Manafonistas

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Archives: Mittwoch, 13. September 2017

2017 13 Sep.

Die Reise nach Mellrichstadt

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Dass die Rhön eine besondere Landschaft ist, konnte ich bei manchen Ausblicken mit Bodennebel und wie gemalten Hügelkämmen kaum übersehen. Aber ich war heute nicht auf Seitwärtstreiben und kleine Abstecher in herbstliches Niemandsland gepolt – mit der nötigen Ruhe hätte ich mich einer kleine Gruppe von Pilzsammlern anschliessen können, die ich an einem Waldrand traf, einer sah aus wie Peter Handke mit Tiroler Hut. Aber ich liess all die Dörfer und Wetterumschwünge durch mich hindurch rauschen und praktizierte zwischendurch eine kleine Pranayama Übung. Daniela Manger führte mich durch die Werkräume ihrer Lautsprechermanufaktur, und die beiden „magic boxes“ wurden hinten im Toyota verstaut. Durch einen selten dummen Bedienfehler meinerseits war eine kleine Reparatur an diesen faszinierenden Schätzchen nötig, über deren Historie und „Wirkungsgeschichten“ man sich auf der Homepage von „Manger Audio“ bestens kundig machen kann. Während dieser 856 Kilometer ging mir allerdings immer wieder ein kleines Problem durch den Kopf. Auf dem Rückweg, hinter einem Dorf mit einem Bilderbuchnamen, fuhr ich an einen weiteren Waldrand, pflanzte mich auf einen Baumstamm, und setzte das heilige Mantra des Tages ab, zwischen eine Reihe unbeirrt schweigender Buchen: „Fuck! Fuck! Fuck!“. So ragt eine Geschichte (die einer Reise) in eine ganz andere hinein, und man ahnt nicht, mit welch durchtriebener „Ironie des Zufalls“ sie zusammenhängen, Schicksalsgläubige könnten von einem „cosmic joke“ sprechen. Ich ziehe meine erste Trumpfkarte: guter Humor! Ich lege, während eines „Boxenstops“, meine zweite Trumpfkarte in den CD-Player meines Toyoten: „The Best of The Troggs“.

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2017 13 Sep.

Pocahontas on the Shetlands

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It’s interesting in retrospect that in his long career (if you don’t get me on the wrong track) Neil Young only released three pure solo albums, and not one of them before decades and decades have passed. Live at Massey Hall, Live at The Cellar Door, and Hitchhiker. All from the ’70s. Absolutely moving, raw works of intimacy, vision, and some weed in the mix. Oh, yes, I forgot the one he recorded, years ago, in an old time-travel booth (but even there, a distance of decades between the hour of recording and the time in mind). And, ahem, it may seem far-fetched and contrived, too clever to really get you hooked, but when I just listened to the stunning new album from the Danish String Quartet, Last Leaf (ECM New Series), full of ancient „Nordic Folk“ in a broad sense, reaching out to the Shetlands, I was suddenly dreaming of a magic radio hour where, in a constant give-and-take, the Danish Quartet and young Neil change places with each song. Second guess, it would work fine, suprise! Ah, we leave out the time-travel booth album in that strangely perfect sequence that would, soundwise, interrupt the flow.

 

2017 13 Sep.

Night tale with stormy weather and bass guitar

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In der Nacht von Freitag auf Samstag, am 19. August, tobte ein heftiges Unwetter über dem Münchner Raum. Bäume fielen auf Straßen, Bäume und Äste auf Gehwege, es gab vollgelaufene Keller, Pkws steckten in überschwemmten Straßenunterführungen – das sind nur einige der Einsatzstichworte für die Kräfte der Feuerwehr. Niemand nahm körperlich Schaden. Im ganzen Stadtgebiet waren die Einsatzkräfte von Berufsfeuerwehr und Freiwilliger Feuerwehr unterwegs. Durch die Integrierte Leitstelle München wurden zusätzlich zu den Einsätzen im Stadtgebiet noch etwa 80 Einsätze für den Landkreis München disponiert. Das Unwetter beschädigte zudem eine Engelsfigur in Haidhausen. Die Feuerwehr sicherte die Figur auf dem 45-Meter hohen Kirchturm und seilte sie ab. In seinem Auto musste auch der Produzent Manfred Eicher ausharren, die Wassermassen zwangen ihn dazu, mehr als eine Stunde auf den Rettungsdienst zu warten. Immerhin funktionierte das Autoradio noch, und so schaltete er gegen 1.15 Uhr den Deutschlandfunk ein. Und so misslich seine Lage war, er musste wohl innerlich schmunzeln, als er rasch eine vertraute Radiostimme erkannte, und nur wenige Minuten vergingen, bis er, in den „Klanghorizonten“, der kleinen Premiere eines Musikstückes aus Björn Meyers exzellenter CD „Provenance“ lauschte, aus der von ihm in Lugano produzierten Aufnahme.

 


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