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Archives: Sonntag, 23. Juni 2019

Als der Pianist Richard Beirach im Juni 1977 im Tonstudio Bauer in Ludwigsburg die erste Soloplatte seines Lebens aufnahm, betrat er bereits historisch wertvolles Terrain. Angetrieben von den visionären Ideen des Produzenten Manfred Eicher hatte das Label ECM seit Beginn jenes Jahrzehnts rasch seinen Ruf gefestigt, die Jazzlandschaft musikalisch radikal zu erweitern. Das Kölner Konzert von Keith Jarrett war eine künstlerische wie kommerzielle Sensation und sicherte jedem jungen ECM-Künstler unmittelbare Aufmerksamkeit. Die Produktionstage der Soloaufnahme „Hubris“ und der Einspielung „Elm“, einem Trio mit dem Bassisten George Mraz und Schlagzeuger Jack DeJohnette, wurden für Richard Beirach einschneidende Lebenserfahrungen – musikalisch wie privat.

 
 
 
 

 
 
 
 

 

2019 23 Juni

Die Späher am Atlantik

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„Also“, sprach Plinius, „hier ist nun das Ende der Welt. Möge Platon zufrieden sein, dass ich den Null Meridian durch seine elysischen Gefilde lege. Ob er „Atlantis“ hier vermuten will, bleibe sein Geheimnis.“

 

Wahrhaftig wurde ein achtes Eiland Ende des 19. Jahrhunderts von drei Herreńos gesichtet. Sie waren über goldene Ilix Wiesen und durch bis zu 15 Meter hohe Baumheiden gewandert, vorbei an riesigen Gagelbäumen und genossen die Melodie der Stille. Von unbekümmerter Sorglosigkeit getragen, gingen sie in den friedvollen Pinienwälder hinein.

 
 
 


 
 
 

Als sie auf die öden Lavafelder trafen, erfasste sie ein Rausch, hervorgerufen von der Urgewalt und plutonischen Inferiorität des erstarrten Magmas. Die reine, weiche Luft des Passatwindes, vermischt mit den radioaktiven Strahlen der Mineralien, versetzte die drei Wanderer in eine traumhafte Benommenheit, die sie vorübergehend zu einer unsicheren Fröhlichkeit veranlasste. Der eine Wanderer zeigte in Richtung Leuchtturm und machte die beiden Anderen auf die „Wunderinsel“ San Borondón aufmerksam. Die Männer spähten mit den Händen über den zusammen gekniffenen Augen hinaus auf den Atlantik. Der Eine begann zu zittern und bat darum, den Rückweg anzutreten. Sicher zuhause eingetroffen, setzten sich die Männer noch auf ein Glas Elysar-Wein zusammen und hörten der fernen Stimme von Dona Valentina la de Sabinosa (1889-1976) zu.

 
 
 


 


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