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Archives: Mittwoch, 19. Oktober 2022

Anfang April dieses Jahres erschien das literarische Debüt der in Heidelberg lebenden Schriftstellerin Elke Barker. Und zwischen uns das Meer enthält 24 Kurzgeschichten, erschienen als Band 1 in der edition Darmstädter Textwerkstatt im Axel Dielmann Verlag. Elke Barker ist seit vielen Jahren mit dem Zentrum für junge Literatur in Darmstadt verbunden. Von 2008 bis 2011 war sie Teilnehmerin der von Kurt Drawert geleiteten Textwerkstatt; seither arbeitet sie in der von Martina Weber geleiteten Textwerkstatt II an ihren Geschichten. Am 5. Oktober stellte Elke Barker ihr Buch im Literaturhaus Darmstadt vor.

 

 

 

 

Martina Weber: Was fast alle deine Geschichten gemeinsam haben, das sind Begegnungen von Menschen, die sich vorher nicht kannten. Plötzlich ist etwas da und die Protagonistinnen (meist weiblich) lassen sich auf etwas ein, sie lassen zu, dass etwas wirkt, was man auch ganz beiläufig wahrnehmen und schnell vergessen könnte. Der zweite Aspekt, der alle deine Geschichten verbindet, ist die starke Atmosphäre. Eine Atmosphäre, die mit wenigen Sätzen aufgebaut wird, die sich verändert und nachhallt. Der dritte Punkt ist der Wichtigste und schwer greifbar. Es ist das, was nicht da ist: das Abwesende. Das, was du auslässt, ist das Entscheidende. Es ist das, was im Lesenden freigesetzt wird, das, was weiterwirkt, wenn man eine Geschichte gelesen hat. Welche Bedeutung hat für dich das Abwesende, das Nicht-Gesagte, in deinen Texten?

 

Elke Barker: In den letzten Wochen habe ich – nicht zuletzt auch in Vorbereitung auf die Lesung – zum ersten Mal bewusst über meinen Schreibprozess nachgedacht. Dabei ist mir klar geworden, dass Schreiben und über das Geschriebene Reden etwas gänzlich Anderes ist. Auch wenn es eine Gemeinsamkeit gibt. Die, dass für mich jeweils nur eine Annäherung möglich ist. Denn ähnlich wie beim Schreiben, wo sich der Text ab einem bestimmten Zeitpunkt meiner Kontrolle entzieht, geht es mir beim Reden über die Texte. Ich kann Einflüsse benennen, Personen, die mich inspiriert haben. Orte, Sätze, die gesagt wurden, ein Gefühl, eine Atmosphäre, die nach einem Text verlangen. Ich kann von einem Ideentagebuch sprechen aber nicht wirklich sagen, warum eine Geschichte so ist, wie sie ist. Das Abwesende in meinen Texten hat, so glaube ich, etwas damit zu tun, dass ich nicht aus der Fülle heraus schreibe, sondern aus einem Mangel. Die Geschichte als solche ist nicht schon da, sondern entwickelt sich größtenteils erst beim Schreiben.

 

Martina Weber: Die Geschichten, die du in dein erstes Buch aufgenommen hast, sind über einen langen Zeitraum entstanden. In dieser Zeit hast du sicherlich auch deine Arbeitsmethode verändert. Mein Eindruck ist der, dass vor allem eine Arbeit am Abwesenden stattgefunden hat. Zum Beispiel gibt es eine Geschichte mit dem Titel Veränderung, bei der es darum geht, dass eine junge Frau oder Schülerin etwas, was ich hier nicht verraten möchte, in ihrem Leben verbessern möchte. Um diese Geschichte schreiben zu können, musst du sie kennen. Ebenso bei dem Text Xylophon spielen, der in den 1930er Jahren spielt. Die beiden Geschichten kannte ich nicht; es sind sicherlich Texte, die zu den am frühesten entstandenen im Buch gehören. Hier kann das, was nicht gesagt ist, mehr erahnt werden. Im Lauf der Zeit hast du dann stärker darauf geachtet, dass das, was du nicht sagst, vielschichtiger und offener ist.

 

Elke Barker: Das ist richtig, dass die Geschichten über einen längeren Zeitraum entstanden sind, und in dieser Zeit verändert man sich natürlich – als Mensch wie auch als Autorin. Bei mir verlief diese Veränderung dahingehend, dass ich immer mehr weiß, dass ich nichts weiß. Dass die Realität nicht mehr ist als eine Vielzahl an Perspektiven, was natürlich eine Rückwirkung auf neue Texte hat wie auch auf die Überarbeitung von älteren.

 

Martina Weber: Bei der Zusammenstellung der Geschichten für dein Buch hast du eine intensive Phase der Überarbeitung eingelegt. Bei einer Geschichte kann man das sogar nachvollziehen, denn sie ist in einer früheren Fassung veröffentlicht. Es geht darum – Zuruf ans Lesepublikum: keine Sorge, kein Spoiler, nur ein Teil des äußeren Handlungsgerüsts – dass eine Frau eine Scheune erbt und sich die Scheune ansieht. 

An dieser Stelle möchte ich eine Anregung für eine Hausarbeit im Fach „Vergleichende Literaturwissenschaft“ anbieten: Vergleichen Sie die beiden Fassungen der Kurzgeschichte von Elke Barker Eigentlich ist nichts passiert, zuerst veröffentlicht in der von Kurt Drawert herausgegebenen Anthologie „Kasinostraße 3. 15 Jahre Darmstädter Textwerkstatt“, Poetenladen Verlag 2014, und in veränderter Fassung in Elke Barkers Debütband Und zwischen uns das Meer. Stellen Sie die inhaltlichen Unterschiede und die unterschiedlichen Wirkungen der beiden Fassungen einander gegenüber. Erläutern Sie das Prinzip des Doppelgängers anhand eines Beispiels aus der Literaturgeschichte und anhand der zweiten Fassung der Kurzgeschichte von Elke Barker.

In der zweiten Fassung der Geschichte wirft das Leben, das die Protagonistin führt, Fragen auf. Es bleibt einiges interpretierbar und auch der Titel der Geschichte kurbelt unsere Phantasie an, denn obwohl sehr viel passiert ist, lautet er Eigentlich ist nichts passiert.

 

Elke Barker: Ja, diese Geschichte habe ich grundlegend überarbeitet. Details über die Beziehung der beiden Frauen, wie sie sich kennenlernten und welcher Arbeit sie nachgingen, habe ich rausgenommen und auch den Schluss habe ich zu einem offenen Schluss umgearbeitet. Durch die Reduktion von Handlung und Information hatte ich das Gefühl, dass das Wesentliche besser zum Vorschein kommt. Die Frage nämlich, wie es um das Wissen über die Vergangenheit eines geliebten Menschen steht. Wie viel darf, muss, will man wissen, worauf auch hier die Antwort letztendlich offen bleibt. Denn die Geschichte endet mit der Frage: “Spielt das eine Rolle? Ich meine, spielt irgendetwas noch irgendeine Rolle?”

 

Martina Weber: Wir haben über den Überarbeitungsprozess gesprochen. Jetzt zurück zum Anfang, zum Inspirationsprozess. Was brauchst du an Überlegungen und an Material, um mit einer Geschichte anfangen zu können? Was ist als Erstes da? Wie viel weißt du vom Verlauf einer Geschichte, wenn du damit anfängst?

 

Elke Barker: Relativ wenig. Wie bereits erwähnt existiert am Anfang eine Atmosphäre, ein Gefühl, die nach einer Geschichte verlangen. Schreiben ist für mich also eine Art innere Suchbewegung nach Dingen, die zu einer Atmosphäre, einem Gefühl passen. Sie ziehen mich in die Geschichte hinein, und wenn ich Glück habe, kommt irgendwann ein Punkt – man könnte ihn auch magischen Punkt nennen -, wo sich der Text meiner Kontrolle entzieht und aus sich selbst heraus weiterentwickelt. Das empfinde ich dann als spannend, ja beglückend, da ich mich mit und durch den Text weiterentwickle.

