Manafonistas

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Archives: Sonntag, 1. Mai 2022

2022 1 Mai

Die letzten Tage von Roger Federer

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Tennis, Jazz, Dylan, Filme, Drogen, Nietzsche, Beethoven. Warum also lache ich? Weil Geoff Dyer wieder einmal Kommentare und Beobachtungen mit Intellekt und Witz verbindet. Dyer, der zwischen Kritik und Memoiren hin und her springt, ist einer der wenigen Autoren, deren Absätze ich sofort wieder lesen kann, um mehr daraus zu ziehen. Die Wendungen und Vergnügungen sind zahlreich, und wenn man das Buch schließlich zur Seite legt, denkt man: „Oh ja, so schlau war ich schon immer, nicht wahr?“

(Steve Martin)

„Mehr als der Titel vermuten lässt, ist The Last Days of Roger Federer eine fesselnde Serie von Meditationen über geistige und körperliche Sonnenuntergänge im Leben von Malern, Musikern, Philosophen, Dichtern, Boxern und natürlich Tennisspielern. Der Stilist Dyer ist hier auf der Höhe seines Könnens und serviert Rätsel, Paradoxien, logische Verknüpfungen und andere zerebrale Genüsse. Sogar seine Syntax ist witzig. Dieses großzügige Angebot von Dyers aufschlussreichen, oft urkomischen Betrachtungen über Kunst, Leben und Sport ist ein Fest für seine Leser.“

(Billy Collins)

Ich habe Geoff Dyer einmal in London besucht. Er hatte mit seiner Partnerin so ein Zen-Ding laufen, und es ging nur barfuss in sein Wohnzimmer. Wir sprachen über sein berühmtestes essayistisches Werk „But Beautiful“, das viel mit Jazz zu tun hat. Mein Favorit ist sein Buch über Tarkowskis Meisterwerk „Stalker“, dem er Szene für Szene nachstellt, und dem ohnehin nicht gerade temporeichen Film noch eine andere Form von Langsamkeit an die Seite stellt. Ich  bin ein Fan seiner „non-fiction“-Bücher, auch wenn er einst einen meiner liebsten polnischen Kinofilme, “Ein kurzer Film über die Liebe“, seltsam humorlos verrissen hat. Ich habe es nicht persönlich genommen. Am Ende unseres Treffens waren wir uns einig, dass in den späteren Jahren des Keith Jarrett Trios,  seit den gross dokumentierten Abende  im Village Vanguard, die trance-induzierenden Groovestücke ohnegleichen waren. Ich freue mich auf sein neues Buch, von dem ich die ersten zehn Texte mit einem inneren Lächeln gelesen habe. Das zweite Kapitel – und das Buch ist voller endlos kurzer Texte – erzählt etwas über Bob Dylans Song „Tangled Up In Blue“. Gewitzt, klug, keineswegs neunmalklug – wie ist das englische Wort dafür? „Sophisticated“. Nach Oliver Burkemans „4000 Wochen – Das Leben ist zu kurz für Zeitmanagement“ das nächste vielersprechende Buch über, nun ja, Endzeiten, Endspiele – mit, zumeist aber ohne, Roger Federer.“

(Michael E.)

 

„Geoff, das ist dein achtes Buch, seit Du das letzte Mal einen Roman geschrieben hast. Hast du  aufgehört, Romane zu schreiben?

Ja, so ziemlich. Ich habe all diese Bücher mit einer beträchtlichen Bandbreite an Themen geschrieben, aber meine Romane lassen sich in ein paar Sätzen zusammenfassen: Ein Mann geht auf eine Party, trifft ein Mädchen mit einer Gruppe von Freunden und verliebt sich. Das ist alles, was ich hatte. Als Nächstes möchte ich eine englische Version von Annie Ernaux‘ „The Years“ schreiben, um einige Aspekte meiner ganz gewöhnlichen Kindheit in den 1960er Jahren in der englischen Arbeiterklasse und der halb-ländlichen Welt festzuhalten, die mich geprägt hat, und die verschwunden zu sein scheint.

