Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the month August 2026.

Archives: August 2026

 
 

On the day I went away

Goodbye was all I had to say

Now I, I want to come again and stay

Oh, my, my….

Smile, and that will mean that I may

‚Cause I’ve seen blue skies

Through the tears in my eyes

And I realize

I’m going home

Everywhere it’s been the same

Feeling like I’m outside in the rain

Wheeling free to try and find a game

Dealing cards for sorrow, cards for pain

‚Cause I’ve seen blue skies

Through the tears in my eyes

And I realize

I’m going home

 
 

 
 

You were simply the best!!

 

2026 24 Aug.

Reminiszenz

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment

 

 

WÖLFE IM MAI

August der Schäfer hat Wölfe gehörtWölfe mitten im Mai, zwar nur zwei Doch der Schäfer der schwört Die hätten zusammen das Fraßlied geheult Das aus früherer Zeit, und er schreit Und sein Hut ist verbeult Schreit: „Rasch, holt die Sensen sonst ist es zu spät Schlagt sie tot, noch eher der Hahn dreimal kräht“ Doch wer hört schon auf einen alten Hut Und ist auf der Hut?
Und ist auf der Hut?
August der Schäfer ward nie mehr gesehenNur sein alter Hut, voller Blut Schwamm im Bach, circa zehn Hat dann später das Dorfhexenkind Nachts im Steinbruch entdeckt, blutbefleckt Und die Schnauzen im Wind Dem Kind hat die Mutter den Mund zugehext Hat geflüstert: „Bist still oder du verreckst! Wer den bösen Wolf nicht vergisst, mein Kind Bleibt immer ein Kind –  bleibt immer ein Kind“
Schon schnappten die Hunde den Wind, und im HagRochen Rosen nach Aas – kein Schwein fraß Eulen jagten am Tag Hühner verscharrten die Eier im Sand Speck im Fang wurde weich –  aus dem Teich Krochen Karpfen ans Land Da haben die Greise zahnlos gelacht Und gezischelt: „Wir haben’s ja gleich gesagt Düngt die Felder wieder mit  altem Mist Sonst ist alles Mist,
Sonst ist alles Mist“
Dann zu Johannis beim FeuertanzfestKeiner weiß heut‘ mehr wie – waren sie Plötzlich da, aus Geäst Sprangen sie in den Tanzkreis, zu schnell Bissen Bräute ins Gras, und zu blass Schien der Mond – aber hell Hell brannte Feuer aus trockenem Moos Brannte der Wald bis hinunter zum Fluss „Kinder, spielt, vom Rauch dort wissen wir nichts Und riechen auch nichts,
Und riechen auch nichts“
Jetzt kommen die Zeiten, da heißt es herausMit dem Gold aus dem Mund – seid klug und Wühlt euch Gräben ums Haus Gebt eure Töchter dem rohesten Knecht Jenem, der noch zur Not nicht nur Brot Mit den Zähnen aufbricht So sang der verschmuddelte Bauchladenmann Und pries Amulette aus Wolfszähnen an „Wickelt Stroh und Stacheldraht um den Hals Und haltet den Hals,
Und haltet den Hals“
Was ist dann doch in den Häusern passiert?Bisse in Balken und Bett –  welches Fett Hat den Rauchfang verschmiert? Wer gab den Wölfen die Kreide, das Mehl Stäubte die Pfoten weiß? Welcher Greis Glich dem Ziegengebell? Und hat sich ein siebentes Geißlein versteckt? Wurden Wackersteine im Brunnen entdeckt? Viele Fragen, die nur einer hören will Der stören will,
Der stören will
Doch jener Knecht mit dem WildschweingebrechHeute ein Touristenziel – weiß wie viel Da geschah, aber frech Hockt er im Käfig, frisst Blutwurst und lacht Wenn man ihn fragt und nur  – Schlag Null Uhr Zur Johannisnacht Wenn von den Bergen das Feuerrad springt Die Touristenschar fröhlich das Fraßlied singt Beißt er wild ins Gitter, schreit: „Schluss mit dem Lied! S´ist ein garstig‘ Lied
S´ ist ein garstig‘ Lied“
August der Schäfer hat Wölfe gehörtWölfe mitten im Mai, mehr als zwei Und der Schäfer, der schwört Die hätten zusammen das Fraßlied geheult Das aus früherer Zeit, und er schreit Und sein Hut ist verbeult Schreit: „Rasch, holt die Sensen sonst ist es zu spät Schlagt sie tot, noch ehe der Hahn dreimal kräht“ Doch wer hört schon auf einen alten Hut
Und ist auf der Hut?
Und ist auf der Hut?

