Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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In essence, The Necks make a humbling, transcendent racket, organic and living, but intense and machine-like at the same time. To say that the Necks are a jazz outfit that rocks approaches the point, but fails to nail it. These three players operate on the cusp of genre, a space that could be easily over-intellectualised. Is it ambient jazz systems music? Free improv modern classical? But the emotional wallop of their output puts paid to all that over-thinking. Key to it all is that the Necks play spontaneously, improvising every night. Going to see them requires a suspension of disbelief, a parking of the salutary cynicism that gets most of us through our days. The experience is enhanced by listening hard to the microscopic evolutions in everyone’s playing: mindfulness for noiseniks, perhaps. Or you can just zone out: the Necks can get very psychedelic, drawing on eastern forms, drones and devotional music.“

(Kitty Empire, The Guardian)

2019 24 Okt

„Arthur“

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“I was traumatised by Rene’s death,” he said. “When I was a kid if you had an issue you kept quiet about it. There was shame. So I didn’t sit down and say I am going to write a melancholy theme. I was sensitive and couldn’t express myself. Then I found music and the outpouring began. I’ll never stop writing because I think of tunes incessantly – it bugs me. They come into my head – literally voices in my head.”  

(Ray Davies – the anniversary edition of The Kinks‘ 1969 concept album is out now)

 

 

2019 4 Okt

„Ghosteen“

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v i d e o

 

2019 22 Sep

Die Unterwegs-Schatulle

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Wie ich geahnt hatte, war keine Chance, die ECM-Sendung noch vor meiner Abreise nach Iran zu hören. Also kommt sie in die Unterwegs-Schatulle. Gelegenheit wird sein.

In Tehran ist just ein Jazz-Festival. »Show of Hands« heiß das und bietet eine Woche lang Soloimprovisation, in diesem Jahr auf Blasinstrumenten. Europäische Musiker und ein paar iranische. Von Hakon Kornstad über Yuri Honing bis Markus Stockhausen. Manche Namen kennt man. Aber das wussten wir, mein Freund und ich, nicht, als wir beschlossen, den Reisetermin mit dem des Festivals zu koppeln. So kompliziert es auch scheint, wir versuchen, dabeizusein.

Einer der großartigsten Zufälle der letzten 20 Jahre führte uns vor kurzem in Rudolstadt beim diesjährigen dortigen Festival ausgerechnet den Chef, den Organisator der »Show of Hands« vor die Nase, der uns – dann schon wieder aus Iran mailend – prompt ein paar Karten reservierte. Zahlbar in Tehran. Dort treffen wir ihn wieder, den sehr sympathischen und hilfsbereiten Herrn, und im Gespräch stellte sich heraus, dass sein eigenes iranisches Label HermesRecords eng liiert ist mit einem gewissen deutschen Label, dessen Chef Manfred Eicher heißt. Die Welt ist groß, doch sind – in aller Winzigkeit – wir durch unsichtbare Brücken mit Allen und Allem verbunden.

Außerhalb der Großstädte ist die Szenerie, zumindest auf dem riesigen, fast die ganze Landfläche bedeckenden Iranischen Hochplateau, eine endlose, staubige und staubtrockene, steinig-geröllige, wüstenleere oder kargbewachsene flache bis hügelige Mondlandschaft, ausgenommen nur die Niederungen der Flusstäler, gerade genug Gras ist vorhanden für die Schaf- und Ziegenherden, die die Hirten übers Land treiben. Eingegrenzt wird das Plateau im Norden entlang der kaspischen Küste vom Elburzgebirge und im Süden vom mächtigen Zagrosgebirge.

Mein Freund und ich. Auf der dritten Reise durch das Land erkunden wir zu zweit neue Gegenden Irans und haben eben Tehran verlassen, sind auf dem Weg nach Rascht an der Kaspi-Küste, fahren mit dem Überlandbus unterhalb des Elburz an Karaj vorbei, das ist die direkt angrenzende Trabantenstadt Tehrans mit ebenfalls Millionen Einwohnern. Dahinter kommt eine Weile nichts mehr.

