Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Die Überschrift enthält ein Wortspiel, das eine andere Art, die Worte zu kombinieren, suggeriert. Wenn ich daran denke, wie aufregend der Tag war, als mir der Postbote „Music for Films“ überreichte, 1976, 77, 78 oder 79 – wer will schon Erinnerungen ständig googelnd datieren – nun, das wird im November nicht annähernd vergleichbar sein, wenn „Film Music 1976 – 2020“ ins Haus steht. Ich werde einige Kompositionen ganz gut kennen, andere nicht oder nur wenig, und endlich findet sich Enos wunderbare Lesart von „You don‘t miss your water“ in einer sorgsam kompilierten, und rein instrumentaler, Ungebung wieder. Aber bei allen kleinen Entdeckungen bleibt das Album ein Querschnitt durch vergangene Jahrzehnte, der manche vielleicht anmimieren wird, „Die Mafiosibraut“ oder „The Lovely Bones“ noch einmal anzuschauen. Als ich damals mitbekam, dass Eno ein, zwei Stücke für David Lynchs Sci-Fi-Epos „Der Wüstenplanet“ komponiert hatte, wartete ich ungeduldig, um im Kino grandios enttäuscht zu werden. Entgegen all meiner Erwartung fand ich den Film unsagbar langweilig, und auch Brian konnte da nichts rausreissen. Kam mir da nicht auch sein Sphärengeraune etwas zu sakral vor?! Das Abenteuer seiner ersten Filmmusik wird der Nostalgie eines Rückblicks weichen, und trotzdem werde ich die eine und andere blaue Stunde anzetteln, in einem Raum voller Abendlicht. In einer komplett aus den Fugen geratenen Welt des Jahres 2020.

 

2020 20 Sep

Septemberlicht

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Im Wartezimmer der kieferchirurgischen Praxis lag die heissbegehrte Ware wohlfeil ausgestellt: der Patient nahm eine jener Zeitschriften zur Hand, die er sonst selten zur Ansicht bekam und wenn, dann nur zuhause online (umsonst & drinnen). Es fand sich schnell ein interessanter Artikel, um die Wartezeit zu überbrücken: von Bas Kast, jenem Journalisten, dem es gelungen war, mittels ausgiebiger Recherche einen „Ernährungskompass“ zu erstellen, den man wohl in der Kategorie „Mega-Bestseller“ verbuchen kann. Mittlerweile zu einem Papst für gesundes Essen avanciert, beklagte der Autor aber, dass er sich in dieser Rolle unwohl fühle: erstens sei er noch nicht so alt und zum Zweiten auch kein professionell legitimierter Berater dieses Fachgebiets. Es entspräche auch nicht seinem Bild von sich selbst. Das brachte ihn aber auf ein anderes Thema, nämlich die Frage, wer wir eigentlich sind. Darüber schrieb er dann einen Roman. Der Patient fand das insofern interessant, weil er festgestellt hatte, dass sich im Laufe der Jahre Identitäts-Schwerpunkte verlagern und Vieles von Früher später obsolet erscheine. Weitergehend seine These, dass man selbst zu den Neurosen, vergangenen Verhangenheiten und skurrilen Leidenschaften Abstand gewinnen könne. Praktische Dinge gewännen zunehmend an Gewicht. Der eigene Körper verfiele zudem zunehmend in die Rolle eines schwer erziehbaren Störenfrieds, wie der Lümmel in der letzten Reihe, den es zu händeln gelte. Auch im Zuge von Corona wurde wieder klar, was viele sehen: „Ich weiss, dass ich nicht weiss“. Der Patient wurde aufgerufen und brach die Wartezimmer-Lektüre abrupt ab. Als er dann, im Praxisraum auf dem Behandlungsstuhl sitzend, auf eine riesige Luftaufnahme von Rio de Janeiro blickte und der strahlende Doktor ihm auch zahntechnisch eine Perspektive eröffnete, war die Welt wieder in Ordnung. Das Ich stellte keine weiteren Forderungen. Der Patient trat im Septemberlicht radfahrend gutgelaunt den Heimweg an und auch der Lümmel aus der letzten Reihe schwieg für eine Weile.

 

 
 

Viele von uns, die dem  Jazz so manch erhebendes Erlebnis verdanken, haben bestimmt schon Verbindungen zwischen improvisierter Musik und indischer Klassik erlebt. Der sog. „spirituelle Jazz“ hat immer wieder mal einige Wurzeln  im fernen Asien freigelegt, und eine Sitar und eine Tabla gehören gern zum Trance induzierenden Ton solcher Veranstaltungen. Nun stolperte ich über ein Album, das im Oktober erscheinen wird, und dessen spiritueller Hintergrund rasch klar wird. Das Cover, die Titel, die Referenzen: Satori, Sutra, Erwachen, das volle Programm! In einer englischen Besprechung der CD lese ich dann noch folgende Sätze. „This music would  go down nice with a curry albeit more Rogan Joshi than Vindaloo.“ Und: „This the finest meeting of East and West since the legendary Indo-Jazz Fusions of the Joe Harriott – John Mayer Double Quintet in the late 1960s which is praise indeed“.  Unser Freund lehnt sich da weit aus dem Fenster heraus: einerseits scheint es sich um ein absolutes Meisterwerk zu handeln, andererseits lässt es sich gut als Hintergrundmusik zu einem Rogan Josh verwenden. Traditionell besteht das Rogan Josh aus Lammfleisch und Kaschmir Chilis. Vielen Kaschmir Chilies. Sehr vielen Kaschmir Chilis. Nun, liebe Leser, ich mag Rogan Josh sehr, und auch ein butterzartes „lamb vindaloo“. Was dieses Album von Josephine Davies angeht, habe ich da keine Präferenz. Und keinesfalls würde ich das Werk für den grössten Coup aus der Indo-Jazz-Ecke seit jenem Klassiker aus uralter Zeit halten. Tatsächlich aber ist es ein hochinteressantes Jazzalbum, mit subtilen (und weitreichenden) Einflüssen aus Raga und Yoga. Es biedert sich nicht welttrunken an, macht kein grosses Gewese um exotische Sounds, verbleibt im gut geerdeten Bühnenbild von Saxofon, Bass, und Schlagwerk. Man kann sich leicht in diese Musik fallen lassen. Mit Rogan Josh, oder ohne. Der Vorhang hebt sich von allein. 

 

2020 18 Sep

Konspirative Gruppe

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1975 oder 1976 muss es wohl gewesen sein, als es mich mit meiner damaligen Gang in die Hamburger „Fabrik“ verschlug. Angekündigt war das „1. New Jazz Festival“, federführend stand wohl der NDR dahinter, dennoch hat es meines Wissens nie eine zweite Ausgabe gegeben.

Ich meine, es hätten drei Gruppen an dem Abend gespielt. Die beiden anderen habe ich vergessen (bestimmt zu Unrecht), aber eine hat sich mir unauslöschlich ins Gehirn eingegraben: die Band von Terje Rypdal, dessen Album Odyssey damals noch als eine Art Geheimtipp herumgereicht wurde. Die „Fabrik“ war zum Bersten voll, die einzigen (Steh-)Plätze, die es noch gab, waren ganz hinten im Saal, oben auf der Galerie, direkt hinter dem Elefanten mit den nickenden Kopf und den Glühbirnenaugen. Die Luft war blau, und auf der Bühne war es dunkel. Tatsächlich, Rypdal spielte annähernd im Dunkeln. Mehr Licht hätte gestört. Aus dem Dunkel schälte sich Terjes singender, vom Spiel mit dem Volumenpedal geprägter Gitarrensound heraus, füllte die „Fabrik“, kombiniert mit dem Klang eines damals neuen Keyboard-Instruments, dem sogenannten „String-Ensemble“ (eine Solina, dem Klang nach). Dazu vorsichtig tappende Drums, ein zurückhaltender, aber hochpräziser Bass, eine geheimnisvoll klagende Posaune. Für mich damals der Beginn einer wunderbaren musikalischen Freundschaft.

