill“ des Kinofilms „9 1/2 Wochen“ ein paar Atempausen bescherte),  „Between Tides“, „The Flatlands“, „Lost In Transition“, „Swimming“ und – Soundaskese pur – „The Floating World“. Alle Süßholzraspelei meilenweit entfernt. Verdammt ernste Musik mit einem beinahe kindlichen Gespür für das Staunen. Rogers Samtpfotenpiano, die Verwehungen des Streicherensembles Scoring Berlin, Tibor Remans Klarinette („On The Horizon“) – die Besetzungsliste wäre unvollständig ohne einen gewissen Mr. „In-Between“, ohne den unbestimmten Raum (Zonen namens Aura, Nachklang, Stille).

 

Im Gegensatz zu dem über lange Zeiten fast nomadischen Leben seines Bruders Brian liess es  Roger von früh an ruhig angehen, und verliess nur sporadisch die Räume seiner Kindheit in East Anglia. Dieses neue, allerfeinste Opus beginnt mit „A Place We Once Walked“ – wäre der Begriff „Heimatmusik“ bloss nicht so gruselig konnotiert, hier könnte er vor Anker gehen! Manche dieser pastoralen Szenerien (gutes altes Cinemascope) erfordern einen double takeSpuren des Unheimlichen, die sich hinter dem Schimmer, dem „Anheimelnden“, verbergen! Übrigens, wenn man das Klappcover der Schallplatte öffnet, findet sich eine Reihe von kleinen Fotos aus Rogers Archiv, eine dezente Anreicherung all dieser wunderlichen Melancholien einer als Musik getarnten Tranceinduktion erster Güte. 

 

„On listening back to the finished album, I felt that it could be seen as a series of short stories or photographs of indiviudual scenes, each containing their own character. It was only after I‘d finalised the running order, that I realised just how much of a close relationship one piece has to another, and it was this realisation perhaps that led me to the album‘s title. I thought about how our years comprise of moments, days and changing months, of how we live our lives in facets, how we catch fleeting glimpses, how we walk through our lives. How we notice the turning year.“

(Roger Eno)

 

 

 



It happens that things and sounds which move at the edges, almost shadowily, have an equally profound influence on the centre of things as that which sparks in the burning glass of concentrated attention. In this way, „The Turning Year“ is a little masterpiece (to be released on April, 22, on vinyl, cd and dl).  I know most of Roger Eno’s albums since his first appearance on a milestone from  the „golden years of Ambient Music“ („Apollo“) quite well. Before the word „neo-classical“ became the „simplifier“ for introspective explorations between classically trained / self-taught composing  and contemporary sound-shifting, his first solo album „Voices“ (when will this gem be carefully reissued, along with Michael Brook’s „Hybrid“ – two treasures from Bob and Dan Lanois’ Grant Avenue Studios in Hamilton, Ontario) set the bar high for a music, that didn‘t grab for attention, but provided us armchair travellers with a peace of mind and a contemplative mood that (most of the time, in the years and works to come) found a delicate balance between harmonic figurations, melodic gestures and surprising „second sounds“ resp. „atmospheric values“ wrapped around them.

And when that happens, the trap of cheap saccharine trickery is a thousand miles away. This is damned serious music with a child-like sense of wonder.

And once inside this new music, with Roger’s hushed piano figures (how can softness be so thrilling?), the contributions of the string ensemble „Scoring Berlin“ – and Tibor Reman‘s clarinet on the title called „On The Horizon“, many listeners will be hungry not to miss a second, hungry for tiny details, distant echoes, the full experience of an always fragile now.

In contrast to the very different (kind of „nomadic“) life of brother Brian, Roger Eno decided from early on to not leave too often the landscapes of his „heimat“ in Suffolk / Norfolk – the geographics of East Anglia. And when the album starts with „A Place We Once Walked“, we can assume he’s trying to restore forgotten feelings and sights and things with the quiet power of sound. Think for yourself what’s going on when discovering (out of nowhere) a nearly forgotten walking path from the ole’ days, the kind of shiver running down the spine, the rush of pale memories. Roger Eno is masterfully catching such fleeting glimpses. And some of  these pastoral sceneries require a „double take“: traces of the uncanny, hidden behind many a shimmering surface. By the way, open the gatefold cover and you‘ll find an assembly of small photos enhancing all these sepia-tinged „East Anglia“-hinterland vibes.