Nur hier, in diesem dürren Land, kann man den Wortsinn erfassen, wenn man sagt, eine Stadt wird aus dem Boden gestampft. Kann man erahnen, was es bedeutet, wenn sich Millionen Menschen neuen Lebensraum erobern, urban mit Annehmlichkeiten wie Verkehrsadern, Wasserleitungen, Appartments mit Teppich und Kühlschrank füllen und Ressourcen beanspruchen.

Die Fahrt jedenfalls durch die sandige Tristesse in hell-umbra und grau kontrastiert beruhigend – möchte man sagen – die visuelle Reizüberflutung in den farbenfrohen Städten. Nichts gegen Farben. Doch nimmt das Auge den Entspannungsmoment einer Fahrt von Stadt zu Stadt – was wegen der Dimensionen Irans gern fünf bis neun Stunden dauern kann – mit Wohlwollen auf.

Im Kopfhörer nun endlich die ECM-Sendung. Sie entwickelt sich zum genialen Soundtrack für diese herrliche Bildkulisse. Immer und immer wieder. Man könnte meinen, der Müßiggang der Augen schärfe die Wahrnehmung der Ohren. Welch schöne Gelegenheit, in die Musik abzutauchen, viel mehr Details als sonst klar wahrzunehmen und zu entdecken. Ich liebe die Musik von ECM. Länger als ich überhaupt um das Label dahinter weiß. Gedanken und Erinnerungen irren durch den Kopf, pendeln hin und her. Und bald bemerke ich, dass in dem Maße, wie die Konzentration den Hörsinn sensibilisiert, auch die Augen mit der Zeit beginnen, mehr und mehr Nuancen, Feinheiten, Kleinigkeiten in der Welt der arg begrenzten Farbpalette zu sehen.

So eintönig ist die Landschaft eben doch nicht. Bild und Ton. Die perfekte Symbiose. Das Eine befördert das Andere. Viele Musikstücke höre ich zum ersten Mal, wunderbare Empfehlungen werden zur späteren Vertiefung in der Kladde vermerkt. Von Tibbetts  habe ich zwei frühe Alben auf einer Kassette, weiß garnicht mehr, wer mir das in die Hände spielte. Insgesamt sind mir die 70er und 80er am wichtigsten, stelle ich fest. Ich schaue aus dem Fenster des Busses und höre. Und höre und schaue. Wer immer nach Iran reisen möchte, sollte sich ECM-Musik einpacken. Das ist mein Tip.

So ist nun auch ECM unmittelbar mit meiner Liebe zu Iran verbunden, ebenso wie Iran meiner ECM-Rezeption neue Facetten hinzugefügt hat. Danke Herr Engelbrecht, für diese phantastische Inspiration. Diese kurze Einlassung muss genügen. Ich könnte die »Feder« freilich endlos weiter übers Papier ziehen. Über ECM. Über Iran. Aber ich hatte noch eine üble Geschichte versprochen zu Hiroshi Yoshimura: Nicht die »Nine Postcards«, sondern »Greens« und eigentlich gar nicht Yoshimura selbst betreffend.

Vor zwei Jahren wars. Ich kam von einem Kaitlyn-Aurelia-Smith-Konzert in Berlin aus dem Funkhaus Nalepastraße. Jan Jelinek war der Appetizer und der Sendesaal des Funkhauses als »akustische Offenbarung« versprach ein schönes Erlebnis. Mit zerfetzten Ohren trabte ich nach dem Konzert zur Straßenbahn. Wirklich wirklich schade – es hätte so schön sein können. Aber wie beim Jelinek mit seinen Klangspielereienndie Lautstärke schon so ohrenbetäubend, geradezu schmerzend war, ging es gleicherweise bei Frau Smith weiter. Keine Chance, die schönen bunt perlenden Töne zu genießen, nichtmal richtig zu hören waren sie, im Lärm ging alles unter. Vertan.

