Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Freitag, 22. Mai 2015

Molly Dooker’s TWO LEFT FEET 2009

open.

two hours at least breathing air, better four before serving.

yum. after all these years.

recommended table (wine) music: old records by Lee Hazlewood.

recommended film for company: The Thin Blue Line (o.s.t. by Philip Glass)

higher nonsense? people should remember proverbial connotations.

wine and truth.

Manafonista Wine of the Year 2015.

the dealer: aix vinum, aachen.

for whisky, ask Ian.

for tea, Martina.

 

Wenn nicht der Tempo mit dem Jukebox-Man kommt, sondern der Mazda K 360 …

 
 
 

 
 
 

„… man darf gerne ergänzen“, schrieb ich vor gut zwei Wochen. Ja, und tatsächlich kam der eine oder andere Vorschlag für eine Erstbestückung der Wurlitzer 2150 aus dem Jahre 1957, die bestimmt ist für eine Kneipe auf der Insel Sylt. Jan Reetze zum Beispiel – und das freut mich besonders – nimmt die Aktion so ernst, wie ich es mir nur wünschen kann und macht darauf aufmerksam, dass es Hallogallo nie als Single gab. Er hat natürlich Recht, die Platte hätte ja auch Überlänge und hätte höchstens auf einer EP Platz. Ach ja, die EP (steht für Extended Play), in meiner privaten Jukebox findet man davon einige, z.B. Sondereditionen von den Rolling Stones, Michel Polnareff, France Gall und natürlich von den Beatles, allerdings war das eine ganz reguläre EP, noch dazu eine Doppel-EP, nämlich die Magical Mystery Tour vom Dezember 1967. Aber zurück zu der Anmerkung von Jan. Ich habe zunächst peinlichst darauf geachtet, dass nur Singles genannt werden. Manchmal war das aber gar nicht möglich herauszufinden, ob ein Stück als Single auf den Markt kam oder nicht. Im Falle von Led Zeppelin hatte ich zunächst gedacht, die Gruppe hätte nur LPs veröffentlicht, aber nein, der Immigrant Song erschien tatsächlich auf Singleplatte, was ich allerdings von Whole lotta love nicht sagen kann. Eine Empfehlung von Jan Neu! mit dem Titel Neuschnee, das war eine Single. Ist in Ordnung, die Platte kommt in die Box, ebenso Theme One von Van der Graaf Generator. Rod Stewart hätte ich aber trotzdem gerne in der Box behalten, die beiden Stücke werden eben sehr gerne gedrückt. Die Idee mit dem Flipper werde ich dem Wirt natürlich vortragen.-

Uwe Meilchen wünscht Titel der Gruppe Magma. Aus den siebziger Jahren stammen die Alben 1001° Centigrades //Mechanik DestruktiwKommandöh 1973 // Ẁurdah Ïtah und Köhntarkösz beide 1974 // und 1976 Üdü Wüdü // Attahk einschien 1977. Welche Platte wird bevorzugt, erschien ein Werk auf Single? Ja, und Lajla wünscht sich speziell für Sylt Peter Hammill: „The plague of the lighthouse“. Okay, auch diese Platte wird in die Box gestellt, damit hätten wir dann eine zweite Platte von Van der Graaf Generator. Ja,….und wir haben immer noch Platz für ein paar Platten …

 
 
 

 
 
 

Während der Manafonisten-Tage auf Sylt habe ich mich natürlich auch gefragt, wo so eine Box ihren besten Standplatz haben könnte. Im Norden der Insel, bei GOSCH passt sie wohl kaum hin, auch Westerland wäre nicht so geeignet, aber vielleicht Hörnum, im Hafen. Auf einem Hafenrundgang am Abend habe ich zum Beispiel diese schöne Kneipe direkt am Meer gefunden. Eine Jukebox gab es dort noch nicht, dafür einen köstlichen Weißwein, den ich ganz allein in der Dämmerung dort trinken konnte. Sylt kann auch sehr schön sein.

 
 
 

 

  1. Nick Cave & Warren Ellis
  2. David Torn
  3. Paul De Jong
  4. Gustavo Leguizamón
  5. Dino Saluzzi
  6. Monkey Plot
  7. Terje Isungset
  8. Peder Mannerfelt
  9. Keith Jarrett
  10. Keller Quartett
  11. Molly Herndon
  12. Geoff Barrow

2015 22 Mai

End of an Ear

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Genauer gesagt, das Album heisst „The End of an Ear“, und ist das erste Soloalbum von Robert Wyatt. Ich habe nun wahrlich, wie vielleicht sonst nur Gregs bei den Manafonisten, und der Japanreisende Thomas Weber unter unseren Lesern (die Dunkelziffer ist hoch), seine Musik seit den ersten beiden Soft-Machine-Alben verfolgt und fast durchweg geliebt (Lieblingssänger No. 2 auf dem Planeten), aber aus irgendwelchen Gründen ist dieser Erstling an mir vorübergangen. Flüchtig nur habe ich die eine oder andere freie Sequenz im Ohr, und wundere mich selbst, dass ich da nie abgetaucht bin. Ich suche es auch gar nicht. Das ist ungefähr so, als hätte Jochen ein Pat Metheny-Album von 1973 verpasst. Es erschien im Jahre 1970, und womöglich hörte ich erstmals etwas daraus (und fast letztmals) in einer Radiosendung von Winfried Trenkler im WDR. Man assoziiert damit (ich auch, aus der Ferne) Free Jazz und ein experimentelles Album. Wie ich nachlese, gastieren Elton Dean am Tenorsaxofon und David Sinclair (von Caravan) an der Orgel, und die Hälfte des Albums besteht aus einem, gewiss hochgradig exzentrischen, Cover der Gil Evans-Komposition „Las Vegas Tango“. Aber es ist durchaus faszinerend, um solche „Löcher“ der eigenen Hörgeschichte zu wissen. Erst ein Vierteljahrhundert nach dem Erscheinen habe ich Van Morrisons „Astral Weeks“ schätzen gelernt, warum soll ähnliches nicht, wenn es an der Zeit ist, mit diesem obskuren Debut geschehen? Derzeit habe ich mit Gregs Hilfe ein rares CD-Exemplar der Vertonungen der Geschichten von Edward Gorey bekommen (da singt Robert, meine LP ist hoffnungslos verknistert), das für die nächste dreistündige Ausgabe der Klanghorizonte am 20. Juni fest gebucht ist, natürlich für die „Zeitreise“. Aber auch die Zeit für „Das Ende eines Ohres“ wird kommen.


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