Manafonistas

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Archives: Sonntag, 31. Oktober 2021


 
 

 
 
 

Unter der Schutzherrschaft von dem Entdecker der Ozeane, Jaques Cousteau und der Schirmherrschaft der kanarischen Inseln, FEDAS, nahmen anlässlich des Jubiläums „25 Jahre Unterwasserfotografie EL HIERRO“ mehrere nationale und internationale Taucherteams an der Weltmeisterschaft in Unterwasserfotografie teil. Hier wird die älteste Tauchform, das Apnoetauchen angeboten. Die Taucher halten bis zu 10 Minuten die Luft an und können so, dem Yoga ähnlich, durch die tiefe bewusste Atmung Bewusstseinstrübung herbeiführen. Normalerweise wird hier die Unterwasserfotografie von Flaschentauchern, jeweils zu zweit, praktiziert. Wenn man auf diesem Wettbewerb gewinnt, wird man „Master von El Hierro“. Ich habe mir an drei Wochenenden das Tauchgeschehen, die Videos und Fotos angesehen. Gestern wurden dann die hier hochgeladenen Wunder prämiert.

 


– Also, dein Soloalbum „Orchestra“ (1989) ist ja kein reines Bassalbum, zuweilen tauchen auch andere Instrumente auf. Aber der Hauptdarsteller ist hier, mehr als auf deinen früheren Werken, dein spezieller Elektrobass, mit seiner unverkennbaren Klangsprache. Der „Weber-Sound“ sozusagen.

 

– Dazu fällt mir eine Merkwürdigkeit ein. Als ich vor längerer Zeit mal meine Platten diagonal durchhörte, war ich zunächst entsetzt, dass mein Klang jedesmal anders war: manchmal ganz hinten, mono und klein, dann schwingend mit einem phasing-Effekt, dann wieder stereo und orchestral. Schliesslich habe ich mich aber doch darüber gefreut, weil ich eben doch nicht von diesem Instrument abhänge. Sicher, es ist mein Markenzeichen, aber sein Klang hat viele Facetten; ich bleibe ich, wenn ich ein entsprechendes Instrument spiele. Leute, die sagen, dass sie mich aus Hunderten raushören, sind immer ganz erstaunt wenn ich ihnen mitteile, das ich auf meiner ersten Platte „The Colours of Chloe“ fast ausschliesslich den grossen Kontrabass spiele. Mittlerweilen habe ich meinen Bass zu meinem Werkzeug gemacht, habe damit Spielweisen entdeckt, die man nur mit diesem Instrument machen kann.

 
 

 

(Was da gerade zu lesen war, ist eine Passage aus meinem ersten Interview mit Eberhard Weber im Spätsommer 1989, wir unterhielten uns im Essener Folkwang-Museum, vor einem der Seerosenbilder von Claude Monet – lang ist‘s her. Jahre später, 1993, erschien sein zweites, reines Solobassalbum namens „Pendulum“, da trafen wir uns wieder, diesmal in München. Kate Bush schrieb Eberhard Weber im Sommer 2014 eine E-Mail, in der sie, im Hinblick auf ihr Bühnen-Comeback, anmerkte: „Did I tell you that we played your stunning Pendulum CD in the venue before each and every show as it‘s my favourite album!“. Ein Zitat aus seinem Buch „Résumé – eine deutsche Jazz-Geschichte“. Am kommenden Freitag erscheint Webers Solo-Konzert „Once Upon A Time“, live aufgenommen in Avignon anno 1994. Die beiden Alben „Résumé“ (2013) und „Encore“ (2015), in denen er ausgewählte Bass-Soli aus Konzerten mit der Jan Garbarek Group in einen besonderen „flow“ verwandelt, vervollständigen die Liste primär solistischer Basswerke. Irgendwie hat mich seine Musik ein Leben lang begleitet. Zu allererst erlebte ich ihn, als er gerade frisch in das Dave Pike Set eingestiegen war, im Dortmunder Domicil, recht früh in den Siebziger Jahren, an seiner Seite Volker Kriegel. Wenn ich mal den Soundtrack meines Lebens notieren wollte, würde „Yellow Fields“ ein eigenes Kapitel bekommen, so wie „The Following Morning“, auch so ein Wunderwerk, bei Pat Metheny. Aber da sind wir nun tief in den Siebziger Jahren gelandet.)

 


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