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Archives: Samstag, 7. Januar 2017

Fifteen years before Stranger Things combined science-fiction, Spielberg-ian touches and 80s nostalgia to much acclaim, Richard Kelly set the template and the high-water mark with his debut feature, Donnie Darko. Initially beset with distribution problems, it would slowly find its audience and emerge as arguably the first cult classic of the new millennium.

Donnie is a troubled high school student: in therapy, prone to sleepwalking and in possession of an imaginary friend, a six-foot rabbit named Frank, who tells him the world is going to end in 28 days 06 hours 42 minutes and 12 seconds. During that time he will navigate teenage life, narrowly avoid death in the form of a falling jet engine, follow Frank´s maladjusted instructions and try to maintain the space-time continuum.

Described by its director as „The Catcher in the Rye as told by Philip K. Dick“, Donnie Darko combines an eye-catching, eclectic cast pre-stardom Jake and Maggie Gyllenhaal, heartthrob Patrick Swayze, former child star Drew Barrymore, and an evocative soundtrack of 80s classics by Echo and the Bunnymen, Tears for Fears a.o. This brand-new 4K restoration, out on  DVD on next Monday, Feb 9th, carried out exclusively for this release by Arrow Films, allows a modern classic to finally receive the home video treatment it deserves.

 

(Sometimes a product description is a good description; even a song of Duran Duran doesn’t kill the magic. -MHQ)

2017 7 Jan.

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Ich bin mir nicht ganz sicher, ob der Lärm von der U-Bahn kommt oder schon Teil der Ausstellung ist. Durch die Fenster des Unterkunstgeschosses vom Lenbachhaus kann ich Wärter erkennen, die alle Kopfhörer tragen. Neugierig betrete ich die riesige Halle und werde zu allererst von Andy Warhols Mao angegrinst. Was für ein gelungener, metaphorischer Kunstgriff. Maos Konterfei wird von einem Scheibenwischer mit Elektroantrieb gesäubert. Dazu läuft der Sound von Velvet Underground: „I´ll be you mirror, reflect what you are in case you don´t know.“ Das ist genial. Ich wandere weiter durch die langgestreckte Motorenhalle, bis ich von einem rotierenden Motorenkonstrukt gestoppt werde. Wow. Thomas Bayrle nennt es „Die Monstranz“. Wie viele kleine Suzuki Motoren hat der Künstler für diesen sternartigen Aufbau ausgebaut? (Später lese ich nach, dass es sich um einen aufgeschnittenen Motor eines tschechischen Saatflugzeugs handelt). Die dazugehörige Soundcollage stammt vermutlich aus einem Gebetskreis oder Ähnlichem. Wie passt das zusammen: Maschinenlärm und Gebetsgemurmel? Was wird hier demonstriert? Ich denke an Das Ornament der Masse von Siegfried Kracauer. Dort geht es um geometrische Verdichtungen durch Bewegungen. Oder handelt es sich hier um blosse Ästhetik von Maschinen, die nicht dem Marx‘ schen Gespenst gehorchen? Was für eine gloriose Idee, den Maschinen heiligen Sound einzuhauchen. Am Ende der skulpturalen Maschinenhalle bin ich von dem betörenden Wiederholungssound und der Sinnlichkeit der Maschinen so aufgewühlt, dass ich am liebsten einen Zettel an einem kleinen 2 CV Motor hinterlassen möchte: This Machine Kills Fascists. Diesen Spruch sah ich einmal an der Gitarre von Woody Guthrie kleben.

 
 

 

Was wurde der in den letzten Jahren, wie seelenverwandte Hip-Hopper auch, in den Himmel gehoben, die Alben wurden reihenweise Alben des Jahres, für endlose Innovationen gefeiert, ein „afro-american-state-of-mind“ der neuen Sorte. Zwar schätze ich es, dass die Jazzelemente bei Herrn West David Bowie zu wilderem Jazz beflügelt haben, aber das war es auch schon. Ich kann mir diese Platten (Frank Ocean ist die eine Ausnahme, mit BLOND), nicht anhören, ohne schnell abzuschalten. Es dominiert weiterhin und ungebrochen der hohe Testosteronspiegel, jene „male attitude“, die selbst da ermüdend ist, wo sie die eigene verwundbare Seite berappt und berappelt. Aber wie schön, wie zutiefst lächerlich, als Kanye West, der Held, dann die Gegenwart von Donald Trump suchte und fand, nicht, um ihm ein bisschen Nachhilfe zu geben oder die etwas andere Botschaft zu vermitteln, sondern aus einem tumben, allzu ausuferndem, Empfinden von „big ego“.

Aus simplen Melodien und meist einfachen Akkordfolgen macht der Rockmusiker Steven Wilson etwas Unverwechselbares, Einprägsames – manchmal nahe am Kitsch, ohne jedoch hierin jemals abzudriften: zu deutlich sind die progressiven Elemente und die dunklen Untertöne. Das Nerdige stört keineswegs, ist sogar sympathisch, konsequent – und das Erdige der Rockmusik dient dabei stets als Fundament für seine fairy tales. Eigentlich mag ich progressive rock gar nicht so, mal abgesehen von Genesis. Doch was heisst „eigentlich“? „Eigentlich könnten wir uns freuen, denn eigentlich geht es uns gut“, sang vor Jahren Xavier Naidoo, dessen Musik ich eigentlich auch nicht mag, in einem guten Song.

The OA ist eine dieser Fernsehserien, bei denen unsereins zunächst geneigt ist, abzuschalten, aufzugeben. Drop that crap. Doch irgendetwas hält einen doch daran fest. Oft sind es nur Details, vielleicht das Charisma eines Schauspielers (hier Brit Marling) oder die Art der Fotografie und Bildschnitte. Fiebrig in den Reviews stöbernd (Mehrwert und sideeffect des Serienschauens ist ja das Kommunizieren und Reflektieren darüber) sucht man dann nach Gleichgesinnten, die Indizien liefern. The OA gehört vielleicht nicht in den Olymp der Sahneserien (the „Champions League“ of new TV), zu denen Werke wie Fargo, Mad Men oder True Detective zählen – und ist doch in Aspekten sehenswert.

Immer wieder kam mir beim Schauen von The OA und beim Zuhören der Erzählstimme (Brit Marling führt Regie und spielt die Hauptrolle) ein eindrucksvolles Musikvideo von Steven Wilson in den Sinn. Ähnlich rückwärtsgewand, wie ein gestürzter Engel, erzählt eine junge Frauenstimme von einem Anderswo, wie aus einem Traum kommend: eine von Patina überzogenen Erinnerung an eine andere Zeit. Sollte so nicht Schreiben sein? Mit der Selbstgewissheit dessen, der genau davon erzählt, was nur er oder sie berichten kann? Dann reihen sich die Evidenzen ganz selbstverständlich auf, purzeln wie Kohlen aus dem Keller, fliegen wie Tauben aus dem Verschlag ins Weite und von dort zurück.

 
Steven Wilson – „Perfect Life“


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