Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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2024 16 Feb

guitar lady from d.c.

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Den Namen Mary Timony hatte ich schon vorher gehört, aber noch nie ihre Musik. Sie hat am 23.2. ihr neues Album Untame the Tiger am Start und von den drei bereits hörbaren Songs, hat mir The Guest am besten gefallen. Phantastische Gitarrenarbeit, eine tolle eher herb-spröde Stimme, die etwas zu erzählen hat. Sie musste zuletzt einige schwere menschliche Verluste erleiden, was man der Musik nicht unbedingt sofort anhört. Obwohl diesem Lied schon. Mit von der Partie ist Dave Mattacks, der Drummer von Fairport Convention! To be watched.

 

2024 14 Feb

Romanische Kirche I

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Für Ursula: Ich stelle gerade fest, dass die erste Kirche auf meiner heutigen Wanderetappe die romanische Kirche von Mörshausen aus dem 12. Jahrhundert war. Ich habe das gar nicht so richtig registriert. Sie ist die älteste Kirche im Altkreis Melsungen. Heute evangelisch. Innen habe ich einen Pilgerstempel in meinen Pilgerausweis gestempelt. Es war recht dunkel dort, so dass ich die große Attraktion der Kirche, den Schmerzensmann, eine gotische Säule, nicht gesehen habe. Allerdings gibt es ein Bild in meinem Pilgerführer. Er sieht recht harmlos aus, hat die Arme über der Brust verschränkt und ein kurzes Höschen an. Ein Bild im Internet finde ich nicht.

 

2024 14 Feb

Winterspaziergang

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Ich bin seit Freitagabend auf dem knapp 200 km langen Elisabethpfad von Eisenach nach Marburg unterwegs. Auf dem Weg jede Menge Kirchen, Kunst, Natur und natürlich auch Menschen, zumindest an den Etappenzielen. Darüber und vieles mehr schreibe ich etwas und klebe ein paar Bilder rein in mein Fastenwandertagebuch. Wer Lust hat, mir virtuell zu folgen, ich würde mich freuen. Nach reiflicher Überlegung habe ich mich übrigens entschlossen, hier weiter mitzumachen. Gemeinschaftsblogs sind einfach eine tolle Sache und ich möchte gerne weiter zu diesem Gedankenaustausch beitragen.

 

2024 10 Feb

Danke für den Fisch

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Anker geworfen

doch nur vorübergehend

Offene Weite

 

 
 


 
 
 

Auf dem Büchertisch im Carrefour Market zufällig gesehen. Ich hatte eigentlich nach einem Taschenkalender gesucht, aber Kalender gab es nicht.

 

2023 30 Nov

T

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Manafon T-Shirt

 

2023 16 Nov

10 Konzerte

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    • Sonic Youth @Bizarre Festival, Loreley 1993
    • Yo La Tengo @Pfefferberg, Berlin 1997
    • Elliott Smith & Cat Power @Uni Frankfurt 1998
    • Giant Sand & PJ Harvey, @Kunstpark-Ost, München 2001
    • Lambchop @Mousonturm, Frankfurt 2002
    • Tom Liwa & Low @Robert Johnson, Offenbach 2002
    • Swell @La Maroquinerie, Paris 2008
    • Die Nerven @Festsaal Kreuzberg, Berlin 2018
    • Julia Holter @Funkhaus Nalepastraße, Berlin 2018
    • Neil Young @Waldbühne, Berlin 2019

 

2023 25 Okt

Positiv überrascht

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Es ist immer das Gleiche. Wenn man viel erwartet, wird man meist bitterlich enttäuscht und wenn man nichts erwartet, ist eine positive Überraschung fast schon vorprogrammiert. So mal wieder geschehen gestern Abend in der Philharmonie in Berlin. Brian Eno was there mit dem Baltic Sea Philharmonic und sie spielten The Ship plus 5 Songs. Sie ließen das Publikum gut 20 Minuten warten, es lag wohl an der langen Gästeliste, die dafür sorgte, dass der Konzertsaal am Ende doch recht gut gefüllt war.

