Manafonistas

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Archives: Donnerstag, 27. Oktober 2022

2022 27 Okt.

Kirke – something mind boggling happened

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dieses 3_o ist …. andere Kost, könnte fast als Soundtrack für Zeitenwende dienen

 

dieses 3_o, das sind … KIRKE KARJA (p), LUDWIG WANDINGER (dr), ETIENNE RENARD (b) 

 
 

It happened last year September 18 in Vaba Laba of Tallinn’s Creative District TELLISKIVI, a former Soviet industrial zone of the Estonian capital. There was a big European meeting and it was freezing cold, even for Tallinn’s conditions. Then this 3_o blew everybody out of their jackets. How did these young aces meet, come together, create and threw out this music, now in album size of THE WRONG NEEDLE ? Something truly Uro-p-an.

 
 
 

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I know Kirke quite some time and appreciated her as a musician and a very active organizer. I knew that she was capable of doing banging things but this was a knock against the wall beyond expectation that blew everybody’s mind. The three (still young) musicians were invited to the Paris Son d’Hiver festival, to Punkt Festival in Kristiansand, November 3 in Rotterdam AND will be live in the spotlight of JAZZFEST BERLIN, Friday, November 4 in a program together with Sven-Åke Johansson’s “Ouvertüre für 15 Handfeuerlöscher” and another 3_o to look back and forward to: Peter Brötzmann, Majid Bekkas, Hamid Drake. In short, the future lasts, will last.

 
 
 


 

2022 27 Okt.

Mein Bücherherbst

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Es wird ein Text benötigt als Abstandhalter zwischen Fotos. Hier springe ich doch gerne ein, nehme dies als Anlass, um ein paar Worte zu verlieren über Bücher, die mich gerade interessieren, hoffend, dass Gedanken in die Tasten fallen wie die Blätter in diesen Tagen von den Bäumen. Eines vorweg: ein Ehrgeiz hat mich gepackt, mir das Lesen offline mühsam („kleine Schritte“) wieder anzutrainieren, in guter alter Weise Gedrucktes in den Händen und vor Augen haltend. Nicht, dass mit dem Bargeld schleichend auch die Bücherlust verschwindet. Ein Werk, auf das ich sehr gespannt bin, heisst Das Ende des Kapitalismus und ist von der Wirtschaftsjournalistin Ulrike Herrmann, deren Artikel in der Taz ich seit Jahren, ja Jahrzehnten schätze. Kernaussage: „Grünes Wachstum? Nee, das wird nichts!“ Dann liegt ein Buch auf dem Lesetisch, das ich zwecks oben genannten Ehrgeizes mit Neugier in Angriff nehme: Richard David Prechts Freiheit für Alle, in dem er das Ende der Arbeit, wie wir sie kannten, voraussagt beziehungsweise diagnostiziert. Auch nennt er Argumente für das bedingungslose Grundeinkommen, denen Frau Herrmann wahrscheinlich widersprechen würde. Neulich gab es in der abendlichen Talkshow bei Markus Lanz ein theaterreifes, sehenswertes Schauspiel. Die Philosophen Precht und Harald Welzer stritten mit zwei namhaften Journalist:innen über ihr Buch Die vierte Macht, das die Frage aufwirft, inwieweit die Medien, gerade jetzt in hitzigen Zeiten (Krieg, Corona etc) ihrer Aufgabe nach objektiver Berichterstattung gerecht werden. Eine lohnende Fragestellung, jenseits jeden verschwörungstheoretischen „Lügenpresse“-Schwachsinns. In dem Buch Sensibel, das über moderne Empfindlichkeiten und die Grenzen des Zumutbaren berichtet und sich stellenweise wie ein Krimi liest, wird von der Philosophin Svenja Flasspöhler das Spannungsverhältnis zwischen Sensibilität und Resilienz klug ausgelotet. Beim Lesen ereignet sich, wie in einst besten Lektüre-Zeiten und den heutigen Fernseh-Flows, ein wünschenswerter Sog, der fesselt und in die Tiefe zieht.

 

 

 

Nach der Heimkehr aus Kreta fanden sich einige neue Alben ein: statt das eine und andere davon streamweise über blutooth und in-ear-buds auf stiller See zu Sonnenuntergangszeiten zu hören (The Unthanks, Bill Callahan), was mitunter überwältgend ist – stuff to surrender at Komos beach – hörte ich nun zum ersten Mal Brians Surround-Mix von „Foreverandevernomore“ in meiner elektrischen Höhle, und entgegen meiner Gewohnheiten für solche Klänge, in strahlendem Sonnenlicht. Wow-Faktor 10 (allein, anders als auf Cd und Vinyl, die Stimme vorrangig aus den „back rears“ zu vernehmen, ist etwas gewöhnungsbedürftig). Wundervoll, mein Album des Jahres 2022 auch mal so erleben zu können. Ein Sammlerstück zudem, 2500 Exemplare nur wurden angefertigt, angeblich (but, imagine some of his ambient works in surround & surrender-mixes, Apollo, Music For Airports, Thursday Afternoon, The Shutov Assembly, Reflection, wouldn‘t that be quite something?). Mittlerweile kann Eno auf meine launige Empfehlung hin, doch endlich, vierzig Jahre nach 1982, die Masterbänder von „On Land“ hervorzukramen, und eine 5:1-Fassung in Angriff zu nehmen, kaum noch gute Argumente dagegen sprechen lassen. 😉 „I think I know where the tapes are“, schrieb er mir vor Wochen. Mit dabei – just click on the photo – Jan Bang, Arild Andersen, Evgueni Alperine, Jakob Bro, The Unthanks, und Bill Callahan. Will send Alperine‘s album to Brian, „in my ears a decoffeinated quantum of post-electro-classical-under-the-skin-music“.

 

2022 27 Okt.

Zeitenwende(n)

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Wann begann die Zeitenwende in den 60ern des letzten Jahrhunderts eigentlich? Wann fing die Zukunft an? Und wann endete sie?

 
 

 
 

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Ach, und was ist davon geblieben?  Ein weites Feld …  Stichworte?

Ach, und was wirklich eine Zeitenwende ist, weiss man ja erst nach einiger Dauer!

 


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