 

Oh, really. When it comes to Zappa, I have no long stories to tell. As someone loving some far-out areas of that thing called Rock Music, you might have had some elevated hours triping with Zappa albums, too. My favourites?  I have to go back to the days of old: surely „Sheik Yerbouti“, and „Zoot Allures“. And the one with the big band and „groovy“ George Duke, „Grand Wazoo“. I could never rank his broad discography, cause i am not familiar with so  much of his works. I preferred to come back to these three albums of passion and ambition and wit and great, great music. At the outer zones of foggy memories, „Overnite Sensation“ cries for being heard again. Is that so? Anyways, I wasn‘t bathing too often in these tons of sarcasm and parody. Zappa, yes, but in well chosen moments. So, years ago, i stumbled upon a fantstically remastered version of the 3-vinyl-edition of „Joe‘s Garage“, a true revelation. And, for me at least, a place to return to every once in a while, it has so much to offer.

 

 

And a fantastic sounding remaster it really is! Kudos to Zappa Trust. Careful re-packaging of a master’s work. If you start to be interested you‘ll find out the story. Musically it is „wide-screen“ Zappa, and with all its spoken words, killer tunes, and brilliant breaks,  it is nothing else than multo opulento. Aside from the sarirical groundings (textbook included, the gatefold cover a pure delight (except the lack of contrast between coloured words on black ground), the six sides contains a broad sprectre of moods between partytime and utter loneliness. The fiesta that life is on this album has a dark counterpoint in social realities and broken spirits, and you can hear the low life on rock bottom in  (sharply catched) empty spaces and other hangovers of the soul. Some people have minor quibbles with Zappa‘s long guitar solos, and I‘m definitely not amongs these guys. Au contraire – the guitar work is ace, and a wonderful counterpoint (in regards to space and mood) to the more uplifting tunes and chorusses. This is a very courageous album that offers a quite addictive experience. So think twice if you wanna take this bus! (Funny, that though Zappa cannot be heard on the fine soundtrack of „Licorice Pizza“, it‘s a not too wild a guess, that if you love the movie, you‘ll dig the music.)

2022 1 Mai

„This is a photograph“

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Und plötzlich stockt der Fluss der Zeit. Als sein Vater einen Herzinfarkt erlitten hatte, stolperte Morby über ein altes Foto des Patriarchen (der sich glücklicherweise erholte) in seiner Blütezeit: Brust raus, oben ohne und – wie der begnadete Texter in dem stampfenden Wirbel des Titeltracks erinnert – „bereit, es mit der Welt aufzunehmen“ (natürlich singt er dies in nicht ganz Kentuckyfreiem Amerikanischen Englisch). Später im Song blättert Morby zu einem anderen Familienfoto, das seine „Mutter im Rock / Im kühlen Staub von Kentucky / Lachend im Garten“ zeigt, und spekuliert, dass „der Schimmer in ihren Augen“ … zu sagen scheint: „Das ist es, was ich am Leben vermissen werde’“

Kevin Morby wäre in den Siebziger Jahren wohl einer der grossen Stars des Amerikanischen Songwriting geworden, aber, nun denn, als Nachgeborener, lernte er seine Lektionen von Dylan, Reed, Cohen und Co. – die facttenreiche und fulminante und mitunter sanft taumelnde Klangwucht ist nie verdächtig, in falschen Pathos zu versinken, zu sehr geistern diverse gelebte Leben durch sein Werk. „Vorsicht, zerbrechlich“: das Prädikat scheint jedem dieser Songs anzuhaften. Und man muss auch nicht immer die Einflüsse aufführen. „This Is A Photograph“ ist ein echer Morby.

