Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Donnerstag, 25. Juni 2015

2015 25 Juni

Codex by Ghost Harmonic: revisited

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It was probably a bit presumptuous to attempt a review of Codex prior to receiving a copy of it, but I think it was a worthwhile exercise. My idea of what it might be like based on verbal descriptions wasn’t all that far off, really. D’you remember The Overload by Talking Heads and how it was reportedly an exercise in the emulation of the sound of Joy Division (who they’d never heard)? Well it was a bit like that for me, in a way. Talking Heads got uncannily close in some respects, but the original JD and the Heads‘ inventive pseudosimulacrum have different axial tilts – so they throw out different thought-particles into the cosmos. I say „pseudosimulacrum“ because, well, it could hardly be a straight simulacrum if the Heads hadn’t heard the source material.

So Codex isn’t unlike what I’d imagined, but there’s more there than I’d expected. First plays were through in-ear JVC phones. Maybe it’s cos of bone conduction with in-ear phones (i.e. sound travelling through your actual skull) but it lacked nuance, and was oddly 2-D. Later plays through a mono Bose loudspeaker did the trick though – there are all kinds of subtle layers and dynamic shifts going on that I’d missed before. You do really have to pay attention to this one though – to the untrained ear this could sound lobotomised like lift music or a Hamlet cigar commercial at 16RPM. To a more tuned-in ear, though, Codex is the kind of journey into sound that you don’t get to buy a ticket for that often.

2015 25 Juni

Terry Riley zum Achtzigsten

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„Terry Riley – Live In The Seventies“

Das Video zeigt Riley bei einem seiner oft stundenlangen improvisierten Gratiskonzerte.

Leider habe ich ihn selbst nie kennengelernt oder ein Konzert von ihm erlebt. Meine erste Begegnung mit seiner Musik (und damit dem, was dann unter dem Begriff „Minimal Music“ zusammengefasst werden sollte, aber das wusste ich damals noch nicht), fand im Hamburger „Michel“, der St.-Michaelis-Kirche in der Innenstadt, irgendwann in den Spätsiebzigern statt. Ich weiß heute nicht mehr, was mich damals eigentlich dort hingebracht hat, aber es wurde ein Nachmittag, der mir bis heute in Erinnerung geblieben ist.

Der Michel verfügt über zwei Orgeln, eine große im rückwärtigen Hauptschiff und eine etwas kleinere links im Seitenschiff. Beide Orgeln waren im Einsatz und spielten zusammen ein Stück, das scheinbar endlos wie ein Bach vor sich hin floss. Die kleinere der beiden Orgeln lieferte einen harmonischen und rhythmischen Teppich, die größere nutzte diesen als eine Art Trampolin mit immer neuen und immer wieder variierten Einwürfen. Ich hätte stundenlang zuhören können, und so ging es wohl den anderen, leider recht wenigen, Zuhörern auch. Vielleicht war es nicht mal ein Konzert, vielleicht war es nur eine Probe.

Ich habe erst später herausgefunden, dass dies eine Improvisation über Terry Rileys A Rainbow In Curved Air gewesen ist. Ich höre die Platte nicht oft, aber irgendwie ist sie über die Jahrzehnte doch immer dagewesen. Und wenn’s nicht die ist, dann ist es Sunrise Of The Planetary Dream Collector, gespielt vom Kronos Quartet.

Auf die nächsten Achtzig!

2015 25 Juni

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2015 25 Juni

more than …

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more than words, more than pictures … Marina Abramovic
 
 
 

 
 
