Manafonistas

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Archives: Juni 2022

 
 

… ich weiss, soooon Bart! Aber hier gut zur Illustrierung!

 

Der Duke of Burgundy (GB, 2014 von Peter Strickland; Michael hat ihn mir unlängst geschickt) ist hier kein sadistischer Feudalherr, sondern eher Opfer – ein Schmetterling, unsprünglich ein buntes und lebensvolles Geschöpf – tot und aufgespiesst samt vielen seiner Artgenossen im Labor der Schmetterlingsforscherin die mit ihrer „Haushälterin“ in einem bezaubernden Landhaus irgendwo in Europa (Südfrankreich? England?) lebt, seltsam unverortet und aus der Zeit gefallen, eine Anderswelt, in der nichts stattzufinden scheint als Vorträge über Insekten von Forscherinnen vor Forscherinnen. Seltsam statisch.

Der Film führt zunächst die sadistische Komponente der Beziehung auf befremdliche Art ein. Die Forscherin Cynthia traktiert mit versteinertem Gesicht feudalherrinnenmässig ihre „Häushälterin“ in offensichtlicher Unzufriedenheit mit deren Ausübung ihrer Pflichten. The Duchess of Burgundy? Evelyn gehorcht sichtlich gequält, der Zuschauer solidarisiert sich spontan mit ihr und fragt sich, in welchem Jahrhundert man hier gelandet ist. Die Sympathielenkung wird aber sofort wieder gestört, als man erfährt, dass es sich offensichtlich um ein sadomasochistisches Ritual eines Frauenpärchens handelt, beide sind Forscherinnen, lebend in einem etwas angestaubt wirkenden und völlig männerlosen Kosmos, aber umgeben von einer traumhaften Natur die an impressionistische Gemälde erinnert.

Somit wäre die Sache zunächst geklärt, und man erwartet die üblichen Beziehungskapriolen, Eifersuchtsdramen oder wenigstens einen jungen knackigen Gärtner als Unruhestifter. Der Regisseur Strickland macht aber seinem Namen und seiner Raffinesse alle Ehre, er hat anderes mit dem Publikum vor: es kommt zunehmend zu einem Verschwimmen der Rollen und der Übergänge zwischen der dominanten und der submissiven Position in dieser Beziehung. Hinter romantischem Dekor, sorgfältig wirkenden Bildkompositionen, eigenwilligem Soundtrack und Zikadengeschrill tut sich eine tiefe Melancholie auf, ein erschlagendes Es-geht-nicht und eine tiefe Verwirrung über den Modus der Gestaltung eines aussergewöhnlichen Beziehungsmodells.

Dabei kommt die Partnerschaft ohne körperliche Gewalt aus, Evelyn will lediglich beherrscht werden, das erregt sie. Soweit so gut. Nur entdeckt Cynthia zusehends ihre Unzufriedenheit mit der Rolle der Quälerin, wünscht sich eine Beziehung ohne dergleichen Rituale, wobei ich hier nicht von Ritualen, sondern von einer überdauernden Beziehungsform sprechen würde – vielleicht täte es dem Paar besser, hier eine feste Zeitstruktur einzuführen, um diese als Einsprengsel in den Alltag zu zelebrieren. So kommt es zum Teufelskreis und zur Belastungsprobe für eine der beiden Frauen.

So wird die dominante Cynthia zusehends auf subtile Weise zur Gequälten und die submissive Evelyn zur Quälerin, das Beziehungsmodell zusehends verwirrender und um 180° gedreht. Dabei verzichtet der Regisseur weitgehend auf dialogische Mitteilungen (das würde dann „kammerspielartig“ heissen und mich zum Schlagen eines weiten Bogens veranlassen), sondern der Regisseur versteht es, durch Mimik und Körpersprache der Schauspielerinnen ihr Befinden auszuloten.

So entfaltet sich die ganze Komplexität einer sadomasochistischen Beziehung und die Frage ihrer Lebbarkeit als durchgehendes Lebensmodell, in dem die Frauen aufgespiesst und fixiert scheinen wie ihre eigenen Schmetterlinge in ihren jeweiligen Positionen. Und es wird ein Raum zur Reflexion eröffnet – das macht die Qualität eines Filmes aus – wie SM-Beziehungen lebbar sind.

Wie schnell kommt der dominante Part in die gequälte Position wenn er sich zur Dominanz zwingt? Wie äussert man in einer derartigen Beziehung echte Aggression, wenn der Partner dies als Wohltat empfindet? Wie wird man überhaupt seine Wut los, wenn diese den Partner lediglich erregt aber nicht bestraft oder zum Umdenken bewegt? Also die Botschaft ihn nicht erreicht? Wie fühlt sich der Submissive, wenn er merkt, dass er den anderen quält, wenn er doch das Gegenteil möchte?

