Manafonistas

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Archives: Montag, 13. Februar 2023

 

Official Trailer

 
 
Lucy und ich sind nicht die einzigen, welche The White Lotus, Staffel 1, fünf Sterne gegeben haben. Here we go again. Es ist ein Beweis dafür, wie gut die erste Staffel von „The White Lotus“ war – das Drehbuch, die Mischung aus Krimi und bissiger Satire, die Darsteller, die Regie, die großartigen Aufnahmen selbst unter Lockdown-Bedingungen -, dass so viele Szenen unvergesslich sind, und dass man kaum weniger zu entdecken bekommt beim erneuten Sehen. Jetzt ist der Schöpfer der Show, Mike White, mit einer weiteren sorgfältig ausgewählten Gruppe überprivilegierter Gäste zurück. Diesmal werden sie vom Personal – und von Sexarbeiterinnen – des White Lotus Hotels auf Sizilien statt auf Hawaii betreut, und Whites wachsames moralisches Auge gilt eher der Sexual- als der Rassenpolitik. Der Schreibstil ist so dicht und vielschichtig wie immer, die Handlung ist tadellos und die Sympathien – oder Abneigungen – des Zuschauers dürfen nie zu lange an einem Ort verweilen. Die Figuren mögen dazu da sein, sich zu entspannen, aber White ist keiner, der sein Publikum entspannen lässt. Auch hier fünf Sterne. Ich glaube, Jochen ist ebenso Teil des Fanclubs. Jetzt muss mir nur noch jemand verraten, wie man an der Amalfiküste gut unterkommen kann, dann buche ich sofort. Ich kann ja nicht immer nur in der Bretagne Solitaire spielen.

LM / ME (Amazon Prime)

 

Yo La Tengo ist so eine Band, die kaum eine Persona um ihre Persönlichkeiten strickt. Verlässlichkeit ist seit jeher gegeben. Sie haben immer gespielt, was sie fühlten, ohne kommerziellen Masterplan oder künstlerisches Sicherheitsnetz. Man kann sich, sie – und unsere dunkle Zeit – bei ihnen wiederfinden. The power of encouragement, das praktizieren sie seit Jahrzehnten, ohne Abgründe zu scheuen, ennui, Leere, das Rauskämpfen aus Löchern – und auf dem neuen Werk sowiesoso! Warum hat ihre Musik noch niemand „Noise-Trance“ genannt?! Auf ihren zahlreichen Alben haben sie, wie Grayse schreibt, „von fast allem etwas gemacht, von Samba und Soul bis hin zu rohem Lärm und königlichem Country. Bei diesen neun Stücken konzentrieren sie sich auf zwei Spezialitäten: Meistens sind es die eisenharten, sanften, aber stählernen Ripper, die vielleicht keine Band besser kann. Und dann, genau zum richtigen Zeitpunkt, liefern Yo La Tengo ausgedehnte astrale Jams, die wie eine Einladung zum Verschwinden wirken.“ „This Stupid World“ ist eine allerraueste und allerfeinste Platte zugleich.

 


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