Am 18. Juli erscheint der Dokumentarfilm Arrows Into Infinity von Dorothy Darr und Jeffrey Morse. Der abendfüllende Film, der im vergangenen Jahr seine Europapremiere auf dem Münchner Filmfest hatte, zeichnet das Leben eines großen Improvisators mithilfe von reichhaltigem (zum Teil nie zuvor gezeigtem) Archivmaterial, Interviews mit Zeitzeugen und viel faszinierender Musik nach: Die Lebensgeschichte von Charles Lloyd ist wahrlich ungewöhnlich, und sie überschneidet sich immer wieder mit entscheidenden Momenten in der Historie des Jazz. Man erlebt Lloyd in diesem Film sowohl während der Jahre seines Rückzugs von der Szene als auch bei Konzerten vor und nach dieser Neufindungsphase. Gerade in den letzten Jahren hat Lloyd mit jüngeren Musikern wie Jason Moran, Reuben Rogers und Eric Harland und seinem Sangam Trio mit Harland und Zakir Hussain erneut frische Akzente gesetzt. Diese Musiker tragen ebenso ihre Gedanken zu der bemerkenswerten Dokumentation bei wie Herbie Hancock, Ornette Coleman, Robbie Robertson, Jack DeJohnette, Don Was, John Densmore, Jim Keltner, Geri Allen, Larry Grenadier, Stanley Crouch, Manfred Eicher, Michael Cuscuna und andere. Arrows Into Infinity wird als DVD und Blu-ray mit Untertiteln in Deutsch, Französisch, Spanisch und Italienisch veröffentlicht.
Archives: Freitag, 6. Juni 2014
Das indirekte Licht noch eine Spur indirekter,
den Vorhang offen lassen, einen Spalt, für die Abendglut,
es gibt keinen Ersatz für Feuer, das Holz
für den Kamin ist ausgegangen, es tut mir so leid,
dieser gedimmte Wandstrahler heisst „Seidenlicht“,
was so blöd ist wie neue Worteinsamkeiten für Celanjünger,
der Dreher spielt meinen Teenagerohrwurmsong,
„Moon in June“, und jetzt vögel mich, bitte!
2014 6 Juni
Polished sadness: the new songs of Sharon Van Etten
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
Everybody’s darling in the reviews. Her new record is highly recommended, but not from my side. Her intimate approach, her searching qualities, her handsomely-orchestrated confessionals! “I am a sinner, I have sinned”, Sharon Van Etten sings, drawing the phrase out for as long as possible: she likes repetitions, she even seems to like her own vulnerability. Are we not all (oh, so) vulnerable? The New York singer-songwriter, an indie favourite following 2012’s breakthrough album Tramp, specialises in emotional rawness that seems a little bit too polished in its unpolished way. The tone is unvarying, the small sorrow endless, the moments of luck a song-long exercise in relief, but, anyway, this record nearly bores me to death.