Dieses Lied komponierte Franz Josef Degenhardt 1965, als die 1964 neugegründete NPD zur Wahl antrat und es 1969 mit 4,3 % fast in den Bundestag geschafft hätte.

Die Plattencover wurden illustriert von seiner Schwägerin Gertrude Degenhardt.

2026 16 Aug.

Frodo Beutlin reloaded

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 5 Comments

                   

 
 

Hausaufgaben müssen sein und in der Sommerzeit hat man Muße, sich um bisher Versäumtes zu kümmern – weil es einen auch nicht so besonders interessiert hat, zugegeben. Folgendes wäre leichter anzusehen gewesen, wenn wenigstens nebenbei ein Schiff untergehen oder der amerikanische Sezessionskrieg durchrauschen würde – dann wär’s ungleich unterhaltsamer mit den Erotikfilmen.

Fifty Shades of Grey ist psychologisch allerdings interessanter, als sein Ruf vermuten lässt – nur nicht unbedingt dort, wo der Film selbst es gern hätte. Ein prickelndes BDSM-Drama, mittlerweile in der zweiten Runde, hatte sich wohl jeder erhofft, der sich Jahre vorher schon durch die Feuchtgebiete und Schossgebete und deren Verfilmungen hindurchgegähnt und teilweise auch hindurchgeekelt hat, weil die zugrundeliegende Lektüre einen oft genug daran erinnert, dass Sexual- und Ausscheidungsorgane relativ nahe beieinander liegen.

