Archives: Montag, 1. Oktober 2018
2018 1 Okt.
Staffordshire’s purveyors of pastoral pop, epic 45, return after a seven-year hiatus with new album, their first release since 2011’s acclaimed album ‘Weathering’, which explored the lingering death of rural communities.
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2018 1 Okt.
„What Light There Is Tells Us Nothing“
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„What Light There Is“ renders Janek Schaefer’s sublime deconstruction of Robert Wyatt’s jazz-fusion album, „Cuckooland“ [2003], paired with seven new, original pieces that share a captivating aura. Funny enough, the record will be released one week after my next radio night „Klanghorizonte“, but I will try to get it in advance, for good reasons: one hour of the night will be about Robert‘s songs.
(bk/me)
Continuing a series of releases reverential of significant British composers, writers and artists such as J.G. Ballard and John Tavener, Janek treats Robert Wyatt’s material with the same poetic license. What follows is an immersive, hypnagogic episode from the mental realm between waking life and dreamspace, gently teasing the pastoral loveliness of Wyatt’s music into a woozy, heavy-lidded parallel dimension.
As always with Schaefer’s work, the idea of nostalgia and the fidelity of memory is also key to the appeal of ‘What Light There Is Tells Us Nothing’. In the 21 minute title piece, commissioned by the Sounds New Festival in Canterbury and presented as a multi-channel radio installation, Schaefer revels in the profundity of Wyatt’s work with poignant slivers filtered into gaseous shapes suggesting a fleeting mix of pastoral glory and somnambulant melancholy comparable with the most striking Philip Jeck works, or the trace echoes of memory supplied by The Caretaker.
The other seven pieces follow with a more cinematic appeal, as though we’ve dozed off during a midday matinee programme in middle England and slipped into a silvery phantasy of medieval gallantry and posh English gentry, before nods to Schaefer’s Polish ancestry flicker into his nostalgic reverie via the bobbling loops and glitching chorales of his three ‘Corah’ pieces. Stunning.
(Written by the great guys from Boomkat)
2018 1 Okt.
Barre Phillips’ „End To End“
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„Der vorherrschende Eindruck ist der einer meditativen, in Trance versetzenden Erfahrung. Ich fühle mich erinnert an eine chronologisch angeordnete Retrospektive von Miro in der Tate Gallery. Die erste Räume voller Bilder, angefüllt mit erschöpfenden überquellendem Details. Und im letzten Raum nur noch Farbspuren mit einfachen Bögen, und doch war in ihnen die gleiche emotionale Kraft und Intensität spürbar. Ich würde Barre Phillips keinen Minimalisten nennen, aber auf END TO END findet sich eine vergleichbare konzentierte Klarheit.“ (Ollie Briggs)
EINSAMKEIT EINES ALTERNDEN STONES-FANS
Er latscht in den Diskshop und gleich
auf die Platte los, die er will, die neuen Stones.
Um ihn rum, Kopfhörer um die Ohren,
die 10 oder 15 Jahre jüngeren Typen,
die längst was anderes hören.
Die reglosen Gesichter
regen ihn auf,
diese Einsamkeit unter den Kopfhörern!
Er nimmt die Platte und
fühlt sich nicht sehr einsam.
Er weiß nur, er überschaut
den Plattenmarkt nicht mehr –
Diplom-Physiker, da habe ich andre Sorgen –
und weiß nicht, was ihn noch verbindet,
mit der, sagt er ironisch, nächsten Generation,
höchstens eine Demonstration, ein Joint,
etwas von dieser Mode.
Er sieht das Cover an:
gefällt mir eigentlich gar nicht, den Mick
solltest du wirklich langsam abschreiben,
aber sein Sound, den hat keiner mehr erreicht.
Und Mick sagts selber: Du wirst
irgendwann zu deiner eignen Parodie.
Dieser Satz geht ihm durch den Kopf,
während der vier Schritte zur Kasse, irgendwann
wirst du zu deiner eignen Parodie.
Erinnerungen kommen hoch:
die Stones im Hyde-Park damals,
da war ich mittendrin, da hat sich was
bewegt mit uns. Jetzt
fühlt er sich beobachtet. Jetzt
fühlt er sich überlegen: die hängen hier rum,
bei dieser immer schlechteren Musik,
leiden vielleicht an ihren Trips oder
an Langeweile, aber ich,
und er zahlt, steckt den Bon ein,
was hab ich alles mitgemacht
und weiß jetzt, was zu tun ist, ich!
So ein Gedanke, er sieht sich nochmal um,
ist das nun die berühmte Erfahrung des Alterns?
Und geht aus dem Laden
und geht zum Arzt, die Rückenschmerzen,
und abends die neue Platte mit
neuen Enttäuschungen, die
Vergangenheit ist Vergangenheit –
und nicht vorbei.
F. C. Delius