Ich hatte einen jungen Patienten, der ständig von seinen Freundinnen verlassen wurde. Er war ein Heimkind (in den 50ern!!), hatte sich angewöhnt in Zuständen von Angst oder Verlassenheit sich genital zu stimulieren um ein „besseres Gefühl“ zu bekommen. Man spricht hier bei Kindern von Angstonanie. Das führte dazu, dass er in allen Situationen von Auseinandersetzung oder Missstimmung in heftige sexuelle Erregung geriet und sich auf nichts anderes mehr konzentrieren konnte, es konnte kein Konflikt wirklich ausgetragen werden. Die Frauen machte das wahnsinnig. Hier stimmte die Passung nicht mehr, ebenso wie sie bei Cynthia und Evelyn immer brüchiger wird, die Rollen nicht mehr haltbar sind.

Die Situation scheint tragisch.

Erwähnenswert noch die Bildsprache des Films: bergende Natur als Aspekt des Weiblichen oder Mütterlichen, Textur (Textilien, Haut, über Haut gleitende Textilien) verleiht den Bildern eine starke Körperlichkeit, eine eindringliche weibliche Erotik.

Anhänger der feministischen Filmtheorie würden nun anmerken, dass die Frau als solche hier einmal mehr Opfer des männlichen Blicks geworden ist – sowohl in der ästhetisch drapierten Form, die wir aus dem patriarchal strukturierten Kino kennen und in der Verwendung von den bekannten bei Männern beliebten Fetischen, die hier frischfröhlich auf ein Frauenpärchen übertragen werden. Sieht weibliche SM-Sexualität wirklich so aus oder wird hier ein gängiges männliches Klischee übergestülpt? Der Regisseur hinterfragt es nicht. Die Rezensenten auch nicht.

Weiter bemerkenswert, dass hier die dominante Frau scheitert, eben weil sie nicht dominant ist, nicht die submissive Frau nicht, weil sie submissiv ist. Und weil Dominanz eben doch nicht zur Weiblichkeit passt. Und Unterordnung besser?

Über feministisch- analytische Filmtheorie kann man lange streiten, gottlob ist sie mittlerweile so evaluiert und kompliziert, dass kaum jemand noch durchsteigt, es wird also relativ wenig gestritten ausserhalb des inner circle.

Die Position der Gequälten bleibt bei Cynthia, als Evelyn mit der Nachbarin techtelmechtelt; in der letzten Einstellung wiederholt sich die Anfangssequenz: Cynthia bereitet sich vor und kostümiert sich wiederum für ihre Rolle als strenge Herrin, während Evelyn eben nach Hause kommt. Wird die nächste Schleife gedreht?

Ist Cynthia williges Opfer einer perfiden als Masochistin getarnten Sadistin und ihrer Psychospiele? Wie wird die Beziehung enden, wenn sie denn endet … oder erfolgt die Flucht in eine triste „Normalität“? Man würde sich eine Fortsetzung wünschen, die letzte Szene wäre ein guter cliffhanger. Vielleicht quält uns Strickland ja nochmal und wir werden uns willig und gespannt quälen lassen. Angefixt ist man bereits.

 

2022 30 Jun

When I was younger, so much younger than today

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ich war noch etwas schüchtern plünderte schon mal die eisweinvorräte im keller las edgar allen poe und werde das manuskript in der flasche nie vergessen ehrlich gesagt mag ich keine tulpen und es gibt auf super 8 heissere bilder aber nie so heiss wie meine pictures of lilly und nie bekam ich eine zweite chance bei regina als ich 16 war aber die welt ringsum duftete und die zukunft meldete sich beim längsten kuss aller frühen küsse in einem zimmer voller eichenschränke und das patchouli sorgte für grosses theater o petra in a gadda da vida und in einem fahrstuhl verliebte ich  mich später in die schönste frau des nördlichen ruhrgebiets und sechs wochen lang holte uns allein der zilpzalp draussen aus den federn

(der hintergrund dieser assoziationskette: aus meinen teenagerjahren gibt es ungefährt drei fotos, zufällige fundstücke, dies ist eins davon und eine stiefmutter wie aus grimms märchen schaffte einen gewaltigen vorrat an dias zur seite als ich in meinen zwanzigern war und obwohl ich nie an den bildern von damals hing und kein freund davon bin einen ganzen frühen lebenslauf durchzufotografieren ist es etwas spezielles ab und an solchen bildreihen zu begegnen die dann einfach erinnerungen fluten lassen)

 

 

