Archives: Donnerstag, 14. August 2014
2014 14 Aug.
Vor dem Fest (ein Bild von James Herring, Pariser Ausstellung 2013)
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2014 14 Aug.
Breaking News: Supersilent 12
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Finally!
Out in Norway on Sept. 19th. You can order it then, on-line via Rune Grammofon’s website. Official German release later. Seems a big year for adventurous Soundscapes from the North: Erik Honore’s extreme subtle debut on Hubro, Arve’s fine work with strings on Rune Grammofon, Hakon Stene’s richly textured minimalism, Arild Andersen’s voyage back to his 70’s roots, Jenny Hval and Susanna inspired by underground film maker Maya Deren, mlrten Qvenild aka Space Monkey and and and… A new album with Sidsel Endresen as front woman would be the ice on the Norwegian cake!
2014 14 Aug.
An introduction (and induction) by The Pictish Trail: James Yorkston (not the usual home story)
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
Behold, the peaceful Scottish sea-side village of Cellardyke, hidden away in the East Neuk of Fife – home to a loose-knit community of artists and creative types, happy to exist on the fringes, away from the exorbitant rents and beer prices of the big smoke. Indeed, who is that on the shorefront, howling his lungs out in the tattie-brown baseball cap and striking maroon corduroy trousers? Why, it’s beach-crooner, pub-comber and local pop star, James Yorkston, of course – and he very much wants you to join The Cellardyke Recording And Wassailing Society (CRAWS).
On this, his eighth studio album of original material for Domino Records, singer-songwriter James Yorkston takes the listener off the road, inviting us into much more intimate territory; arguably his most personal record yet, these are reflective and affectionate songs about life closer to home, fatherhood and the people dearest to his heart.
Minor squibble: why is no one drinking Scotch in these songs, not even a single glass of Whisky? (m.e.)
2014 14 Aug.
Am 19. August wird Michael Naura 80 (eine kleine Jazzerinnerung)
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Keith Jarrett, Michael Naura | Comments off
Ich fuhr mit einem Studienkumpel nach Hamburg, die Siebziger Jahre zeigten sich von ihrer besten Seite, ECM veröffentlichte reihenweise Meilensteine, und als wir die Landesgrenze zu Schleswig-Holstein hinter uns hatten, hörte ich das beste Jazzprogramm, das es in der alten Bundesrepublik je gab. Michael Naura hatte Narrenfreiheit, holte alle möglichen Stars zum NDR, der Jazz boomte, ich war verliebt in Katrin E., und hatte vor, ihr Herz und ihren Körper zu erobern. Immerhin hatte ich die Einladung ins elterliche Herrenhaus “An der Glinder Au” in der Tasche.
Ich war noch ein Teenager, und hatte Katrin auf einer Nordseeinsel kennengelernt, wir spielten in den Dünen, verschlangen ganze Backbleche Pflaumenkuchen, ohne ein Pfund anzusetzen, und jeden Tag hörte ich grandiose Jazzmusik im NDR: der junge Jan Garbarek, Art Lande, Chris Hinze, Gary Burton, Bill Connors, Volker Kriegel, Dave Liebman, Chick Corea. Und plötzlich, die Tore Hamburgs waren noch ein Stück entfernt, verkündete Michael Naura im Autoradio, dass der “Meister” just an diesem vorweihnachtlichen Abend im Congresszentrum der Hansestadt auftrete. Solo. Ahh! Als ich dann in 2 Hamburg 74 oder 14 eintraf, der Nachmittagstee aufgetischt wurde, machte ich den Vorschlag, die ganze Bande, Katrin, ihr Bruder, die Clique, solle heute Abend aufbrechen, um den Magier am Klavier zu erleben. Die Reaktion war reserviert. Hanseatisch unterkühlt. Stattdessen nahm das Grauen seinen Lauf.
Ich war einfach zu verknallt sonst wäre mir das nicht passiert. Mit der angehimmelten Katrin und den anderen trottete ich in eine Old Jazz-Kneipe namens Rempter oder so, wo trister Stimmungsdixie gespielt wurde, und sich eine biergetränkte Fröhlichkeit breitmachte. Die Nacht durfte ich im Zimmer des Bruders verbringen, der den Aufpasser spielte. Am nächsten Morgen, mit dem Katrin- und Jarrett-Blues in den Knochen, stellte ich mich noch überaus ungeschickt an beim Köpfen des Frühstückseis.
In dieser Story war die Vorfreude alles: wie ich in meiner Studentenbude, Wochen zuvor, Gato Barbieri hörte, das erste Kapitel seiner grandiosen Latin-Jazz-Platten (auf Impulse), und auch Fort Yawuh vom Keith Jarrett Quartet. „Facing You“, Jarretts 5-Sterne-Soloalbum kreiste unentwegt. Ich träumte von Katrin, und wie immer, wenn das Verliebtsein sich in mir ausbreitete, fuhr mir wiederholt ein Schmerz in die Fingerknöchel, ein Stechen, ein Ziehen. Ein paar Jahre später bedauerte ich noch, dieses Konzert verpasst zu haben. Und in den Neunziger Jahren arbeitete ich zehn Jahre mit dem grossartigen Jazz-Macho Michael Naura zusammen. Manchmal spielte er in seinem Büro Evergreens auf dem Klavier, und, als er einmal einen Jarrett-Akkord erwischte, fiel mir kurz jener Abend ein, in weihnachtlich geschmückten Einkaufsstrassen – und mein melancholischer Dixieland-Abend mit der schönen Kattrin.
Robert Gernhardt war ja nicht nur ein Elch, er war ein hervorragender Zeichner und Maler. Wenn er nun seinen Kragenbär hätte selber formen können, wäre die Tatze nicht so breit ausgefallen, wie beim Künstler Siegfried Böttcher, der den Kragenbär jetzt in Göttingen aufstellen möchte. Einstmals hoppelten Stadtindiander durch Göttingen und jetzt findet sich ein biederes Publikum, um Anstoss am Onaniebär zu nehmen.
Was tun? Nach Salzburg fahren und nachsehen, ob bei der stark abgelehnten Mozartskulptur von Lüpertz vielleicht doch was fehlt.
2014 14 Aug.
In Erinnerung an James M. Cain
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
„Gegen Mittag warfen sie mich vom Heuwagen …“
Diese Widmung ist dem neuen Roman „Mr. Mercedes“ von Stephen King vorangestellt. Gelegentlich werden wir alle mal „vom Heuwagen geworfen“, das kommt in den besten Familien und gern auch im übertragenen Sinne vor. James M.Cain war ein grosser Autor von „hard boiled crime novels“, er gehörte zur Klasse von Cornell Woolrich, Dashiel Hammett und Raymond Chandler. Alles Lehrmeister von Bill Callahan, nebenbei bemerkt, hören Sie mal sein noir-Debut „Doctor Came At Dawn„. Im Moment ist der heisseste Kandidat für unseren „thriller of the month“ im September „Der Rabe“ (im Original: Kolumsky Heights) von Lionel Davidson. Antiquarisch findet man diesen Spionage-Thriller leicht, der nicht zuletzt in Sibirien spielt, im Kalten Krieg. Ist das nicht „old school“ – stimmt schon. Aber ein „crime companion“ aus London hat mir erzählt, dass diesem Roman der Zahn der Zeit trotzdem wenig anhaben kann. Und er hat erst gar nicht erst davon angefangen, dass hier „das Genre transzendiert“ würde. Es sei einfach nur eine unglaublich gut erzählte Geschichte.

2014 14 Aug.
Les Bes 3
Henning Bolte | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Melanie de Biasio | Comments off
Yesterday, in the Zakk Cafe, before experiencing the one and only Bill Callahan, I read an older issue of the „Wire“ and found a review of the first Eno/Hyde record, „Someday World“. It’s of no special interest for me if someone sings his praise about this work of class, or shows his thumbs down. But this writer seemed to suffer from some hard symptoms of the „Smart Alec-Syndrome“. He really wrote that is not the question if that record is good or bad, but why Eno did it at all. Anyone who knows about the „elan vital“ (read your Henri Bergson, buddy) can only laugh out loud about such a stupid high brow exercise for idiots at the beginning of a not very promising career. The real question is not if you have written a good or bad review, but why you feel proud about such a piece of crap. This bullshit review was only surpassed by an article from another very untalented journo who wrote, in the Quietus, about artits losing their moral compass, like Neil Young who had originally planned to play Tel Aviv. Bullshit no. 2. Read Brian Eno’s letter on the Gaza war, then you might understand something about the difference of the people and the terrible politics of the Israeli government.