 

Martina Weber: Hast du deine eigenen Lieblingsgeschichten aus dem Buch?

 

Elke Barker: In dem Moment, wo ich sie schreibe, ist jede Geschichte meine Lieblingsgeschichte, sonst würde ich sie nicht schreiben. Im Nachhinein habe ich aber schon Präferenzen. “Der Mönch” beispielsweise ließ mich darüber nachdenken, wie Menschen auf Krisen reagieren. Die Figur des Rick in “Zugabe” steht für die Fülle des Lebens, die er in jedem Moment zelebriert. In der Titelgeschichte “Und zwischen uns das Meer” wiederum ist mir die Metapher des Meers wichtig. Wasser hat ja eine doppelte Bedeutung: Einerseits ist es lebensspendend, lebenserhaltend, denn wir alle kommen aus dem Wasser, wir müssen trinken, um zu überleben, andererseits kann Wasser bedrohlich werden, kann Leben vernichten, man denke nur an Tod durch Ertrinken oder Flutkatastrophen.

 

Martina Weber: Welche Autorinnen und Autoren haben dich mit ihren Texten beeinflusst? Vielleicht kannst du ein oder zwei nennen, und dabei, wenn das möglich ist, etwas Konkretes, was du für deine literarische Arbeit mitgenommen hast.

 

Elke Barker: Das Schreiben fängt bekanntlich mit dem Lesen an, der Freude und Faszination an dem, was andere schreiben. Mich dabei auf ein oder zwei Namen festzulegen, fällt mir schwer.  Peter Stamm, Judith Hermann, Zsuzsa Bánk, Mariana Leky haben mich inspiriert, auch Raymond Carver oder Wolfgang Borchert. Bei ihnen habe ich den Eindruck, dass den Figuren irgendwann die Kontrolle über ihre Handlungen entgleitet, sie quasi zum Zuschauer ihrer selbst werden. Da kann ich als Autorin und Mensch gut mitgehen.

 

Martina Weber: In den Geschichten werden die Orte, in denen sie spielen, nicht genannt. Ich habe immer wieder einige Plätze aus Heidelberg, wo ich selbst einige Zeit gewohnt habe, erkannt. Wie ist für dich als Autorin dein Bezug zu Heidelberg? Heidelberg ist auch UNESCO city of literature. Wie wirkt sich das aus?

 

Elke Barker: Ich lebe seit 1993 mit kurzen Unterbrechungen in Heidelberg, habe in der Stadt studiert, meine journalistische Ausbildung in der Region gemacht, ich habe hier meine Familie, meine Freunde. Ich bin in Heidelberg oft zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs, insofern entdecke ich immer wieder Orte, die mich inspirieren. Das Trafohaus am Neckar oder das alte Hallenbad in der Poststraße beispielsweise. Oft sind das Orte, die sich im Umbruch befinden oder solche mit einer wechselvollen Geschichte.

Dass Heidelberg im Jahr 2014 als einzige deutsche Stadt UNESCO City of literature wurde, ist ein großes Glück. Das internationale Netzwerk der 42 Städte ist toll, es gibt zahlreiche länderübergreifende Projekte, und auch auf lokaler Ebene versucht man, den Autoren eine Plattform zu bieten. So ging gerade das Festival “Heidelberger Literaturherbst” zu Ende, wo sich lokale Autoren und Gruppen in insgesamt 28 Veranstaltungen über einem vierwöchigen Zeitraum präsentierten.

