Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Freitag, 17. Juli 2015

2015 17 Juli

The bankrobber von Joe Strummer

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dedicated to Mr. Schaeuble & Co
 
 
„Bankrobber“
 
 
my daddy was a bankrobber
but he never hurt nobody
he just loved to live that way
and he loved to steal your money

some is rich, and some is poor
that’s the way the world is
but i don’t believe in lying back
sayin‘ how bad your luck is

so we came to jazz it up
we never loved a shovel
break your back to earn your pay
an‘ don’t forget to grovel

the old man spoke up in a bar
said i never been in prison
a lifetime serving one machine
is ten times worse than prison

imagine if all the boys in jail
could get out now together
whadda you think they’d want to say to us?
while we was being clever

someday you’ll meet your rocking chair
cos that’s where we’re spinning
there’s no point to wanna comb your hair
when it’s grey and thinning

run rabbit run
strike out boys, for the hills
i can find that hole in the wall
and i know that they never will

 

Bernie Krause: DAS GROSSE ORCHESTER DER TIERE
 

Berbie Krause, ein musikalisches Wunderkind, er spielte schon mit dreizehn in einem symphonischem Orchester, entdeckte dann bald aber die Gitarre und die Popmusik für sich, hatte die Möglichkeit bereits als sehr junger Mann an Aufnahmen für das Motown-Label in Detroit mitzuwirken, ging dann aber nach einem kurzen Ausflug als Mitmusiker bei The Weavers wieder zurück an die Uni und studierte Musik bei Karlheinz Stockhausen und Pauline Oliveros. Seine Freundschaft mit Paul Beaver bewegte ihn dazu, elektronische Klänge, namentlich Synthesizer-Klänge in die Musik einzubringen, ja, diese sogar mit Naturgeräuschen zu mischen. Krause arbeitete auf diese Weise mit den Doors, George Harrison, Bob Dylan, den Byrds, Stevie Wonder und anderen zusammen. Einen Namen machte sich Krause auch durch die Produktion von Filmmusik (Rosmary´s Baby, Love Story u.v.m.).

 
 
 

 
 
 

Als sein Freund Paul Beaver starb, sollte sich in Bernie Krauses Lebens noch einmal alles ändern. Nach einer Promotion über Bioakustik, entwickelte er sich zum Forscher in Sachen Biophonie. Fortan nimmt Krause wie besessen Naturgeräusche auf: von der Geräuschen der Buckelwale bis zu den Trauerklagen eines Bibers, der den Tod seiner Partnerin beweint. „Tiere heulen, meckern, knurren, zirpen, gurren, trillern. Sie zwitschern, gackern, klacken, stöhnen, jaulen, brüllen, piepsen, seufzen, pfeifen, mähen, quaken, glucksen, krächzen, hecheln, bellen, schnurren, krähen, summen, kreischen, schreien, zischen, kratzen, rülpsen, schnattern, singen Melodien, stampfen mit den Füßen, hüpfen durch die Luft und schlagen mit den Flügeln…Das einzige Geräusch, das noch lauter ist als ihr gemeinsamer Chor, ist das Heulen des Windes bei einem großen Unwetter … Das Plätschern des Wassers – der nahe gelegene Bach – ist hier die einzige konstante nicht-bioloische Erkennungsmeldodie.“ (S.12) Auf seinen Weltreisen nahm Krause über 15000 Arten und 4000 Stunden `soundscapes´ verschiedener Habitate auf.

