„Lockdown, the system has failed No concern for impending repercussion Crippled government unstable to sway Leaders devided, unwilling to devise Plans of intent to save a nation in decline Motion to direct“ Massacre, „Darkness Fell“ auf BACK FROM BEYOND FRIEDEN SCHAFFEN MIT WAFFEN? Ist das der Paradigmenwechsel, von dem Sigmar Gabriel sprach? Es sei seine schwierigste Entscheidung in seinem politischen Leben gewesen. “ I don’t wanna fight in a holy war Don’t want the salesman knockin‘ at my door. Why is the night so still Why did I take the pill Because I don’t wanna see it at my windowsill.“ Arcade Fire, „Windowsill“ auf NEON BIBLE Das Halleluja bleibt einem da im Halse stecken.
Archives: Sonntag, 24. August 2014
2014 24 Aug.
Give peace a chance [Lennon/Ono] Jump on the peacetrain [Cat Stevens]
Lajla Nizinski | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
2014 24 Aug.
Aphex Twin SYRO ←pre thoughts
Markus Muench | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
Seit 13 Jahren wurde kein Album von Aphex Twin (Richard D. James) veröffentlicht.
Klar, dass die Erwartungen für dieses Release besonders hoch sind. Ich habe ehrlich gesagt nicht mehr erwartet überhaupt noch einmal ein neues Album von Aphex Twin in Händen halten zu können. Durch die Jahre wurde immer wieder die Hoffnung auf etwas Neues verbreitet. So hätte er z.B. vor 3 Jahren schon Material für 11(!) ;-) Alben fertig gestellt, andererseits las ich von irgend einer Exfrau, die bestimmte Forderungen stellte (vielleicht wollte Richard deshalb in all den Jahren möglichst wenig verdienen?).

Fakt ist, dass es für Aphex Twin natürlich auch nicht besonders leicht ist seine letzten beiden regulären Alben zu toppen. Das Doppelalbum Drukqs (2001) zeigt sein bisher höchstes Level an Virtuosität und musikalischer Imagination im Umgang mit Computersoftware und Hardware. Sehr interessant und höchst unkonventionell fand ich auch immer schon die „Interludes“ auf dem präparierten Klavier gespielt (ich nehme an er hat ein Disc-Klavier verwendet), die schon fast in klassisch moderner Manier daherkommen (Gamelan, John Cage). Auch in dem 1996 erschienenen „Richard D. James Album“ verwendete er neben seiner Stimme und Computersoftware auch akustische Instrumente: Violine und Violoncello, die er erst kurz vorher begonnen hat sich selbst beizubringen (meist wurden sie für die jeweiligen Songs gesampled).
Verschiedene Remixe, die in den letzten Jahren heraus kamen, haben mich nie interessiert, auch nicht seine Dj-Ambitionen auf verschiedenen Festivals der letzten Jahre. Eine Sache allerdings könnte Aphex Twin hoffentlich selbst beeinflußt haben: das Konzert im Rahmen des Sacrum Profanum Festivals 2011 in Polen in dem er das Konzept des „Remote Orchestra“ vorgestellt hatte. Historisch natürlich auch nicht wirklich neu, aber vielleicht dennoch eine Inspirationsquelle …
Am 19.9. (Release Date) wissen wir mehr.
M
2014 24 Aug.
Les Baxter’s Honeymoon (by Frank Nikol)
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Exsurrealisten | Comments off
2014 24 Aug.
As you might know, folks,
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Frank Nikol, Les Baxter | Comments off
friends of the duduk, the Armenian shepard blues, and the Congo moon rising, Les Baxter is the leading figure in the history of exotica. Wherever exotica went, Les Baxter was there. Dark erotic dreams got a soft appeal when Les was looking for a sunset between martinis and half-naked beauties. His work for Capitol Records in the 1950s introduced most of the major movements in exotica. His 1950 album, „Music Out of the Moon,“ featured the theremin and was probably the best-selling theremin album of all time–and also founded the „space“ school of exotica.
In 1951, he did the same for the „jungle“ school of exotica with his landmark „Ritual of the Savage“ LP, for which he wrote the theme song of exotica: „Quiet Village.“ He produced and wrote most of the first album by the four-octave Peruvian songstress, Yma Sumac, „Voice of the Xtabay“ (I’ve always wondered if „Xtabay“ was pig Latin for „Baxter“). And he can be credited with anticipating the percussion school with his all-drums album, „Skins! Bongo Party with Les Baxter.“
But now we have found a rare drawing about his first honey moon adventure. For people of our time, his exotica visions seem a bit soft, easy-listening for after hours parties in such ridiculous Gentlemen Clubs of the 21st century like Rotary and similar congregations that, of course, guarantee good regression therapy, navel-gazing included.
But not many know, that even Les Baxter had a great amount of angst when thinking of the great unknown. He mellowed his moods with sweet melodies and soft conga beats. In certain, weak moments, he confessed that, deep inside, he felt a little bit trapped by the dark side of exotica. But then, he added, most of the time he could enjoy this world, with a good, slightly mysterious woman at his side, and four or five or ten martinis spinning through his head. But, well, just wait and see.
2014 24 Aug.
Expedition To The End Of The World
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
https://vimeo.com/56547876
2014 24 Aug.
Fünf musikalische Gedanken
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 2 Comments
1) Ich kann mich nicht erinnern, in den letzten Jahren ein fast nur aus akustischer Gitarre und Gesang bestehendes Album so oft hintereinander gehört zu haben wie das neue Album von Mirel Wagner. Wahrscheinlich ist mir dabei pro Hördurchgang mehrfach der Kiefer nach unten gefallen, was einen leider etwas dämlich aussehen lässt, aber es war ja keiner da. Trotz der versammelten Düsternis der Stories kein falsches Pathos, kein Kokettieren mit den Wurzeln im Mississippi-Delta. Unfassbares Album. Sollte ich vor der Wahl stehen, würde ich es (auf dem Weg zur einsamen Insel) Schuberts „Winterreise“ vorziehen. Dass jetzt Klassikpuristen die Nase rümpfen, und eine kleine Besserwisserei aushecken, entlockt mir ein entspanntes Grinsen.
2) Als ich Thomas Köner (wir kennen uns ganz gut aus alten Dortmunder Tagen) in einer bestimmten Angelegenheit kontaktete, schickte er mir ein neues Musikstück, 5 Minuten und 39 Sekunden lang. Obwohl ich seine Arbeiten seit seiner frühen Zeit bei Barooni kenne, kam ich aus dem Staunen nicht mehr raus, als ich dieses Kleinod hörte, auf dem wohl tatsächlich ein Klavier zu vernehmen ist, nicht das, was man auf einem Köner-Album erwartet. Da im Herbst neue Musik von ihm erscheinen wird, werde ich kurz vor Weihnachten in der Radionacht „Klanghorizonte“ eine ganze Stunde seiner Musik widmen. Wenn Avantgardisten mit der Postmodene des Pop kokettIeren und zum Piano greifen, kommt meist irgendein Erik Satie-Nostalgie-Trip ins Spiel. Nicht so bei Thomas! Der denkt überhaupt nicht in solchen Kategorien.
3) Das – ich sag es mal extra schlicht – einfache, zu Herzen gehende Lied zu spielen, das von ganz persönlichen Dingen erzählt, von der Kneipe nebenan, von Freunden, vom Familienleben, „home stories“ sozusagen, ist für meine Ohren meist eine Aufforderung, das Weite zu suchen. Es sei denn, einer macht es mit der Finesse eines James Yorkston, zu hören auf seinem neuen, bei Domino erschienenen Album.
4) Als ich vorgestern mit Arve Henriksen über die im Herbst bei Rune Grammofon erscheinende Platte „Supersilent 12“ sprach, erzählte er mir, dass die Musik des Trios zum grossen Teil in einem Mausoleum mit enormen Nachhallzeiten entstanden war. Was natürlich auch eine andere Art, mit dem Raum zu interagieren, nahelegt. Als er später die Aufnahmen hörte, war er überrascht und stellte verwundert fest: „Was? Das sind wir? Supersilent?“ Es ist immer ein gutes Zeichen, wenn Musiker von ihrer eigenen Arbeit völlig überrascht werden, statt ein ums andere Mal die vertraute Norm zu erfüllen, übermässig zu erfüllen. Supersilent ist ein Musterbeispiel dafür.
5) Völlig schleierhaft ist mir (ich weiss, mein Lieblingsthema, aber ich lasse nicht locker), dass der Komponist und Songsammler für die beste TV-Serie des Jahres 2014, T Bone Burnett, zusammen mit dem Regisseur Nic Pizzolatto noch keinen offiziellen Soundtrack zu „True Detective“ rausgebracht haben. Eivind Aarset und ich waren uns völlig einig, als wir im Züricher Flughafen unsere Lieblingsserien besprachen, dass die Texturen von Instrumentalstücken, Songs und Film selten so eine Einheit bildeten wie in diesem amerikanischen Alptraum. Ein Problem mag sein, dass es einfach zu viele Songeinblendungen sind, aber man könnte aus den „instrumentals“ von Burnett und ausgewählten Songs allemal eime essentielles Album kompilieren. Der Titelsong und das letzte Lied aus der letzten Szene der letzten Episode dürfen da natürlich auf keinen Fall fehlen. Auch sollte man bei einem solchen Opus, in den Instrumentalpassagen, Dialoge der beiden Detektive einbauen. Was Manfred Eicher bei Godard so überzeugend gelang, hat auch „True Detective“ verdient.
2014 24 Aug.
Arve Henriksens Trompeten
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
2014 24 Aug.
Robert Curgenven: Sirene (Recorded Fields LP)
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
Brian Morton schreibt in der September-Ausgabe des WIRE, dass der blinde Dichter Jack Clemo ihm einst erzählt habe, dass die Küstenlinie von Cornwall (die das Lebens seines Vaters gegen Ende des ersten Weltkrieges eingefordert habe) so etwas wie eine „riesige Pfeifenorgel“ sei, die stets die Begegegnung von Meer und Land verkünde, von menschlichem und tierischem Leben, und die Brüche und Spiegelungen der keltischen Welt. Jack Clemo ist seit zwanzig Jahren tot, und heute kaum mehr bekannt in seiner Heimat, wo sie seinen Hof abrissen, aus rein wirtschaftlichen Interessen, und gegen den Protest seiner Bewunderer. Robert Curgenvens bemerkenswerte Musik mag da wie eine unbeabsichtigte Hommage wirken – das Material stammt gänzlich aus Pfeifenorgel-Sounds aus den Kirchen von Lanteglos, Lelant, Ludgvan und Towednack – alles Ortsnamen, die ein wenig nach dem Ende der Welt klingen. Die Schallplatte Sirene enthält eine Sammlung von Feldaufnahmen aus einer verwilderten Randzone Englands. im Vordergrund der wenig bearbeiteten Musik steht die Schichtung der Sounds, Pfeife auf Pfeife, Geisterakkorde und Obertöne. Ich werde versuchen, die Platte irgendwo aufzutreiben und am 18. Oktober in der Radionacht „Klanghorizonte“ zu spielen, mit einem Live-Telefonat mit Robert Curgenven! Ich liebe den „Coastal Path“ in Cornwall, und habe mich dort schon mal wochenlang rumgetrieben.
2014 24 Aug.
Als Grossvater zu uns rausgefahren kam
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
und mich und meine Schwester Lulu abholte und zur Fähre karrte, ahnte ich nicht, dass alles bald noch viel schlimmer werden oder dass ich mich mit einem schiesswütigen Zwerg zusammentun würde, mit dem Sohn eines Sklaven und mit einem grossen, wütenden Eber, geschweige denn, dass ich mich unsterblich verlieben und jemand erschiessen würde, aber genauso war’s. Angefangen hat alles mit den Pocken. Die preschten durch unsere Gegend wie ein Maultier auf der Flucht, und in dem Städtchen Hinge Gate ganz in unserer Nähe wüteten sie besonders grausam. Dort tauchten sie in Gestalt eines mit Pusteln übersäten, nässenden Todes auf, und brachten so viele Leute um, dass sie als Epidemie bezeichnet wurden.



