Im Zeitalter des fröhlichen Recyclngs und der noch beredteren Ausgrabungen kommen nun einige Werke ans Licht, um alten Ruhm zu festigen, oder Unerhörtes erstmalig zu Gehör zu bringen: etwa Robert Wyatts Songarchäologie aus dem Jahre 1968 (Cuneiform Records), oder „No End“, Keith Jarretts Multiinstrumentalaufnahmen von 1986 (mit E-Gitarre, Blockflöten, Trommeln, und ein bisschen Klavier). Neugierig bin ich auch auf diese en detail gehende Reissue eines legendären Albums der Waterboys. Ich habe oft Schwärmendes über dieses Opus mit dem Fisherman Blues vernommen, leuchtende Augen gesehen, es aber seltsamerweise nie gehört. Tommy, die Rock-Oper von The Who wird nun auch neu und edel verpackt, aber ich traue meinen Kindheitserinnerungen und war schon damals nur scharf auf einzelne Songs davon. So war „Pinball Wizard“ mein Lieblingssong der Who. Neben „Pictures of Lilly“, einem der hinreissendsten Songs über Masturbation, nebenbei bemerkt. Kulturell korrekt müsste man nun (was die grossen Songs angeht, und wenn man an The Who querbeet denkt), auch auf 20-Minuten-Versionen von „My Generation“ verweisen, aber das wäre nicht ehrlich, hat mich damals in der Abteilung „Monstersongs“ nicht halb so gepackt wie IN A GADA DA VIDA (haha) von Iron Butterfly!!!
Archives: Donnerstag, 24. Oktober 2013
2013 24 Okt.
Blicke zurück im Herbst
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | 2 Comments