Die Querflötistin führte das Orchester mit hypnotischen Tönen an wie die Rattenfängerin von Hameln. Ganz langsam kamen die Musiker auf die Bühne und spielten bereits beim Einzug. Alle fanden ihren Platz und es hörte sich nun für eine lange Zeit so an, als würden sie ihre Instrumente stimmen ähnlich wie bei indischen Ragas. Es erinnerte mich auch etwas an die beiden Konzerte von Julia Holter, denen ich beiwohnen durfte. In dieser „Stimmphase“, die auch leicht ins improvisiert Freejazzige abzugleiten schien, gab es wunderbare Dissonanzen, z.B. von den Geigen, es war alles möglich zu diesem Zeitpunkt, eine völlige Freiheit lag in der Luft. Der Sprechgesang von Eno und noch mehr anschließend der vom „Chor“ war relativ stark im Hintergrund, was gut so war. Ein flirrender Klangteppich breitete sich vor uns aus. Die Musik schwoll nun dauernd an und ab, ich bin mir nicht sicher, ist das typisch für den späten Eno? Es gab ein wunderschönes Crescendo – Godspeed YBE! ließen grüßen – das in einen akustischen Orgasmus mündete, wo alle Instrumente die volle Lautstärke spielten – insbes. die Blechbläser und natürlich das Becken – und die Bühne zu lodern schien, Hut ab vor der Lichtshow. Also ich muss sagen diese orchestrale organische Live-Interpretation mit einer unglaublichen Energieintensität im Moment des Höhepunkts hat mich ziemlich gepackt. Auf Platte ist The Ship für mich ein eher langweiliges Ambientgewaber.

Dann kam I’m Set Free, für mich der Höhepunkt des Abends, da ich nicht wusste, dass es das letzte Stück von The Ship ist. Und die Orchesterversion wunderbar stimmig war. Brian sang hier mit voller Inbrunst und völlig befreit, man hörte nicht, dass er erkältet war. Zu diesem Lied vom selbstbetitelten dritten Velvet Underground-Album muss man wissen, dass Brian Eno damals einer der wenigen war, die die erste Platte von Lou Reed und Band kauften, die dann angeblich alle später eine eigene Gruppe – nämlich er mit Bryan Ferry Roxy Music – gründeten.

Es ging weiter mit By this River, wo die perlenden Klänge der Harfe das Fließen der Werra Weser heraufbeschwörten. Außerdem gab es schöne Wassereffekte bzw. Rudergeräusche, vielleicht DAS eine unsterbliche Lied von ihm. Es endete mit vier moderneren Stücken, bis auf die von Eno bei sich zuhause aufgenommenen Vogelstimmmen nicht so mein cup of tea, teilweise an der Grenze zum Kitsch (insbes. das letzte Stück There Were Bells), auch die Stimmverfremdung für meine Begriffe Kokolores, aber das waren Kleinigkeiten, insgesamt ein sehr gutes Konzert.

P.S. Auch sehr schön, ich habe endlich den ersten Manafonisten livehaftig kennengelernt! :-)

