Manafonistas

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Archives: Dienstag, 25. August 2015

2015 25 Aug.

„Learn to burn“

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Time’s a sequence and you wait for changes
The problem is you know I got no patience
I’ve got no desire to be the fourth person in line.
 
It’s a problem that I try to counter
So I learn to burn using much less matter
But it means I turn off the thing that keeps me alive.
 
So turn it up, turn it up, turn it up
I’m standing at the station waiting for someone
To flag me and tell me that I can go
So now you know.
 
Well I’ll stop for petrol and I’ll stop for Dylan
But that’s the limit when I get moving
Everywhere I go you know I got to get there first.
 
Well she gives me kisses and she gives me squeezes
And she knows the backstreets of the foreign cities
Where you get to see things you’ve never ever seen before.
 
So turn it up, turn it up, turn it up
I’m standing at the landing and as far as I can see
The band is ready to blow.
So now you know.
 
I’ll disappoint you and I’ll let you down
I’m not the joker I’m the sheriff of this town
And I’ve got some information I’d love to get around
 
I mistook Memphis for a house in Surrey
You can miss detail when you’re in a hurry
A passing smile well it makes no sound.
 
I open presents before Christmas
For my crimes she’s a witness
Seen me in good times, known me in bad.
 
So turn it up, turn it up, turn it up
I’m waitng for the volume in my life to hit a meter
And make it glow
So now you know
 
Now you know.
 

– R. Forster

2015 25 Aug.

Eintrittskarte

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Ich bin dieser Tage beim Loslassen (vulgo Ausmisten). Was habe ich gefunden, garbage?

 
 
 
 
 
 
 

Drei Tage zuvor spielte das Keith-Jarrett-Quartett in Nürnberg beim Festival JAZZ OST WEST …

MHQ: Michael, was hörst du gerade?

 

Michael: Nun, ich habe die Musik ausgemacht, als du angerufen hast, aber da lief die neue CD von David Rawlings Machine. Da denken manche womöglich an Techno, aber die Musik enthält folkorientierte amerikanische Lieder vom feinsten.

 

MHQ: Was gefällt dir daran?

 

Michael: Rawlings ist der Lebenspartner von Gillian Welch, das Duo steht für mich für die Kunst, in diesem rostigen Genre emotionale Direktheit zu produzieren, die einen nicht ständig in unzählige Dejavues entwickelt. Und wenn schon mal ein Dejavue vorkommt, bei den dezenten Streicherarrangements, dann ist es Neil Youngs „Harvest“, oder, an anderer Stelle, Bob Dylan aus den späten Sechzigern.

 

MHQ: Gregor hat erzählt, du hast auf einer langen Autofahrt einen Tag lang Robert Forsters „Songs To Play“ gehört?

 

Michael: Genau, und da lag noch eine CD mit allen Top One-Hits der Beatles im Handschuhfach. Aber, bei aller Liebe, die hatte dann gegen eine neue Arbeit des Ex-Gobetween aus Brisbane keine Chance :)

 

MHQ: Thomas Weber vom Kammerflimmer Kollektief schrieb hier, er würde auf Anhieb einen Text von Robert Forster erkennen.

 

Michael: Erstaunlich, woll? Aber, ich glaube, ich würde die Quelle auch oft identifizieren. Ein sehr dezidierter Stil, scheinbar umgangssprachlich, dann wieder mit lakonischem Humor, ach, das ist schwer, genau zu umschreiben. Ich veröffentliche hier jedenfalls bis zur Veröffentlichung alle Texte des Albums. Sich den Song vorzustellen, wenn man nur den Text hat, und weiss, da hat einer Guter dran gearbeitet, das ist ein grosse Freude! Ich habe alle Texte in Ruhe auf mich wirken lassen, mir Roberts Stimme dabei vorgestellt, und dann erst die CD aufgelegt. Eine kreative Geduldsprobe. Aber dann geht das Hören gleich viel tiefer.

 

 
 
 

They both broke out of jail and walked quickly to the nearest hill
Where they looked back upon the scale of what they’d done to get to the hill
And they had their songs packed away and no time to waste or lose
And they had their songs to play.

They made it to the nearest town and found an empty house there to hide
The guards were tracking them down but they both felt safe inside
And they had their songs to sing and no time to waste or lose
And they had their songs to sing.

They wondered where they should go, remembered a club that they’d once played
Run by a lady named Jo who didn’t mind if they stayed
Because she had her heart upon one of the men who played
And as he sang his song she saw that he felt the same.

Da da da da da.

 

2015 25 Aug.

Rosenstengel vs. Blutiges Echo

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Sehr geehrter Michael Engelbrecht,

eine Frau in Männerkleidern. Ein bankrotter König. Ein pietistischer Pfarrer und sein Gottesstaat. Ein Philosoph, der von der Aufklärung schimpft. Ein Arzt, der seinen Patienten als Liebhaber heilt. Ich erzähle in meinem  historischen Briefroman »Rosenstengel« von erotischen, intellektuellen und religiösen Liebschaften in zwei Jahrhunderten.

 

Sehr geehrte Frau Steidele, 

das hört sich nicht so an, als würde ich das Buch je in die Finger nehmen. Wer sind denn ihre Leser? 

 

Sehr geehrter Michael Engelbrecht,

Wer meine Leser sind? Wer Wagner liebt und trotzdem lacht, ist hier richtig. Auch wer an Bach glaubt und deshalb Gott verzeiht. Alle, die beim Lieben auch denken.

 

Sehr geehrte Frau Steidele,

Ich liebe Wagner kein bisschen, und ich lache trotzdem. Ich glaube auch nicht an Bach. Auf den Rest will ich gar nicht erst eingehen. Aber ich bin sicher, es werden sich viele glückliche Leser finden. Ich möchte ihnen aber auch eine Buch empfehlen. Blutiges Echo, von Joe R. Lansdale. Nun, worum geht es? Für den Collegestudenten Harold Wilkes lauert der Schrecken buchstäblich an jeder Straßenecke: Vor seinem geistigen Auge spielen sich grauenhafte Szenen aus der Vergangenheit ab, wenn er, ohne es zu wollen, dem Schauplatz eines Unglücks oder eines Verbrechens nahe kommt. Um diesen Visionen zu entfliehen, betäubt Harry sich mit Alkohol. In seiner Stammkneipe lernt er Tad kennen, einen ehemaligen Kampfkunstlehrer, der seine Probleme ebenfalls in Bier ertränkt. Gemeinsam versuchen sie, ihr Leben wieder in den Griff zu kriegen. Doch dann taucht Harrys Kindheitsschwarm Kayla auf und bittet ihn, mithilfe seiner besonderen Gabe den Mord an ihrem Vater aufzuklären.

 
 
 

 


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