Manafonistas

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Seulement un alto, mais ensuite orchestral : à propos de George Dumitriu, John Coltrane, Thelonius Monk, György Ligeti, Ig Henneman et Ralph Towner
 
 

Le musicien George Dumitriu (alto, violon, guitare), d’origine roumaine et basé à Amsterdam, a enregistré un album solo à l’alto sur des compositions de Thelonious Monk, qui sort sur le label berlinois Evil Rabbit. Voici quelques éléments de contexte en suivant un fil reliant John Coltrane, György Ligeti et Ig Henneman.

 
 
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Tout a commencé le troisième jour, tôt, la pluie, quelques chats errants, et le bruit des vagues. En parcourant les routes de l’arrière-pays, j’ai pensé à la chanson „Roads“ de Robert Forster, que je peux presque chanter avec lui. Quelle charge émotionnelle cette route tout sauf plate a pour les autochtones, leur bonheur, leur tristesse. Des choses se passent.  Enfin, arrivée au parking du Cap d’Erqui. Sur les panneaux, je lis et relis „Les plages sauvages“, comme si ce nom voulait évoquer avec force l’époque d’avant le tourisme omniprésent. Ou ces heures matinales où les chats et les chiens sont encore plus nombreux.  Les lacs sont d’anciennes carrières de grès rose. Vient ensuite une zone où la bruyère se mêle aux genêts et aux ajoncs – un paysage aux nuances de gris éclatantes. J’aperçois le port. Et puis j’entre dans les plages sauvages, „Lourtuais“ et „Portuais“. En été, l’eau doit être d’un bleu turquoise. Je suis dans le flow de la marche, et j’atterris au café Karma, sur le port, l’odeur des toilettes me vient de l’autre côté – le plus drôle dans cet endroit, c’est le nom du café. De retour dans la voiture, la musique de „Marquee Moon“. „I spoke to a man / Down at the tracks / And I ask him / How he don’t go mad / He said, „look here, junior, don’t you be so happy / And for heaven’s sake, don’t you be so sad“. Tout a commencé le troisième jour, tôt, la pluie, quelques chats errants, et le bruit des vagues.

 

Auch wenn es der dunkelste Januar seit mehr als 40 Jahren sein soll, die letzte Generation den grünen Kometen, als er der Erde zu nahe kam aus Protest mit Kartoffelbrei beworfen hat und die Chinesen ihre jahrtausendealte Tradition des Ballonsteigenlassens in der auslaufenden Hurrikansaison über Amerika fortgesetzt haben, gab es im vergangenen Monat doch erfrischend viele erhellende Klangmomente, allesamt inspirierende Hörempfehlungen in der Spanne zwischen ungewöhnlichen perkussiven und tiefgründigen Ambientalben:

 
 

    1. Ryuichi Sakamoto – 12
    2. Sebastian Rochford & Kit Downes – A Short Diary
    3. Kali Malone, Stephen O’Malley, Lucy Railton – Does Spring Hide Its Joy
    4. John Cale – Mercy
    5. Martina Bertoni – Hypnagogia
    6. Ekin Fil – Rosewood Untitled
    7. Ami Dang – The Living World’s Demands
    8. Le Millipede –  Legs and Birds
    9. Catherine Graindorge & Iggy Pop – Dictator
    10. Marius Gjersø – Yûgen
    11. Harmonious Thelonious – Cheapo Sounds
    12. Rian Treanor & Ocen James – Saccades
    13. Burnt Friedman – Hexenschuss (Extended Versions)
    14. Suss – Suss

 
 
 
   
 
 

2023 5 Feb

nochso’ngruuf

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„masada-mässig“

 
 

2023 5 Feb

A visceral search for identity

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Früher habe ich eine Zeitlang jeden Film des koreanischen Starregisseurs Park Chan-Wook (hier bei EPD Film aktuell ein Portrait seines Schaffens und Überblick über sein Œuvre) im Kino angesehen. Spätestens ab seinem Durchbruch Joint Security Area waren die alle sehenswert, trotz oder vielleicht auch gerade wegen ihrer gewissen sterilen Regiekunst, die eine gewisse philosophische Note nicht scheute. Irgendwann allerdings überwiegte dann die leere, artifizielle Seite (I’m a Cyborg, but that’s okay), die Langeweile zog ein, und mich zogen die Filme nicht mehr an. Irgendwann muss ich da wohl mal etwas nachholen.

