Instruction Manual
Archives: Freitag, 4. Mai 2018
2018 4 Mai
Imperfect translations – a new series
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
Seeing that brilliant neo noir movie on DVD, The Last Seduction (1993), with Linda Fiorentina and Bull Pullman. About thirty actresses turned down the offer to play that female sociopath. Reading the last chapters now from that fantastic thriller by Laura Lippman, Sunburn – second femme fatale in a row. Totally deserved its high ranking in the third edition of the Mana Thrill Factory Prize. Writing of the highest order: „I’d like to get to know you. Sing it, Spanky. Sing it. Polly’s eyes are closed, her head on his shoulder. They dip and swoon through the restaurant. And when the song ends and the jukebox is silent, they stand there a long time, swaying to the songs in their heads.“ Reading, parallel, the book of Gaito Gasdanow, living in exile in old (very old) Paris, and writing about his life as taxi driver, now finally out in Germany, „Nächtliche Wege“. Lots of pimps and whores, god seekers, lost lovers. Hypnotic reading. Good job, Hanser Verlag. And finally, never ever finally, I will be, from now on (and additionally) thrilled and absorbed by Brian Eno‘s „Music for Installations“ (DIVE IN UNRESERVEDLY!).
2018 4 Mai
Wenn der Postbote einmal klingelt
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Brian Eno, Julia Braun, Music for Films, Music for Installations | 3 Comments
Ich habe diese Story vielleicht schon ein- oder zweimal erzählt, aber es sind, anders als in der Bildenden Kunst, die Versionen, die zählen, nie die Originale – niemand besitzt originale Erinnerungen. Sie hiess Julia B., und einmal war sie mit einem Jazzschlagzeuger zusammen, und ich war neugierig, mehr von ihm zu hören, als Verteter einer Spezies, der den Jazz aktiv gestaltete. Ich erinnere aber nur, dass er wohl sehr sensibel war, und irritiert, weil kleine Glaskörperchen quer durch sein Sichtfeld segelten. Es kümmerte ihn, obwohl es harmlos ist, meine segelnden Glaskörperchen kannte ich seit Jahren. Es war die Zeit nach dem Ende meiner ersten grossen Liebe, und Versuch und Irrtum waren alles, zu dem ich in romantischen Dingen fähig war. Trotzdem hätte ich gern, all meinen ungestillten Sehnsüchten zum Trotz, den Hebel der Zeit gefunden, der die Siebziger Jahre noch eine ganze Weile verlängert hätte. Ich weiss, dass manche jetzt die Augen rollen: – „Ah, es geht hier wieder los mit den tollen Siebzigern!“. Aber nennt mir ein Jahrzehnt seit dem 12. Jahrhundert, und den Anfängen der Polyphonie, dass musikalisch aufregender war (dreiundzwanzig Arten des befreienden Lachens an dieser Stelle)! Julia holte mich noch einmal ins Bett, nachdem ich eine meiner beliebtesten Nummern als Lover performt hatte, in der ich es zu beträchtlicher Meisterschaft gebracht hatte, das Brötchenholen nämlich. Marmeladebrötchen im Bett, Kaffeeflecken auf dem Teppich, Glasköperchen, die durch mein Sichtfeld flogen – aber keine Musik. Julias Erregungskurve war ein feiner Erdton, der sich an Kakteen und kahlen Wänden brach, kurz durchs gekippte Gerbrunner Sonnenfenster entwich, und von einem wohligen Gurren abgeschlossen wurde. Als Musik genügte das vollauf, damit das Klingeln des Postboten nicht durch Neil Young, Keith Jarrett oder „Abbey Road“ übertönt wurde. Es waren Tage freudiger Erwartung. Als es klingelte, dauerte es noch eine schmerzhaft lange Weile, bis das Paket aus Unterlüß in meinen Händen lag. Brian Enos „Music For Films“. Und was mir da beim ersten Hören klar wurde, trotz all der fragmentierten Stücke und schwebenden Sphären: ich würde ewig zu diesem Album zurückkehren, und hatte endlich einen Hebel gefunden, den Flow der Siebziger zu verlangsamen. Ich sah aus dem siebten Stock, ich hörte „Sparrowfall 1“, ich brachte Julia noch ein Brötchen ans Bett. Heute erscheint Brian Enos „Music for Installations“.
2018 4 Mai
Dave Brock (from Hawkwind’s free rock pioneers) remembers a night at the Roundhouse (London, early 70‘s)
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
„I can remember one gig: we’d all dropped acid about two hours before we were due to go on and it was bloody strong acid. One of our roadies came in and said, ‘Right, you’re on now’ and we said, ‘Oh, we can’t possibly go on now. That would be absolutely impossible.‘ So he went away and came back half an hour later and said, ‘Now you really do have to go on.’ So off we went and it was a weird old thing when we started playing when we got on stage. The audience all turned into skeletons! [LAUGHS] We had this amazing light show but you’d look down at yourself and find that you’d somehow turned into a massive green and purple blob. It was quite disconcerting.“
2018 4 Mai
„Meine Strasse“ in Rantum
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