I love to listen to this album on vinyl, and I‘ve done so for a while now (thanks to Martin G from DGG), but, to be honest, I‘ve had one little problem with the longplayer. More than once I looked at the circling vinyl trying to figure out, if there‘s still some running time left. I just wanted the music to stay just a little bit longer. In times like these, this music is medicine.

 

 

Es trägt zur Faszination von Jan Reetzes Buch bei, dass es so nonchalant wie genau erzählt und „Der Sound der Jahre“ so viele private Erinnerungen an die alte BRD triggert, egal, wo wir waren, als in Düsseldorf, München, Berlin, Köln, Hamburg, Forst und anderswo Musikgeschichte geschrieben wurde. Die jüngeren Leser reisen einfach zurück in eine alte Zukunft, die immer noch Blüten treibt. Nach einem Tag in Düsseldorf sank ich nachmittags tief in meine Couch, und hatte mit Roger Enos „The Turning Year“ eine perfekte Begleitung in Vinyl aus dem Regal gezogen, witzigerweise hatte sich neben diese bezaubernd leisen, spannenden Klänge die Schallplatte „Sowiesoso“ von Cluster gesellt – eine andere perfekte kleine Nachtmusik. „The Turning Year“ erscheint am 22. April, „Sowiesoso“ kommt aus dem Sommer 1976. Wie es wohl klänge, würde Roger Eno die Musik von „Sowiesoso“ interpretieren, und Herr Roedelius, vielleicht mit Stefan Schneider, die Kompositionen von  „The Turning Year“ verwandeln. Imaginary albums.

 

2020 7 Aug

„Setlist from Athens“

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Der erste Eindruck des Albums „Mixing Colours“ von Roger und Brian Eno wäre überraschend gewesen, hätte ich nicht die Vorab-Veröffentlichungen für die Klanghorizonte gekannt, denn kompositorisch-stilistisch ist das erstaunlich rückblickend, bezogen auf die Harmonik (du erinnerst dich bestimmt an deinen Musikunterricht: Tonika, Subdominante, Dominante, Funktionsharmonik, verminderter Septakkord usw.) („nein, nur sehr flüchtig“; M.E.)

 

Melodik und auch Form haben mich positiv überrascht, weil die Miniaturen nicht „amöbenhaft“ formlos gestaltet sind. Jedes der kurzen Stücke entwickelt sich aus charakteristischen Ingredienzien, hat klare Konturen.

 

18 kurze Stücke, zwar untereinander keine großen Kontraste aufweisend, aber doch jedes von eigenem Charakter. Nun gibt es (vor allem in der Klaviermusik des 19. Jhs.) den Typus des „Charakterstücks“. Der Einfachheit halber zitiere ich aus Wikipedia:

 

„Ein Charakterstück, lyrisches Stück oder Genrestück ist ein kürzeres Musikstück vor allem für das Klavier. Es soll eine Stimmung ausdrücken, die zumeist mit einem Titel umschrieben wird.“

 

Roger vergibt ebenfalls Titel, die wohl aus der englischen Farbwörter-Truhe stammen, jedoch offener sind als z.B. „Verrufene Stelle“ (Robert Schumann, in den „Waldszenen“ op. 82).

Er sagt im Interview:

 

I like the idea of having names of colours that you don’t have to associate a phrase like “the old road” or something like this with. You know, that you then focus on and that would be your mental vision. When you have the name of a colour, you have a kind of atmosphere, but it’s a non-specific atmosphere.

