Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Donnerstag, 7. März 2019

 

 
 
 

Bei den Manafonisten gibt es in der Regel ein weit gefächertes Feld der Anmutungen, was bestimmte Arbeiten im weiten Feld der Künste angeht. Äusserst heterogen die Dialoge zu dem tollen Film WHIPLASH, den unser einstiger Tulpendieb aus Amsterdam vehement attackierte. Ganz zu schweigen von dem besten Roman Martin Suters, DIE ANDERE SEITE DES MONDES, der es zu meinem Bedauern nicht in die Kategorie geliebter Bücher bei Mister Gregs schaffte. Oder Laurie Andersons tief bewegender Film über ihren musikalischen Hund – fragen Sie mal unsere Schottlandreisende nach HEART OF A DOG. Oder eben zuletzt „BACK TO THE BAR“, Sakamotos neu aufgelegtes Solopianoalbum aus dem Jahre 1999, das ich mir nur nach drei Caipirinhas schönhören kann, insofern hat BTTB schon den passenden Titel. Das Foto zeigt ein alternatives Cover für das Album, einen edel designten Weichspüler. Das Rätsel solcher Kontroversen ist, dass man dabei den Geistes- und Empfindungsraum eines Anderen betritt, und sich eine Ahnung Gehör verschafft: „Jeder ist eine Insel.“ Aber auch weiterhin werden wir die eine und andere Flaschenpost losschicken, und staunen, staunen, staunen. Und Peter Handke erwähne ich erst gar nicht, und seinen hanebüchenen Roman DER CHINESE DES SCHMERZES (ich muss ja meiner Wahrnehmung treu bleiben) –  sonst würde wieder betretene Stille herrschen, der einzige Killer fröhlicher Diskurse. Vielleicht könnten wir uns alle  auf SGT. PEPPER einigen, aber, nein, Martina hat es im Plattenschrank stehen, sie bekam diesen kosmischen Kracher irgendwann, mit vielen anderen Platten zusammen, geschenkt, und auf meine Frage, wie sie das Album finde, entgegnete sie: „Ganz nett.“ Und würde es wohl sofort gegen eine handsignierte Ausgabe von Stale Storlokkens THE HAZE OF SLEEPLESSNESS eintauschen. Und was lernen wir aus alldem, meine Damen und Herren? Da Rechthaberei peinlich ist, und jeder Kanon erbärmlich, bleibt letztlich nur, neben dem erwähnten Staunen (als bessere Variante der Fassungslosigkeit), Humor, feiner, Raum füllender, befreiendes Lachen produzierender Humor.


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