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Archives: Donnerstag, 27. Februar 2014

An die langen „Rockpalast“ Naechte aus der Grugahalle in Essen erinnere ich mich gerne. Welch‘ einzigartige Atmosphaere herrschte bei diesen Konzerten ! Und alles live, ungeschnitten und nicht nachbearbeitet, und fuer die Zuhause gebliebenen zur Fernsehuebertragung ein zeitgleicher Stereoton im Radio ! *Das* waren schoene Zeiten ! Nur leider: aus einer Vielzahl von Gruenden sind die Zeiten dieser europaweit ausgestrahlten Konzerte von namhaften Kuenstlern vorbei und werden wohl auch nicht wiederkehren.

Immerhin haelt der WDR fuer alle Jazzfans am ersten Samstag im Monat im Radio eine lange Jazznacht bereit. Immer einem Thema oder aber den aktuell stattfindenden Festivals in Moers, Muenster und anderen Spielorten gewidmet.

Am 30.03.14 (Samstagnacht auf Sonntagmorgen, von Mitternacht bis 06.00 Uhr morgens) strahlt der WDR eine lange Jazznacht mit interessanten Konzerten aus dem Archiv aus; daher schon jetzt ein zeitlich fruehe Hinweis zum Vormerken !
 

Aus der Ankuendigung des WDR:
 

In den unterschiedlichsten Formen und Stilarten prägte der Jazz das Programm in WDR 3. Das waren Informationssendungen über den Jazz, der in den Nachkriegsjahren weite Verbreitung fand. Es folgten Konzerte mit berühmten und vielversprechenden Jazzmusikern wie dem Red Norvo Trio und Billy Holiday in den Kölner Messehallen oder dem Modern Jazz Quartett in der Universität in Bonn.

Außerdem organisierten die Jazz-Redakteure Festival-Aufnahmen, beispielsweise aus der Balver Höhle und den Jazzfestivals in Münster, Moers oder Leverkusen. Und vor allem waren es die hauseigenen Orchester, die den Jazz in Nordrhein-Westfalen maßgeblich mitprägten und förderten: von 1957 an das Orchester Kurt Edelhagen und später die WDR Big Band. In zahlreichen Konzerten sind berühmte Jazzstars mit exklusiven Programmen aufgetreten. Und auch österreichische Solisten spielten immer wieder eine wichtige Rolle, sei es in einem der beiden Orchester oder als Gastsolist.

In dieser Jazznacht erinnern wir mit Ausschnitten aus Konzerten und mit Studioaufnahmen zum Beispiel an den Auftritt von Joe Zawinul mit der WDR Big Band 2002 oder an die dreiteilige Konzertreihe mit dem Grenzgänger zwischen Klassik und Jazz, Friedrich Gulda im Mai 1988.
 
WDR Big Band „Joe Zawinul Project“
Vince Mendoza – ld, Victor Bailey – b, Peter Erskine – dr
Aufnahme vom 7. November 2002 aus dem Forum, Leverkusen

WDR Big Band „Friedrich Gulda Festival“
Jerry van Rooyen –ld, Kenny Wheeler – tr, Joe Zawinul – p
Aufnahmen vom 20. und 21. Mai 1988 aus der Kölner Philharmonie

Yusef Lateef Quartett
Yusef Lateef – fl, ss, ts, voc, Khalid Moss – keyb, Steve Neil – b, Greg Bendy – dr
Aufnahme vom 10. Oktober 1978 aus dem Birdland, Gelsenkirchen

Chet Baker Sextett
Chet Baker – tr, voc, Maurizio Giammarco – ts, Wolfgang Lackerschmid – vib,
Dennis Luxion – p, Ricardo del Fra – b, Roberto Gatto – dr
Aufnahme vom 4. Februar 1980 aus dem Robert-Schumann-Saal, Düsseldorf

Pat Metheny Trio
Pat Metheny – g, Larry Grenadier – b, Bill Stewart – dr
Aufnahme vom 26. April 2000 aus dem E-Werk, Köln

2014 27 Feb.

Gregor öffnet seinen Plattenschrank (65)

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Rätsel ins Netz stellen, Stories erzählen, Wetten mit gutgläubigen Manafonisten abschließen, das ist Michaels Sache. Deshalb verzichte ich jetzt auch auf die Preisfrage, ob irgendjemand meine, dass Robert Wyatt jemals mit Jimi Hendrix zusammen gespielt habe. Nun, wir grübelnden Rätsellöser hätten vielleicht noch gewusst, dass es auf einer US-Tour der Gruppe Soft-Machine zu einer Begegnung zwischen Hendrix und Wyatt gekommen sein müsste, Soft-Machine spielte dereinst als Vorgruppe von Jimmy Hendrix. Aber haben sie zusammen gespielt oder gibt es gar Aufnahmen? Das fragte mich Michael einmal Mitte Januar.
 