Aktuell in deutschen Kinos gestartet: seine unverhohlene Film-Noir- / Neo-Noir-Hommage-Lovestory Die Frau im Nebel, und mir fällt auf, wie unglaublich viel Zeit vergangen ist, seit Park ein angesagter Regisseur unter Filmliebhaber(inn)en war. Da dieser neue Film als recht intelligente und schillernde Krimi-Unterhaltung vermarktet wird, begaben wir uns am Wochenende in Berlins schönstes und wohl größtes Kino, unweit unserer Wohnung gelegen, und schauten Die Frau im Nebel – seltenerweise in deutscher Synchronfassung; ein bisschen eigenartig finde ich es immer, wenn asiatischen Menschen in fernen Kleinstädten und Dörfern astreines Theaterhochdeutsch sprechen, und skurril auch, wenn immer wieder die Originalstimmen der Schauspieler/innen auftauchen, wenn die Figuren dann nicht mehr koreanisch, sondern chinesisch sprechen. Es ist wie gesagt eine halbe Ewigkeit her, seit ich einen Film von Park Chan-Wook gesehen habe; dieser war ein wenig anders als erwartet – doch nicht ganz so eingängiges Unterhaltungskino, auch wenn man in der ersten Viertelstunde noch meinen könnte, dass die Handlung, auch so ähnlich in einem „Tatort“ stattfinden könnte … aber dann erinnerte ich mich, dass die Filme von Park sich ja schon immer durch diese gewisse artifizielle Unnahbarkeit ausgezeichnet haben und konnte mich da gut mit anfreunden, und so störte auch das Theaterdeutsch kaum mehr.

Hat mir alles in allem sehr gut gefallen, ich muss aber auch zugeben, dass es wohl ein Film für intellektuelle Film-Nerds (bevorzugt Ü40, bevorzugt männlich) ist, was an der jüngeren Frau neben uns (ca. Mitte 20) deutlich zu merken war, die während des Film ständig durch lautes Aufstöhnen ihr Missfallen zum Ausdruck brachte. Inszenierung, Kamera, Schauspiel (soweit eingedeutscht beurteilbar) und Montage allesamt top. Zu empfehlen mit den den genannten Einschränkungen (not everyone’s cup of tea) – kein realistischer Krimi, sondern eher etwas überhöhtes Erzählen in Vertigo-Tradition. Man konnte unschwer den alten Hitchcock jeder zweiten Ecke dem Regisseur über die Schulter blicken sehen …

 

 

Dann, einen Tag später gleich noch einmal einen Kinobesuch in einem anderen in Korea spielenden Film, der ebenfalls 2022 im Programm in Cannes hochgelobt wurde: Return to Seoul – großartiger Film. Sehr berührend und keine Minute langatmig, immer wieder reizvolle, authentische Wendungen. Toll, wie der über zwei Stunden die Spannung hält, bei diesen Stimmungswechseln. Chapeau an Drehbuch und Regie. Und natürlich an die Hauptdarstellerin. Souverän, ohne die Warnung „Achtung Große Kunst“ wie bei Park Chan-Wook, und doch eigentlich viel kunstvoller, da nicht ausgestellt., sondern mit feiner (Regie-)Hand geführt. Ein Film, bei dem es vielleicht besonders schön ist, wenn man vorab so wenig wie möglich darüber weiß. Auch „Trailer“ finde ich oft problematisch, weil die so oft viele der schönen Wendungen oder gar Entwicklungen der Charaktere und der Handlungswege verraten.

Auf kluge Weise setzt der Film seine Irritationsmomente ein — visuell wie dramaturgisch. Ein Film auch, der, anders als Die Frau im Nebel seine gewisse Distanziertheit nicht zum Auf-Distanz-Halten des Publikums nutzt, sondern dies produktiv immer wieder auflöst, geschickt bricht und in Frage stellt. Überhaupt: Dass Retour à Seoul, eine koreanisch-französische Co-Produktion (und auch deutsches Geld war irgendwo dabei) Fragen aufwirft, diese aber nicht – oder sagen wir besser: nicht konventionell – auflöst, ist ein nicht unwichtiger Aspekt seiner faszinierenden Kunst. Ich war von Anfang bis Ende gefesselt und hätte auch noch eine Stunde weiter schauen können. Fast war ich traurig, dass wir diese Hauptfigur nach zwei Stunden und dieser schillernden Zeit im Saal verlassen mussten.

 

 

 
 
 

Das vergangene Jahr war so voll mit bemerkenswerter neuer Musik, dass ich mich dieses Mal entschieden habe daraus zwei Beiträge zu schreiben: den ersten über meine Ranking-List und einen weiteren über die Alben und Klänge, die ich bemerkenswert finde obwohl sie es aus verschiedenen Gründen nicht auf die Bestenliste geschafft haben. Zum ersten mal belegt hier auch ein Musiker 3 Plätze unter den Favoriten, der aber auch wohl zum ersten mal mehr als 3 Alben in einem Jahr aufgenommen hat. Die Rede ist hier von Stephan Thelen, der für seine komplexen und polyrhythmischen Exkurse demnächst auch eine eigene Rezension bekommt.