Die Zeit, so erinnert uns Morby, ist „der unbesiegte, der Schwergewichts-Champion“, also nehmt alles hin. „Bittersweet, TN“, ein Duett mit Erin Rae, bringt es auf den Punkt, wenn er singt: „The living took forever, but the dying went quick.“ Mit Eric Johnsons Banjo allein wäre der Song ein sanfter Folk-Klassiker; als die Streicher einsetzen, wird er zu etwas Besonderem. Am Ende des Albums, in „Goodbye to Goodtimes“, besucht Morby noch einmal die Stadt namens Bittersweet und reduziert den Sound auf seine Gitarre und Sam Cohens Lap Steel und Tamburin. Er blickt auf ein weiteres Foto, „ein Fenster zur Vergangenheit“, und versucht, etwas festzuhalten, von dem er weiß, dass es ihm immer wieder entgleiten wird. (m.e.)

Ergänzung: Hier gibt es eine hörenswerte Folge des Podcasts „Song Exploder“ mit Kevin Morby, in der er einen persönlichen Einblick in Hintergründe und Entstehungsprozess des Titelstücks gibt.  (i.j.b)

 

 


Am 27. Mai und 3. Juli kommt endlich die vierte Staffel (jeweils eine Hälfte) von STRANGER THINGS raus, auf Netflix. (My pleasure is not guilty, and I love it). Eine Serie, auf die sich bislang alle Manafonisten einigen konnten, die sie gesehen haben, ist HALT AND CATCH FIRE. Über das, was passiert, wenn Menschen ihren Visionen folgen, Höhenflüge, Scheitern, all inclusive. Vier Staffeln, und leider nicht so leicht verfügbar. Eine der wunderbaren Hauptdarstellerinnen dort erfreute mich einmal mehr mit ihrem Auftauchen in STATION ELEVEN (one season only). Auf Amazon prime kann man sich das komplette Meisterwerk aller drei Staffeln von THE LEFTOVERS anschauen (ein nicht endender Sog, und auch, wenn es unter „dystopian sci-fi“ eingeordnet wird, enthält diese Serie eine der wunderbarsten Love Stories der Serien des 21. Jahrhunderts, und die letzte Folge der dritten Staffel werden viele nie vergessen.  Richard Williams brachte mich auf die Spur von CALL MY AGENT, und alle vier Staffeln – je l’apelle Truffaut 2.0 – über das Treiben einer Pariser Schauspieleragentur sind verfügbar auf Amazon prime und Dvds. Die beste französische Cop-Serie aller Zeiten ist für mich SPIRAL (sieben oder acht Staffeln). Die beste amerikanische JUSTIFIED (auch zahllose Staffeln, und kein bisschen zu lang). Grossartige auch MINDHUNTERS, die zwei Staffeln, die uns in die Frühzeit des „profiling“ von Serienkillern beim FBI entführen, und mit feinem „understatement“ in Szene gesetzt wurden Wem mehr der Sinn nach einer Serie steht, die, wie Station Eleven alles in eine Staffel packt, und kein so grosser Zeiträuber ist, dem empfehle ich (und der gemeinsame Nenner all dieser Tipps ist, dass es alle durch die Bank absolute Lieblingsserien von mir sind, aus jüngerer Zeit) THE NIGHT OF (Dvd), UNBELIEVABLE (Netflix), THE QUEEN’S GAMBIT (Netflix), GODLESS (Netflix), und SEVEN SECONDS (Netflix). Ich habe sicher einige Schätze vergessen. (Eine Stunde später) Als da wären: SONS OF ANARCHY und GAME OF THRONES (totales bingewatching für mich, beide Serien gingen über etliche Staffeln, über Wochen lebte ich mit Kate und Co. auf der seltsamen Insel, und war Teil einer Motorrad-Gang, flow- und crashfaktor 10), SHARP OBJECTS (1 Staffel, bluray) und JOHN FROM CINCINNATI (amerikanische Serie in der Surfer-Szene mit leichtem Touch ins Surreale, grosses Kino allemal, aber, hoppla, die stammt von 2007, also kleiner Ausreisser hier, Geheimtipp nach wie vor).