So manches Albumcover von John Zorn lässt einen mit der Zunge schnalzen, oder etwa nicht? Beispielsweise jenes jüngst ins Haus geflogene, das Perchance to Dream beherbergt, mit darin enthaltenen ruhigen und wohlklingenden Köstlichkeiten: Nocturno-Stücke, die man gut und gerne vor dem Einschlafen hören kann, als Einladung zum Träumen vielleicht oder zur Abkühlung in heissen Sommernächten. Nichts rabiat Aufweckendes a la Naked City also, die man dann genüsslich frühmorgens hören darf, zum schwarzen Kaffee, inmitten intermittierenden Fastens noch, als good morning booster. Was die Herren Frisell (guitar), Medeski (organ), Marsella (piano, fender rhodes piano) und Wollesen (drums, chimes) hier gekonnt vortragen, reiht sich ein in die makellose Vielseitigkeit des New Yorker Tzadik Labels. Ach, da könnte man glatt zum Plattensammler werden auf seine alten Tage hin! Doch war es eher so, minimalistischer Zen-Ästhetik nie ganz abhold, dass man sich phasenweise immer wieder von unnützem Krempel befreite, der ja dem freien Fliessen der Chi-Energie, sollte es so etwas tatsächlich geben, im Wege stände. Als der PC kam, zum Ende der Gutenberg-Ära, und später dann das Streaming eine Revolution des Fernsehens einläutete, da begrüsste man die neu gewonnene digitale Leichtigkeit des Seins. Doch so manche Sinnlichkeit blieb dabei auf der Strecke. In jüngsten Tagen stelle ich nun fest, dass eine Rückkehr zum konzentrierten und audiophilen Hören, nach langer Zeit, einige Tore der Wahrnehmung öffnet. Es fällt mir beispielsweise angenehm auf, dass das Auge, während man hört, einen „ruhenden Blick“ gewinnt, den man unbewusst vermisste. Und auch die Haptik beim Stöbern im Booklet zentriert. Ich erinnere mich, als ich J einmal fragte, zu jener Zeit, als wir den Saxofonisten Gary Thomas gemeinsam abfeierten, warum er denn dieses eine bestimmte Album nicht in seiner Sammlung habe, das sei doch grossartig. Ja, aber das Cover sei doch unmöglich! Soviel zu den subjektiven Wunderlichkeiten eines Sammlers. Das Obige aber hätte gewiss Einlass gefunden in die erlauchte Glasvitrine seiner Huldigungen. Und meiner Wenigkeit bot es jetzt genügend Anreiz, diesen kleinen Text zu schreiben, und sei es nur, um ihn im Verbund mit dieser Schönheit auszustellen, with this fine artwork made by Madeline von Foerster. Und Wanderer, triffst den Zorn mal unterwegs, dann frage ihn doch, ob seine Objekte nicht auch Gesamtkunstwerke seien, in dem Klangwerk und das Visuelle eine kabbalistische Allianz eingehen.  

 

2022 30 Jun

Das aufregendste Jazzhörspiel des Jahres

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Mitte Juli erscheint David Mitchells Roman „Utopia Avenue“ in deutscher Übersetzung bei Rowohlt. Martin Chilton bemerkte dazu im „Independant“:

„An ambitious, rambunctious, hugely enjoyable tale . . . [it] is filled with sparkling dialogue and has stimulating things to say about creativity, mental health, the effects of domestic violence, the Vietnam War, grief, parental responsibility and what it was perhaps like to be an independent-minded female musician back in the day. Above all, Mitchell pulls off this bold attempt at a novel exploring the undefinable mysteries of music and why music has such an impact on people. — Martin Chilton ― Independent. Hierzu an dieser Stelle ein Gespräch aus dem Jahre 2020 zwischen David Mitchell und David Byrne … 

Zudem erinnern wir an seinen Roman „Die Knochenuhren“, und mein Interview mit dem Autor anno 2016, eine der letzten feinen Zusammenarbeiten meinerseits mit dem „Herrn der Jukeboxen“. 

 

 

Es ist schon einige Zeit her, da hat ein Lehrer aus Stuttgart ihr Buch „Der Wolkenatlas“ mit einer seiner Schulklassen behandelt, und nimmt jetzt an auch den neuen Roman „Die Knochenuhren“ mit seinen Schülern durch. 

 

Wow! Das ist eine Weltpremiere glaube ich! Eine Weltpremiere im Klassenzimmer für „Knochenuhren“!

 

Seine Schüler haben mir zwei Fragen  mitgegeben. Die erste: „Warum bringt er Fantasy-Stücke in sein Buch mit ein? Vielleicht, um der jungen Generation eine Geschichte der modernen Welt, mit all ihren Desastern, nahe zu bringen? Was war der Hintergedanke?“

 

Das war nicht die Idee dahinter. Ich habe mich gefragt, welchen Preis ich zu zahlen bereit wäre, um dem Alterungsprozess zu entkommen und unsterblich zu werden. Was wäre ich bereit zu opfern für diese Art eines faustischen Pakts? Für mich stellt der Roman meine eigene „Midlife-Crisis“-Literatur dar. Ich wollte ein Gedankenexperiment wagen: wie wäre es, wenn mein magisches Bankkonto der Lebenszeit nie erschöpft sein wüde.