 

 

 

 

Nach langer Pause — sein letztes Album liegt sieben Jahre zurück — ist Terje Rypdal zur Atmosphäre von Odyssey oder Waves zurückgekehrt. Mit seinen Mitstreitern Ståle Storløkken (Keyboards), Endre Hareide Hallre (fretless und Fender Bass) und Pål Thowsen (Drums und Percussion) ist ihm ein Album gelungen, das mühelos an das Konzert von damals anknüpft und trotzdem keine Sekunde lang „alt“ klingt. Hier ist er wieder, der schwebende, raumfüllende Gitarrenklang, der mal flüsternd, mal auftrumpfend, mal singend, mal wild daherkommt; ein Sound irgendwo zwischen Mike Oldfield und Robert Fripp, dabei aber immer präsent und unverwechselbar Rypdal. Diesen Klang kann kein anderer.

Aufgenommen im Osloer Rainbow Studio und produziert von Manfred Eicher ist Conspiracy ein strahlendes Polarlicht in einer Zeit, in der der Rauch von der Westküste auch hier im Nordosten den Himmel seltsam zu färben beginnt. Schade lediglich, dass das Vergnügen mit gerade mal 32 Minuten recht kurz ist. Und das Schlagzeug könnte vielleicht ein wenig präsenter sein. Das ist aber auch alles, was es an dem Album auszusetzen gibt.

2020 18 Sep

Hen Ogledd

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Als ich am Abend vom Baden im See zurückkam, und auf einmal, durch einen Fahrfehler, in der Gegend landete, in der mir einst die letzten Dampflokomotiven eine kleine Nachtmusik bescherten, war es sehr frisch geworden, und im Fenster tauchten bald darauf nurmehr meine neonbestrahlten Körperumrisse auf, alles grüne Gezweig hatte sich in Schattenrisse verwandelt. Ich legte mich aufs Bett, las zwei Kapitel in der auch leicht durchfinsterten Zeitreise in ein altes Berlin und ein altes Westdeutschland, und liess dann der neuen Musik von Hen Ogledd freien Lauf.

 

Es gibt diese Art von Alben, gross und opulent, die keinerlei Schranken fürs Fantastische akzeptieren, und in diesem Fall, in einer Urzeit landen, vor den Menschen, wie wir sie kennen, später auch in einer Welt, in der die eine und andere Apokalypse einen Restzustand aus Ruinösem und letztem Rattern von Maschinen freilegt. Die Inspirationen reichen von Hildegard von Bingen bis ABBA, und was sich sonst noch alles an paradoxen Paarbildungen anbietet – die Liste ist beträchtlich. Hen Ogledd sind ein britannisches Quartett: Dawn Bothwell, Rhodri Davies, Richard Dawson and Sally Pilkington.

 

„Free Humans“ heisst das Doppelalbum, für das sich der Begriff „psychedelisch“ wie selbstverständlich aufdrängt, und man sollte sich ernsthaft überlegen, zu Beginn der Reise einen klaren Kopf zu haben – wer die vier Seiten dieses opus magnum heil übersteht, wird genug verrückte Dinge erleben, in dieser Science- und Psycho-Fiction der Sonderklasse. Krass experimentell, wunderlich melodisch, und hinreissend rhythmisch, alles zu seiner Zeit. It’s an amalgamation of energies; a melee of bodies and spirits and colors,” sagt  Rhodri.

