By Sun Ra, seen at Carnegie Museum of Art, Pittsburgh, as part of the „57th Carnegie International“.
By the way, mirrored in the lower photo one of the custom-built instruments of Harry Partch can be seen.
on life, music etc beyond mainstream
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2019 16 März
Jan Reetze | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Sun Ra | 1 Comment
2019 16 März
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 4 Comments
Change
A few feathers on the riverpath by the copse
betray the corpse.
Nothing more sinister
than unseasonal cold weather –
the egrets and light have returned to the river
the same week as a storm from Russia.
The big drifts take their time, lie
unthawed on the far banks for days,
discoloured by a topsoil
that has blown off the fields.
The wild birds fly, awkward, away
upriver. Always away.
And I move, a violence all my own
shape, back through the town
alone and shamed,
a man on his worn out, empty way.
Umkehr
Ein paar Federn auf dem Uferweg neben dem Buschwerk
lassen den Kadaver erkennen.
Nichts ist unheimlicher
als außergewöhnliche Kälte –
die Reiher und das Licht sind zum Fluss zurückgekehrt,
in der gleichen Woche wie ein Sturm aus Russland.
Die starken Strömungen nehmen sich Zeit, sie liegen
tagelang unaufgetaut an entlegenen Ufern,
verfärbt durch einen Oberboden,
der von den Feldern weggeblasen wurde.
Die wilden Vögel fliegen, ungeschickt, davon,
flussaufwärts und immer davon.
Und ich, eine Gewalt in meiner eigenen Gestalt,
bewege mich zurück und durch die Stadt,
allein, beschämt,
ein Mann auf seinem ausgetretenen, inhaltsleeren Pfad.
2019 16 März
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 8 Comments
Seit Januar erhältlich:
1010 Paul Bley: Ballads – ***1/2 / ***** (gm)
1014 Chick Corea: Piano Improvisations Vol.1 – ***** – *** (gm)
1056 Ralph Towner/Gary Burton: Matchbook – **** – (me / jr / gm)
1076 Barre Phillips: Mountainscapes – **** – ****1/2 (bw) – *** (jr) – **** (gm)
1084 Eberhard Weber: The Following Morning – ***** (me / bw / jr) – **** (gm)
1097 Pat Metheny: Watercolors – **** – ***** (bw) – **** (jr / gm / js)
1139 Mick Goodrick: In Pas(s)ing – ****1/2 – **** (bw) – ****1/2
1169 Jan Garbarek/Kjell Johnsen: Aftenland – *1/2 – ***1/2 (gm)
1218 Steve Tibbetts: Northern Song – ***** (me / gm / hdk)
1220 Mike Nock: Ondas – ****1/2 – **** (gm)
1255 Keith Jarrett: Standards Vol. 1 – ***** – ****1/2 (gm)
1272 John Abercrombie: Night – **** – ***** (gm)
1322 David Torn: Cloud About Mercury – **** (me / jr/ gm)
1346 Terje Rypdal: Blue – **** – ***** (jr) – ****1/2 (gm)
1458 Louis Sclavis Quintet: Rouge – **** (me / gm)
1475 Miroslav Vitous/Jan Garbarek: Atmos – *** (me / gm)
1478 Surman/Warren: The Brass Project – *** – ***1/2 (gm)
1486 Stephan Micus: To The Evening Child – *** (me / gm)
1604 Bobo Stenson Trio: War Orphans – *** (me / gm)
1657 Peter Erskine: Juni – *** (me / gm)
Ab Mai erhältlich:
1024 Gary Burton/Chick Corea: Crystal Silence – ***** (me / jr / gm / js / hdk)
1030 Gary Burton: The New Quartet – ***1/2 – **** (jr) – **** (gm / hdk)
1032 Ralph Towner: Diary – ***** – **** (jr) – ***** (gm / js / hdk)
1038 Art Lande / Jan Garbarek: Red Lanta – ***** (me / bw / gm / js)
1041 Garbarek/ Stenson: Witchi-Tai-To – ***** (me / ijb) – ****1/2 (gm / js /jr)
1043 Bennie Maupin: The Jewel in the Lotus – ****1/2 – **** (gm) – ***** (js)
1044 Julian Priester: Love, Love – ***** – **** (gm)
1048 Paul Motian: Tribute – **** (me / gm / js) – ***** (hdk)
1052 Steve Kuhn: Trance – **** (me / gm / hdk)
1120 Bill Connors: Of Mist & Melting – **** – ***1/2 (gm)
1128 Jack DeJohnette: New Directions – ****1/2 – *** (jr) – ***1/2 (gm)
1160 Steve Swallow: Home – ***1/2 – **** (jr) – **** (gm)
1193 John Surman: The Amazing Adventures of Simon Simon – **** (me / gm)
1230 Don Cherry/Ed Blackwell: El Corazon – ***** – **** (gm)
1352 Gary Peacock: Guamba – ***1/2 (me / gm)
1464 David Darling: Cello – ***** (me / jr / gm / ijb)
1577 Keith Jarrett: At The Blue Note, 3rd CD – **** (me / gm)
1744 Trygve Seim: Different Rivers – **** – **** (gm) – ***** (ijb)
1906 Susanne Abbuehl: Compass – *** – **** (gm) – ***** (hdk)
2019 16 März
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: ECM Double Take | 1 Comment

Es war einmal, in den Siebzigern, da trat Gary Burton mit seiner damaligen Band im Sauerland auf, in der Balver Höhle, im Rahmen des dortigen Jazzfestivals. Für ihn muss es ein sehr ungewöhnliches Erlebnis gewesen sein, denn er wusste erstmal nicht, dass dieses Event in einer Höhle stattfand. Das ist ja irgendwie etwas Seltsames, Spezielles. Man denkt an Höhlenmalerei, an Steinzeitmenschen und Affen. Da landete also der filigrane Vibraphonist (der meiner Meinung nach einige der besten Alben seiner Karriere bei ECM veröffentlichte, die meisten in den frühen Jahren, und das ist auch eine Story, die in jenem alten Jahrzehnt begann) an einem solchen Kristallisationspunkt der Menschheitsgeschichte. Gary Burton spielte am Ende des Tages, das Publikum war enthusiastisch, teilweise betrunken, teilweise bekifft, und teilweise bei klarem Verstand. Die Band gab mehrere Zugaben. Nach der ungefähr fünften Zugabe war man der Meinung, das sei nun genug und zog sich zurück, obwohl das Publikum mittlerweile in ein rhythmisches Klatschen verfallen war. Man ging auf die Bühne, packte die Instrumente zusammen, doch das Publikum hörte nicht mehr auf mit dem Klatschen, schien sich selbst in eine Klatschtrance versetzt zu haben – das Echo des Klatschens wurde durch die Höhle getragen, sprang von den Wänden zurück. Der Höhlenraum war sehr eng, und so musste die Band etliche Male von der Bühne, an den Klatschenden vorbei, zum Bühneneingang, zum Tourwagen, und zurück. Nachdem alles verstaut war, setzte sich Gary Burton noch mit dem Veranstalter zusammen, regelte den Papierverkehr und nahm das Honorar entegegen. Und selbst dann noch, als man sich anschickte loszufahren, war das kollektive Klatschen aus der Höhle zu vernehmen.
2019 16 März
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 2 Comments
Hier könnte dem einen oder der anderen das Argument abhanden kommen, es seien halt Kurzgeschichten, und Romane hätten eindeutig Vorrang , weil man es sich in ihnen behaglich einrichten könne. Wer einmal DIE KRÖTE zu sich genommen hat, weiss, das diese psychoaktive Droge auch nur einen halbbstündigen Trip in eine andere Welt beschert – unvergesslich bleibt die Erfahrung allemal. Und das gilt auch für die Short Stories von Clemens J. Setz, der vor Jahren das Wunderwerk „Die Stunde zwischen Frau und Gitarre“ auf den Markt brachte. Und hier, in diesem schmaleren Büchlein aus dem Suhrkamp-Verlag, begegnen wir einmal mehr einer Schar beschädigter, verwundeter Protagonisten, die allesamt eine hochauflösende, fast halluzinierende Wachsamkeit verströmen, und oft alltäglichste Dinge mit einem psychedelischen Röntgenblick ausleuchten. Der Seher ist stets ein Einsamer, aber sobald wir ihm Blick für Blick folgen, in erweitertem Bewusstsein, wird das Abseitige, das, positiv betrachtet, Konventionen durchbricht, geteilt. Wer sagt denn, dass man stets allein auf einen „Trip“ gehen sollte?!