Manafonistas

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Archives: Donnerstag, 8. Januar 2015

 

 
 
 

In dem aktuellen The New Yorker schreibt Alex Ross ueber Meredith Monk – er beschreibt hauptsaechlich ihre Stimme. Ich habe sie einmal gesehen. Ihr Auftritt aenderte komplett meine Ansicht ueber sie. Ich mag diese Gretelchen, die Schwaenzelchen suchen, nicht. Auch Stockhausen’s Zweitweib traegt diese Schulmaedchenfrisur. Als ich die Monk-Stimme hoerte, war ich sofort begeistert. Was fuer ein Klang und Koerper. Das ist hoechste Stimmenkunst. Seitdem interessiert mich diese Frau, sie ist ein meltingpot der Kuenste. Sie kann so viel: singen, tanzen, Opern schreiben, auffuehren, performen, filmen … Sie ist „Our Lady of late“. Alex Ross hat ihr neues Stueck „On Behalf of Nature“ im BAM gesehen. Ein Verehrer, wie ich. Gibt es einen vergleichbar maennlichen Kuenstler?

 
 
 

 
 

 
 

 
 
 

Dieser Moment vor dem Deutschlandfunk beseitigte jeden Zweifel: der Motor meines Toyoten frisst zuviel Öl, ich hatte den Ölstand mit der Taschenlampe meines Smartphones kontrolliert nach 1000 Kilometern, und wusste: eine Reklamation ist fällig. Es ist nämlich extrem selten, dass bei einem Toyota Yaris so ein Phänomen auftritt. Diese Sache, resultierend aus dem Moment mit der obigen Kennung, ist so fesselnd, dass sie hier nicht vorenthalten werden darf. Geht Toyota nach lächerlichen 125.236 Kilometern auf meine Bitte einer Kulanzregelung ein, und baut kostenfrei einen neuen Motorblock ein, oder soll ich die Kiste bis zum Kolbenfresser fahren? Das Ende wäre ein brennender oder schlicht seinen Geist aufgebender Motor auf einer Autobahnraststätte. Und das nach Jahren durch dick und dünn. Mit mir als Stammkunde. VW, Mercedes, BMW, no way. Jedes Auto hat seinen Tag, dieses hat seine Nächte. Erinnert sei an den Lastwagen, der ihn durch harten Regen jagte, als wäre er ein lebloses Blechwesen, an die Fahrertür, die einem Polen das Nasenbein brach, an Fahrten an die ferne Ost- und Nordsee. Nur wenige wissen, dass dieser Toyote nachts gerne aufheult, zwei BVB-Wappen trägt, und auf den Namen John F. Kennedy hört. Aber, wäre er ein Künstler, er würde sich im Rampenlicht der Jazzkeller herumtreiben und hinter seinem Drum Kit hocken wie ein leidenschaftliches, wildes Tier. Wie ein Cortazar’sches Cronopium. Unzähmbar. Auf Fotografien, Schnappschüsse würde er allergisch reagieren, wie Keith Jarrett: „Music is for the ears, not for the eyes.“ Sein Akzent kommt, ungewöhnlich genug, aus dem nördlichen Dakota.

2015 8 Jan.

2014 moment no. 6

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A day has 6,400,099,980 moments … (Dōgen/Ozeki)
 
 
 

 
 
 
2014 MOMENT: no 6 [ ©FoBo_HenningBolte ]
 
 
SERIE – no. 1, no. 2, no. 3, no. 4, no. 5
 

2015 8 Jan.

Pynchon: Der Film

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Morgen (09.01.) erscheint der Soundtrack zu „Inherent Vice“, dem neuen Film von Paul Thomas Anderson (u.a. „There Will Be Blood“, „The Master“, „Magnolia“). Verantwortlich für den O.S.T. ist – wie schon bei Andersons beiden letzten Filmen – Radiohead-Gitarrist Johnny Greenwood. Neben neun Eigenkompositionen von Greenwood enthält der O.S.T. Beiträge u.a. vom The Royal Philharmonic Orchestra, Neil Young, Can und The Marketts.

„Inherent Vice“ startet am 12.02. in unseren Kinos. Der in den USA und England mit hervorragenden Kritiken aufgenommene Film ist eine Adaption des gleichnamigen Romans von Thomas Pynchon, und mit Joaquin Phoenix, Josh Brolin, Owen Wilson, Benicio del Toro besetzt.


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