 


Lieben Sie Boeuf Bourgignon? Wir sollten hier mal unsere Lieblingsrezepte teilen, Freunde! Es gehört zu der Geschichte dieses Blogs, dass immer wieder mal Dinge in den Raum gestellt werden, die dann nie oder ganz anders stattfinden. Ideen sind fragile Geschöpfe. Ich bin derzeit in einem Hotel nahe des Hauptbahnhofes in Essen, und verbringe die Zeit in meinem Zimmer, einen möglichst konstanten flow sicherzustellen. So habe ich mir vom Hanser Verlag einen Roman schicken lassen, der eine Zeitreise anbietet: Westberlin, achtziger Jahre. Punk und Strassenschlachten, AIDS und Drogen, raue Kunst und wilde Theorien. Das Buch anzufangen, ist verführerisch. Aus meiner Lieblingsbäckerei in Düsseldorf (Ulrike und Lajla kennen sie gut!) habe ich mir „gedeckten Apfelkuchen“ besorgt. Meine HNO-Ärztin hatte mir hernach eine so witzige Story erzählt, zwischen Tür und Angel, dass ich mich wunderte, dass sie das halbe Wartezimmer mithören liess. Und auf YouTube sah ich mir  gerade zwei spannende Interviews mit David Rodigan an. Ich mag es zuzuschauen, wie  andere Menschen in ihrer Liebe zur Musik aufgehen, und dabei zu Geschichtenerzählern mutieren.

 

Und natürlich kam ich auf den Reggaemann, weil mich die Musik aus The Bakery, Stockport in den letzten Wochen so gefesselt hat. Dub und Reggae von den Herren Birchall & Breadwinner. Ich hatte Nat gestern eine Mail geschrieben, und wenn alles gut geht, bekomme ich bald seine Antworten für die Jazzfakten vom 1. Oktober. Ich servierte ihm meinen Überblick über die 55 Minuten, und finde es ziemlich gut, wenn ich in der Sendung eine Schallplatte in einen besonderen Fokus stelle, die es nur in Mono gibt. Und das war dann die Triebfeder für die Gestaltung der ganzen Show. Das Aufregende an neuen Tönen, die ganz und gar vom Echoraum alter Zeiten erfüllt sind. So sieht es aus, und natürlich kann alles letztlich ganz anders kommen.

 

text one / Birchall & Breadwinner: a track from Upright Living / text two / Terje Rypdal: Conspiracy / text three / Feature  1 – Karl Lippegaus on  Michel Benita‘s new album / text four / The discovery of a Thelonious Monk live recording / text five  / Ran Blake &  Andrew Rathburne: Northern Noir / text six  / Feature 2 – a  new little series about favourite albums of jazz musicians / text seven  / Makaya McCraven: E & F Sides  / text eight / Feature 3 – Thomas Loewner on Minu Cinelu with Nils Petter Molvaer / text nine / Josephine Davies: Satori

 

Ich werfe einen Blick aus dem Fenster, und beschliesse, an den Baldeney-See zu fahren und eine Runde zu schwimmen. Die heissen Tage sind vorbei, und ich kenne eine kleine Ecke am See mit aufgeschüttetem Sand. Ich nehme die BOOM-Box mit, und John Cales „Paris 1919“ wird laufen. Vor etlichen Jahren erlebte ich den Waliser hier, ein paar hundert Meter entfernt, wie er in der Lichtburg das Album live spielte. Time fades away. 

 

Ich entdeckte Jon Hassell durch einen Raga- und Sitar-Kurs, den ich am College besuchte, wo mir „Vernal Equinox“ sehr empfohlen wurde. Als ein von Natur aus trotziger Mensch beschloss ich, diese Platte zu ignorieren und mich in eine andere, weniger gehypte Platte namens „Power Spot“ zu vertiefen. Der Titel klang muskulös und bedrohlich, und ich erwartete, dass die Musik nach Blut riechen würde. Doch während ich zuhörte, wurde mir klar, dass dies eine viel schlüpfrigere und seltsamere Art von Musik war.

 

Der krasseste und unmittelbarste Titel für mich war ‚Miracle Steps‘. Was ist das für ein Lied? Wenn es ein Geschmack wäre, wäre es eine überreife Mango. Ein Geschmack, der zwischen süß und schleimig schwankt. Wenn es ein visuelles Erlebnis wäre, dann wäre es die verzerrte, verführerische Silhouette von Jessica Rabbit, die sich aus einer Zwangsjacke herauswindet. Auch wenn mir die Liner Notes sagen, dass dieser Track eine bearbeitete Trompete und Trommeln enthält, sehe ich nicht, dass diese Objekte diese Geräusche erzeugen. Ich höre eine Mischung aus Lemuren, Elefanten und Zugpfeifen, die neben den Ästen der Bäume, die auf die Erde fallen, zirpen.

