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Archives: Freitag, 12. August 2016

2. Drake – Views (Young Money Entertainment)

2. Hieroglyphic Being & The Configurative Or Modular Me Trio – Cosmic Bebop (Mathematics)

2. YG – Still Brazy (Def Jam)

3. Idris Ackamoor, The Pyramids – We Be All Africans (Strut)

3. Bert Jansch – Jack Orion (Transatlantic)

3. Mireia Moreorless – Alwaysreturning (Les Disques du Crépuscule)

3. Africans With Mainframes – K.M.T. (Soul Jazz)

9. Bon Iver – Bon Iver (Jagjaguwar)

15. Brian Andres, Afro-Cuban Jazz Cartel – This Could Be That (Bacalao Records)

Inside:
 
Introduction: Brian Eno: A problem of organization – David Pattie and Sean Albiez
 
 
 
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PART ONE – Eno: Composer, musician and theorist
 
1 The Bogus Men: Eno, Ferry and Roxy Music – David Pattie

2 Brian Eno, non- musicianship and the experimental tradition – Cecilia Sun

3 Taking the studio by strategy- David Pattie

4 Between the avant- garde and the popular: The discursive economy of Brian Eno’s musical practices – Chris Atton

5 Yes, but is it music? Brian Eno and the definition of ambient music – Mark Edward Achtermann

6 The Lovely Bones: Music from beyond – Hillegonda C. Rietveld

7 The voice and/of Brian Eno – Sean Albiez
 
 
PART TWO – The University of Eno: Production and collaborations
 
8 Before and after Eno: Situating ‚The Recording Studio as Compositional Tool‘ – Sean Albiez and Ruth Dockwray

9 Control and surrender: Eno remixed – collaboration and Oblique Strategies – Kingsley Marshall and Rupert Loydell

10 Avant-gardism, ‚Africa‘ and appropriation in My Life in the Bush of Ghosts – Elizabeth Ann Lindau

11 Eno and Devo – Jonathan Stewart

12 Another Green World? Eno, Ireland and U2 – Noel McLaughlin

13 Documenting no wave: Brian Eno as urban ethnographer – Martin James

 

2016 12 Aug.

Verwickelt

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Als Gilles Deleuze und Félix Guattari einst den Anti-Ödipus ins Leben riefen, entstand damit eine Art Gegenfigur zu jenem Helden aus griechischem Mythos, der seinen Vater tötete und die eigene Mutter heiratete. Ein Begriff, der in dem Buch mit dem Untertitel Kapitalismus und Schizophrenie immer wieder gebraucht wurde, lautete „Die Wunschmaschinen“.

Was genau das sei, habe ich nie so ganz verstanden, wie Vieles aus den Denkerwelten Jacques Lacans oder Jean Baudrillards. Ehrwürdige Mitstreiter am Rande der Scharlatanerie, wenn es darum ging, sprachlich überkonstruierte Unverständlichkeiten zu erschaffen: Dickicht und Gestrüpp, in dem der Leser sich verfangen konnte oder aber intellektuelle Zuflucht fand. Lag es am Französisch, das unsereins ja leider nie richtig lernte? Animierte nicht so manche Sprachmelodie auch zu einem linguistischen l´art pour l´art: zum Palaver? So wie das brasilianische Portugiesisch zum Bossa Nova inspirierte? Outras palavras.

Man könnte meinen, ausgewiefte Exegeten wie beispielsweise Slavoj Zizek böten nun Gebrauchsanweisung und Klempnerdienst an für derlei komplizierte Theorien. Doch weit gefehlt, der slowenische Philosoph treibt ein sehr unterhaltsames, jedoch vermaledeites Spiel, immer mit dem Schalk im Nacken: er setzt den Hasen auf die Fährte, hält ihm die begehrenswerte Möhre vor die Nase und der ist doch am Ende nur genaseweisst und ausser Atem. „Ick bün al dor!“, grinst Rabbitskinner Zizek auf gut plattdeutsch und hält statt der Lösung nur deren dialektischen Kontrapunkt hin. Anstelle kognitiven Landgewinns wieder nur das stets entkräftende Gegenargument: ewiges Vexierspiel.

Zurück noch einmal kurz zu den mythischen Anfängen: ein „Anti-Narziß“ wurde meines Wissens nie geschrieben, auch wenn Peter Sloterdijk („Er schon wieder!“) in seinem Buch Zorn und Zeit darauf hinweist, man könne Ödipus und Narziß jetzt mal getrost vergessen. Sie seien längst diskreditiert als unverbesserliche Idioten, die den Schuss noch nicht hörten. So meinte es wohl einst auch eine Freundin: immer wenn ein Verehrer sich als Möchtegern-Napoleon aufspielte, nach dem bekannten Motto Ja-wie-toll-bin-ich-denn!, entgegnete sie spröde, er sei doch nur vom Wickeltisch gefallen.


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