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Archives: Freitag, 11. November 2022

 


Einer unserer zahlreichen Leser namens Olaf hat das erste Album erkannt (wir beginnen hinten und arbeiten uns nach vorne, einfach zwischendurch aufs Foto klicken), das mit dem Wiesengrün und zwei dunklen Einschüben: Dead Can Dance und The Serpent‘s Egg. 
Das Album ist allemal eine Einladung erster Klasse, Dead Can Dance kennenzulernen, oder sich wieder mal, nach langer Zeit drauf einzulassen.

Es folgt, unschwer zu erkennen, ein Album aus der Reihe „Ambient 1-4“  von oder zumindest mit Brian Eno, in diesem Fall Laraajis „Days of Radiance“. Man erkennt die Reihe und das entsprechende Werk leicht an der durchgängigen Textur des Covermotivs (Landkartenmotive, undefinierte Topographien).

Das Album Nr. 3 stammt aus der Mitte der Achtziger Jahre, und wartet auf seine ultimative Wiederkehr. Michael Brooks „Hybrid“ (Michael Brook, guitar / Daniel Lanois, percussion / Brian Eno, piano, synthetizer & effects). Nicht nur Lorenz auf Leinfelden sollte es sich unbedingt, z.B. über Discogs, zulegen. Es folgt Album Nr. 4, das Cover wurde wie bei Michael Brook von Russell Mills gestaltet: David Sylvians „Gone To Earth“.

Seltsam schwer war es für manche, die Antwort auf das 5. Coverfragment zu machen: es stammt von dem vielleicht besten und bekanntesten Album von Prince: Sign o The Times. Es folgen die letzten drei Cover: Benjamin Lew: Nebka / Shankar: Who‘s To Know (ECM, grandiose Platte von 1981), und – von dem Cover ist das meiste sichtbar – SUNN O))): Pyroclasts. Sowie, klar, der Gedichtband, Matthew Sweeneys Vermächtnis: „Der Schatten der Eule“. Aus all dem, und in genau dieser Sequenz, liessen sich zwei luftige Stunden Nachtradio fabrizieren. Mit zwei, drei Gedichten von Mr. Sweeney, und „Der Eiswagen“ wäre natürlich auch dabei! 

 

2022 11 Nov.

Botanic Garden on Fire oder Wo einst Columbus stand

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2022 11 Nov.

Ach, Revolver!

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Es wird immer wieder zu den besten Alben alle Zeiten gezählt, aus fraglos guten Gründen – bei meiner privaten Beatles-Parade steht es nur auf Nummer 6: nach „Sgt. Pepper“, „White Album“, „Abbey Road“, „Rubber Soul“  und „A Hard Day‘s Night“. Letzteres eines der frühen Werke, auf denen das Studio noch nicht zum Instrument mutierte, und „Beatlemania“ und „Hitfabrik“ noch Hand in Hand gingen. Ich liebe nach wie vor die funkelnden alten Melodien, und gerade die Liebe zu den ersten Beatles-Alben gehört zu den kleinen Kunststücken, mittels derer wir humans fähig sind, Empfindungsräume der Kindheit / Jugend ins Erwachsenenalter zu transportieren, ohne frohgemut von Regression zu Regression zu stolpern. (Halten Sie eine Minute still, und rufen sich die Klangfolgen, die Melodielinien von „Girl“ ins Bewusstsein, egal wie fragmentarisch, und ohne Google – merken Sie was?! GUT!) Nun also ist meine Zuneigung zu „Revolver“ neu erwacht, durch wiederholtes Hören des Mono-Mixes, und der neuen, hochspannenden Stereo-Aufbereitung. „Revolver“ ist ein Sammelsurium von Stimmungen und Stilen: psychedelischer „Jangle“, orchestraler Pop, R&B-beeinflusster Rock und robuster Folk. Doch die LP repräsentiert auch den Beginn der Phase der Studiomagie – die schwindelerregenden Tonbandschleifen, die durch Tomorrow Never Knows wirbeln, sind so herrlich verwirrend wie eh und je – und die Umarmung von Nicht-Rock-Instrumenten; auf Love You To spielt George Harrison Sitar an der Seite des Gast-Tabla-Spielers Anil Bhagwat, während die sinkenden Figuren der Streichinstrumente Eleanor Rigby eine gewisse Schwere verleihen. Ich bin allein, ich drehe auf, ich tanze. Nummer 6 lebt!

 

 


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