Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

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Archives: Montag, 18. November 2013

„It would be easy to tie yourself up in philosophical knots about this band and what they do – is it important, is it boundary pushing, is it influential, is it relevant – but none of that matters. Just put this recording on. Listen to it. Let it inhabit the same space as you. Let it influence the colour and tone of the room you are in, let it change your mood and perception. Leave the room, make a cup of tea, come back, read a book, make love, write a letter; it will have changed; it will have stayed the same.

Even by The Necks‘ standards, Open feels intensely pure; drummer Tony Buck said in a Guardian interview a decade ago „I really, really love playing the drums. I’ve been doing it for more than 30 years and I enjoy it more than I ever did.“ It’s more than 40 years now, and that love doesn’t seem to have diminished one iota; there is great love for music, for sound, for expression, right through the heart of this record, in Lloyd Swanton’s bass and Chris Abraham’s piano, in the movements they make together, the sound they produce. Open is magical, calming, intriguing, beautiful. It makes me smile to listen to it.“

(Nick Southall, the full review in thequietus.com)

Am kommenden Samstag um 4.05 Uhr beginnen die Klanghorizonte in der Radionacht des Deutschlandfunks mit dem „Cello Song“ von Nick Drake. Und sie enden im besten Philly-Sound auf einem Tanzboden der frühen Siebziger Jahre. Es wird viel gestorben und getanzt und gestürzt und getrauert und geschrien und geseufzt in diesen 55 Minuten. Die Zeit (auch wenn alles so ruhig ist zu Beginn) rast nur so dahin, was ein Gemeinplatz ist, und die Kunst besteht darin, die Illusion des Anhaltens der Zeit zu üben. Für Esoteriker ist das nicht mal eine Illusion: nunc stans. Alles steht still. Auch die Körper im Studio 54, die begehrten, fliegenden, Tom Molton-Extended-Mix-erprobten: sie haben im Gewirbel immer wieder für endlose Sekunden die absolute Ruhe gefunden. Ausfallen muss in dieser Stunde das jamaikanische Ska-Fieber aus der Mitte der 60er Jahre, ein Opfer des „timings“: die Musik dieser Klanghorizonte platzt aus allen Nähten, und ein bisschen was muss ich ja auch erzählen, zu Keith Jarretts Gitarrenmusik und anderen Hippieträumen. Ich werde mein Jefferson Airplane-TShirt tragen. Ein Schüler von Gurdjieff taucht auch auf. Nehmen wir also mal an, dass er sich keine Tüte gezogen hat, wenn er von der „grossen Flut“ erzählt, auf Robert Fripps Album „Exposure“, das so herrlich zerklüftet ist,  und dem Irrsinn und der Erhabenheit diverse Pforten öffnet. Ich glaube, so eine Stunde muss man live moderieren. Ich würde sonst selbst was verpassen. Stellen Sie Ihren Wecker. Programmieren Sie diese Stunde mit dem App des Deutschlandfunks. Holen Sie sich den inoffiziellen Podcast bei „Radiohoerer“ ab. Zeit zum Zeitreisen. Das Ende wird Sie umhauen.


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