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Archives: Samstag, 16. September 2017

 

 
 
 
On a rainy Thursday afternoon two days ago I purchased these three cassette tapes from the miraculous VoxBox Music shop. 50p each. Listening to them involved hunting down my Sony CFD-S22L „CD-RADIO-CASSETTE-CORDER“ [sic] – which had been in its analogue vortex since the 1900s.

IBTABA – I have Michael Engelbrecht to thank for my new-found love of Wire. He sent me copies of 154 and Chairs Missing a while back. My response was probably a bit rude, along the lines of „yes, these LPs are OK“. But genius plastic is never a first impressions type deal. I went back to these records again and again. IBTABA is from decade after these, a decade that is now three decades ago. On cassette! Zeitreise stylee.

The White Room – not listened to this one yet.

ZOOROPA – magnetic tape didn’t suit IBTABA. It sounded squashed, wowed and fluttered. Oddly trebly. The quality of the music and the humour won out though. ZOOROPA was different magnetic deal. It sounded fantastic. It sounded – on tape – like a spin painting, throwing colours of realisation over everything. Which, I guess, just goes to show that music isn’t about one format fits all.

Manchmal sehe ich mir am Montagabend – und hierzu bitte keine Kommentare – einen der tatortalternativen Krimis im ZDF an. Sie heißen meist nach den Landschaften, in denen sie spielen, oder nach den Kommissaren, die in ihnen spielen, und manchmal ordnen sie sich dem Genre „Thrillerdrama“ zu, warum auch immer.

Der Film, den ich meine, war einer der der Landschaft gewidmeten und hieß Tod am Engelsberg, wenn ich mich richtig erinnere. Die Rollen waren mit Schauspielern gut besetzt, die Handlung war etwas durchsichtig. Immerhin wurde in letzter Minute noch ein letzter Verdächtiger als letzte falsche Fährte eingesetzt: der Dorfkneipenwirt, von Michael Fitz authentisch dargestellt, so dass man sich ganz automatisch noch ein Woiza vor den Fernseher holt.

Auffallend waren die 4 Buttons an der Jacke des Wirts, die ich nicht erkennen und deren Botschaft ich somit nicht verstehen konnte. Da aber das T-SHirt vermutlich nicht einfach zufällig am Set rumlag, darf man ihm wohl Bekenntnischarakter zuschreiben – der Wirt ist Jimi-Hendrix-Fan, der Schauspieler ist auch Gitarrist und Sänger, weit entfernt von Hendrix freilich, akustisch und bayrisch (wie musikalisch das Bayrische klingt!), solo oder mit sehr einfühlsamer und unaufdringlicher Begleitung. Ich habe mich erstmal im Netz umgeschaut – alle Lieder mag man gleich mehrmals hören, was zum Verstehen der Texte auch notwendig ist; „Des isch des“ und „Hoam“ ist was vom Leichteren.

Der Tourkalender von Michael Fitz reicht bis ins Jahr 2020; er liest sich wie das Adressbuch der mehr oder weniger unabhängigen Kultur-Häuser-Fabriken-Wassertürme-Keller-und-Zentren. Wer hätte sich das vor 40 Jahren in den Jugendzentrum-Inis träumen lassen! Auch wenn sich viele wegen der aktuellen politischen Entwicklungen Sorgen machen, stimmen mich all diese kreativen Orte zuversichtlich.
 
Hier eine kleine Auswahl (alle Termine im Internet):

 

Uslar, Kulturbahnhof
Bönnigheim, Kulturkeller
Berlin, Ufa-Fabrik
Wetzlar, Kulturstation
Hockenheim, Pumpwerk
Würzburg, Bockshorn
Meerbusch, Wasserturm
Leipzig, Anker
Gilching, Kulturmoni
Bochum, Schauspielhaus
Sylt, Kursaal 3
Stuttgart, Rosenau

 

Ich komme am 5.9.2018 zum Konzert auf Juist.
Versprochen.


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