Krause unterscheidet zwischen Geophonie (natürliche Klänge aus nicht biologischen Elementen, wie Wind, Wasser, Regen etc.), Biophonie (Klänge aus der Tier- und Pflanzenwelt) und Anthropophonie (von Menschen produzierte Klänge – Musik, Lärm, Sprache etc). Der Biophonie – schließlich lautet der Titel des Buches Das große Orchester der Tiere – widmet der Autor den größten Teil seines Buches. Über seine Hörerfahrung auf dem Gebiet der Biophonie schreibt der Autor: „… ein hochgradig orchestriertes Arrangement der Laute von Insekten, Tüpfelhyänen, Uhus, afrikanischen Waldkäuzen, Elefanten, Baumschliefern, in der Ferne brüllenden Löwen und mehreren Laubfrosch- und Krötengruppen. Jede einzelne Stimme schien mir in ihrer akustischen Bandbreite ihren Platz zu haben – so sorgfältig ausgewählt, dass ich mich an Mozarts bis zur Vollendung durchgestaltete Sinfonie Nr.41 in C-Dur, KV 551, erinnert fühlte.“

Dankenswerter Weise hat der Antje Kunstmann-Verlag den Lesern des Buches die Möglichkeit eröffnet, an bestimmten gekennzeichneten Stellen des Buches, eine Internetseite aufzurufen und sich die beschriebenen Klänge anzuhören (www.kunstmann.de/orchester).

Natürlich erinnerte ich mich beim Lesen des Buches an den Musiker und Komponisten, der für mich die schönste und bewegendste Musik geschrieben hat: Olivier Messiaen. Er hat seine Musik den Vögeln abgeschaut bzw. „abgehört“.

2015 17 Juli

Instrumentals

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“Repetitive melodies are built around
drones that sound as though they’re from
the English folk tradition, though there is
no trace of acoustic instrumentation”

„Got it. A Celtic vibe even“

„Even hints to Vinny Reilly, kind of bedroom recording“

„the small big world of the Fenneszs of this world“

„A guitar, a labtop, a sleeping place“

„Intimate. Never boring“

„The name reminds me of psychedelia“

„Yep, Flying Saucer Attack“

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down

i’m down

i’m down

on the ground

i’m really down

ahhh! down

i‘ m really down

the

beatles

b-side

no

muzak

2015 17 Juli

Hymnotic

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Das Jakob Bro Tentet ist eine hochkarätige Angelegenheit mit drei Kontrabässen (Thomas Morgan, AC, Nikolaj Munch Hansen), drei unterschiedlichen und sich gegenseitig ergänzenden Bläsern (Jesper Zeuthen, Andrew D’Angelo, Chris Speed), zwei Schlagzeugern (Jakob Høyer und Kresten Osgood), einem Elektroniker/Tastenmann (Nikolaj Torp Larsen) und der Stimme des Aarhuser Schriftstellers Peter Laugesen, alles gelenkt von Bros leiser Gitarre.
 
 
 

 
 
 
Zeuthens ungewöhnlicher scharfer Klang lodert und Larsen arbeitet sogar mit alten Tonband- maschinen. Das Tentet spielt in dieser Besetzung regelmäβig in Dänemark, zuletzt auf den Jazz Festivals in Kopenhagen und Aarhus.
 
 
 

 
 
 
Das Tentet ist ein eindrucksvoller Beweis für die immense Kraft und Gewalt, die aus einer klaren, einer reichen und sich selbst verstärkenden wie erneuernden Melodie entspringen kann. Aus ihr entwickelen sich der enorme Schub und die enorme Fülle. Bei Konzerten vergeht die Zeit im Fluge, will sagen, man vergisst die Zeit.
 
 
 

 
 
 
Viele Instrumente zumal von der gleichen Sorte brauchen nicht zu Brachialmusik zu führen. Dass es anders geht, hat als erster Paul Motian mit seiner Garden Of Eden Gruppe (2006, ECM) gezeigt. Mit Vermehrung der Instrumente wurde die Musik immer leichter. Als ich Motian zum letzten Mal traf, verkündete er fröhlich, dass er neben den drei Gitarristen (Bro, Monder, Cardenas) nun auch DREI Bassisten habe. Dazu gehörten AC und Thomas Morgan, die auch in Bros Tentet spielen, und der altbewährte Jerome Harris.
 