 

Ich habe einen Zyklus mit 24 Stücken assoziiert, nämlich F. Chopins Préludes op. 28, die ich dir wärmstens zum Anhören empfehle. Das sind Miniaturen vom Typus des „Charakterstücks“, wenngleich sie ganz neutral „Préludes“ heißen. Sie sind allerdings von höchstem Kontrastreichtum – ganz im Gegensatz zu Rogers schmaler Bandbreite an Stimmungen und kompositorisch von ganz anderem Kaliber.

 

Auf Komponisten der Romantik rekurrieren ja Víkingur und Roger, wobei Víkingur mit Schumann ziemlich  daneben liegt,  wie auch Roger korrigierend anmerkt: …  like definite harmonic influences, melodic like Schubert I’d say actually, more than Schumann … Von Chopin spricht Roger NICHT in Bezug auf stilistische Anleihen, sondern auf die magische Stunde der sprudelnden Kreativität: …  Put my equipment on and improvise, before you completely wake up it’s quite a good time for that. You know, you’re talking about Chopin, that’s his “opium hours”. That was quite a good time for me.   …  

 

Meine minimale Voreingenommenheit habe ich schnell abgelegt, zumal mir Benedicte Maurseth zuflog. Mit ihrer Musik und ihrem Buch „To Be Nothing“ beschäftige ich mich zur Zeit sehr intensiv. Dieser wunderbaren Musik aus Hardanger gegenüber bin ich überhaupt nicht voreingenommen, sie ergreift mich unmittelbar mit ihrer überwältigenden Schönheit. Dabei ist sie nüchtern betrachtet der Musik Roger Enos formal sehr ähnlich. Es sind Tänze & Hörstücke, die eine charakteristische, meist einheitliche Stimmung ausstrahlen, aus einem charakteristischen musikalischen Motiv  entwickelt werden, wobei variierte Wiederholung eine Rolle spielt.

 

Rogers Album ist stilistisch dem 19. Jahrhundert verpflichtet, natürlich auch der charmanten Simplizität Erik Saties, ABER die Sounds sind es NICHT. Deswegen ist mir die Anmerkung what is old is new, and what is new is old aus dem Booklet zu ihrem (und Knut Hamres) Album Anima eingefallen, diese Haltung, aus Tradition, aus Altem in Neuland vorzudringen, im Neuen die Bindung an Vergangenes zu bewahren. That’s Life.

 

Ich empfehle Benedictes bei ECM erschienenes Album Over Tones, auf dem Maurseth sowohl traditionelle Hardangermusik und Eigenkompositionen auf dem alterwürdigen Instrument Hardingfele spielt.

 

Ich habe mir zu jedem Stück Notizen gemacht, verzichte aber darauf, sie zu zitieren. Mir ist dabei aufgefallen, dass 3 Stücke über der gleichen Basslinie sich entfalten. Nach der Lesung des Interviews wurde bestätigt, dass es 3 Soundvarianten des gleichen MIDI-Files sind, also auch die Melodien identisch sind. OK, wäre mir nach weiteren Hör-Durchgängen sicher aufgefallen.

 

Brian So for instance, on the album there are three tracks that all use the same original MIDI performance.

Víkingur SPRING FROST, VERDIGRIS and CERULEAN BLUE

 

Auffällig ist, dass die meisten Stücke im 3/4- bzw 6/4-Takte stehen. Es gibt ein paar Stücke, die es mir besonders angetan haben:

 

04 – Wintergreen
05 – Obsidian / flächig fließend, Puls vermeidend
07 – Dark Sienna
09 – Snow / teilweise melodisch polyphon wirkend
10 – Rose Quartz
11 – Quicksilver / metrisch angenehm verwirrend
15 – Desert Sand / reizvolle Sound-Kontraste
16 – Deep Saffron

 

Lektüre nach 2-maligem Anhören des Albums

sehr interessante Passage:

 

