Manafonistas

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Archives: Dienstag, 24. Dezember 2013

With mistletoe and candle green
To Halloween we go
Ten murdered oranges bled on board ship
Lends comedy to shame
The cattle graze bold uprightly
Seducing down the door
To saddle swords and meeting place
We have no place to go

Then wearily the footsteps worked
The hallelujah crowds
Too late but wait the long legged bait
Tripped uselessly around
Sebastopol Adrianapolis
The prayers of all combined
Take down the flags of ownership
The walls are falling down

A belt to hold
Columbus too, perimeters of nails
Perceived the Mama’s golden touch
Good neighbors were we all

 

I’ve never understood this song. What’s it about? Maybe a Welshman can tell me something about its hidden secrets. Or Ian, or Bob! At the same time I’ve always loved this song, which has definetely a Christmas feel (in a good way) though some of the lines seem to undermine a too peaceful atmosphere. It’s from John Cale’s masterpiece „Paris 1919“ which he recorded, funny enough, with members of Little Feat.

 

 
 

 … with many thanks to Ulrike Haberl and Ulrike Burgwinkel, sophisticated thriller ladies …

 

1) Michael Harvey: Kein Opfer ist vergessen (klingt nach Cold Case, und tatsächlich hat Harvey hier etliche Drehbücher beigesteuert. Dieser Thriller ist wohl eine der packendsten Darbietungen des Genres „erkalteter Fälle“, hoch spannend, voller twists & turns,ohne das mit billigen Effekten darzureichen. 9,99 Euro)

2) Evelyn Waugh: Scoop (der etwas kauzige William Boot, der beim „Daily Beast“ eine Kolumne zum Thema Natur und Landschaft hat, wird 1938 aufgrund einer Verwechslung als Kriegsberichterstatter in das afrikanische Krisengebiet Ishmaelia gesandt. Grotesk, verrückt, witzig und britisch-schwarz. 11.90 Euro)

3) Harlan Coben: Wer einmal lügt (eine Krimiexpertin meines Vertrauens nannte dieses Buch „den besten Coben“, und ich habe schon genug gute Zeit mit einigen seiner Bücher verbracht, um ihr nicht einfach mal zu glauben, denn sie hat schon zehn Cobens mindestens verschlungen.  14,99 Euro)

4) Robert M. Edsel mit Bret Witter: Monuments Men (die wahre Geschichte der Männer, die von Nazis geraubte Kunstgüter sicherstellen sollten, um so dem Ausverkauf abendländischer Kunst Einhalt zu gebieten. So spannend, dass Hollywood den Film nachreicht, mit George Clooney. 9,99 Euro)

5) Hakan Nesser: Himmel über London (was erzählt uns der alte Schwede hier? Lauter Verwicklungen, lose Fäden, Abschweifungen, Zeitreisen in die 60er und 70er Jahre der Metropole; die Kritik reagiert mit schroffer Ablehnung und grosser Begeisterung. Raffinierte Erzählkonstruktion, und grosse Liebe zum Detail!)

2013 24 Dez.

Wenn die Anderen feiern

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Ich gewöhn mich nicht
an keinen Augenblick
was erstaunlich ist
macht keinen Sinn für mich
weil quer übers Herz
liegt die Erinnerung
sie bleibt immer jung

Weil quer über meinem Herz
liegt die Erinnerung
sie bleibt immer jung

 
Herbert Grönemeyer, „Zu Dir“

 

 
 
 
Schade, ich hätte Buch führen sollen. Dann wüsste ich heute noch genauer zu sagen, welche großartige Radiosendungen von Programmdirektoren und Intendanten deutscher Rundfunkstationen abgesägt worden sind. HörerInnenprotest gab es meistens zuhauf, genützt hat er in aller Regel nichts. An einen Brief eines Hörfunkdirektors erinnere ich mich noch genau, wahrscheinlich deshalb, weil man als schlichter Radiohörer in der Regel auf Post keine Antwort bekommt. In diesem Falle war es anders. Ich hatte besonders heftig protestiert, so richtig alle Register gezogen und er hat entsprechend geantwortet, etwa so: „…den wenigen Hörern der von Ihnen so geschätzten Sendung können Sie ja wohl auch eine Kassette mit Ihrer Lieblingsmusik schicken!“ Wow!   Okay, so, ich habe die zweistündigen Klanghorizonte mit M.E., das Jazzlaboratorium des NDR, Radio Unfrisiert vom HR, die tägliche Jazz-Leiste des SWR, den Schlafrock des SDR etc. kommen und gehen sehen und nun, Ende 2013 wird das wahr, was bereits im Sommer dieses Jahres angekündigt wurde: trotz riesigem Hörerprotest wurde Nightflight mit Alan Bangs aus dem Programm von dradio-Wissen genommen. Am 08.12. lief die vorletzte, am 15.12.2013 die letzte Sendung von Bangs. Die Spezialität von Alan Bangs war es, in seinen Sendungen aus einer Unzahl von Titeln eine große Komposition zu basteln und dann zu präsentieren. Am 08.12. etwa wurde Musik von 57 Tonträgern gespielt. Begeistert hat mich an der konkreten Michung der vorletzten Sendung das Ineinanderfließen, das Vermischen von Chris Watsons Sierra Tarahumara aus dem Album El Tren Fantasma aus dem Jahre 2011 mit dem großartigem Gitarrenspiel und dem Gesang von Faris, von der Platte Imeslan n Essouf das gleichnamige Stück (ebenso erschienenen 2011). 
 
 
 

 
 
 
In der letzten Sendung sprach Alan Bangs dann einmal sehr persönlich über sein Sendungskonzept und verabschiedete sich damit von seinen HörerInnen. Musikalisch kamen wunderbare Platten auf den Teller: Neil Young mit See The Sky About To Rain aus der CD Live At The Cellar Door; Jacques Brel mit Voir un ami pleurer aus Portrait: Jacques Brel, Silver Mt. Zion mit For Wanda aus dem Album He Has Left Us Alone But Shafts Of Light Still Sometimes um nur einige zu nennen. Als vorletztes Stück spielte Bangs von Zbigniew Preisner das Stück Prayer aus der CD Requiem For My Friend und als letztes Stück erklang die Grimethorpe Colliery Band mit Amazing Grace. Das wars dann! Schöne Weihnachten, trotzdem, und ein gutes neues Jahr 2014!


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