Manafonistas

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Archives: Mittwoch, 11. März 2015

John Cage liegend, Pierre Schaeffer als Cary Grant und Karlheinz als Zettelmann …
 
Gelüftet, was sich 1958 auf dem Photo von (p)fund(s)tücke 1 in Brüssel versammelte
 
 
 

 
 
 
Karlheinz drehte den Zettel um und schon stand John Cage …
 
 
 

 
 
 
Und wo sind inzwischen Mauricio Kagel und Bruno Maderna geblieben?
 

In 1958 Cage gave two lectures in Europe, the first at Darmstadt, titled simply „Indeterminacy“, the second in Brussels called „Indeterminacy: New Aspect of Form in Instrumental and Electronic Music“. This second lecture consisted of a number of short stories (originally 30), each story read by Cage in exactly one minute.
 

Und es passierte noch weit mehr damals in Brüssel. Stichworte: Philips Paviljon, Edgar Varèse, Iannis Xenakis … . Das ist dann eine weitere Geschichte.
 

Fundstück war das erste Photo ohne Angaben zu den abgebildeten Personen. Nur Jahreszahl und Ort. Zur Suche HIER.
 

2015 11 März

RED BARN RECORDERS

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Als kleine Vorbereitung auf meine Ausgabe der JazzFacts am 19. März 2015 um 21.05 Uhr (Deutschlandfunk) empfehle ich einen Rundgang durch das Red Barn Recorders-Studio, wo die Mischung des überragenden, Ende März erscheinenden Albums „Same As You“ von Polar Bear stattfand. Ken Barrientos hat da wahrlich exzellente Arbeit geleistet.

 

redbarnrecorders.com 

 

Bevor sich Ken Barrientos und Sebastian Rochford an den Mix machten, sozusagen als Einstimmung, sind sie (Kens Idee) zum „Intregatron“ gefahren, eine sehr spezielle Räumlichkeit, die einst entworfen wurde von dem bekennenden Ufologen George Van Tassel. Eigenem Bekunden zufolge hatte er öfter Kontakt mit Ausserirdischen. Zudem behauptete er, dass sein „Integratron“ der Verjüngung und – sic! – Zeitreisen dienen könne (an ideal place for manafonistas who know that time-traveling is easy-going :)) 1957 wurde das „Integratron“ in Betrieb genommen. Das Gebäude finanzierte sich vor allem durch Schenkungen, und ein gewisser  Howard Hughes war ebenfalls daran beteiligt.

 

Mittlerweile ist dieser „power spot“ (unbedingt Jon Hassells gleichnamiges Album in den CD-Player des Autos einlegen, bei der Anfahrt zum „Integratron“!) in den Händen der Schwestern des Ufologen. Sie betreuen es jetzt als „acoustically perfect structure“, bieten Führungen an, und Klangbäder („sound baths“) an, als meditative Sessions, die von den Tönen von Quartzkugeln begleitet werden.

2015 11 März

Lesetipp 1

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Es ist immer ein Aufbruchsgefuehl, ein neues, kleines ‚Merve‘ Buch in der Jackentasche zu haben, dieses Mal bin ich mit „RADIKANT“ von Nicolas Bourriaud herumgewandert. Es ist ein richtiges Nomadenbuch, das sich mit den neuen Perspektiven in der Kunst und den Kuenstlern und wer ist da keiner, auseinandersetzt, das neue Fragen stellt und alte vergessen laesst – nicht mehr: „Woher kommst du?“, sondern: „Wohin gehst du?“. Es geht um die Wurzeln, die Verwurzelung, die Entwurzelung in der globalisierten Welt, aesthetisch betrachtet.

Leseprobe: „Der Immigrant, der Exilant, der Tourist, der in der Stadt Umherschweifende sind vorherrschende Figuren der zeitgenoessischen Kultur. Um in der Pflanzensprache zu bleiben, das Individuum zu Beginn des 21. Jhdts. erinnert an jene Pflanzen, die nicht aus einer einzigen Wurzel herauswachsen, sondern sich in allen Richtungen auf den Oberflaechen ausbreiten, die sich bieten, indem sie sich mit zahlreichen Haekchen festhalten wie der Efeu. Dieser gehoert zu der botanischen Familie der RADIKANTEN …“

Er bezeichnet die Kuenstler des 21.Jhdts als Semionauten, die sich mit all dem Wissen, das im Internet steckt eine Playlist machen, um mit dem vohandenen Wissen umgehen zu koennen. Er gibt sehr viele Beispiele aus der Kunst, was aber nicht bedeutet, dass man die post/altermoderne Kunst kennen muss, es geht eher um die neue Vorstellung von Welt und unseren Austausch darueber.

Reichhaltig und bereichernd.


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