Dafür brauchte ich unsterbliche Charaktere. Solche, die bereits einen solchen Pakt abgeschlossen oder ihn gar geerbt haben. Sie haben diese Unsterblichkeit, ob sie sie wollen oder nicht. Ich wollte den Tod aus der Sichtweise der Unsterblichen sehen. Da es keine Unsterblichen gibt, musste ich die Gattung des „Fantasy-Romans“ nutzen, jedoch wollte ich keinen reinen Fantasy Roman schreiben, sondern ein Buch das viele verschiedene Genres beinhaltet.

Das Buch sollte auch einen politischen Teil besitzen, dabei gibt es kaum Bücher, in denen Fantasy und Politik erfolgreich vereint wurden, eins davon zum Beispiel ist „Hundert Jahre Einsamkeit“ von Gabriel Garcia Marquez, ein anderes „Mitternachtskinder“ von Salman Rushdie. Und das berühmte Werk von Mikail Bulgakow. Es ist also machbar, ich wollte herausfinden, ob auch ich Politik und Fantasy so vereinen könnte, dass kein Ungleichgewicht besteht.

Es war also nicht dazu gedacht, um junge Leser auf mein Buch aufmerksam zu machen; so schlau, geschickt und verschlagen bin ich nicht, aber ich habe gelernt darauf zu vertrauen, dass, Bücher die mir gefallen, oft  auch anderen Menschen gefallen.

 

Ich fand es interessant zu sehen, dass der Anteil an Fantasy Im Verlauf des Buches langsam, aber stetig, zunimmt. Sie mussten also den Aufbau geschickt planen.

 

Ja, ich brauchte guten Füllstoff, um die verschiedenen Kapitel miteinander zu verknüpfen, da sie in verschiedenen Gattungen geschrieben sind. Von sozialem Realismus über Politik bis hin zu Satire und Fantasy und Dystopie. Also beschloss ich, das Buch in verschiedene Teile zu teilen, um jedem Genre einen Abschnitt zu geben.

Ich wollte zudem das Fantastische dezent einführen. Deshalb musste Hollys übernatürliche Erfahrung am Anfang des Buches aus ihrer Erinnerung gelöscht werden – sonst hätte das einen zu großen Einfluss auf ihr Leben gehabt. Erst im fünften Teil bricht die „Fantasy“ vollends durch, explodiert. Ich glaube, dass ein Buch nur dann gut wird, wenn ich als Autor Angstschweiß und Herzblut investiere.

 

Nun kommen wir zu Holly Sykes. Ich könnte mir vorstellen, dass es gewisse Parallelen zwischen Ihrem und Hollys Leben gibt, vor allem, da das letzte Kapitel auch noch in Ihrem Wohnort spielt.

 

Und Holly und ich haben dasselbe Geburtsdatum. Dass wir in der gleichen Ära aufgewachsen sind, erleichterte mir das Schreiben, da brauchte ich nicht viel recherchieren. Die Sechziger Jahre waren eine spannende Zeit, jene Generation ist wahrscheinlich die letzte, die sich noch an die Zeit ohne Internet erinnern kann. Hollys Charakter basiert auf einem Mädchen, das ich während meiner Schulzeit kennengelernt habe. Die Zeiten damals waren aufgrund vieler unterschiedlicher sozialer Schichten kompliziert. Durch diese Vielfältigkeit habe ich als Schriftsteller einen Vorteil gegenüber denen, die Privatschulen besuchten. In meiner Schulzeit bewunderte ich Mädchen wie Holly aus der Ferne. Holly sollte ursprünglich irischer sein, aber schlussendlich entschied ich mich doch dagegen. Der letzte Teil des Romans  spielt in der Zukunft und katapultiert den Leser in  eine komplett neue Umwelt.

 

Immer wieder geht es um Parallelwelten, Verstörungen des normalen Alltagsbewusstseins, bis hin zu sog. Psychosen. 

 

Ja, wir reden über Schizophrenie. Einer meiner Freunde leidet an Schizophrenie, er ist der Sohn meines Uni-Tutors, dem ich immer noch ziemlich nahe stehe.

 

Ich glaube, das war vor allem früher noch verbreiteter als heute, dass die Leute, die Stimmen im Kopf hören, einfach die Gegenmedikamente bekommen. Inzwischen gibt es andere Entwicklungen, wo man diese Personen ernst nimmt, ihnen zuhört und sich in sie einfühlt. Also gibt es inzwischen Brücken von einer Welt in die andere, es gibt nicht nur die getrennten Welten der Gesunden und der Kranken.

