Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the month August 2015.

Archives: August 2015

2015 2 Aug.

Mapping Knowledges

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

Sie: „Ich bin sicher, dass es da lang geht.“

Er: „Nein, da lang. Du musst die Karte umdrehen, du verwechselst links und rechts.“

Wer kennt sie nicht, diese Richtungsdissonanzen.

Landkarten sind etwas Wunderbares. Sie haben mich immer fasziniert. Sie orten und leiten, informieren und lassen staunen.. Auf meinen Reisen habe ich trotz Google earth und TomTom meist eine Karte dabei. Sie sind mir vertrauter.

Der Karten wegen bin ich nach Mons gefahren. Mons liegt ca. 50km suedwestlich von Bruessel. Mons ist in diesem Jahr europäische Kulturhauptstadt. Ich habe dort das Mundaneum besucht. Das Mundaneum ist ein Archivierungszentrum, das Wissen aus aller Welt birgt: Traditionell auf Karteikarten und auf Landkarten und – wir sind im IT Zeitalter – auf Internetmaps. Paul Otlet (1864-1944) und Henry La Fontaine (1854-19430) hatten die Idee, das Wissen der Welt zu sammeln und zu archivieren und dieses an die Welt zurückzugeben. Wie sie dabei vorgegangen sind, kann man in der ausgezeichnet kuratierten Ausstellung verfolgen.  Sie gelten als die Pioniere von Google und Wikipedia.

Im Mundaneum ist jetzt die aelteste, bekannte Karte, eigentlich ein kleiner Stadtplan, zu bewundern. Sie zeigt ein einfaches tuerkisches Strassendorf mit wuerfelartiger Siedlungsstruktur mit einer Ackerbauflaeche oder Weideland.

 
 
 


 
 
 

Wenn man die Evolution von Landkarten abschreitet, steht man am Ende – wenn man den Algorithmensprung wagt –   vor der Verarbeitung von Data Materialien  auf Internetmaps. Natuerlich kommen sie einem raetselhaft und verschluesselt vor.

 
 
 

 
 
 

Ich hatte ploetzlich Jim Morrison im Ohr: We want the world and we want it now.

In einem schoenen Café in Mons habe ich in Gedanken Merleau-Ponty gefragt, wie wir diese neue Welt sehen sollen? Wie wir die Pforten der Wahrnehmung finden, um die Welt durch die Daten zu verstehen?

 

Wer mehr erfahren will: www.mundaneum.org

www.visitMons.be

Als Gregs kürzlich in meiner Gegend war, hatte ich ein Picknick vorbereitet. In der Nähe des Dreiländerecks gibt es grosse Wiesen mit Panoramablick, die um die Mittagszeit, auch im Sommer, nur wenig frequentiert sind. Wir hatten einiges zu besprechen: die Vorführung von drei Jukeboxen, ich vermittle die Lokalität, und kassiere bei Geschäftsabschluss eine ordentliche Provision. Der einzige, der eine Jukebox letztlich kaufte, war mein Freund Hans G. In Bergisch-Gladbach. Nach dem etwas anstrengenden Transport in eine Dachgeschosswohnung waren wir wieder zurück, die Temperaturen stiegen auf 34 Grad, und wir verlegten unser Picknick nah an schattenspendende Bäume.  Wie teilten uns, neben Weissbrot und  Camembert, einen Spitzensauvignon Blanc aus Marlborough, der wohl auch Brian Enos Gefallen gefunden hätte. Frisch, spritzig, verschwenderisch in Frucht mit Aromen von Cassis (aber richtig mächtig!), Stachelbeere, und ein wenig grüne Paprika! Tropische Früchte sind auch im Spiel. Das war unser „psychedelischer Neuseeländer“. Ein Sauvignon Blanc, der aus dem Glas springt. Wie mein Dealer im Aix Vinum erzählt, gilt dieses Weingut als eines der Besten in Marlborough,  und es werden nur wenige Flaschen produziert.

Dann kamen wir auf Filme und Musik, die uns jüngst begeistert hatten. Gregs erzählte mir Erstaunliches über die Geschichte dieses sehr speziellen Klaviers, auf dem Andras Schiff Franz Schubert interpretierte, ich versuchte ihn für Yann Demanges Spielfilm “ ’71 “  zu begeistern, aber auch für die Noir-Serie „Justified“ (fünf Staffeln), und  die beiden Staffeln von „Black Sails“. Kein Problem, in fünfzehn Minuten von einem historischen Piano zu dem coolsten Marshall der Fernsehgeschichte und  historischen Piratensagen zu wechseln. Ich hatte gerade das gemischte Vergnügen, die neue Arbeit von David Gilmour zu hören, und riet ihm dringend vom Erwerb dieser uninspirierten Erhabenheiten ab. Irgendwann landeten wir, wo sonst, in den 70er Jahren, und stellten uns vor, was für inspirierende Abende John Martyn einst mit Lee Perry verbracht hatte. Auf Jamaika, und im Süden Englands. Those were the days.

 

„I was having breakfast with Chris Blackwell and Lee Perry, and we had this tea set and all the cups were little pigs and horses with legs. And Scratch is going, Boy, look at the muff on that!, looking at this horse. Now put this with the pig, see? Now boy, this is one big muff! And he was going on about his big muff, and how it was going to get away with the powder puff and everything.“ (John Martyn über die Entstehung des Songs „Big Muff“ aus dem Album „One World“) 

Free money, mate. just fill in the form and if you can’t I can help you
Put yourself in the queue and I’ll come out to you
Job rocker, no sweat, passport, national insurance document
Is it right to analyze in a general sense the capital machine
Its workings and what they mean
Passive articles on political debate
Its implications are fucking meaningless, mate
Really we get a hole, fill it up, make it bigger
After about a fucking year throw you back in
This is the nature of everything alive
Kill yourself trying to crawl out of the dive
Everyone spits at you, even your wife
No skunk, I need to be pissed up to smoke that shit
You cunt

[Chorus]

New build, new bricks
New methods, old tricks
Enchantment on the high seas
Nick Clegg wants another chance, really?
This daylight robbery is now so fucking hateful
It’s accepted by the vast majority
In chains years from now
Who’s that tit?
Don’t matter who that tit is
He’s still with us
In our arses, in our food, in our brains and in our death
In our failure to grab hold of what fucking little we have left
We have lost the sight and in the loss of sight
We have lost our fucking minds, alright

[Chorus]

Dead in the air, choking on work air
It’s now accepted to fill your role with illness
It’s accepted, no vetting
No roles overlooked in times of outside circumstances
The ventilation is laced with hopeful sycophants
On a cash promise dicing with the death of a dead promise
Boris on a bike, quick knock the cunt over
The man of the people is now a man with no temples
Blood falls out of his head like policy
In the fucking U-turn department
The ark carries the rich each room reserved for the niblet
Lords of the acre, owners and fucking piss-takers

 

2015 1 Aug.

The Decline of French Philosophy

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

„Ode To Perfume“

 

„My best wine experiences have been with French wines, so I think the best French wines are the best wines. But there are also so many bad French wines – there’s such a range. A long time ago I wrote an essay called Wines classified according to their effects, because I was convinced there was a different type of drunkenness from each kind of wine. That was the reason I got into Burgundy, because I noticed Aloxe- Corton in particular made people laugh. Bordeaux is a bad drunk for me. I think Bordeaux wines are largely responsible for the decline in French philosophy in the last 50 years. I think the problem is that Bordeaux makes you think that everything you are saying is really quite important.“ (Brian Eno)


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz