Manafonistas

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Archives: Donnerstag, 11. Dezember 2014

2014 11 Dez.

GEFION

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After last week’s wonderful, magical concert-tour in The Netherlands
with Thomas Morgan and Joey Baron …
 
 
get ready for GEFION
 
 
 

 
 
 
GODDESS FROM THE NORTH
 
A I R V I T A L
 
 
GEFION featuring Thomas Morgan & Jon Christensen.

It will be out on ECM Records the following dates in 2015:
 
6th of February – Denmark & Germany
9th of February – United Kingdom
3rd of March – USA

 

Wenn der Tempo mit dem Jukebox-Man wieder kommt
 

Meine letzte Bestückung der Wurlitzer-Jukeboxen liegt nun schon wieder viele Monate zurück (Gregor öffnet seinen Plattenschrank Nr.59), höchste Zeit mal ein paar Platten auszutauschen.
 
 
 

 
 
 
In meinem Plattenkoffer habe ich 18 aktuelle Platten aus dem Jahre 2014 und zwei ältere aus dem 70er Jahren dabei, die es verdienen in den virtuellen Jukeboxen einmal aufzutauchen. Meines Wissens konnte man beide damals in den 70ern nirgendwo drücken. Da ist einmal Gene Clark mit dem Stück „For a Spanish Guitar“. Eine Auskoppelung aus der Langspielplatte White Light aus dem Jahre 1971. Ein wunderschönes Stück aus dieser ersten Soloplatte des Byrds-Gründungsmitglieds (er verstarb übrigens schon 1991 mit gerade mal 47 Jahren).

Auch die zweite 70er-Jahre-Platte stammt aus dem Jahre 1971, sie wurde 2014 wiederveröffentlicht und hat sogar den Weg in meine aktuelle Jahreshitparade 2014 geschafft. Ich kannte den Gitarristen und Sänger bislang nicht und bin von seiner Musik doch ziemlich begeistert. Es geht um Mike Cooper und seine Platte Trout Steel. Das Stück „That´s How“ wird seinen Weg in die Jukebox finden. Zu den 18 aktuellen Platten gehört eine ganz besondere, die Musik aus den Jahren 1926 bis 1936 enthält: When I read that Heavenly Shore – Unearthly Black Gospel 1926-1936. Diese Platte wird in Deutschland allerdings erst am 09.01.2015 erscheinen, war aber bereits unter npr.com zu hören. Aus dieser 3-LP-Box werde ich das Stück „Let Jesus Lead You“ vom Jubilee Gospel Team auskoppeln.

Die restlichen 17 aktuellen Platten findet man auf Langspielplatten oder CDs, die oft nicht mehr als ein oder zwei wirklich gelungene Musikstücke enthalten und die deshalb in vielen Fällen auch nicht in meinen 30 besten Platten aus dem Jahre 2014 aufgetaucht sind. In die Jukebox passen sie als Auskopplungen aber gut. Beispielsweise sind für meinen Geschmack die in diesem Jahr erschienen Platten von Altmeistern wie Neil Diamond, Eric Clapton oder YES nun wirklich nicht sonderlich hörenswert, eher langweilig, enttäuschend. Dennoch findet sich auf jeder der drei genannten Platten ein Stück, das ich in diesem Jahr sehr gerne gehört habe und das durchaus in die Jukebox passt.

 
 
 

 
 
 

  • Gene Clark: For a Spanish Guitar (LP/CD White Light)
  • Mike Cooper: That´s How (LP/CD Trout Steel)
  • Jubilee Gospel Team: Let Jesus Lead You (3LP/3CD Box)When I read that Heavenly Shore –
  • Unearthly Black Gospel 1926-1936
  • Leonard Cohen: Slow (LP/CD Popular Problems)
  • Bill Carrothers: The L & N Don´t Stop Here Anymore (PL/CD Love and Longing)
  • King Creosote: Largs (long) (LP/CD From Scotland With Love)
  • Phish: Devotion to a dream (LP/CD Fuego)
  • Neil Diamond: First Time (LP/CD Melody Road)
  • Jolie Holland: Palm Wine Drum Kard (LP/CD Wine Dark Sea)
  • Neil Young: Who`s Gonna Stand Up – Solo Version – (LP/CD Storytone)
  • David Crosby: Set That Baggage Down (LP/CD Croz)
  • Eric Clapton: They Call Me The Breeze (LP/CD The Breeze – An Appreciation of JJ Cale)
  • Lucinda Williams: Big Mess (LP/CD Down Where The Spirit Meets The Bone)
  • Yes: Believe Again (LP/CD Heaven & Earth)
  • Daniel Lanois: Forest City (LP/CD Flesh And Machine)

 
 
 

 
 
 

  • Luluc: Without A Face (LP/CD Passerby)
  • Mirel Wagner: Taller Than Tall rees (LP/CD When Cellar Children See The Light)
  • Bob Dylan: Quinn The Eskimo (LP/CD The Basement Tapes Complete: The Bootleg Series Vol.11)
  • Eggs Laid By Tigers: Let It Be Known Gabriel Kahane(LP/CD Under The Mile Off Moon)
  • Gabriel Kahane: Union Station (LP/CD The Ambassador)

 
 
 

 

Um es kurz zu machen mit der Ewigkeit: Ja, für mich hatte das Stück so etwas, das allen Zeitläuften und Strömungen widersteht, und ich hätte es gern auch in meinem übernächsten Leben, sagen wir mal 2213, gehört. Von mir aus auch in Niederösterreich. Da wird nun nichts raus. Eines der wunderbarsten Piano-Bass-Schlagzeug-Werke der jüngeren Zeit entstand in einem grossen Haus in einem schwedischen Wald.

Es heisst SERENITY (1999), ein opus magnum des Bobo Stenson Trios, mit dem Bassisten Anders Jormin und dem Schlagzeuger Jon Christensen. Kein Wunder, dass Manfred Eicher die Gunst der Stunden nutzte und gleich ein Doppelalbum daraus formte. Die drei Musiker sind ja eher ruhige Zeitgenossen, die keine grossen Worte schwingen – aber, meine Güte, da war gewiss etwas Elektrisierendes im Raum (man hätte auch das Klischee von den „sprühenden Funken“ hemmungslos in den Mund nehmen können, vor Ort).

Ich erinnere mich, wie ich mit Konrad Heidkamp am Telefon über SERENITY sprach, und wie wir selbst erstaunt waren, was da, verdammt noch mal, immer noch ging, immer wieder mal, in diesem betagten Format. Konrad schrieb seine schöne Rezension für „Die Zeit“, und ich interviewte den Bassisten Anders Jormin, zu seiner Zeit mit Charles Lloyd, diversen Trioaktiviäten, ersten Soloalben etc. Natürlich sprachen wir auch über SERENITY. („We lived in an isolated house“, an den Satz erinnere ich mich, und dass es dort gutes Essen gegeben habe.) Ich hatte ihm meine Fragen gemailt, und er schickte mir eine DAT-Kassette mit seinen Antworten. Daraus wurde ein 45-minütiges Porträt im Deutschlandfunk, dessen Skript leider verloren ging.

Während ich seine Antworten bearbeitete, entdeckte ich, dass da noch etwas war auf der Kassette, nämlich eine kleine Pause, gefolgt von einem kurzen skandinavischen Dialog, und einem mich vom ersten Ton an faszinierenden Stück aus der Session im schwedischen Wald. Ich liebte es, und plante, es in meiner Nachtsendung einmal zu spielen, mit der Genehmigung von Anders und allen Beteiligten.

Dann unterlief mir ein technischer Fehler, ein fahrlässiger Knopfdruck, ein kleiner Blackout – und das Stück war Geschichte. Gelöscht. Over and out. Die Komposition oder Improvisation lebte von steten Wiederholungen, umkreiste ein kinderliedartig einfaches Motiv, schlicht und ergreifend. Als hätten The Necks an einem Balladenalbum für ECM gearbeitet. Vielleicht fiel es etwas aus dem Rahmen, und fand darum nicht seinen Weg ins Werk. Ich erzählte Anders am Telefon die traurige Angelegenheit, und er musste auch einmal tief durchatmen.


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