 

Amen, Hallelujah! Über dieses Thema könnten wir sehr lange reden. Meine Antwort, kurz gefasst, dass es ein nutzloses und reduzierendes System ist, in Gesunde und Kranke aufzuteilen. Aber wir dürfen auch nicht glorifizieren oder romantisieren, wie schwierig es ist, mit irgendeiner Form von Abnormalität zu leben. Mit Schizophrenie kann man nur sehr schwer leben, mit Autismus genauso … selbst in einer viel abgeschwächteren Form der Sprachfehler ist es nicht leicht, das kann ich Ihnen aus erster Hand sagen.

Allerdings bringt es auch nichts, in den Krieg gegen sein eigenes Gehirn zu treten, das macht es nur noch schwerer. Das erste Mal in meinem Leben, dass ich wirklich Fortschritte machte, die Auswirkungen meines Sprachfehlers, meines Stotterns, in meinem Leben zu reduzieren, war, als ich aufgehört habe, dagegen zu kämpfen, als ich aufhörte, an eine magisches Mittel zu glauben, das mich heilen könnte, als ich aufhörte, es als Krankheit zu sehen. Ich machte erst Fortschritte, als ich es als ein Teil von mir anerkannte, und lernte, dass es okay ist zu stottern. Und ich sah mein Stottern nicht mehr als Feind, sondern als etwas, was genauso das Recht hat zu existieren, dem ich Unterschlupf geben kann. Sobald ich anfing, es besser zu behandeln, behandelte es auch mich besser.

Aber im Vergleich zu Schizophrenie oder Autismus ist das nur eine kleine Sache, und ich will auch nicht so tun, als hätte ich die gleichen Hürden wie die Menschen mit Schizophrenie, also vielleicht sind es die gleichen, aber sie sind  viel kleiner.

In „Die Knochenuhren“ war bei Holly die erste Reaktion auf die Stimmen in ihrem Kopf, dass es Schizophrenie sein müsse. Es muss irgendein neurologischer Fehler sein, ein extremes  Merkmal, und ich hätte mit Sicherheit das Gleiche gedacht, wäre es mir passiert. Aber im fünften Teil des Romans wird gezeigt, dass diese Stimmen, unabhängig von einem Krankheitswert, Realität sind und wirklich existieren! Also ist dieser Teil vielleicht eine Art Hoffnung für Menschen mit Schizophrenie, demnach die Realität eben ein Spektrum von Graustufen ist, nicht von Schwarz und Weiß, wie es die traditionellen Modelle Hinstellen. Ich weiß, meine Antwort dreht sich ein wenig um sich selbst, aber …

 

Nein, nein, so kommt etwas Licht in die Sache. Ich glaube auch nicht an diesen Kontrast zwischen erfundener und realistischer Welt. Alles ist immer nur eine Version, alle erzählen Geschichten, ob das jetzt der Irak ist oder jemand mit einer psychischen Krankheit, das ist immer nur eine Version, eine Geschichte, die erzählt wird. Und mit jedem Erzählen wiederholt man nur, was man beim ersten Mal erzählt hat, man legt sich die Wahrheit zurecht, und entfernt sich leicht von der ursprünglichen Erfahrung. Und es gibt andere Realitäten als die, in der wir uns common sense-mässig befinden. Das ist meiner Meinung nach auch eines der größten Vorteile von Fantasy-Lektüre: sie öffnet Türen der Wahrnehmung. Ich meine nicht Leute auf einer Drogenreise, es ist schlicht hilfreich, offen zu sein für die „Andersheit“ der Dinge. Wenn ich als Psychotherapeut arbeite, ändere ich die Geschichten, die Wahrheit ist, überspitzt gesagt, sekundär, immer nur eine Annäherung, und meistens ein Mythos. 

 

Ganz gewiss, und das haben Sie spannend auf den Punkt gebracht. Was, wenn Fantasy gar keine Fantasie ist? Sondern einfach nur eine andere Realität, die wir bis jetzt noch nicht getroffen haben. Überhaupt, was meinen wir eigentlich mit Realität? Ich habe ein iPhone, das vor 200 Jahren, ganz zu schweigen von der Zeit vor 800 Jahren, wie reine Magie ausgesehen hätte. Selbst die vernünftigste Antwort darauf, wie ich mit meinem iPhone einfach mit Menschen auf der anderen Seite der Welt reden kann, wäre nicht Wissenschaft, es wäre Magie gewesen für die Leute damals. Also scheint es mir unvernünftig, in unserer digitalisierten Welt eine so klare Linie zwischen Realität und Fantasie zu ziehen.

