Manafonistas

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Archives: Montag, 5. Juli 2021

 

Dass man sich wiederholt, wenn man eine „Erfolgsformel“ gefunden hat, ist allseits bekannt, auch dass das zur Stagnation kreativer Prozesse führen kann. Genug Beispiele gibt es dafür, in der Musik, und in der Bildenden Kunst. Und hier meine Frage: wieso hat Mondrian, als er seine (wenn ich mich recht erinnere) rasch ruhmreichen „Gitterbilder“ geschaffen hatte, weiterhin, über Jahre, „Gitterbild“ auf „Gitterbild“ gemalt, ohne von den da zur Anwendung kommenden Grundregeln (Primärfarben, schwarze Umrandung etc.) abzuweichen? War es der kommerzielle Erfolg allein? War er aus anderen Gründen obsessiv an diese speziellen, uns allen bekannten, Motive gebunden?

 

2021 5 Juli

Lizard Suit

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Mach dir die Mühe, die Straßennamen richtig auszusprechen
Die Leute mögen es, wenn du Respekt zeigst
Schau aus dem Fenster auf den weich werdenden Asphalt
Das verträumte Schimmern des Dunst-Effekts

Trag meinen Eidechsenanzug auf der Party
Es ist so schwer, in dieser Stadt bemerkt zu werden

Fast unsichtbar in der Bahn
So viele Leute, die man einfach nicht lesen kann
Trödel, wenn ich die Endstation erreiche
Rühr dich nicht, bis die Menschenmassen sich verziehen

Trag meinen Eidechsenanzug auf der Party
Es ist so schwer, in dieser Stadt aufzufallen

Warte auf mein Stichwort
Suche nach einem Anhaltspunkt
Ich muss darauf vertrauen, dass mein Kompass treu bleibt

Lass meine Phobien meine Gewohnheiten kontrollieren
Lass meine Gewohnheiten die Formen der Tage formen
Manchmal ganz allein oben auf dem Dach
Zwischen den Leuchtfeuern, wo die Blitze spielen

Ich trage meinen Eidechsenanzug auf der Party
Es ist so schwer, in dieser Stadt bemerkt zu werden

 

2021 5 Juli

Fünf Sieben Einundzwanzig

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Und natürlich wurde ich früh wach weil JumJum kläffte und ihn irgendein Geräusch geweckt hatte. Auch er schlief unruhig und ich hörte ihn kurze Zeit später hinter mir in der Küche wo ich mir einen ersten, starken Espresso machte. Ich mochte diese frühen Stunden wenn alles noch schlief, der Tag trotz allem etwas verheissungsvolles hatte und die Morgennachrichten noch weit und keinen Blick auf die Armbanduhr entfernt. Alles in allem hatten wir Glück mit dem Wetter gehabt, die ein zwei Regentage hatten wir auch drinnen überstanden. Das hatte sogar recht gut geklappt: irgendwie herausgehoben aus der Zeit. Aber nun hiess es die Taschen packen um rechtzeitig für die Fähre am Kai zu stehen. Ich befreite das Handy aus seinem Flugmodus und schloss innerlich eine Wette über die Anzahl der zwischenzeitlich eingetroffenen Nachrichten ein. War die Welt ohne mich ausgekommen ? Vermutlich. Hatte mich jemand vermisst ? Das war die grosse Frage aller Fragen. Und war es wichtig ? Ernüchterung und Zuversicht waren immer ganz gute Begleiter, stellte ich fest.


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