„I grew up, we all grew up, knowing who Bruce Springsteen was. My step-dad was really into him, of course – it was the 70s – but I never ever ever ever got into him until I had a lover. I think I was twenty-something…twenty-four? And he put on the record…and I was like WHAT RECORD IS THIS. I knew it was Bruce Springsteen, but I’d never heard him sing to me like that. How nice of him. I fell in love with the record. It just reminded me of…when you’re walking outside in the dark, at night, alone, under the stars, you can’t see very well, but you kinda feel…you feel so alone but you also feel stimulated somehow. I don’t know how to describe it, but there’s like a strange awareness of nature. I love that record. I love what he shared.“
Archives: Mittwoch, 15. Februar 2017
2017 15 Feb.
Cat Power embracing the darkness of „Nebraska“
Manafonistas | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off
2017 15 Feb.
Elwan
Michael Engelbrecht | Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Tags: Tinariwen | 3 Comments
Je mehr ich über die politische Lage im Norden Malis lese, desto unklarer erscheinen mir die Verhältnisse. Selbst die Stämme der Tuareg scheinen sich uneins in ihren Vorstellungen, Unabhängigkeit zu erlangen. Als Gruppe, die sich westlichen Einflüssen öffnete, galt Tinariwen den zerstörungswütigen Fundamentalisten als „satanische Musik“. 2012 war ein einschneidendes, bitteres Jahr für die Gruppe, die gleichsam ins Exil gezwungen wurde. Ich fand die Musik der Band faszinierend, ohne dass sie mich je wirklich packte. Einmal interviewte ich einen der Musiker in Köln, während nebenan ein Gebetsteppich ausgerollt wurde, ich kam mir wie ein Touristendepp vor mit meinem Schulfranzösisch. Die Religion ist mir fremd, das Land ist mir fremd, die Musiker sind mir fremd, und egal, wie populär die Musik Malis bei uns wurde, ich kam mir stets vor wie ein Oasengast auf Bildungsreise. Und dann hörte ich heute, laut, das neue Album der Band, es heisst „Elwan“. Es erging mir wie in den phantastischen Geschichten, die jeder schon mal gehört hat, aus 1001 Nacht, oder aus der Parapsychologie, von Menschen, die angeblich im Traum eine fremde Sprache verstehen und sprechen, als wäre es nichts. Ich war auf einmal mitten in der Musik, „under a spell“. Keine schlauen Sätze schwirrten durch den Kopf. Da ich meinen Ohren nicht traute, hörte ich „Elwan“ noch einmal. Ich glaubte zu träumen, und sage das nicht nur so dahin. Sollte mir in diesem Jahr noch irgendwann eine ähnlich archaische Musik zu Ohren kommen, würde es mich wundern. Eine herausragende Produktion, in jeder Hinsicht. Zwei Platten sind schon in meinen Top 10 des Jahres angekommen, „Elwan“ und „Reflection“.