 

Small announcement: es ist Zeit, mal etwas anderes zu machen. Im Laufe der Zeit  lesen Sie hier auf dem Blog sieben brandneue Besprechungen (Vorstellungen) von Brian Enos Soloalben aus den Siebziger Jahren. Auch werden Bewertungen in Form von Hüten vergeben werden, nach alter Downbeat-Tradition: ein bis fünf Sterne (Hüte). Für „Meilensteinstatus“ wird ein sechster Hut vergeben. Sie werden unglaublich überrascht sein. Mehr oder weniger. Es erwarten Sie auch keine herkömmlichen Musikkritiken, die neuen Wein in alte Schläuche schütten. Eher Kurzgeschichten. Sieben (kurze) Kurzgeschichten. Aber mit  Vorspiel.

 

Das Vorspiel findet nun statt, und sind meine „Behutungen“ der ersten drei Roxy Music-Platten. Diese drei Platten werden von unendlich vielen Menschen geliebt. Aber nicht von mir. Nun fussen meine Bewertungen auf Erinnerungen, denn was man nicht liebt, landet im Halbvergessenen. Die erste Roxy Music-Platte hiess „Roxy Music“, erschien im Juni 1972 und landete einen heftigen Wirkungstreffer. In der Kritik. In der Szene. Wenn damals schon der Begriff „hot shit“ umging, war das ganz bestimmt für viele „hot shit“. Eine andere Rockmusik. Dekadent. Exzentrisch, Genderverspielt. Experimentell. Anders.

 

In meiner Erinnerung (ich habe das Album vielleicht dreimal gehört, und die letzte Begegnung liegt gut und gerne 25 Jahre zurück) flashte  mich die Platte aber tatsächlich nicht so dolle: 🎩🎩🎩. Die zweite Roxy-Music-Platte, „For Your Pleasure“ war spannender, hatte magische Momente, aber auch Durchhänger – auch hier liegt meine Erinnerung halbe Ewigkeiten zurück: 🎩🎩🎩1/2 (dreieinhalb Hüte, also good bis very good). Ich möchte daran erinnern, dass a) diesen beiden Werke in Bälde als Vinyl neu aufgelegt werden (vielleicht will sie mir jemand schenken) Dass b) Brian bei den ersten beiden mitwirkte und dann ausstieg. Dass c) Brian leicht zu nerven war, wenn ein Fanjournalist kam und loslegte: „I love the first two Roxy Music albums“.

 

Wirklich besessen hatte ich damals das dritte Roxy Music-Album, das im März 1973 erschien, und von den drei Cover-Frauen wollte ich nur mit der von „Stranded“ schlafen. Die fand ich bei weitem am schärfsten, die ganze Platte erschien mir konventioneller, aber auch mehr aus einem Guss und mit einem schönen Drive ausgestattet: 🎩🎩🎩 1/2. Später verriet Brian, dass er von den drei Platten „Stranded“ am besten fand. Obwohl – wir erinnern uns – er gar nicht mehr dabei war. Kann mich nicht erinnern, wann ich sie das letzte mal gehört habe. Ich glaube, sie blieb in meinen Teenager-Jahren irgendwie hängen.

 

 

Ich verbinde mit keiner der drei Roxy Music-Alben eine scharfe Braut in meinem Leben (ausser der auf der Cover von „Stranded“, aber die war unerreichbar). Mit „Foxtrot“ von Genesis verband ich immerhin Regine D.   Zu  dem Zeitpunkt der drei Roxy Music-Alben dachte ich nicht, dass Brian Enos Musik für mich lebensbegleitend werden sollte. Hier die Behutungen der Folgejahre. Der Hammer. Und dann fehlen nur noch die kurzen Geschichten. Aber auch wenn der Himmel stark nach Vollmond ausschaut, ich gehe jetzt schlafen. Wie gesagt, die Stories kommen, früher oder später. 