Und natürlich gibt es auch wieder Pianohighlights, die dieses Jahr von den 3 Pianisten Francesco Tristano, Koki Nakano und Moritz Fasbender gestellt werden, weil sie neben einem äußerst feinen Sinn für subtile Klangstrukturen auch pianistisch eine bemerkenswertes Niveau halten und dabei neue Räume erschließen. Hier mag es vielleicht verwundern, dass der sonst von mir sehr geschätzte Daniel Lanois nicht auf der Liste auftaucht, aber ich fand sein Album Player, Piano zwar studiotechnisch exzellent, aber musikalisch schlichtweg banal. Da erinnert es mich eher an die Sonatinen von Clementi, durch die sich jeder Klavierschüler früher oder später einmal hindurcharbeiten darf, als an die Innovationen, die ich auf dem Boden Lanois‘ sonstigem Werk wenigstens in Ansätzen erhofft hatte. Auch mehrfachen Hören machte es, in der Hoffnung doch etwas übersehen zu haben, leider nicht besser.

 
 

    1. Björk – Fossora
    2. Brian Eno – Foreverandevernomore
    3. Evgueni Galperine – Theory Of Becoming
    4. Midori Takada – Cutting Branches For A Temporary Shelter
    5. Wolfert Brederode – Ruins and Remains
    6. Flock – Flock
    7. Francesco Tristano – On Early Music
    8. Kali Malone – Living Torch
    9. Stephan Thelen – Fractal Guitar 3
    10. Toechter – Zephyr
    11. The Comet Is Coming – Hyper-Dimensional Expansion Beam
    12. Dai Fujikura & Jan Bang – The Bow Maker
    13. Moritz Fasbender – 13 Rabbits
    14. Michael Rother & Vittoria Maccabruni – As Long As The Light
    15. Stephan Thelen – Fractal Sextet
    16. Deathprod – Sow Your Gold in the White Foliated Earth
    17. Park Jiha– The Gleam
    18. The Smile – A Light for Attracting Attention
    19. Steve Reich – Reich/Richter
    20. Shabaka – Afrikan Culture
    21. Uwalmassa – Malar
    22. Stephan Thelen & Jan Peter Schwalm – Transneptunian Planets
    23. Erik Satie – Fragments
    24. Koki Nakano – Oceanic Feeling
    25. Sigurd Hole – Roraima
    26. Kreidler – Spells and Daubs
    27. Son Of Chi & Arthur Flink – The Fifth World Recordings
    28. Group Listening – Clarinet & Piano: Selected Works Vol 2
    29. Roedelius & Tim Story – 4 Hands
    30. Oren Armbachi, Johan Berthling, Andreas Werliin – Ghosted
    31. Pascal Schumacher – Luna
    32. Ustad Noor Bakhsh – Jingul
    33. Plastikman & Chilly Gonzales – Consumed In Key

 
 
 
   
 
 
 

Unter den Wiederveröffentlichungen ist natürlich Robert Fripp’s Exposures das absolute Highlight, gefolgt von einem japanischen Cluster von Sakamoto/Noto, Shimizu und Takada. Alles wunderbare, zeitlose Alben.
 
 

    1. Robert Fripp – Exposure Box
    2. Alva Noto & Ryuichi Sakamoto – Insen/utp/Svmmvs
    3. Yasuaki Shimizu – Kiren
    4. Midori Takada – Tree of Life
    5. David Toop – Pink Spirit/Noir World
    6. Djivan Gasparyan – I will not be sad in this World/Moon shines at Night
    7. Harold Budd – Pavilion of Dreams
    8. NEU! – Box Set
    9. Richard Pinhas – Iceland
    10. Vladislav Delay – Anima

 
 
 
   
 
 

 
 

audio

 
 

 

 

2023 1 Feb

Lugano

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These two gentlemen have just finished a recording in a Lugano hall: piano, trumpet, vocals, electronics

 

 

photo by Caterina di Perry

 


 
 

FISH WISH gives a couple of links to material found on internet, material worthwhile!  You can be fishing for something intriguing to hear or to read but don’t arrive at it. Or you arrive at something and ask yourself: is this really fish that i was wishing for? Or you got something you were not seeking for but it reveals as something you always had wished for etc.. Wishes can be as fishes. 

 

1

The monthly column of my colleague Peter Margasak from Berlin in THE QUIETUS. In his column you can find reviews of an interesting choice of new titles.

 
 


 
 

2

Paul Motian and Bill Evans

Why does BE’s playing from those times sounds so good every time again when listening to it until today? Is it his deeply sunken presence in the music and its fluency, the recording, its magic kind of dynamics? Click on the red title to listen to Motian’s telling about those days.

 
 


 
 

3

JADE VISION – one of my ever-recurring favourites

 

It is a famous piece of the legendary first Bill Evans Trio, a composition by bassist Scott LaFaro (1936-1961).  The piece lives by the magics of a repeated motif intoned by the double bass. But what about the way of repetition? It goes asynchrone, with light delays between the three instrumentalists, something between mere repetition of the tones of the motif and playing its echo. It returns in slightly different ways as a basis for its later gradual expansion. Tension is built this way and the mood of the piece can fully emanate. For listening, click on the title above. On Youtube you can also find a version of OREGON from the group’s first album.

 

The photo of the trio below is a good puzzle question: where has the photo been taken?
 
 

 


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