 
 

 
 
 
Eine Studioaufnahme aus dem letzten Jahr ist jetzt als Album mit dem Titel Hymnotic/Salmodisk erschienen. Es ist als (gratis) Download HIER erhältlich und bei Konzerten als attraktiv gestaltete Vinyl zu erstehen. Die Vinyl-Ausgabe enthält die Texte von Peter Laugesen in dänischer und englischer Version. Die Konzerte sind natürlich das Real Thing, der Tonträger eine gute Erinnerung an die Fülle und Seele der Musik. Oder er kann hinführen, je nachdem.
 
 
 

 
 
 
Der Klang ist full blown, bewegt sich aber genau am anderen Ende des Kontinuums gegenüber dem Fire Orchestra. Reminiszenzen sind am ehesten Charlie Hadens Liberation Orchestra und Carla Bleys grössere Ensembles.

Three murmering basses:
 
 
 

 
 
 
Thomas Morgan, AC, Nikolaj Munch Hansen + The voice of poet Peter Laugesen
 
 
 

 
 

©FoBo_HenningBolte (Konzerte Kopenhagen und Aarhus, Juli 2015)

2015 17 Juli

the historic elevator music artifact

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town

strings

only

petula

clark

muzak

version

 

 
 
 

The book will be published on September 2 2015.

„From Rob Chapman, acclaimed author of Syd Barrett: A Very Irregular Head, comes Psychedelia and Other Colours, a seminal book on Psychedelia, that explores in crystalline detail the history, precedents and cultural impact of LSD.“

„From the earliest experiments in painting with light and immersive environments to the thriving avant-garde scene that existed in San Francisco even before the Grateful Dead and the Fillmore Auditorium. Rob Chapman documents an entirely different history, and one that has never been told before. It has its roots in fairy tales and fairgrounds, the music hall and the dead of Flanders fields, in the Festival of Britain and that peculiarly British strand of surrealism that culminated in the Magical Mystery Tour.“

„Sitars and Sergeant Pepper, surfadelica and the Soft Machine, light shows and love-ins – the mind-expanding effects of acid were to redefine popular culture as we know it. Psychedelia and Other Colours documents these utopian reverberations – and the dark side of their moon – in a perfect portrait.“

(Faber, London, HQ)

Apart from the fact that all three will release new studio albums at the end of this summer, they share a nearly consuming passion for romantic moods. Very, very romantic moods. Now, „romantic“ can cover the whole field between sweet nothings and terrifying (dark) beauty, and, in fact, all musicians have spent some time on both ends of the spectrum. At their best, they have offered a trip into unknown territory, at least an otherworldly (dreamlike) look at everyday life, though some of this might have been filtered through pot, LSD, cocaine, hot chocolate or red wine. Mercury Rev created a modus operandi out of nothing with their classic album „Deserter’s Song“ (Konrad Heidkamp once wrote an excellent review in „Die Zeit“) – and never accomplished anything after that one that didn’t look like a more or less satisfyng rip-off of their own formula. Richard Hawley could easily come along as a re-born Frank Sinatra (in this lifetime strolling through English cities in various degress of decay), but his songwriting skills made him a class of his own (forget the ridiculous Michael Buble) – his best albums are „Coles Corner“ and „Truelove’s Gutter“. The last one, with a title that speaks volumes, „Standing At The Sky’s Edge“, was a let-down with an overdose of bombast and electric guitar work that didn’t leave out any possible cliche. Possibly he wanted to rock out hard. David Gilmour was a founding member of Pink Floyd, and everybody has her or his favourite PF album. In fact, I really have despised as much of their albums as I’ve loved; their swan song „The Endless River“ was new agey bullshit of the worst kind – everything had disappeared that has ever made them an innovative band in their salad days. „The Piper At The Gates of Dawn“, for example. Here, the title was well-chosen, Mr. Hawley. Whereas „The Wall“ contained everything that went totally wrong with a lot of  prog rock. His solo album of 2006 drowned itself successfully in an aseptic sound and had as much life in it as a „Wachsfigurenkabinett“-edition of PF at Madame Tussaud. Let’s wait and listen.


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