 

Die  Kargheit dieses Stücks fordert den Zuhörer auf, verwirrt zu sein. Ungebunden, versucht dein Gehirn schnell, Lücken zu füllen, und du wirst damit konfrontiert, wie seltsam du bist. Obwohl „Miracle Steps“ nicht gewalttätig oder bedrohlich ist, ist es herrlich unzivilisiert. In der Musik kann man sich nirgendwo hinsetzen. Keine Sicherheitsgurte in Sicht. Insgesamt ist diese Platte verwildert, frei, und ganz sicher aufsässig!

 

(Katie Gately über „Miracle Steps“ aus Jon Hassells Album „Power Spot; übersetzt von D.L. und M.E. – die einzige Produktion von Brian Eno und Daniel Lanois für ECM)

Of course some have
but surprising it is that
no writer is mentioning
the long long long silences
between each and every song

 

All the words though
Matter at night time
Not all the words a lot just
Turn to sound sound sound
Or the space in between

 

And I may have been wandering too long
In love with wandering, wandering, wandering love

Words of Bill I like following
His quietly stumbling flow the soft attacks
The painted clouds precison and loss

 

These songs you call lo-fi
But surprise sees them overflowing
On second listen carrying caring for
Tiny exlosives the words
Silent killers lifting off off off

 

 

(for whom it my concern)

Mitten im nordamerikanischen Hinterland im Bundesstaat Michigan versucht John Shepherd 30 Jahre lang Ausserirdische zu kontaktieren. Er beginnt in den 60er Jahren von seinem Kinderzimmer aus, Signale ins All zu senden. Irgendwann ist auch das großelterliche Wohnzimmer zu klein, es muss ein Anbau für sein Hobby her: riesige Oszillatoren, Sendemasten, Kathodenstrahlröhren und was weiß ich noch alles kommen zum Einsatz. Die Bilder seiner Ausrüstung strahlen die eigentümliche Schönheit überholter Science Fiction aus. Um fremdes Leben herbeizulocken schickt er Musik in den Weltraum. „I sent music into space because it represents a universal language. I am talking about non-commercial music, Jazz, electronic music.“ Er spielt den Aliens unter anderem Kraftwerk, Tangerine Dream, Can, Harmonia, Fripp/Eno, Steve Reich und Keith Jarrett vor, auch Musik aus Afrika, östliche Musik, Gamelan. Seine Geschichte kann man, berührend, respektvoll und empathisch erzählt, in dem Kurzfilm „John Was Trying to Contact Aliens“ kennen lernen.

 

Vielleicht würde John heute die flauschig kosmische Musik von Kikagaku Moyo in den interstellaren Raum senden, vielleicht wären sie ihm zu kommerziell. Zwei Gitarren, Bass, Schlagzeug, Orgel und / oder eine Sitar bringen geometrische Muster (so der Bandname auf deutsch) zum Schweben, bis sie von einem Sternen- oder Klangnebel aufgelöst werden und sich neu formiert auf ihre Reise begeben. Die fünfköpfige Formation scheint mir eher an einem inner space, als an den Fernen der Galaxie interessiert zu sein, doch vielleicht war auch das ein Ziel von Mr Shepherds Suche.

2020 12 Sep

Diana Rigg

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Sie war, als Emma Peel, meine Heldin bei Mit Schirm, Charme und Melone, als ich blutjung war, sie brillierte auf der Bühne mit Shakespeare, sie war wunderbar in Game of Thrones, und sie war von früh an, im realen Leben, verdammt klug, mutig, witzig, und liess sich nie über den Tisch ziehen. Auch nicht in der Kultserie. Als sie herausfand, dass selbst die Kameramänner mehr verdienten als sie, stieg sie nach zwei Staffeln aus. Unsterblich war sie sowieso schon.

 


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