 

Insofern geht es in den „Knochenuhren“ auch nicht um Wahn und Wirklichkeit, sondern zm einen Pool von Realitäten. Das kann Menschen Angst machen. A propos Furcht und Erschauern: „Fear of Music“ von den Talking Heads kommt eine spezielle Bedeutung zu in dem Roman. Ein fantastisches  Album, von Jonathan Lethem in einem brillianten Buch gewürdigt, als junger Mann bewohnte er diese Songs geradezu, über einen langen Zeitraum. Eines der grossen drei Talking Heads-Alben. Holly liebt es, und Sie bestimmt auch …

 

Ja, „Fear of Music“ ist wahnsinnig gut. Es klingt heute, 2016, fast noch besser als damals, als es herauskam. Ich habe das Album in Japan entdeckt, als ich so 26, 27 Jahre alt war. Die Musik klirrt und funkelt. David Byrnes Gitarre ist nicht schön, das versucht er auch gar nicht, sie verströmt einen sehr industriellen Klang. Aber, mein Gott – trotzdem schön!

(übersetzt von Michelle Mages & Mitra Estiry, beide Theodor-Heuss Schule Reutlingen).

 

Elke schoss das Foto. Das war gut, heute Abend, richtig gut, und anfangs wackelten die Wände in der Lanxess Hall ohne Unterlass. Wie Neil Young & Crazy Horse rührt die Bande mit dem wunderbaren Warren Ellis in der Ursuppe der Rockmusik, und auch wenn die Balladen da waren, fegte Cave, der Ekstatiker, mit zahlreichern Krachern durch die Manege, und wir dankten es ihm. Hinter meiner Maske musste ich anfangs schallend lachen, so überrumpelte er mich mit der rohen Gangart, hatte ich ihm zuletzt in der Höhle allein kammermusikalisch gelauscht oder als Cave, den Trauerarbeiter, erlebt. Was waren meine besten Rockkonzerte der letzten zehn Jahre, und fast auch die einzigen: The Flaming Lips, Neil Young, Wilco, Lucinda Williams – und Mr. Cave. Gute Gesellschaft, Underworld wären noch dazu gestossen, ganz sicher, aber im ersten Lockdown fiel Karl Hyde und seine Gang aus, wie so vieles. Aber heute Abend, heiliger Bimbam, Punkt 8 gings los, kalt erwischt und bang bang! Mehr ist dazu nicht zu sagen.

 

 

 

Anders als der sympathische und angenehm authentische Michael Ludwigs, dessen YouTube-Kanal „45 rpm audiophile“ nun  auf unserem Blogroll erschienen ist, bin ich zwar auch grosser Vinylfreund, und ziehe des öfteren die Schallplatte der Cd und (sowieso) reinem Streaming vor, halte aber die gute alte LP nicht für das ultimative Medium des Musikhörens. Allerdings mein liebstes:). Selbstredend  können auch Cds überragend klingen, von wegen kalt, analytisch, Nullen und Einsen. Das Definitive gibt es für mich nicht, ich bin ein Swinger, ein Switcher, zwischen CD, Vinyl (da ordne ich mich bei den Manafonisten nach Olaf und Ingo an dritter Stelle ein, und würde unserer einstiger Plattenschranköffner noch dabei sein, an vierter), Sacd, Bluray-Audio, Dvd-Audio, musealen Jukeboxen etc. (und ich weiss auch, wie hochauflösend Quobuz sein kann). Jeder hat eine andere Hörgeschichte. Brian Enos dezente Epiphanie zur Ambient Music verdankt sich u.a. einem beschädigten Lautprecher.

Eine besondere Vorliebe meinerseits gehört exzellenten Surroundmixen, und bei manchen Kinofilmen, die ich mir in der elektrischen Höhle ansehe, neige ich dazu, so verrückte Sätze von mir zu geben wie: 60 % eines guten Films macht der Sound aus. Muss man nicht wörtlich nehmen, aber da ein guter Teil meiner Seelennahrung über die Hörkanäle abgewickelt wird, habe meine ganze eigenen Empfindsamkeiten, was die Vertonung und das Soundtracking von Filmen und Serien angeht.

Unvergesslich bei alldem, dass in der Kindheit beachtliche shocks of recognition (etwa das erste Hören von „All Day and All of the Night“) über billige Transistorradios zustande kamen. Man kann mit betagten „Drehern“, museumswürdigen Kassettenrekordern, und Kopfhörern aus dem letztem Jahrhundert glücklich sein. True love never dies

Über Michael L. bin ich zuletzt (beispielsweise – er ist sehr weit „aufgestellt“, was Neil Young betrifft, funken wir auf absolut gleicher Wellenlänge) aufmerksam geworden auf die jüngst remasterten Blue Note-Alben der „Classic Series“, und, was das Gesamtpaket angeht, ziehe ich bei diesen Zeitreisen in die ferne Vergangenheit in der Regel das Vinyl vor. Vor allem, wenn da so exzellente Arbeit geleistet wird. Meine letzte Errungenschaft: Blues Walk“ von Lou Donaldson (look at the photo and click on it, for the love of great covers.) Nun ist mir der Jazz des elektrischen Miles, des späten Coltrane und des Labels ECM viel näher (emotional) als die einstigen Blue Note-Schätze, aber in bestimmten Stimmungen entpuppt sich da manches als idealer Stoff für „blaue Stunden“.

