Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the day Freitag, 4. Oktober 2013.

Archives: Freitag, 4. Oktober 2013

Neu im Plattenschrank

 

Wie bekannt, hat Michael in seinen vorletzten Klanghorizonten Mutiges gewagt, er spielte Musik nur aus einem musikalischem Werk, aus Dennis Johnsons NOVEMBER, eingespielt von R.Andrew Lee.
 
 
 

 
 
 
Am 27.09.13 schrieb Michael auf manafonistas.de über diese herausragende Platte, ich brauche dem nichts hinzuzufügen. Nach den von mir begeistert gehörten Klanghorizonten war jedenfalls mein erstes Ansinnen: diese Plattenbox musst du haben. Bestellt wurde sie von mir vor sechs Tagen, ich muss wohl noch eine Weile warten, das ist bei herausragenden, schwer zu beschaffenden Werken oft so! Eines habe ich mir allerdings schon jetzt vorgenommen: Auch ich werde versuchen NOVEMBER am Stück zu hören, wie Michael es in den Klanghorizonten erzählte, allerdings mit anderen Zutaten. M.E. erzählte seinen HörerInnen, dass ihm Sprudel und Donuts beim Hören des fast fünfstündigen Werkes gereicht hätten, ich denke, ich werde mir eine gute Flasche Le Vin Noir (Cuvée spéciale) rot 2004 (Cave de Donzac: Côtes du Brulhois Appelation d’Origine VDQS) gönnen, dazu vielleicht etwas Käse und etwas zu knabbern.
 
 
 

 
 
 
Es gibt Neues von András Schiff, er hat die Diabelli-Variationen von Ludwig van Beethoven eingespielt und damit nicht genug, er hat auch die absolut herausragende Sonate Nr.32 in c_Moll op.111 aufgenommen und zur Einstimmung in die Doppel-CD an den Beginn gestellt. Die Diabelli-Variationen bilden das Zentrum der Cds und den Schluss die Sechs Bagatellen op.128. Die Klaviersonate Nr.32 ist Beethovens letzte Sonate, das erste Manuskript wurde 1822 fertig. Die Sonate gilt häufig als ein Dokument des Abschieds, Beethoven starb 1827 in Wien. Über diese Sonate ist so viel geschrieben worden, dass ich eigentlich nur ein persönliches Wort dazu schreiben möchte. Die Klaviersonate Nr.32 gehört zum Grundbestand meines Plattenschranks, schon mit zwanzig Jahren besaß ich eine Aufnahme dieser Sonate, genial eingespielt von Daniel Barenboim, der sie im übrigen immer wieder gespielt hat, zuletzt 2005 in Berlin. Besonders der zweite Satz hat es mir angetan. Er war für mich in vielen Zeiten meines Lebens Trost und tatsächlich Hilfe. Das kann gute, wahrhaftige Musik ja in der Tat bewirken. Dieser zweite Satz der Klaviersonate Nr.32 sollte zwingend in den Klanghorizonten gesendet werden (17:20 Minuten), das wäre ein Highlight, Michael.
 
 
 

 
 
 
Vorgestern erreichte mich ein kleines Päckchen aus Norwegen. Was für eine Freude, die neue CD von Jan Bang in den Händen halten zu können. Nach Poppies from Kandahar und Uncommon Deities veröffentlichte Jan Bang nun Narrative from the subtropic. Michael stellte die Platte in den Klanghorizonten unlängst vor und Henning Bolte schrieb darüber auf allaboutjazz.com . Alle drei genannten CDs werden sicher in die Jahresliste 2013 eingehen und dort vordere Plätze einnehmen.

2013 4 Okt.

Unthinkable? Ideas selling like stuff

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

They queued all night in the rain outside the Apple store in Covent Garden, fenced in by crush barriers like football crowds. It was the same at other Apple stores across the country, as the iPhone 5s was launched on a public carefully worked up to a froth of anticipation. A few days earlier, Grand Theft Auto V, released after a meticulous campaign of titillation including the statutory moral panic from the Daily Mail, exceeded its first week’s sales projections on the first day. The products may be among the best of their kind, but this kind of big-sales excitement needs a huge, sophisticated and elaborate marketing exercise to get it going, a whole backstory of endeavour – like the tale of the pursuit of perfection, of an obsession with design and function that for Apple was embodied in Steve Jobs. The team that developed GTA in Dundee lacked the black polo-necked sleekness of Jobs, so they brought in Max Clifford to promote stories about the game’s badness. Contrast with humble sales of philosophy books this week. And yet there was more to it than people queueing to pay £709 for a phone. This was the week when two Russians fell out over Kant and one shot the other, happily not in a life-threatening way. Google executives are at work on designing educational programmes as addictive as GTA. Ideas still provoke passion, technology is already getting in there. Only a matter of time then for queues round the block for the next philosophy release. It’ll be a lot cheaper than an iPhone. (The Guardian)

Dieser witzige Artikel aus dem Guardian wird einige Leser zum Schmunzeln bringen, zudem wird der Philosophen-Fraktion der Manafonistas Genüge getan, da wir nun allmonatlich ein Philosophie-Buch mit einer Besprechung vorstellen, in bester Gesellschaft des Albums, der Reissue, und des Thrillers des jeweiligen Monats. Und, nein, keine geisteswissenschaftliche Arroganz im Spiel, mein neues IPhone 5s wird in Kürze in der Post liegen. (me)

2013 4 Okt.

Robert Wyatt’s buried treasure

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

2013 4 Okt.

Stachel der Frist

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

„Seven days“ was all she wrote, a kind of ultimatum note … – so beginnt ein Song im Fünfvierteltakt aus dem Album Ten Summoner´s Tales von Sting. Dem wird eine Frist gesetzt, in der er sich entscheiden soll. Denn da ist eine Frau, die einen Heiratsantrag erwartet und da ist auch ein Konkurrent, mit weniger IQ als der Ex-Policeman zwar, doch von beeindruckend muskulöser und testosteron-hormoneller Präsenz. Ein Song, der von den Leiden der Liebe handelt, aber auch von einer ganz anderen Obsession: die drohende deadline verursacht Unbehagen und hat eine Kaskade von Ersatzhandlungen zur Folge, mit dem Zweck, den erforderlichen Abschlüssen und Entscheidungen aus dem Weg zu gehen.

 

„Monday, I could wait till Tuesday,
If I make up my mind,
Wednesday would be fine, Thursday’s on my mind,
Friday’d give me time, Saturday could wait,
But Sunday’d be too late …“

Montag – ich könnte auch bis Dienstag warten.
Wenn ich mir´s so recht überlege,
wäre Mittwoch gut. Donnerstag kommt mir in den Sinn,
Freitag würde mir noch Zeit geben. Samstag fällt aus –
doch Sonntag wäre schon zu spät.


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz