Manafonistas

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Archives: Samstag, 13. Dezember 2014

Am Ende dieses Nachmittages gab es die endgültige Gewissheit, dass auch nach der Winterpause bei Borussia Dortmund der Abstiegskampf eine grössere Bedeutung haben wird als die Champions League. Mittlerweile spielen sie auch wie Abstiegskandidaten, der Alptraum geht weiter. Dabei hat mein entspannter Nachmittag früh und gut begonnen, mit einem kleinen 3-Kilometer-Waldlauf im 120er-Puls-Tempo, gefolgt von „Vasco Da Gama und anderen Mexikanern“. So heisst eine Folge aus der vorletzten Staffel von Mad Men – der Stoff, den sich da Don Draper anno 1972 an der West Coast reinzog, bescherte ihm keine besonders erfreulichen Halluzinationen, während im Fernsehen die Polizei auf die gegen Vietnam demonstrierenden Studenten einknüppelte. Ich bekam ein Foto geschickt, das ausssah wie aus einem Cafe in San Francisco, dabei war es nur einen Katzensprung entfernt. Ich bin wohl zu oft auf Zeitreisen. Mein Kommentar zu der Wiederveröffentlichung von Annette Peacocks erstem Album bescherte mir zwei erheiternde Mails von Freunden, und ich las ein paar Kapitel in „Iron Lake“ von William Kent Krueger. Die einzige Musik, die ich heute hörte, lief in meinem Toyota, dessen Motor derzeit Benzin frisst, als hätte er permanent Durst: „Lumen Drones“, Nils Oklands Violinen in psychedelischen „drone“-Gefilden. Mit „psychedelisch“ asssoziert man ja bevorzugt Drogen, aber ich verstehe es eher als ein Spiel mit Klangfarben. Die einzige Droge dieses Tages wartet noch auf mich, ein Nero d’Avola, ein guter Rotwein aus Sizilien. Und gegen Leonard Cohen und „Popular Problems“ ist dazu die ideale Tafelmusik bereits ausgewählt. Klaus und Babsi, unseren Kanada-Heimkehrern, habe ich vor Tagen die Cohen-Dokumentation „Bird on a Wire“ als DVD geschenkt, ein gelungenes Porträt seiner Europatour anno (ups, da schliesst sich wieder ein Kreis) 1972. Sehr dicht an dem Troubadour dran, dessen Lieblingsdroge damals Prozac war. Wenn man die Sache mit Annette einbezieht, ein Foto von Charlotte Little, das Psychedelische und die Psycho-Substanzen, wirkt dieser Blogeintrag wie typischer Jungsstoff aus der Abteilung „Sex and Drugs and Rock’n’Roll“, aber da überliest man leicht das Ausgeruhte, Meditative. Und den Fussball-Blues.

2014 13 Dez.

Jazzfrage

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Ein bekannter Musiker, klug, sympathisch, auch jazzkundig, fragte mich einmal, wieso der akustische Standbass stets „double bass“ genannt wird. Nichts an dem Instrument sei doppelt. Ich konnte ihm die Frage nicht beantworten. Weiss da jemand Bescheid?

 

 
 
 

„This album was recorded a long time ago. I think I just wanted to be first. I wanted to make my first record and take music into the future. I think I was probably moving really fast because I thought someone was going to do it before me. HA! I had to wait so long before that even began to happen, but when you’re young you have this perception of time moving so much faster than it actually is. But that’s youth, it gives you the confidence that you can actually do it and that you have something to say that people will actually want to hear. All of those kinds of things.“ (Annette Peacock)


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