(Eine gute Einführung zu des andern Michaels Denkungsart liefert sein auf comment 1 verlinkter Vortrag, der zufällig recht zeitgleich mit meinem Text entstand. Es gibt gute Gründe, auch in dunklen Zeiten seinen Passionen treu zu bleiben. Sollte es dazu kommen, dass ich M.L. bald mal in Düsseldorf besuche, findet sich hier der „Sound Walk (2)“ ein.)

 

2022 27 Jun

„The Hellbound Train“

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Steve Tibbetts‘ oeuvre is criminally undersung. For its openness to distant horizons, its exploration of studio technology’s imaginative potential, its instrumental facility and sheer beauty, Tibbetts‘ music deserves much wider recognition. That said, no guitarist got more airplay on my Klanghorizonte nights between 1990 and 2021.

Ir feels like a special journey to live with his music for decades now. Where beauty and silence quickly became central elements of the music after the first two albums‘ youthful exuberance, passages of anger and darkness have gradually cast shadows over the later music (after his fantastic debut „Northern Song“ on ECM Records, and those journeys into faraway worlds like „Big Map Idea“, „The Fall Of Us All“ and „A Year About A Horse“), while a sombre sense of the passage of time and ultimately of mortality suffuses Natural Causes and, a late masterpiece without doubt, Life Of.

We swim in oceans of music. Many musicians and listeners move in ever smaller circles, swim in a straight line or disappear over the horizon never to be heard from again. A small number master the currents, learn the influence of the moon, tides and storms. Steve Tibbetts is one of the few.

written by Colin Buttimer, and a tiny bit of Michael E.  (the wonderful double-cd-anthology „The Hellbound Train“, is out now) 

2022 26 Jun

Kraftwerk, New York

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Manhattan, Radio City Music Hall, 17. Juni 2022. Seit acht Jahren nicht mehr in den USA gewesen, die für 2020 geplante Jubiläumstour wegen Covid verschoben, aber jetzt sind sie da: Kraftwerk. 1971 sah ich sie zum ersten Mal live, seinerzeit in der Hamburger „Fabrik“ vor vielleicht 50 Zuschauern, die ebensowenig wie ich oder die Band selbst eine Vorstellung davon hatten, was aus diesen Typen einmal werden würde. Damals mussten sie ihre eher bescheidene Anlage noch selbst aufbauen, heute stehen drei Trucks vor der Halle und die transportable Bühne ist speziell für die Band designt.

„Sold out“ sagt das Billboard. Das stimmt wohl nicht ganz, links und rechts sind noch freie Plätze zu sehen, wenn auch nicht viele. Die längste Schlange im fast kathedralartigen Foyer dieser wunderbaren Halle mit Zwanziger-Jahre-Touch steht interessanterweise nicht vor dem Getränke-, sondern bereits eine knappe Stunde vor Konzertbeginn vor dem Merchandise-Stand.

 

 

 

 

Ich habe Kraftwerk im Laufe der Jahre nun achtmal gesehen, mit wirklichen Überraschungen war nicht zu rechnen, und es kommen auch keine. Das Konzert beginnt mit dem üblichen elektronischen Wimmelsound, zwölf Minuten lang, dann der bekannte elektronische Spruch: „Meine Damen und Herren, Ladies and Gentlemen, heute abend die Mensch-Maschine Kraftwerk“. Nachdem vor acht Jahren der Auftritt mit „The Man Machine“ begann, hat man sich diesmal wieder für „Nummern“ entschieden, wie man es schon 1981 gemacht hat. Nur gab es damals noch nicht die 3-D-Projektion, und die heute synchron zur Musik quer durch den Saal fliegenden Ziffern packen einen dann doch. Besonders eine Viertelstunde später, als zu „Spacelab“ ein Satellit mitten im Raum zu stehen scheint und auf der Leinwand ein Raumschiff vor der Radio City Music Hall landet. Auch wenn man das alles schon gesehen hat: Es funktioniert. Der 3-D-Effekt wird teils sehr plakativ, teils aber auch recht subtil eingesetzt und trägt eine Weile, lässt dann aber nach. Kraftwerk geht es nicht anders als den vor einigen Jahren etablierten 3-D-Kinos: Der Effekt ist nett, ersetzt aber die künstlerische Substanz nicht.

