Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the day Samstag, 6. Mai 2023.

Archives: Samstag, 6. Mai 2023

2023 6 Mai

David (still) wants to fly (remix)

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

Den Meister David Lynch persönlich treffen und mit ihm übers Filmemachen reden!  Für den jungen David Sieveking geht ein Traum in Erfüllung, als er seinem Idol im Frühjahr 2006 erstmals direkt gegenübersitzt. Das Treffen findet am Rande eines Workshops in den USA statt. Lynch spricht dort über die Quellen der Kreativität. Und über die Transzendentale Meditation, eine Meditationstechnik, die der Kultregisseur seit über 30 Jahren tagtäglich praktiziert Ist die Meditation das Geheimnis hinter Lynchs abgründigen Filmen? Die Recherchen des Filmemachers David Sieveking führen ihn hinter die Kulissen der Organisation der Transzendentalen Meditation, begründet einst vom legendären Yogi Maharishi Mahesh.

Enthüllungsjournalismus der etwas anderen Art. Ein Augenöffner, die Manipulierbarkeit des Menschen betreffend. Die DVD-Edition ist exzellent. Sie enthält ausführliche Extras inc. Interviews mit Philosophen, Medizinern, Sektenforscher, die das Phänomen „TM“ in seine zum Teil bestürzenden, zum Teil ernüchternden Bestandteile zerlegen. Das Geschäft mit der Erleuchung! Und einem an sich sehr wertvollen Tool, der Meditation, die hier aber in einen widerlichen turbokapitalistischen Kontext gebettet wird. Manche Episopden sind tragikomisch (z.B. wenn der deutsche TM-King sich in Berlin als guter deutscher König präsentiert, der das Land unbesiegbar machen möchte). Oder Lynch eine zunehmende Allergie gegen Sieveking entwickelt. Die Interviews beginnen stets mit Anklängen an die berühmte Twin Peaks-Musik von Angelo Badalamenti. Der Regisseur verrät im Making of-Interview, dass er sich mitunter fühlte wie der Doughnuts verspeisende Detektiv in der Mystery-Serie. Kann ich verstehen. Als Meditationsfan lässt sich Lynch vor den völlig falschen Karren spannen, manch tollen Filmen und Serien hat das keinen Abbruch getan. 

 
 

ich sitze gerade im polizeipräsidium, und warte darauf, meine anzeige loszuwerden. in den letzten monaten bin ich gleich zweimal, haha,  opfer einer straftat resp. eines zivilrechtlichen vergehens geworden: einmal wurde ich – öffentlich – von jemandem als als ratte oder gesindel oder geschmeiss oder sowas tutuliert, ging so in richtung franzjosefstrauss, wie der linke runtermachte, das war natürlich zum fremdschämen… ich liess das durchgehen, aber dieser betrugsfall ist natürlich ernster zu nehmen. ich hatte gestern eine unheimlich gut gemachte fishing mail der dhl, die natürlich nicht von der dhl war, mit angaben zu meiner kreditkarte bedient, und als das dann von der dhl offiziell als betrug ausgemacht wurde, liess ich ratzfatz meine mastercard sperren. 116 116 ist die zaubernummer. jetzt bringe ich das zur anzeige, damit ich in wochen, wenn das ausmass des betruges ersichtlich ist, das geld wiederbekomme. shit happens.

 

 

 

Ich bekam folgende Bluray/Dvd zugesandt, mit einem netten Brief eines Freundes aus Norfolk. I was hooked. Nach Skolimowskis herzzerrreissendem Film „Eo“ das zweite grosse Filmerlebnis des Jahres (if you‘re ready to surrender). „In Mark Jenkins verwunschenem Cornwall verzieht und verbiegt sich die Zeit“, schreibt ein Kollege, und fährt fort: „Mark ist ein Kind von Nic Roegs Meisterwerken aus den siebziger Jahren (Walkabout, Don’t Look Now, The Man Who Fell To Earth), deren kaleidoskopisches Abgleiten der Zeit Ausdruck eines elliptischen, sinnlichen Geistes war. Auch Jenkin hat sich seine eigene Zeit und seinen eigenen Raum mit antiken Techniken geschaffen, die er selbst als „scheinbar verrückt“ bezeichnet und die ihn auf Uhrwerk, 16-mm-Film und Post-Synch-Sound beschränken.“ Mehr soll hier gar nicht verraten werden. Natürlich steht hier auch der Gruselklassiker „The Wicker Man“ Pate. Wer irgendwann über diesen Film stolpert, sollte sich den Trip gönnen, vorausgesetzt man hält die Dinge aus, die unter die Haut kriechen, und bei sehr, sehr sensiblen Geistern Angstschübe und Wahnvorstellungen auslösen können. Und wer sich für Filmmusik interessiert, wird mit dem „package“ des British Film Institute bzw. den Extras bestens bedient. Peter Strickland ist auch dabei!

 


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz