Manafonistas

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Archives: Sonntag, 28. Dezember 2014

In this interview Brian Eno speaks among other things (recording in Mali, his records with Karl Hyde and his sound installation in Sweden) about poverty and Unconditional Basic Income.

The basic idea is that it is hard to be creative if you have not got at least some security, and the idea of basic minimum income is to give everybody some money every week.

„Basic income is a great idea! I like the idea that it says: We believe that all people are potentially creative and they should be given the chance to express that.“ (Brian Eno)

Would it mean we got a lot of lazy crap art, or would it give the people whose main goal are not profit a chance to develop and flourish?

Both I guess, but I think what is good would still find its way. A lot of good music has been created in this music business – where the artists are not the ones necessarily getting the best parts of the economic deal.
 
 
You can read more about unconditional basic income here
 
You can listen to the interview here
 
(And as bonus track I throw in a short speech by Ursula Le Guinn here)

 

 
 
 
Lieblinge gab’s, ja, aber sie wurden weniger. Erkennbarkeit ist geblieben, Wirkkraft aber (schwer) geschwunden. Visuelle Wirk- und Anziehungskräfte für mich noch in covers von:
 
1. Kim Kashkashian/Sivan Magen/Marina Piccinni – Tre Voci
2. Helena Tulve – Arboles lloran lluvin
3. Dino Saluzzi Group – El Valle de la Infancia
 

Das bemerkte Henning zu seinen Favoriten, und Gregor war der mit der schnellsten Antwort, kurz und nachhaltig müssen ihm die Bilder dieser Alben vors innere Auge gestiegen sein:

 
1. Anna Gourari Visions Fugitives
2. Robin Williamson: Trusting in the Rising Light
3. Colin Vallon: Le Vent
 
Es wurden nur die vier bis fünf Manfonistas befragt, denen tatsächlich nahezu jede ECM-Produktion vor Augen und Ohren tritt, und so war Michael natürlich auch gefragt, man erinnere sich an seine ECM-Cover-Kritik (s. comment 1). Seine drei ausgewählten Cover stammen von folgenden Alben:
 
1. Anouar Brahem: Souvenance
2. Jokleba: Outland
3. Colin Vallon: Le Vent
 
Bei letzterem Album (des Schweizer Pianisten)- auf den ersten Blick ein allzutypisches ECM-Cover – waren Bild und (das in den Titeln zu erahnende, im Interview bestätigte Thema des Todes) Musik nah beieinander, wiesen ohne starken Fingerzeig, eher selbstredend, aufeinander. Das Bild als „signifier“.
 
„Das Tollste waren polnische und tschechische LKW-Fahrer, die bei Glatteis einen Stau mit 80 km/h auf dem Seitenstreifen überholen. Die muss man denn kommen sehen, um reagieren zu können. Denn: bremsen können die ja auch nicht.“ (Ulrich)

Im Schneegestöber ewig lang unterwegs, geriet Ulrich der schlichte Zeitraum dieses Jahres kurz aus dem Blick, weshalb noch zwei Bilder zu ergänzen sind. (Ist nun auch passiert.)

Er landete in Erinnerungen alter Cover, etwa bei Helena Tulve und ihrem Album „Linnen“ („unerreicht! Ein Grund für eine Reise ins Baltikum“) oder gar bei Ralph Towners „Solstice“, der ersten Platte mit dem kleinen Baummotiv („Nostalgie“).
 
1. Anouar Brahem: Souvenance (ganz diesseitig und konkret)
2. Stefano Bollani: Joy In Spite Of Everything
3. Heinz Holliger: Aschenmusik
 
Und Jochen scheint noch unterwegs zu sein, irgendwo in netzbefreiten Winterlandschaften, hoffentlich nicht mit Fahrrad jetzt. Wahrscheinlich entdeckt er da, im Hannoveraner Hinterland, genug kargen Baumbestand und flüchtige Schemen, wie gemalt für diese lange Covertradition.

Jetzt ist er doch wieder aufgetaucht. Und hier sind Jochens Favoriten, und damit scheint das Cover des Jahres 2014 eindeutig identifiziert zu sein. Auch rein musikalisch ein Meisterwerk! „Lumen Drones“ findet auch Michael ganz trefflich! Und wünscht sich von Manfred Eicher, dass Tigran Hamasyans ECM-Premiere (wohl frühestens im Herbst 2015) in armenisch-norwegischem Farbenrausch daherkommt. Auch der empfindsame Ton kann schneidende Schärfe mit sich führen! Dieser zukünftige Klassiker sollte nicht mit zuviel Understatement dargeboten werden!
 
1. Lumen Drones
2. Anouar Brahem: Souvenance
3. The Hilliard Ensemble: Transeamus
 
„Gestern 3 Std Radtour. Nichts ein/abgefroren.“ (Jochen) – auf dass Alltag und Musik die aufregendsten Verbindungen eingehen, die „kleinen“ Hörgeschichten gehen eben tiefer als strenge Werkanalysen! Man stelle sich nur vor, „Souvenance“ oder „Le vent“ zu hören, irgenwo am Ende der Welt.

2014 28 Dez.

Flüster

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Desert island: a remote uninhabited tropical island.
 

„I feel like growling, packing a bag and heading for a remote desert island where only the wind bothers to whisper.“

 

Desert islands scheinen in erster Linie tropisch gedacht zu werden – ja Crusoe als immerwährendes Leitbild – aber es gibt natürlich auch genug abgelegene unbewohnte Inseln im (sub)arktischen Bereich oder vor der Küste von Kamchatka. Was man dort mit Tonträgern anfangen will, weiss der Geier.
 
Was man sich wohl vorstellen kann: Musik, an die man sich wohl am ehesten erinnern wird und die man in der Einsamkeit summt – wartend auf das rettende Boot oder den Hubschrauber. Und sowieso, weil der Wind der ständige singende Geselle ist.
 
 
 

 
 
 
Diese abgelegene Insel vermachte Island seiner Künstlerin Björk Guðmundsdóttir. Man kann sich gut vorstellen, dass dort Musik e n s t e h e n kann. Man kann sie fast schon beim Anschauen hören.
 
 
 

 


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