„I remember reading So The Wind Won’t Blow it All Away for the first time. I was riding in a greyhound bus with the scent of blue hair ladies in front of me. Brautigan discussed his childhood love of cheesburgers and Superman and I couldn’t stop laughing. The bus driver had to pull over and take me off the bus to ask me to shut up. Brautigan is a master of words. His visions are fresh and celebratory. I could read his work over and over. If this is your first Richard Brautigan book you will not be let down. He hasn’t written a book that will let you down.“
Archives: Samstag, 28. Juni 2014
2014 28 Juni
So The Wind Won’t Blow It All Away
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
Am 1. Juli im Deutschlandfunk um 21.05 Uhr
Henriksen/Bang/Aarset/Honoré/Zach
Arve Henriksen, Trompete, Elektronik
Jan Bang, Erik Honoré, Laptop, Elektronik, Live-Sampling
Eivind Aarset, E-Gitarre, Elektronik
Ingar Zach, Schlagzeug, Perkussion
Aufnahme vom 6.9.14 beim Punktfestival in Kristiansand/Norwegen
(Mit Harald Rehmann)
Ein geradezu transzendierendes Hörerlebnis bietet jeder Auftritt des norwegischen Duos Arve Henriksen und Jan Bang. Führt Henriksens Trompetenton, der oft an eine japanische Shakuhachi-Flöte erinnert, schon in traumgleiche Gefilde, so gerät die Musik in der elektronischen Live-Bearbeitung Jan Bangs zu faszinierenden Klanggebilden zwischen düsterem Brodeln und zarter hymnischer Melodik. Beim letztjährigen Punktfestival im norwegischen Kristiansand präsentierten die beiden ihre irisierenden Tonbilder im Quintett – unterstützt von dem für Experimentierfreudigkeit und weite Klangflächen bekannten Gitarristen Eivind Aarset, dem Laptop- und Elektronikspezialisten Erik Honoré sowie dem gleichermaßen sensibel wie integrativ agierenden Schlagzeuger Ingar Zach. Zusammen schufen die Fünf an Eindringlichkeit und Intensität reiche Klanglandschaften von meditativer Kraft. (hr)
Am 8. Juli im Deutschlandfunk um 21.05 Uhr
Nils Petter Molvaer & Moritz von Oswald ‚Transition‘
Nils Petter Molvaer, Trompete
Moritz von Oswald, Live-Elektronik
Aufnahme vom 8.9.13 beim Punktfestival in Kristiansand, Norwegen
(Mit Michael Engelbrecht)
Nils Petter Molvaer erlebte 1997 mit seinem mittlerweile zum Klassiker avancierten Album „Khmer“ einen internationalen Durchbruch. Er verband moderne Jazzimprovisation mit Dancefloor- und Elektronikelementen, transportierte orientalische Schwingungen in ein dichtes Geflecht aus Polyrhythmik und ambienter Weitläufigkeit. Es ist erstaunlich, dass der norwegische Trompeter nach vielen Variationen seines Fusionkonzepts ausgerechnet in der rigorosen Reduktion der klanglichen Mittel das radikalste künstlerische Statement seit „Khmer“ formuliert. Zusammen mit dem Berliner Spezialisten für „Minimaltechno“ und Elektronikmusiker Moritz von Oswald liefert er mit dem Album „1/1“ ein so karges wie raumgreifendes Kunstwerk aus flüchtigsten Melodiefiguren und klug konturierten Mikrobeats ab, das ein intensives Hörerlebnis jenseits von Lounge und Easy Listening garantiert. (me)
2014 28 Juni
Wasting my essence on the desert air
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 1 Comment
„This is about lifestyle: I wish I had a lifestyle, things keep getting in the way, every object obscures another. The positivity of absence, music & sound scattered like islands. Painting with colour, wasting my essence on the desert air, swearing so beautifully. I can’t tell where the music ends & the world begins, if I could make music like that it would be another story, a science fiction story.“ This is today’s impressive entry in Karl Hyde’s blog, thoughts and senses in dreamy balance. By the way, recently he discovered some Norwegians, f.e. Hakon Stene’s excellent reinventing of the 70’s English school of post-minimalism. Obviously we have some great readers here.
Zu gewinnen gibt es nichts, sachdienliche Hinweise werden lediglich dankend entgegengenommen. Für diverse Ereignisse (Geburtstage, Vorträge, Sendungen etc.) bräuchte ich die Antworten auf folgende Fragen:
1) In welchem Kurzgeschichtenband erzählt Richard Brautigan, wie ein Radio beim Abspielen von Beach-Boys-Songs verbrennt? Ich hatte mal alle Brautigan-Bücher, die bei Eichborn veröffentlicht wurden, leider sind sie verloren gegangen. Der Name des amerikanischen Originals wäre auch hilfreich.
2) Wer kann mir auf DVD oder sonstwie den Film „The Sense of Life for 9.99“ besorgen. Evtl. „Meaning“ statt „Sense“. Die Zahl bezieht sich auf Dollars. Es handelt sich um einen israelischen Zeichentrickfilm.
3) Wer hat Zugang zu einem stundenlangen Porträt von „Paris in den Zwanziger Jahren„, das auf einem französischen Fernsehsender lief? Die Doku setzte teilweise Kolorierungstechniken ein, die hier wunderbar funktionieren, bei alten Schwarzweissfilmen der Kinogeschichte aber fehl am Platze sind. Titel weiss ich nicht.
