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Archives: Freitag, 24. Januar 2014

  1. 1980 The Plateaux of Mirror (with Brian Eno)
  2. 1984 The Pearl (with Brian Eno)
  3. 1996 Luxa
  4. 1978 The Pavilion of Dreams
  5. 1994 Through the Hill (with Andy Partridge)
  6. 2012 Bandits of Stature
  7. 1984 Abandoned Cities
  8. 1991 By the Dawn’s Early Light (with Bill Nelson)
  9. 1995 Glyph (with Hector Zazou)
  10. 2004 Avalon Sutra / As Long as I Can Hold My Breath
  11. 2013 Jane 1-11

 

The „Buddbox“ is a great starting point,
and offers a lot of insights into his work with long portraits and interviews.
A new interview can be found at the end of Ian’s article „My Harold Budd playlist“.

Herzlichen Glückwunsch, wenn Sie dieses Trioalbum besitzen, in knisterndem Vinyl,  Sie haben eine Rarität in Händen, ein lang vergriffenes Stück Historie, einen kleinen Meilenstein. Ich bekam diese Platte, wenn ich mich recht entsinne, von Jazz by Post zugeschickt,  meinem Pasinger Stammlieferanten für aufregenden Jazz in den 70er und frühen 80er Jahren. Carol Goss hat das Cover mit schneller Hand gezeichnet, in kurzer Zeit den Ideen in ihrem Kopf nur flüchtigen Halt geboten. Paul Bley hatte damals  ein eigenes Schallplattenlabel ins Leben gerufen,  Improvising Artists Inc. (I.A.I.), in welchem er  (naheliegend, weil ohnehin sein Ding) Elemente der  ECM-Ästhetik mit der eigenen Lust an poetischer Freigeisterei kurzschloss. Bei diesen Zeilen wird mir die Erinnerung womöglich mehrere Streiche spielen, doch ich müsste mich sehr täuschen, wenn sein Solo-Piano-Album „Alone, Again“ nicht auf I.A.I. erschienen wäre: ganz nah kam es heran an den Zauber seines Klassikers „Open, To Love“ (ECM). Ein Meister der Andeutung, der Pausen, des Ausschwingens einzelner Töne.  Auf „Open, To Love“, erzählte er mir früh in den Neunzigern, in einem Bremer Hotel, wollte er (neben allem, wer da eine Rolle spielte, Carla (Bley), Annette (Peacock), ihre Präsenz, ihre Schatten, ihre kargen Kompositionen), die Hüllkurven von elektronischen Sounds auf dem Flügel nachempfinden. Aber zurück zu der Platte, die ich bei  Gregor endlich wieder in Händen hielt, und die in einer „pianistischen“ Ausgabe der Klanghorizonte im März auftauchen wird: „Quiet Song“ ist ihr Titel, und Sie sollten, statt jetzt eine Rezension zu erwarten (in der dann Worte auftauchen würden wie „skelettiert“, „leuchtend“, „Gesänge“, aber  natürlich auch „Jimmy“ und „Bill“, dessen schönstes Soloalbum „Theme From A Gaurdian“ bitte bald von ECM wieder ans Tageslicht befördert werden möge), sich langsam, aber sicher auf die Suche machen nach dieser Produktion, vorausgesetzt, Sie mögen flüchtige, widerständige Töne!

 
Hallo Michael,

 

nur eine kurze Rückmeldung zu der jüngsten Ausgabe der Klanghorizonte, die für mich auch eine Wiederbegegnung war mit Entdeckungen, die ich in früheren Sendungen von Dir gemacht hab.

„Luxa“ z.B. ist schon seit längerem meine Lieblingsplatte von Harold Budd gewesen. Sehr interessant war von Budds Arbeitsmethoden zu hören (solche Regeln klingen immer vertrauenswürdiger als z.B. Kategorien wie „Inspiration“). Wahrscheinlich hab ich „Luxa“ auch bei Dir zum ersten Mal gehört.

Genauso wie Arthur Russell, dessen „Worlds of Echo“ ich in letzter Zeit wieder gehört hab. Mir gefällt sehr diese etwas spröde und sparsame Kombination von Cello, Gesang und electronics. Jetzt im ersten Stück außerdem Percussion und Bläser zu hören, daran muß ich mich erst mal gewöhnen …

Auch das Stück, das Du von Marsen Jules (eine weitere Klanghorizonte Entdeckung für mich) gespielt hast, war überraschend, nachdem ich auf seiner website eine Vorabveröffentlichung gehört hatte, die mehr auf der melodischen Linie dessen liegt, die ich schon kenne.

Völlig unbekannt war mir die Musik von Simon James Philips, die meiner Vorliebe für minimalistische Klänge sehr entgegen kommt und das besonders, weil sie Pausen lässt (im Gegensatz zu vielem „Zugekleisterten“ bei Phillip Glass etwa). Ich stell mir vor, so ähnlich hätte minimal music von Cage klingen können (na ja, etwas übertrieben, gebe ich zu).

Das Wiederhören von Lieblingsmusik und gleichzeitig die Neugier auf Unbekanntes, dieses Wechselspiel bestimmt naheliegenderweise nicht nur bei mir vieles, was sich um die Leidenschaft für Musik dreht. Beim Hören der Klanghorizonte haben sich dabei über die Jahre so etwas wie Jahresringe von Hörerlebnissen gebildet, die bei jeder neuen Ausgabe sachte mitschwingen und sich dann mit Neuem anreichern und auch umgekehrt.

Ich freu mich also schon, wie immer, auf die nächste Ausgabe.

 

Liebe Grüße, Frank (Nikol, Anm. d. Manafonistas)

 

Hör-Tipp: poesie[magazin] auf Radio Lora

Live am Freitag, 24.1.2014, 20 bis 21 Uhr.

(Livestream unter siehe Kommentar)

Unter anderem mit einem Block über den von Kurt Drawert herausgegebenen
Band „Kasinostraße 3. 15 Jahre Darmstädter Textwerkstatt“
Poetenladen Verlag, Leipzig 2014, sowie mit einer Lesung von und einem Interview
mit Martina Weber.

Moderation: Kristian Kühn, Armin Steigenberger.

2014 24 Jan.

Schnelle Schreibarbeiten

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und mit VIDEO klar
 
 
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