 

Martina Weber: Das erste literarische Buch abzuschließen, kann man schon als das Ende eines Lebensabschnitts und als eine Art von Initiationsritual sehen. Dein Band ist vor sieben Monaten erschienen. Du hast mir schon verraten, dass du an weiteren Erzählungen arbeitest, dass sie jetzt aber vom Umfang her länger werden…

 

Elke Barker: Die erste Publikation, das erste Buch, das ist schon etwas Besonderes, eine Zäsur. Zuerst war da einfach nur die Freude, dass es geklappt hat, dass ich einen Verlag gefunden hatte und den ersten Band in der Edition Darmstädter Textwerkstatt bestücken durfte. Dann aber begann ich zu überlegen, wie es weiter geht. Aktuell arbeite ich an zwei Geschichten, die etwas länger werden, aber immer noch das Format einer Kurzgeschichte haben. Ich glaube, dass die Kurzgeschichte gemeinhin unterschätzt wird, oft nur als Vorspiel für einen Roman angesehen wird. Dabei vermag sie doch Großartiges, nämlich auf sprichwörtlich kleinem Raum Themen anzusprechen, die weit über den eigentlichen Text hinausweisen. Hemingway hat in diesem Zusammenhang einmal von der “Eisbergmetapher” gesprochen. Das gefällt mir sehr.

 

Martina Weber: Ich danke dir für die vielfältigen Einblicke in deinen Arbeitsprozess!

 

 

Foto: Tobias Schwerdt

 

Link zur Autorenseite von Elke Barker im Autorenlexikon von literaturport.de.

Link zur Autorenseite von Elke Barker auf der Website des Axel Dielmann Verlages.

 

(Verstreutes und Zusammengefegtes zu FOREVERANDEVERNOMORE, nach ein paar Hördurchgängen.)

 

A stunning new song-based vocal album, erstaunlich, wie genau der Werbeaufkleber auf dem neuen Eno Album ist. FOREVERANDEVERNOMORE verzichtet weitgehend auf Songs, ebenso wie ich eine Stimme, aber meistens keinen Gesang höre. Rezitation, etwas in einer Art Sprechgesang singen oder vortragen, psalmodieren. Die Wurzeln dieser Soundscapes entstammen der Welt des Pop Songs, gleichzeitig klingen Enos Arbeiten der letzten 5 Jahrzehnte mit; es ist immer wieder erstaunlich, welche Vielfalt aus einem faserigen, holzigen Stück Materie entstehen kann. 

Die Welt wird so wie wir sie kennen nicht fortbestehen. Homo Sapiens hat die zahlreichen anderen Menschenarten verdrängt, ist für das Aussterben unzähliger anderer Lebewesen verantwortlich und auf dem besten Weg, sich selbst die Lebensgrundlagen auf diesem Planeten zu entziehen. Was soll nun werden hier auf Erden/Lebensraum von Mensch und Tier/Wenn die Leute sich gebärden/Als wären sie alleine hier/Sie führen Krieg gegen die Schöpfung/Und werden nicht aus Schaden klug/Senden Botschaften ins All/Und sind doch nicht einsam genug heißt es in einem talking blues von Jochen Distelmeyer. Von solch direkten Botschaften ist Brian Eno hier weit entfernt, der Grundton ist ähnlich, these billion years will end. Der Ausweg – falls es ihn gibt: ein Verzaubern der Welt, ein Wahrnehmen der Schönheit – nicht um uns herum, äußerlich, sondern Bestandteil von uns, all this is made of me. FOREVERANDEVERNOMORE macht die Schönheit und die Trauer um ihr Verschwinden hörbar – Ascheregen, Tagpfauenaugen, ausgetrocknete Flüsse, Glühwürmchen (the stars of starless nights), überschwemmte Städte, Wälder, Bäume auf ausgestorbenen Parkhäusern. All this is made of me. 