Als Erotikfilm erlebe ich ihn erstaunlich unerotisch. Das BDSM ist weitgehend Hochglanz-Dekor: Verträge, Spielzimmer, Fesseln, Peitschen, luxuriöse Räume. Die eigentliche Dynamik ist eine ziemlich klassische Liebesphantasie: „Ich werde den emotional unzugänglichen Mann durch meine Liebe verwandeln.“ Christian Grey ist nicht deshalb faszinierend, weil er dominant ist, sondern weil er als beschädigt, geheimnisvoll und unerreichbar konstruiert ist. Psychologisch wird es dann hübsch: Christian versucht Nähe durch Kontrolle und Ritualisierung zu beherrschen. Sexualität darf stattfinden, aber unter genau festgelegten Bedingungen: Rollen, Regeln, Grenzen, Vertrag. Das schützt vor dem viel Unberechenbareren – Gegenseitigkeit, Abhängigkeit, Bedürftigkeit – sich körperlich zu verletzen spart einem eine andere Art von Verletzlichkeit: die von Bindung und Hingabe. Der dominante Mann ist insofern gar nicht besonders autonom; sein Kontrollbedürfnis verrät gerade, wie gefährlich ihm Bindung erscheint. Die Frau ist sein passives Opfer. Sie verhandelt, verweigert, provoziert, setzt Grenzen und besitzt dadurch innerhalb dieser asymmetrischen Inszenierung erstaunlich viel Macht. Der Witz der Geschichte besteht beinahe darin, dass der Dom ständig von der Sub erzogen wird. Problematisch finde ich weniger die Darstellung von BDSM an sich als die Vermischung verschiedener Ebenen: Konsensuelle sadomasochistische Sexualität ist das eine. Christians Kontrollieren, Nachstellen, Besitzansprüche und Grenzüberschreitungen sind etwas anderes. Der Film packt beides in dasselbe erotische Geschenkpapier bei Dingen, die man getrennt halten sollte. Kulturpsychologisch ist der Erfolg fast interessanter als der Film: Eine ausgesprochen traditionelle romantische Phantasie wird mit dem Anschein sexueller Grenzüberschreitung versehen, das macht erst mal neugierig. Im Schlafzimmer Revolution, außerhalb davon Aschenputtel. Milliardär, Luxus, exklusiv erwählt werden, den schwierigen Mann retten – das ist ziemlich alter Stoff. Der Film verkauft dem Publikum eine Regression unter dem Etikett der sexuellen Befreiung. Man darf sich ausliefern, abhängig sein, beherrscht werden, der Zuschauer erwartet angesichts des ganzen Rummels, dass es jetzt endlich heiß wird und bekommt stattdessen Designermöbel, bedeutungsschwere Blicke, Vertragsverhandlungen und einen Mann, der Sexualität verwaltet wie eine etwas kompliziertere Hausratversicherung. Das Gefühl von erotischer Spannung, dass die beiden jetzt kaum mehr die Finger voneinander lassen können, kommt für mich viel zu selten auf. Christian Grey hat ja sogar fürs Unanständige eine Geschäftsordnung. Und Dakota Johnson finde ich dabei noch das Sinnlichste am ganzen Film – gerade weil sie gelegentlich etwas Spontanes, Verschmitztes hineinbringt. Als angekündigter Skandalfilm ein ziemlicher Etikettenschwindel. Filmfans werden mich jetzt steinigen, aber bei Titanic genügt stellenweise, dass Kate Winslet und Leonardo DiCaprio einander ansehen. Da ist Begehren schon vorhanden, bevor überhaupt etwas passiert. Diese Mischung aus Neugier, Verlegenheit, sozialem Verbot und dem Gefühl, dass hier zwei zueinander wollen und nichts sie dran hindern kann, erlebt man bei Earl Grey nicht. Und ausgerechnet der berühmte Handabdruck an der beschlagenen Autoscheibe ist sinnlicher als das halbe Inventar von Christian Greys Spielzimmer. Das zeigt auch, dass erotische Spannung nicht davon abhängt, wie viel Haut oder sexuelle Handlung ein Film zeigt, sie entsteht aus Antizipation. Cameron baut dauernd Hindernisse ein: Standesunterschied, Verlobter, gesellschaftliche Kontrolle, räumliche Trennung – und dadurch wird jede Annäherung aufgeladen. Bei Titanic gibt es einen Spannungsbogen, der niemals reisst, bei Greys ein zielloses Hin und Her. In der ersten Halbzeit wähnt man sich in einer moderneren Version von Pretty Woman und dass eine amerikanische Studentin und Mittzwanzigerin noch Jungfrau ist und noch nie etwas von SM gehört hat, ist jetzt schon etwas peinlich, diese geradezu viktorianische Prüderie lässt den Film genauso knirschend an der Lächerlichkeit vorbeischrammen wie die Titanic am Eisberg – die Vertragsverlesung wirkt dann endgültig wie eine Satire auf das, was hier ernst gemeint sein soll. Der Soundtrack ist etwas platt und dramatisiert an Stellen, die durch sich selbst wirken sollten.

Jamie Dornan ist für mich eine Fehlbesetzung: Maßanzug, Hubschrauber, Milliarden, Folterkämmerchen, trainierter Körper – und darüber dieses glatte, fast brave Bubengesicht. Man wartet förmlich darauf, dass seine Mutter hereinkommt und fragt, ob er seine Hausaufgaben schon gemacht hätte. Nach der zweiten Liebesnacht steht diese dann tatsächlich auf der Matte und Christian springt sofort beflissen aus dem Bett. Und damit fällt ein wesentlicher Teil der erotischen Phantasie auseinander. Für diese Figur bräuchte es meines Erachtens mehr Ambivalenz im Gesicht: Charme plus etwas Bedrohliches, Zerquältes. Eigentlich sieht er aus wie der ältere Bruder von Elijah Wood – Frodo, wenn ihn Gollum mal wieder geärgert hat.