 
„Good art is never made in studio, Good art I make in life.“ HIER lesen …
 

2015 25 Juni

Eilean a’Cheo

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Ich habe mir gerade eine grosse altmodische Landkarte von „Great Britain“ gekauft. Die kommenden Zeiten in englischen Wildnissen wollen gut vorbereitet sein. Sonst wird man noch, durch ein falsches Wort, den Zorn eines Hexers erregen und, wie einst Sweeney, einer Sage aus dem 14. Jahrhundert zufolge, in ein „Geschöpf der Luft“ verwandelt, dazu verdammt, durch entlegenste Landstriche Schottlands zu streunen. Ödland, dunkle Wälder, eine beinah verlorene Seele, ohne einen Toyota Yaris Cool Plus am Wegesrand, der jederzeit die Rückkehr in die Städte ermöglicht. Doch Sweeney machte das Beste aus seiner Lage, und schärfte seine Wahrnehmung für die Natur ringsum, baute Schlafhöhlen, ernährte sich von Beeren und Fischen. Robert Macfarlane erkundet in seiner KARTE DER WILDNIS, was aus den alten Orten der Sage geworden ist. Glen Bolcain muss den unfreiwilligen Pilgerer besonders beeindruckt haben, und ruft bei Mr. Macfarlane Erinnerungen wach an das seltsamste Tal, das er je gesehen hat. Es liegt an der offenen Seite der Isle of Skye, vor der Westküste Schottlands, in den inneren Hebriden, und ist ein Bergkessel. Dort zieht es den Reiseschriftsteller dann auch hin, Unorte wie „Lost Valley“ klingen verlockend und unheimlich. Aber was passiert, wenn sich ein paar Manafonisten auf den Weg dorthin machen, und, da dieses gerade ins Deutsche übersetzte Buch in Britannien bereits zum modernen Klassiker mutierte, vor unseren Augen eine Busladung mit Schulkindern ausgeladen wird, und ein neu aufgemachtes Tourismusbüro „geleitete Routen“ anbietet? Wir würden einen anderen, ungesichterten Einstieg in den Talkessel finden, und „The Magical World of The Strands“ würde der Soundtrack sein, vor der grossen Wanderung. Ein fernes Echo alter Zeiten, ein erster unerwartet gehobener Schatz.

 
 
 

 

So gut wie unbekanntes Terrain erwartet mich nächste Woche. Bukarest. Welcher Manafonista weiss was? Kennt was? Ausser George Zamfir. An dem kamen wir alle nicht vorbei. Auch nicht am grossen Sergiu Celibidache.
 
Suchend sties ich schnell auf eine erstaunliche Stimme:
 
 
Maria Raducanu
 
 
 

 
 
 
Eine erstaunliche, wirklich eindrucksvolle Stimme. Urkraft mit ganzer Seele. Eine Stimme, die jede Umgebung erfüllt, packt und mit allem unter die Haut geht.

 
VIDEO Cristina
 
Mit Krister Jonsson, dem schwedischen Jazzgitarristen, und dem Berliner Perkussionisten Michael Griener, der Spezialist für Vokalistinnen. Und es gibt Aufnahmen mit Chris Dahlgren und Jan Roder – noch einiges zu hören und zu entdecken. Raducanu ist ziemlich produktiv.
 

Und siehe da, ja, ein Tzadik-Album mit Marc Ribot. Ribot findet sie und sie zu ihm.  
 
AUDIO Ziori (Dawning Dawn)
 

AUDIO Luna

 
Mehr Bandbreite. Hier mit Maxim Belciug

 
VIDEO Pe langa plopii fara sot
 
 

Fortsetzung folgt

2015 25 Juni

Weekly listening snapshot

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Music listening during the past week. The following are the week’s repeated plays and fascinations rather than the constant background of stuff that always gets played (stuff like Harold Budd’s Bordeaux and Jan Garbarek’s Officium).

Crass – The Feeding of the 5000 (album, 2012 reissue). Notes – this is performance poetry/jazz/standup comedy and it sounds just as good as it did when I was 12. A towering work of pure art.

The Police – Wrapped Around Your Finger (track). Notes – The Police never made a cohesive album and all serious music fans hate their guts. I think each of their albums has two or three genius tracks on it. This is one of them.

David Sylvian – Gone to Earth (disc 2). Notes also been listening to Secrets of the Beehive in full, as well as Darkest Dreaming from Dead Bees on a Cake. Disc 2 of Gone to Earth is pure psychoacoustics, unemburdened by words, save for Joseph Beuys‘ mysterious meditation on „the age of overcome“.

Benjamin Britten – Cello Suites (suites). Notes – a bit depressing.

The Streets – Original Pirate Material (album). Notes – one of few records that unfolds like a novel. The central character isn’t a Holden Caulfield, a Meursualt or a Raskolnikov. No-one notices the darkness around, but it bleeds into every beat, every syllable.

The Future Sound of London – Max (track). No notes.

Mark Hollis – The Colour of Spring (track). Notes – great song for practising your singing.

David Bowie – Low (album). Notes – all serious music fans love Low. I also love Tonight and Never Let Me Down, so I guess I’m an unserious music fan. Low is great for many reasons – but the main reason it’s great is that it’s got Art Decade on it.

I also listened to Clouds Across The Moon by the Rah Band a few times because the singer’s accent is really great, fixed in time and (Thames estuary) space.


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