 

Here Come The Warm Jets (Januar 1974) 🎩🎩🎩🎩🎩

Taking Tiger Mountain By Strategy (November 1974) 🎩🎩🎩🎩🎩

Another Green World (November 1975) 🎩🎩🎩🎩🎩🎩

Discreet Music (November 1975) 🎩🎩🎩🎩🎩🎩

Before And After Science (Dezember 1977) 🎩🎩🎩🎩1/2

Music For Airports (September 1978) 🎩🎩🎩🎩🎩🎩

Music For Films (September 1978) 🎩🎩🎩🎩🎩🎩

 
 
19 Gesprächsprotokolle und ein Vorwort vom Meister selbst, das ist Conversations. Steve Reich, laut New-York-Times-Zitat auf dem Cover „our greatest living composer“, ist im Gespräch mit 19 Persönlichkeiten, die im Laufe der Jahre seinen Weg gekreuzt haben: Brian Eno ist darunter, Richard Serra, Nico Muhly, der Dirigent Michael Tilson Thomas, Stephen Sondheim, David Harrington (Kronos Quartet) und weitere. Das Buch, 340 Seiten dick, arbeitet sich mehr oder weniger chronologisch durch das kompositorische Werk Reichs, angefangen bei den Frühwerken „Come Out“ und „It’s Gonna Rain“, über „Drumming“, „Music For 18 Musicians“, das Vokalstück „Tehillim“ (das Reich offenkundig besonders wichtig ist), über die Orchesterwerke („Variations For Winds, Strings And Keyboards“, „The Desert Music“), Reichs erstes Herantasten an die Sampling-Technologie („Different Trains“, „City Life“, „WTC 9/11“) — und vieles mehr, bis zu „Reich/Richter“ mit dem Ensemble Intercontemporain, Reichs erster Filmmusik, für eine Dokumentation über Gerhard Richter, den er vor einiger Zeit kennen- und schätzengelernt hat. Das Erscheinen von Buch und neuer Platte ist natürlich bestens koordiniert, „Reich/Richter“ erscheint Anfang Juni.

Man könnte befürchten, dass es in den Gesprächen viel Lobhudelei von Gesprächspartner zu Gesprächspartner gibt. Das kommt vor, hält sich aber meist in einem sehr erträglichen Rahmen. Wir erfahren, wie Reich von der Deutschen Grammophon zu ECM und von dort zu Nonesuch gekommen ist, was ihn zu Musikwerken inspiriert hat, dass auch er seine Flops erlebt hat, woher seine Liebe zur Symmetrie kommt, weshalb er, der elektronische Instrumente in seiner Musik lange Zeit abgelehnt hat, sich dann doch mit dem Sampler angefreundet hat, welchen Anteil sein jüdischer Glaube an seinen Kompositionen hat (sein Basecap, das inzwischen eine Art Markenzeichen geworden ist, ist eigentlich im Sinne einer Kippa gemeint), und was Musiker daran reizt, seine Werke zu spielen. Einige der Gespräche sind sehr spannend, etwa jenes mit David Harrington, denn „Different Trains“ war das erste Stück, bei dem das Kronos Quartet live zu Tonbandaufzeichnungen seiner selbst spielen musste, und das war kniffliger als man vermuten könnte. Einige wenige Gespräche, etwa jenes mit Brian Eno, bleiben merkwürdig flach. Letzteres dürfte daher rühren, dass Eno weitgehend über sich selbst redet, während Reich das offenkundig nur peripher interessiert. Man stellt fest, dass die beiden trotz gegenteiliger Behauptung nicht viel miteinander verbindet.

Conversations ist eine wunderbare Gelegenheit, die Steve-Reich-Platten mal wieder auszugraben. Selbst, wenn man seinen Weg über die Jahre mitverfolgt hat, ist man verblüfft, wie viele Werke von Reich mittlerweile existieren, und vor allem, dass sie sich stärker voneinander unterscheiden als man zu erinnern glaubt. Ich bleibe gespannt.

 

 


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