Kraftwerk hat keine neuen Stücke im Programm, und ich bin sicher, dass wir auch keine mehr erleben werden. Ralf Hütter hat sich auf das 1-2-3-4-5-6-7-8-Schema festgelegt, für eine 9 ist da kein Platz mehr. Die Band spielt „Greatest Hits“, wie immer mit subtilen Veränderungen der Arrangements, Hütter greift wie immer ein paarmal die falschen Tasten, seine Stimme ist inzwischen hörbar gealtert (der Mann ist 75, dafür bewegt er sich noch sehr munter), und was die drei anderen Herren an ihren Pulten machen, bleibt wie immer ein Rätsel. Auch die mit den Armen rudernden „Roboter“ haben ihren Auftritt. Auf geheimnisvolle Weise werden sie im Strobelight aus dem Boden hochgefahren, und alle Smartphones leuchten auf:

 

 

 

 

Das gibt der Band die Gelegenheit, für ein paar Minuten von der Bühne zu verschwinden — „pee break“ nennen das die Amerikaner, schließlich sind die Jungs alle nicht mehr die Jüngsten. Das Ganze endet nach rund zwei Stunden mit dem „Taschenrechner“ als Zugabe

 

 

 

 

und der „Music Non Stop“-Routine, die man schon lange kennt: Jeder der Vier hat ein kurzes Solo, nacheinander gehen sie mit einer Verbeugung von der Bühne ab — Ralf Hütter als Letzter, für ihn erhebt sich das gesamte Publikum von den Sitzen.

Was kann man sagen? Die Musik von Kraftwerk ist zeitlos, nicht zuletzt, weil sie immer wieder aktualisiert wurde, ohne dass die Substanz verloren gegangen wäre. Lediglich „Trans Europa Express“ und „Neon Lights“, früher zwei ihrer stärksten Stücke, hängen heute ein bisschen flach in den Seilen, „Autobahn“ ist mehr als nötig gekürzt worden. Ein erstaunlich diszipliniertes Publikum, die meisten Zuschauer 40+, einige hatten ihre Kinder mitgebracht. Ein wunderbarer Abend, schönster Retrofuturismus mit leichtem Augenzwinkern, einzig der Sound war nicht ideal, obwohl Kraftwerk eigentlich gerade dafür bekannt ist — der Bass glich einer Herzmassage und überlagerte etwas unbalanciert die latent verwaschenen Mitten. In der zweiten Hälfte des Konzertes besserte sich dies ein wenig. Einige eingestreute Quadro-Effekte waren wahrnehmbar, gingen aber irgendwie unter, ebenso hatten einige Teile der Projektion Doppelkonturen, die sicher nicht beabsichtigt waren, aber das mag meinem Platz zuzuschreiben sein.

Wer weiß, ob es ein neuntes Mal geben wird.

 

 

 

2022 26 Jun

„Another Railroad Classic“

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Seit einigen Jahren erfreuen wir uns an grossartigen Übersetzungen von modernen Klassikern der japanischen Kriminalliteratur, aber es scheint, man hat einen Meister seines Fachs vergessen. Nun, zumindest hier ist England mal einen Schritt weiter. Der Eisenbahnkrimi ist ein nicht so seltenes Sub-Genre des goldenen Zeitalters der Kriminalliteratur, und diese Geschichte über, ähem, Fahrpläne war der Debütroman des Bestsellerautors Seichō Matsumoto (1909-1992). Erstmals 1958 in Japan veröffentlicht und nie vergriffen, wurde er nun im sog. „Vereinigten Königreich“ in einer neuen Übersetzung aufgelegt, bei den Penguim Classics. Als der Ministerialbeamte Kenichi Sayama und die Kellnerin Toki Kuwayama in einer Bucht auf der Insel Kyushu tot aufgefunden werden, neben einer Flasche, die offenbar mit Zyankali gefüllten Saft enthielt, hält man dies für einen Selbstmordpakt der Liebenden. Doch weder der örtliche Detektiv Jūtarō Torigai noch sein in Tokio ansässiger Kollege Kiichi Mihara glauben an diese Erklärung: Die beiden wurden am Tag vor der Entdeckung ihrer Leichen beim Einsteigen in den Zug aus der Hauptstadt beobachtet, und die Ungereimtheiten häufen sich, und das Ministerium, in dem Sayama arbeitete, ist in einen Korruptionsskandal verwickelt. Hier gibt es keine Enthüllungen, vielmehr Intuition, gepaart mit hartnäckiger Detektivarbeit, und hinzu kommt ein spürbaren Gefühl der Frustration, während die beiden Männer entlang der Strecke hin und her und hin und her fahren (allein die Schilderung dieser Zugfahrten besitzt Züge des Absurden Theaters): Karten und Diagramme sorgen für Hochspannung, und keineswegs für Langeweile (auch eine Kunst). Das Rätsel dieser Story ist verdammt raffiniert. Da wäre selbst Hercule Poirot ins Grübeln gekommen – aber der sass in einen anderen Zug!


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