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Archives: Freitag, 28. April 2017

Was für ein Moment, wenn die neue, noch ungehörte, lang erwartete Schallplatte auf den Plattenspieler gelegt wird und Musik erklingt, die sich noch als viel großartiger erweist als erwartet! Genau das durfte ich gestern wieder erleben. Die Platte war eigentlich so bestellt worden, dass sie am Erscheinungstermin bei mir hätte eintreffen sollen, spätestens aber einen Tag darauf. Nun musste ich fast eine Woche auf die Scheibe warten, weiß der Teufel, was da schiefgelaufen ist. Dadurch wurde allerdings die Vorfreude gesteigert, natürlich auch wegen der Artikel, die hier auf manafonistas.de über die Neuerscheinung bereits veröffentlicht wurden. Die Rede ist natürlich von Ray Davies von den Kinks, der sich mit Americana nach zehn Jahren wieder zurückmeldet. Im Juni wird der wunderbare Sänger und Komponist 73 Jahre alt und, man fasst es kaum, seiner Stimme merkt man das Alter kaum, eigentlich gar nicht an an.

 
 
 

 
 
 

Über den Bezug der Platte zur Biographie des Meisters, die Mitwirkung von Karen Grotberg und The Jayhawks muss hier jetzt nichts wiederholt werden, aber etwas möchte ich schon noch anmerken:

Ehrlich, mich fasziniert das ganze Album, viel mehr noch als die vor einem Jahrzehnt erschienene letzte Platte des Meisters Working Man’s Café und die war auch schon wirklich gut. Americana ist persönlicher, ja, nahezu intim geraten. Wirklich anrührend die Spoken Word-Passagen, die hören sich an, als seien sie mit einem Uher-Report und ziemlich einfachen Mikrophonen aufgenommen worden und dann auch noch sehr nah, ungeheuer direkt gesprochen: besonders schön kann man das bei den Stücken „Silent Movie“ und dem Übergang zu „Rock`n`Roll Cowboy“ hören.

Und dann singt Ray Davies die Einleitung zu einem Song, den wir alle kennen, ganz unbegleitet, ganz allein, auch wieder sehr persönlich und direkt, nur fünf Sekunden lang, zunächst hört man ein Knarzen, etwa so, wie sich eine alte Holztreppe anhört, dann singt Ray Davies eine Zeile aus dem Song, kurz an “All Day And All Of The Night“ (ein Song, der es 1964 bis auf Platz 2 der englischen Hitparade schaffte), es folgt eine kurzes Intro auf einer akustischen Gitarre, das Thema des Songs wird wiederholt, bevor “The Man Upstairs“ beginnt und in “I’ve Heard That Beat Before“ übergeht. Ganz große Klasse! Also diese Platte gehört für mich in die Top 10 des Jahres 2017 und sollte in jedem Plattenschrank zu finden sein. Ich bin begeistert!

 

P.S. Das Foto zeigt einen Ausschnitt aus dem Cover meiner ersten Kinks-LP Face To Face!

Ray Davies: Ich weiß nicht, diese romantische Sehnsucht, mal in Deutschland zu leben, hatte ich immer. Köln hätte mich gereizt! Da habe ich herrliche Ballettaufführungen erlebt. Das Bier mag eine Rolle gespielt haben. Kennen Sie Münster?

ZEIT: Ja, ich war aber noch nie dort.

Ray Davies: Das sollten Sie nachholen! Sehr angenehme Stadt. Darüber könnte ich auch mal einen Song schreiben.

 

Wenn so viele Individualisten zusammen spielen, dann wird das Spiel halt gewonnen, sagte der Sportreporter über den BVB Sieg. Das Fahrrad fahren ist nicht des Mueller’s Lust, d.h. wir radeln nicht an den Aasee, sic. Manche trudeln erst am Nachmittag ein. ManaTreffen ist deswegen bereits um 17:00 Uhr am Samstag, den 27. Wonnemai im Restaurant Feldmann. Essen gibt es aber erst ab 18:00 Uhr. Fussball dann ab 20:00 Uhr. All done and dusted.


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