2023 10 Okt

Weniger ist mehr

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Gestern ist mir mal wieder etwas aufgefallen, was ich schon wusste, aber etwas verdrängt hatte. Wenn ich in einem Gespräch bin bzw. andere sprechen höre und es läuft gleichzeitig im Hintergrund Musik, die mich in den Bann zieht, dann gewinnt diese Musik noch einmal mehr an Attraktivität. Das hat zwei Gründe. Zum einen bin ich gezwungen genauer hinzuhören, weil der Geräuschpegel die Musik überlagert, ihr also eigentlich einen Teil wegnimmt, den ich nicht zu 100% durchs intensive Hören zurückkriege. Aber gleichzeitig bekommt die Musik dadurch auch eine mystische Komponente, einen Freiheitsgrad, weil mein Gehirn gezwungen ist, sich den Teil der Musik, den ich nicht genau hören kann, selbst nachzubilden. Das hört sich dann besser an, als wenn ich das Stück ganz ohne Störung hören könnte. Das könnte übrigens auch ein Grund sein für die Attraktivität von rauschenden Schallplatten. Außerdem finde ich es unglaublich faszinierend, wenn die anderen Personen bzw. die andere Person im Raum die Außergewöhnlichkeit der Musik nicht hören bzw. hört. Ich sie also quasi in gewisser Weise ganz für mich alleine habe. Gestern der Fall beim Hören von dem Pale Saints-Song Shell aus dem letzten Haikupost. Das nächste Lied in der Playlist, das ich ebenso liebe, war Gun Club’s Idiot Waltz und das wiederum führte dann zu einer Unterbrechung im Gespräch, weil die andere Person ebenfalls die Schönheit des Liedes empfand und es ihr ebenfalls die Sprache verschlug. Ich sollte eventuell noch erwähnen, dass eine Flasche Spätburgunder aus Rheinhessen auch mit von der Partie war.

 

Ich wollte es eigentlich nicht mehr machen, aber es musste sein.
 

Jemanden völlig
aus den Augen verlieren.
Steel guitar heaven.

[Lucinda Williams – I Don’t Know How You’re Livin‘]

 
Zwischen bedeutsam
und banal balancierend
Das ist das Leben

[Held By Trees – The Tree of Life]

 
Sehnsüchtig verträumt
Deck mich zu, leiser Windhauch:
Tenorsaxofon

[Jerry David DeCicca – Lost Days feat. James Brandon Lewis]

 
It is getting dark
In the air there are all those
beautiful noises

[Held By Trees – Nightfall]

 
Hör mal, die Vögel!
Das Instrumentestimmen!
Welche Harmonie!

[Held By Trees – Next to Silence]

 
Eine Musik spielt
zwischen dieser Welt hier und
der nächsten danach

[David Sylvian – I Should not Dare (for N. O.)]

 
Die Sehnsucht nach dir
nahm mit jedem Tag ab, wo
du nicht mehr da warst

[Lloyd Cole – Myrtle and Rose]

 
Mobile im Wind
Gitarrenklänge perlen
Das Saxofon schwebt

[Jakob Bro – Laxness]

 
Jeder macht seins an
Klavier, Bass und Percussion
Blindes Verstehen

[Gary Peacock – Vignette]

 
Aus Saitenklängen
ein luftiges Bett zimmern,
ein dichtes Gespinst

[Wolfgang Muthspiel – Invocation (Album Dance of the Elders)]

 
Die Stille beginnt.
In den Moment einsinken.
Worte, halb verschluckt.

[Mark Hollis – The Colour of Spring]

 
Die Sonne geht auf!
Überstrahlt die ganze Welt!
Eine Trompete!

[Jerry David DeCicca – Angelina]

 
Roll den Teppich aus
Aus Gitarre und Cello
und dem Glockenspiel

[Pale Saints – Shell]

 
Ne Supernova,
Der kleine Bruder von Jim,
Viel zu früh verlöscht

[Gun Club – Idiot Waltz]

 
Keinen Blick haben
für die Menschen links und rechts
auf dem Trauermarsch

[The Cure – All Cats Are Grey]

 
Eine Melodie
ganz genau kennen, doch nicht
mehr wissen woher

[Sverre Gjørvad – If You Were a Melody, Dank an Ingo]

 
Cosmic, astral jazz
Polyrhythms all around
The bass is the boss

[Yussef Dayes feat. Tom Misch – Rust]

 
Ein Fluss aus Saiten
Sprudelnd, plätschernd, (be)rauschend
Zum Meer hinströmend

[Blue Lake – Bloom]
 


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