 
 

 
 
 

Meine vorsichtige Antwort – ich ahnte Fallen – „nicht, dass ich wüsste“. Nun, in der Tat gibt es eine Aufnahme, sie erschien erstmals Ende 2013 auf dem Cuneiform-Label, und Hendrix spielt auf einem kurzem Stück mit dem Titel Slow walkin´talk, aufgenommen in Hollywood zwischen Oktober und November 1968, auf dem Bass, neben Robert Wyatt, der hier alle übrigen Instrumente spielt. Naja, und den Bass spielt er schon richtig gut, aber deshalb die CD zu kaufen, das wäre denn doch nur etwas für Hendrix-Sammler. Die Platte als ganze gewürdigt, lohnt allerdings die Anschaffung durchaus. Die CD wird mit Chelsa eröffnet, einem Stück, das durchaus in die Hitparaden der 68iger Jahre gepasst hätte, ein schönes Stück, keine Frage. Dann folgt eine über 18 minütige Version von Rivmic Melodies, ein absolut verrücktes Stück, Teile dieses Stückes sollten später auf Soft-Machine Two erscheinen und am Schluss hören wir in zwei Teilen Moon in June, das später dann von Soft-Machine für das Album Third neu aufgenommen werden sollte. Diese bislang unveröffentlichen Studioaufnahmen sind allerdings wirklich schon richtig gut!

 
 
 

 
 
 

Zurück zu Michaels Rätseln: Im jüngsten von ihm ausgeschriebenen Preisausschreiben, das Jochen dann schlussendlich gewonnen hat, ging es, so hatte ich den Eindruck, irgendwie um Lee Hazlewood. Und wenn ich mich mal in eine Idee verbissen habe, gibt es kein Halten mehr. Das Werk Lee Hazlewoods wurde durchstöbert, for the first time in my life. Okay, und dabei stieß ich auf sein letztes Album Cake Or Death, 2006 veröffentlicht. „Ich wollte dieses Album unbedingt machen, und wenn sie mich aus dem Studio hätten herein- und heraustragen müssen, ich werde wohl nie wieder ein Aufnahmestudio von innen sehen,“ sagte der schwerkranke Lee Hazlewood Spiegel-Online. Am 4.August 2007 starb er, mit 78 Jahren. Für Rätselzwecke, aber auch, weil mich das letzte Werk von Hazlewood interessierte und auch, weil ich außer These Boots Are Made For Walking keine Platte von Lee Hazlewood besitze, kaufte ich Cake or Death und war doch einigermaßen überrascht. Nicht, dass ich der Meinung wäre ein Meisterwerk in den Händen zu halten, das nicht, aber eine hörenswerte Platte allemal. Die CD ist höchst abwechslungsreich, Lee durchwandert einige musikalische Stile, zunächst swingt es ein wenig in einem Lied, das im Duo mit Lula gesungen wird, dann rockt es mal ordentlich, auch der Country-Sound kommt nicht zu kurz und manchmal hört es sich an, als würde Rick Rubin Johnny Cash produzieren, später dann aber meint man Schlager untermalt von James Last un sei Streicher zu hören. Für mich der Höhepunkt der Platte, wenn Lee sich selbst covered und These Boots Are Made For Walking als Boots neu einspielt.

 

Das Rätsel konnte ich dennoch nicht lösen …

1) Spinning Away

2) Dead Finks Don’t Talk

3) Fractal Zoom

4) Here He Comes

5) Back In Judy’s Jungle

6) This

7) and then so clear

8) Under

9) The Complete and Bootlegged Song Cycle of Brian Eno’s A Capella Group incl. Ring of Fire, My Sentimental Friend (yes, that Herman’s Hermits tune), After The Goldrush, Love Letters Straight From Your Heart, Waterloo Sunset, Shine, At Last I Am Free, 12 Doo Wop Originals, 26 Gospel Songs, In My Life a.o.

10) Some Of Them Are Old

11) Taking Tiger Mountain

12) St. Elmo’s Fire

13) Breath Of Crows

14) Here Come The Warm Jets

15) Burning Airlines Give You So Much More

16) The Belldog

17) Julie With…

18) The True Wheel

19) Golden Hours

20) The Great Pretender

21) Just Another Day

22) Passing Over


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