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2018 24 Sep.

White Album 50

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Ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich auf die Ausgabe dieses Werkes zum fünfzigsten Jahrestag seines Erscheinens freue! Bei Alben, die mich ein Leben lang begleiten, mag ich auch die „alternate takes“, die einzelnen Etappen der Entstehung eines Songs, die bislang unter Verschluss gebliebenen Studioaufzeichnungen. Ähnlich wie bei Sgt. Pepper erschliesst auf „white album“ jeder Song einen anderen Raum, anders als bei Sgt. Pepper, ist der Sound direkter, roher, weniger ausgefeilt, was die Frage gestattet: wie geht man hier an den Surround-Mix heran? Schon bei Sgt. Pepper war das Vorgehen sehr behutsam, dem Geist der ursprünglichen Aufnahmen geschuldet, „Within You, Without You“ und „A Day In The Life“ waren radikal ausgeschöpfte 5:1-Versionen mit Gänsehaut-Garantie. Aber egal, ob mono, stereo, oder „all around you“, jede Darbiertung weiss ihren ganz eigenen Zauber zu entfachen, und der Sohn von George Martin wird es diesmal genauso gut machen wie zuletzt. Ein Fest.

 

Auch wenn – einer Freundin zuliebe – das Old Ascot in Suttgart für eine kurze Zeit mein Stammlokal war, wurde ich nie zum Freund des englischen Pferde- Renn-, Reit- und Wettsports. Ich zögerte deshalb lange mit der Anmeldung zum 3. European Ride & Write Contest o.ä., war aber doch so neugierig, mir die Krimi-Bibliographie von Dick Francis anzuschauen.

Als erster Titel fiel mir „Hilflos“ auf; wenn das keine beachtenswerte Synchronizität ist (war ich doch erst kürzlich mit 17 x „hilflos“ aus Zürich beschäftigt)!

Die Werke Francis‘ in deutscher Übersetzung sind allesamt vergriffen. Just das Antiquariat, das „Hilflos“ für 53 Cent anbietet, scheint zu den gemütlichen Trabern zu gehören. Michael wird kurz nach dem Startschuss schon 15 der Bände gelesen, Gregor das Tor zum Pferdestall geöffnet haben. Fehlstart für mich.

Um doch noch im Laufe der Woche zu den Parallellesern aufzuschließen, habe ich aus der weitläufigen Pferdeliteratur dasjenige Buch ausgesucht, das mir am spannendsten erschien. Ich hoffe, dass meine Teilnahme damit gesichert ist.

Ganz fremd ist mir das Milieu nicht. Einige Jahre lang habe ich 4 Pferdefreundinnen zum Reiterhof gefahren und wurde von ihnen auf dem laufenden gehalten. Seither weiß ich, es gibt nirgends so viel Intrigantes, Gemeines, Neidisches, Eifersüchtiges, Durchtriebenes, Zickiges, Gehässiges wie auf einem Ponyhof. Auch nicht in Old Ascot und den Büchern von Dick Francis.

 
 
 

 


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