 
 

         

 

           

 
 

Gerade wurde er auch für die Rolle von König Aragorn im Herr-der-Ringe-Sequel gecastet und die Helden aus dem Tolkienschen Oeuvre sind dafür bekannt, vor Erotik nicht gerade zu explodieren – eine lebenslange Schwäche des bewährten Schriftstellers. Macht er sicher gut.

Dakota Johnson dagegen hat tatsächlich mehr erotische Uneindeutigkeit: dieses Wechseln zwischen scheu, neugierig, spöttisch und eigensinnig. Eigentlich ist sie der interessantere Grey.

Fifty Shades macht somit fast das Gegenteil: Es stellt von Anfang an ein riesiges Schild auf: ACHTUNG, HIER KOMMT KNALLENDE EROTIK! – und dann kommt das Werk des Innenarchitekten.

Und es wäre im Übrigen nicht unflott, wenn das Klischee Mann-Chef-Milliardär-dominant contra Frau-Aschenputtel-submissiv einmal aufgebrochen würde, schliesslich gibt es auch Dominas und devote Männer und gleichgeschlechtliche SM-Paare – aber so weit ist Hollywood scheinbar noch lange nicht.

Anmerkungen zum zweiten Teil erspare ich jetzt mir und allen!

 

 
 

Wer hat sich noch nicht bei Türkisch für Anfänger amüsiert? Oder wenn der christliche oder muslimische Schwiegersohn ein aufwendiges Frühstück für die jüdische Familie bereitet und vergessen hat, dass Sabbat ist? Oder der jüdische Schwiegersohn nicht an den Ramadan gedacht hat? Oder der deutsche Schwiegersohn vor der griechischen Familie die Hochzeitsrede auf griechisch vorliest, die ihm sein Schwager netterweise aufgeschrieben hat und die Hochzeitsgesellschaft dadurch erfährt, dass er drei Eier hat. Irgendwie triffts oft die Schwiegersöhne, habe ich den Eindruck, die sind natürlich prädestiniert als Konfliktträger und ausserirdische Eindringlinge, die den traditionsbewussten Familien ihr Wertvollstes rauben und in einen anderen und sicher verderblichen Kosmos überführen wollen, da lässt sich trefflich erzählen und Situationskomik rüberbringen – das ist mittlerweile ein so festes Muster wie im Grimmschen Märchenbuch und langsam ein Stereotyp. Die Damen sehen alle gnadenlos gut aus, die Kinder sind süss und frech und vor allem viele, die Herren leicht cholerisch, die Wohnungen überfüllt, ständig wird gekocht und der Tisch biegt sich unter mannigfaltigen arabischen oder osteuropäischen Leckereien und alle tanzen gern und gut, sogar die Männer. Somit nutzen diese Filme viele Vorurteile und Klischees, und betonen zunächst Unterschiede und brauen damit Sprengstoff dessen Entladung befürchtet wird und auch bald geräuschvoll erfolgt, aber nie wirklich jemanden verletzt – feelgood-movies eben – und am Ende hat jeder seine Lektion gelernt und alle vertragen sich wieder – und es erscheint auch nicht der Shakespeare’sche Narr und ermahnt sich jetzt wieder der so ganz anderen Realität zuzuwenden. Im Mainstream-Kino funktionieren solche Komödien oft als sanfte, unverbindliche Appelle an die Toleranz und Mitmenschlichkeit, in dem der Zuschauer zusehends das Gefühl bekommt, die gezeigten Konflikte seien eher ubiquitär und in der gleichen Kultur genauso beheimatet, kurz gesagt: Die anderen stellen sich genauso blöd an wie wir eben auch (ohne einen oder mehrere die sich blöd anstellen gäbe es sowieso gar keine Komik und keine Komödie). Ihre Grenzen haben sie dort, wo sie oberflächlich bleiben, etwa wenn echte gesellschaftliche Konflikte und Bruchlinien durch Humor einfach überzuckert werden, wenn kulturelle Identität auf Klischees reduziert wird. Und wenn nicht jeder über jeden lachen kann, sondern nur eine Partei zum Boxsack wird. In einem Drama muss ein Konflikt groß sein. In einer Komödie darf er sich verkleiden. „Leichte Unterhaltung“ ist auch oft ein Seismograf für da, was eine Gesellschaft meist unbewusst beschäftigt: Culture-Clash-Komödien sind deshalb oft aufschlussreich. Sie beantworten – meist unbewusst – Fragen wie: Welche kulturellen Unterschiede gelten als harmlos und witzig? Worüber darf gelacht werden, ohne dass das Publikum aussteigt? Funktion einer solchen Komödie könnte sein, Unterschiede „verdaulich“ zu machen. Der Zuschauer darf über kulturelle Missverständnisse lachen und erlebt dabei idealerweise, dass die Fremden am Ende gar nicht so fremd sind. Das schafft Identifikation und entschärft Ängste – oder bestätigt im ungünstigeren Fall Klischees, wenn der Film sich mit Stereotypen begnügt. Wer lacht eigentlich über wen? Welche gehemmten Gefühle werden durch den Witz freigesetzt? Brauchen wir dieses Mass an hier gelieferter Harmonisierung, um uns in unserer Multikultigesellschaft wohlzufühlen? Dient der Humor der Versöhnung – oder erlaubt er nur, Vorurteile straffrei auszusprechen? Spart der Witz psychische Energie, weil Konflikte nicht ernsthaft ausgetragen werden müssen? Das erinnert mich übrigens an den Begriff des Übergangsraums bei Donald Winnicott. Ein Film kann zu einem kulturellen Übergangsraum werden: Das Publikum spielt für zwei Stunden mit dem Fremden, ohne sich bedroht zu fühlen. Man probiert eine andere Perspektive aus und kehrt anschließend in den eigenen Alltag zurück – hoffentlich mit etwas weniger Distanz. Konsens für alle: Solche Filme funktionieren oft im selben Maße für liberale wie für reaktionäre Zuschauer, weil sie jede echte politische Schärfe verlieren; ob AfD-Wähler so etwas gucken, habe ich leider nicht herausbekommen. Beim Kassenknüller M. Claude und seine Töchter wird sich am Ende auch ein reaktionäres Publikum gefahrlos amüsieren, weil die zugrundeliegenden Machtverhältnisse unangetastet bleiben.

 
 

 
 

Auf jeden Fall müssen sie political correctness pflegen. Correctness  – diese ist selbst schon wieder ein Filmthema, nicht allein in Satiren und Klamotten. In der Doku Has Political Correctness Gone Mad? (2017) stellt Trevor Phillips die These auf, dass der Correctness-Wahn der Liberalen, die Suche nach safe spaces in einer überachtsamen Sprache, schuld an der militanten Gegenbewegung der Rechten sei und den Boden bereite für die Populisten, die Trumps und Le Pens, den Brexit und die Leugnung des Klimawandels. PC will eat itself. Somit wären diese Komödien nicht wirklich integrativ, sondern sogar kontraproduktiv.

Ein kleiner Rückblick: In den Jahren nach dem Krieg hatten die Deutschen verständlicherweise Probleme, sich dem Fremden wieder zuzuwenden, nachdem sie jahrelang alles diffamiert, unterworfen und millionenfach getötet hatten, was sie als fremd definierten. Während die Kriegsgeneration sich innerhalb ihrer vorgegebenen Grenzen zu verschanzen versuchte, wurde sie vom „Feind“ regiert, dessen Kultur ins Land drang und die Jugend drängte vehement nach draussen. Culture Clash Comedies gab es damals nicht, Darstellungen des Fremden waren geschönt und exotisiert – das Fremde musste schön sein, wenn es schon fremd war, am besten noch erotisch, Aufregung und Abwechslung versprechend – dann überlegen wir uns das vielleicht noch. Und keinesfalls darf es am Tisch mitessen.

 
 

           

                                            

 

Und so funktionalisierte man das, was man immer gern funktionalisierte, um etwas zu erreichen: Den Körper der Frau!

 


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz