Ich weiß nicht, bei wie vielen Berufsgruppen die Leute sagen können: „Ich bin am glücklichsten, wenn ich arbeite.“
I don’t know for how many professions people can say, „I am happiest when I work“.
on life, music etc beyond mainstream
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2019 4 März
ijb | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: ECM | Comments off
Ich weiß nicht, bei wie vielen Berufsgruppen die Leute sagen können: „Ich bin am glücklichsten, wenn ich arbeite.“
I don’t know for how many professions people can say, „I am happiest when I work“.
2019 4 März
Martina Weber | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Film | 4 Comments
Die Frau vom Reinigungsteam steht mit einem Wagen voller Putzutensilien im Hotelflur und klopft an eine Zimmertür: „Housekeeping.“ Sie wartet, klopft wieder. Die Wahrscheinlichkeit, dass sie stört, weil Gäste im Zimmer sind, ist gering. Sharm El Sheikh liegt an der Südspitze der Sinai-Halbinsel am Roten Meer, es war ein beliebter Urlaubsort in Ägypten, doch die unsicheren Verhältnisse nach dem Arabischen Frühling, die Angst vor Anschlägen haben die Touristen abgeschreckt. Die Urlauber bleiben aus. Die Liegestühle am Pool sind unbesetzt. Der Masseur formt aus dem großen Handtuch einen Elefanten. Die Räume werden gefegt, Fenster werden geputzt. Der Bademeister sitzt auf einem Hochstuhl und spricht ins Megaphon. „Jetzt beginnt unser Mittags-Sportprogramm. Machen Sie mit.“ Die Musik ist rhythmisch und leicht. Eine Gruppe junger Frauen macht ein paar Schritte hin und her, Bewegungen mit den Armen, einigermaßen synchron. Sie lächeln. Die Gäste dürfen Sie nur mit einem Lächeln sehen. Heißt es im Auswahlgespräch. Da ist der Stillsteher, der seinen Körper jeden Morgen mit bronzener Farbe bemalt, ein paar schwarze Streifen dazu. Er greift nach der Gitarre. Er ist bereit, sich für ein kleines Honorar fotografieren zu lassen. Aber niemand fragt. Die Gehälter werden gekürzt. Dreißig Prozent. Fünfzig. Die Shoppingtour mit der besten Freundin fällt aus. Am frühen Abend machen die Hotelangestellten einen Ausflug durch die Wüste. Eine Frau trägt eine rosa Mütze mit Hasenohren. Dream Away – ist es wirklich ein Dokumentarfilm? Ist es nicht doch inszeniert? Durch die Straßen fährt ein Pickup, auf dessen Ladefläche ein Mann im Affenkostüm steht. Immer wieder laufen einzelne Menschen dem Pickup hinterher und der Affe verwickelt sie in Gespräche. Er hat die Gesprächstechnik drauf. Sie sagen ihm alles. Ist ja doch nur ein Affe, der zuhört und spricht.
2019 4 März
Jochen Siemer | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: David Sylvian, Zeitreisen | 5 Comments
After midnight, early eighties: listening to BBC Radio, the tune they just played is called „Nightporter“. What a nice but curious sound, a bit like Brian Ferry singing. Something I never heard before. The mysterious studio guest musician is mentioning Jean Cocteau and a certain „difficulty of being“. I am broad awake. Talking on some kind of „Japan“ now. Trying to save some fragmentary information to my short-term memory account, because the plan was made immediately and clear as the daylight to come: the following morning I was going to present those loose-end snippets to the record dealer of my trust, just to let him build a conclusive picture of that puzzle. „Nightporter, the splitting of a cultband and a solo debut – does this make any sense to you?“ Coming home then with an album called Brilliant Trees and, studying fine arts at that time, with another one called Oil on Canvas as a bonus – a Frank Auerbach painting on its cover, from a band I never heard of, containing this song called „Nightporter“. Listening to that brilliant fresh stuff I was happy and surprised. A shy, evasive and sophisticated guy with philosophical ambitions, a Pentangle bass player at his side, music that was at the same time folk, avantgarde, funky and ambient. A singing poet fearlessly setting sail, new beginnings. Courageous and romantic attitude, bright beauty spiced with doubt and darkness. Aren´t those the ones that really count who sing their own songs, single-handed written, telling about their true experiences, giving sincere insight to their unique life? What a fine guideline it was! A mirror, a Lifer. These were years with a genius for living.