2014 28 Juni
Kollateralschäden der Rhetorik (ein paar Bemerkungen zum Ausscheiden der Deutschen vor dem erklärten Ziel)
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 2 Comments
Weltmeisterlich sieht anders aus, als das, was die deutsche Mannschaft bislang in Brasilien praktizierte. Die Euphorie nach dem Portugalspiel ist rasch der nüchternen Erkenntnis gewichen, dass gehobener Durchschnitt allein noch keinen Champion krönen dürfte. Özil fernab der Beständigkeit, Podolski eine Spezialkraft ausser Form, Höwedes hinten solide, nach vorne ohne jede Inspiration. Khediras lange Verletzungspause ist durchweg spürbar. Aber wir haben ja noch eine Spezialkraft ausserhalb des Feldes, der in seinen Kommentaren unentwegt den Optimismus der Stammtischbrüder nährt. Es ist interessant, mit welchem Grad von Humorlosigkeit und Selbstgefälligkeit der Ex-Titan Oliver Kahn das Fussballgeschehen begleitet. Dagegen waren einst Netzers Äusserungen an der Seite von Herrn Delling die reinsten Temperamentsausbrüche. Nun hat er den Deutschen ein problemloses Weiterkommen gegen die Nordafrikaner prognostiziert, die nach dem Russenspiel physisch platt seien. Mal unabhängig davon, dass Herr Kahn kaum die Regenerationsfähigkeiten eines Teams einschätzen kann, das neunzig Minuten schier unermüdlich (und mit enormem technischem Knowhow) den Rasen rauf- und runterraste: die Algerier haben feine Fussballartisten in ihren Reihen, alles andere als eine „Ochsenabwehr“, und verfügen über eine durchsetzungsfähige Offensive. Zudem werden die Algerier, die allesamt jetzt schon Heldenstatus in ihrer Heimat erlangt haben, eine deutsche Tugend praktizieren und „Gras fressen“, kämpfen bis zum Umfallen, und gewiss den einen oder anderen „tödlichen Pass“ erproben, aus der Tiefe des Raumes. Das wird eine spannende Angelegenheit am Montag, doch sollte es den Deutschen gelingen, eine Runde weiterzukommen, wird weiter an einem neuen „Sommermärchen“ gestrickt. Nur dass zu den Erzählern dieser Geschichte „unser Olli“ gehört, stimmt ein wenig skeptisch. Denn in gewisser Weise spiegelt sein monotoner Hang zur Wiederholung vorgestanzter Phrasen die selten beflügelt wirkenden Automatismen der Löwschen Jungs. Man muss kein Prophet sein, diesem Team das Aus vor dem Finale vorherzusagen. Und sollten sie gegen Algerien rausfliegen, würden sie nicht mal erhobenen Hauptes das Feld verlassen. Es würde dann auch keinen small talk von Katrin Müller-Hohenstein am Swimmingpool der Deutschen mehr geben, eine triste Sommerpause droht, nur das Casting-Team von RTL dürfte einen ganz heissen Auftrag erhalten. Die Einschaltquoten würden durchdrehen, wenn sie Oliver Kahn das Dschungelcamp schmackhaft machen können: wir wissen ja nun zur Genüge, bei eingehender Betrachtung seiner Fernsehpräsenz, wie es sich anfühlt, saure Kröten zu schlucken. Es wäre ein Fall von „poetischer Gerechtigkeit“.
2014 28 Juni
Crime stories and the second golden age of TV
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: True Detective, TV Serien | Comments off
Since my childhood days I have been attracted to crime series on TV. There were „The Avengers“ (with Emma Peel and John Steed), there was even mainstream stuff I liked, „77 Sunset Strip“, „Rockford“ and many others. Then Peter Falk entered the scene with his dirty old automobile. Many years later, David Lynch extended the limits of crime and mystery with the glorious first season of „Twin Peaks“. Unforgettable: Angelo Badalamenti’s soundtrack. And several scenes (the dream with the dwarf) that burned deep into the unconscious. With HBO and the hard core suspense counter terrorist dramas of „24“ a new period of television started. „Homeland“, for example. During the last two years, other outstanding crime stories wrote TV history: „Broadchurch“, „Sherlock Holmes“, „Top of the Lake“, „Die Brücke“ revealing that Scandinavia, New Zealand and England could contribute to top notch crime dramas. Germany is a wasteland in this field. I was thrilled by them all. But, nothing matched the quality of „TRUE DETECTIVE“. Sometimes it was really dangerous to dive into the story, cause I easily forgot breathing. And this is for fans of great soundtracks: the way T Bone Burnett provided the musical score with original instrumentals and a bunch of songs from the Americana genre (oldtimey folk, gospel etc.) added another layer – a perfect mix of sounds and sceneries! Right to the end, True Detective danced around cop drama tropes and transcended them. It was pitch black, philosophical (the spirit of Albert Camus!), unabashedly entertaining, thoughtful and ultimately hopeful and human storytelling that trusted its audience’s intelligence and their capacity to be challenged. And the last song is a real closer: „The Angry River“, with Father John Misty.