Zerbrechliche und invasive Klanglandschaften, immer wieder regnen Klangpartikel hinab, Flächen öffnen sich und schließen den Zuhörenden ein, bis dann wieder scharfe Splitter die Umhüllung aufreißen, neue Räume öffnen. Alles klingt genau so fein nuanciert und austariert wie man es von Brian Eno erwarten darf. Die Stimme ist ein Klang unter vielen: ein heidnischer Priester raunt zerbrechlich & sorgend, aber auch teilnahmslos, Botschaften aus der Zukunft. Ein Klagelied auf die Vernichtung unseres Planeten, aus jedem Ton spricht eine Hoffnung/Transformation aus jedem Klang/aus jedem Ton, spricht eine Hoffnung/auf einen Neuanfang (Tocotronic).

Das ganze Album ist ein Wunder, atemberaubend; There Were Bells läßt die Zeit still stehen.

 

2022 19 Okt.

Wolfert Brederode: Ruins And Remains

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It made me very happy to be was asked if I would like to / was able to be present at another ECM production at the Sendesaal in Bremen to record video and take photos, as I had not expected to hear from ECM again at that time. Apparently, that was because my documentary at Sendesaal during the recordings of Erkki-Sven Tüür’s chamber music album, Lost Prayers, – one that I had mostly talked about with the composer himself a while before the recording date was scheduled – had been received well.

I wasn’t present during the first day of recording (even though I would have liked to, as I always do when I am filming album recordings), and when I came in for the second day, they seemed to have recorded everything they had planned for the album already. Fortunately, though, the recordings continued for another two days, and so they started working in a more open way, encouraged by Manfred Eicher to improvise more freely, play some free improvisations, and to move further away from the scores. 

In the end, when I received the finished album and went through my footage, I noticed that, to my surprise, most of the selected tracks were from the second and third recording days. Of course that was really helpful for me to sync the finished music with my video footage. It would have been very tedious to edit a nice documentary about an album recording if the album had been compiled only from music from the day I was not present to document.

I have been present during a few album recordings with Manfred Eicher, and, even though they were all very different from each other, they were all very inspired sessions — and also very inspiring to me, even though I am not able to play any instrument myself (unless one considers the camera an instrument, as I tend to do). What was very different this time around, though, was that Manfred Eicher was present right next to the musicians all the time, while his assistant was doing all the organising work in the background and was up there with the engineer, Stefano Amerio – whom I was very pleased to meet, finally, after I have spent some time in studios with some of the other regular ECM engineers, Jan Erik Kongshaug, Martin Wieland, Gérard de Haro, and even the great Audun Strype, who unfortunately did not record as many albums f0r ECM, even though I feel it would have been terrific if he did. 

 
 

 
 

Wolfert also told me that it had been the most relaxed and inspired recording he had experienced with Manfred Eicher to date, and he also said that this was due to the circumstances mentioned above. Manfred Eicher was in a good mood and I felt that he had a very positive influence on the musicians and their performance, even his rare critical remarks were conveyed and welcomed with a sense of humor.

As with my previous short documentaries for ECM, it was gratifying to be very free to shape the final clip as I saw most fit; and I wasn’t pressured into any creative decisions I was uncomfortable with. I would love to do more similar short documentaries about album productions, even if I wouldn’t get paid to do those. It’s just always very rewarding and a great, invaluable inspiration.

However, unfortunately –even though I feel I shot a bunch of genuinely accomplished photographs I was quite happy with– none of them were used for the album. These photographs bear further witness to how close Manfred Eicher’s collaboration with the musicians on this album actually was. A large number of musicians I have spoken to in recent years like to point out that, for them, Manfred Eicher is always an equal to one of the musicians playing on an album recording, like the „third man“ on a duo recording (remember that album, The Third Man, by Enrico Rava and Stefano Bollani – and its telling cover image?) or the fourth member of a trio etc. I would have loved to see those photos be part of the finished album. Regardless, Ruins and Remains is a great album, and I sincerely hope it will be recognised as such by many listeners interested in music that is truly unique, falling somewhere between jazz and chamber music.

Here’s the short documentary about the Ruins and Remains recording.


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