Gute Raumakustik nützt bei Krach auch nix. Es war kein Klang- sondern ein Lärmbad. Eine Unverschämtheit! Goethe sagte dazu: »Vom Handwerk kann man sich zur Kunst herheben. Vom Pfuschen nie!« Schön fand ich immerhin das Vorspielband, welches überraschenderweise Hiroshi Yoshimuras »Green« von 1986 war. Das DAS noch jemand ausgräbt … Aber auch das war krass zu laut.

Und Frau Smith selber zu sehen war – ich traue mich das zu sagen – eine große Freude. Mit eigenen Monitoren im Ohr ausgestattet war sie ganz in ihrer Welt. Elfengleich tänzelte diese zierliche und eigentlich recht kleine Person während des Kabel-hin-und-her-steckens an ihrem Buchla zu der Musik, leichtfüßig mit Ballettschühchen, fröhlich, beglückt über ihr eigenes Tun. Bei dieser Gelegenheit ist mir auch der Gedanke an Virginia Astley gekommen, die in den 90ern mit ähnlicher Stimme und ähnlich naiven Melodien arbeitete. So ist es also lediglich dieses hübsche Bild, das ich mitnahm von dem »Konzert«.

 

Herzlich grüßend ins Wochenende

Olaf (Ost)

2019 21 Sep

„Because“

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TWO WEEKS AFTER THE IMAGE OF A BLUE PLANET was beamed home from three men on the moon, three others recorded one of Abbey Road’s most far-reaching songs. Sung by John, Paul and George, Because summons up the possibilities of that lunar-obsessed summer, spilling over with wonder, thrill and the futuristic gleam of Harrison’s Moog. “Because the world is round”, the boys dreamily harmonise, “It turns me on.”

Because took the three original Beatles’ story full circle. It reminded us of their incredible facility for harmony from early on, power-loading their first Number 1s Please Please Me and She Loves You. It also connected them to an influential figure from their final days. Lennon’s lyric for Because is full of Yoko Ono’s poetry: 1963’s Earth Piece (“listen to the sound of the earth turning”), and her interest in the wind and sky throughout her art feel like inspirations (her playing Beethoven’s Moonlight Sonata in the studio informed its opening arpeggios). Because sounds full of love, sent out into the universe in the last days of The Beatles’ precious time together. “Love is old, love is new”, they sing, perfectly. “Love is all, love is you.”

 

(written by Jude Rodgers for Mojo; the Abbey Road remasters will be out next Friday)

 

2019 20 Sep

„Holy moly“

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2019 17 Sep

„Dream for Dreaming“

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v i d e o 

 
 

 
 

Conceived as the ultimate road movie, this decades-in-the-making science-fiction epic from Wim Wenders follows the restless Claire Tourneur (Solveig Dommartin) across continents as she pursues a mysterious stranger (William Hurt) in possession of a device that can make the blind see and bring dream images to waking life. With an eclectic soundtrack that gathers a host of the director’s favorite musicians, along with gorgeous cinematography by Robby Müller, this breathless adventure in the shadow of Armageddon takes its heroes to the ends of the earth and into the oneiric depths of their own souls. Presented here in its triumphant 287-minute director’s cut, Until the End of the World assumes its rightful place as Wenders’ magnum opus, a cosmic ode to the pleasures and perils of the image and a prescient meditation on cinema‘s digital future. (Release date: December)

 

„Another winner of British TV. And it shows what can all be right with costume dramas. The clash of old and new might have felt clunky but instead gives things a rollicking energy. If some of the other characters feel a little underdeveloped compared to Anne, that is mainly testament to Suranne Jones’s swashbuckling central turn. Her Anne Lister seethes with indignation at being born with the “wrong desires” at the wrong time, but she is intelligent enough to know how she must behave to survive. Her single-mindedness can look blinkered, and her charisma can come across as obstinacy. My initial anxieties were misplaced. „Gentleman Jack“ is its own programme, a confident, smart period drama with fabulous sets and costumes, especially Anne’s top hats and black suits, and a large warm heart.“

(Ed Cumming, The Independant)


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