Brian In fact, what’s interesting is when you are in both of those places, the past and the future. What has happened in the last 50 years of electronic music is that there’s been a huge emphasis – exploited almost entirely by pop music and hardly at all by classical music – on the new possibilities of instrument colour, timbre. If you think about classical music and you think that the clarinet represents this tiny little oasis of sound and the viola is another thing and the piano is another, but nonetheless there (ich ziehe das Wort THEY vor, es bezieht sich dann auf die Sounds herkömmlicher Instrumente) are little islands in the world of all the possible sounds that you could make. What’s happened with electronics is that all those spaces in between have been filled in with new sounds that never existed before, and lots of others that nobody even imagined. So suddenly there’s all of this huge palette of colours. It’s a little bit like if, from say the 1950s onwards, there had suddenly come into existence thousands and thousands of new paint colours. Can you imagine it that you go down to the paint shop and there’s a colour you’ve never seen before. Doesn’t have a name. It doesn’t look like anything else, sort of browny, pinky, greeny, bluey. There’s no name for it, you know. So, really, it’s only in pop music that that has been recognised, that the material of contemporary music more than anything else is timbre. It’s not really melody. It’s not really structures. It is beats.

 

Dem stimme ich im Großen und Ganzen zu. Aber schon vor dem Einzug der Elektronik in die Musik – beginnend in den 50er Jahren (Stockhausen, Studio für Elektronische Musik des WDR bzw. NWDR, aber auch andere in USA & Europa) – gab es in der Klassischen Musik die „Arbeit“ am Sound. Ich empfehle dazu:

 

Heinrich Ignaz Franz Biber, Battalia

Hector Berlioz, Symphonie fantastique
(übrigens das erste Stück Drogenrausch-Musik der Geschichte)

 

 

v i d e o

 

Kitty and Michael write a poem about a double sound-painting, and keep looking out for words …

 

It‘s  bit like „Walter and Conny“*
(laughter)
*distant TV memory mode

 

… looking out for words
in the ether
in charming pictures
in empty light house theatres
in hanging gardens – 


with a hush-hush, with the thing that‘s golden (ah, they don‘t say the word).

 

Kitty and Michael go on. There‘s desert sand, there‘s snow, there‘s an intimate conversation. The joy to return to a  collection of fleeting delights. The unforgettable  kind of fleeting (hasty, hasty, perfunctory).

 

Sketches by Roger on the keyboard at the beginning.
Good old piano. All baggage lifted. Dissolved.
Never talkative, nearly falling into (they don‘t say the word).
Brian then works on them, preferably on trains, on long distant train rides.

 

It feels like an analog record, each note having a furry


furry
furry
aura.

 

Furry, no.
A breathing to the margins.

 

The eerie „Obsidian“ takes a familiar church organ and repurposes it creepily. (Sounds like a matter of fact, where‘s the poetry, hon?)

 

Look, Michael, Kitty adds (she‘s in description mode now),  „Wintergreen“ builds gradually to a peak that recalls Brian‘s old collaborators, Harmonia – minus the German band’s regular motorik beat, of course.

 

Mhmm, says Michael. But, Kitty, this is not really a poem. More a conversational thing – 

 

in the ether
in charming pictures
in empty light house theatres
in hanging gardens.

 

They don‘t say the word.

 

(„Mixing Colours“, by Roger and Brian Eno is out now. The title of these lines is a (not really hidden) homage to the unforgettable delights of listening to the one irresistible F.R. David song on air, time and time again, in 1982)

2013 3 Dez

Roger and Gilles

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What music are you currently grooving to, Roger Eno is asked in the January edition of Mojo music magazine, and he says: „I never ‚groove‘ to music as I find such an activity unsightly and indecorous in a man of my age. This sort of question would be better addressed to Sir Bruce Foryth. If you’re referring to what I’m listening to, it would be medieval Netherlandish composer Gilles Binchois. Born in 1400, died in 1460. He’s very good indeed.“  Roger Eno has just released a revealing compilation called „Little Things Left Behind“ mirroring his years with All Saints Records, and a subtle blend of Satiesque moods, old British folk sprits, and modern chamber music with a dreamy edge. The Tindersticks love Roger Eno. 2014 will see the re-release of his brilliant debut „Voices“ which came into life in the famous Grant Avenue Studios of Dan and Bob Lanois.


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