Manafonistas

on life, music etc beyond mainstream

You are currently browsing the blog archives for the day Samstag, 21. April 2012.

Archives: Samstag, 21. April 2012

Zuerst fuhr ich mit meinem Toyoten in den Randbezirk der City, in die Hafenkneipe SUB ROSA. Mir gefiel die knarzende Stimme des Radiomoderatoren, der Nina Simone spielte, einen exzellenten Donovan-Song (Colours?) und rootsigen Reggae. Der „Colonel“ hat den Mitschnitt alter Radiosendungen von Joe Strummer (The Clash) aus dem Netz runtergeladen. Dortmund Calling! Burkinho wollte mich noch zu dem Italiener lotsen, wo die Borussen ihre erste Meisterfeier improvisierten,  in der Gartenstadt, aber die Zufahrtswege waren verstopft, ich  hätte schon gern im Regen gestanden und den Jubelperser gemacht. Das Geburtshaus von Burkinhos Mutter liegt hundert Meter von dem Edelitaliener entfernt, und ich weiß, wie warm es meinem Fusballfreund heute ums Herz werden muss. Keine Angst vor Sentimentalitäten. You‘ ll never walk alone. Im Kreuzviertel wurde wild gesungen und gehupt, im Mundo’s gab es nur Bier, keinen Caipirinha; in meinem Auto lief die neue CD von TU FAWNING, und diese archaische Rockmusik aus defekten Synthesizern, scheppernden Trommeln und dunklen Herzschlägen war für mich der ideale alternative Soundtrack zur Meisterfeier. Manchmal ist es so hinreißend, wenn es Katze und Hunde regnet.    

Ich bin kein Kenner der Historie des norwegischen Trios Motorpsycho. Und ein Teil der Nachtsendung morgen besteht darin, den Hörern zu erzählen, wieso mich dieses Post-Prog-Rock-Heavy-Ungetüm („The Death Defying Unicorn“) in seinen Bann zog, denn normalerweise ist das weder mein Gebräu noch meine Tasse Tee. Aber hier bestätigt sich mal wieder: sometimes the things that are not your cup of tea are exactly that: your cup of tea.

Neben weiteren anarchischen und wilden Werken von EST und VOLCANO THE BEAR wird es zu Anfang und Ende der morgigen Klanghorizonte sehr ruhig zugehen. Das Finale kommt aus einem Planetarium in Barcelona,zumindest hat Santiago Latorre sich dort nächtelang mutterseelenallein aufgehalten, um sich inspirieren zu lassen. Gibt es eine schönere Form des Müssiggangs als nächtelang durch Teleskope im unendlichen Weltenraum herumzustromern?! Wen dieses Thema interessiert, den weise ich gerne auf einen Roman in dem es auch um die Erforschung des Dunkels geht, DIE KOMETENJÄGER. Von Marc Deckert.

https://www.youtube.com/watch?v=R_4wcvUKRzo  (Marc Deckert liest aus seinem Roman)

Musik, die mich rundum überzeugt, und in späteren Folgen der Klanghorizonte gespielt wird: Demdike Stare, Spiritualized, Tu Fawning, Fly Trio, John Surman.

2012 21 Apr.

The Netherworld of Demdike Stare

| Filed under: Blog | RSS 2.0 | TB | Comments off

The music itself, though, is plenty compelling all on its own. More focused than Tryptych, Elemental hones in on its mood and conveys a genuine sense of mystery that goes way beyond mere affect. Part of it, I think, has to do with the fact that you never know quite what you’re hearing. Is that a foghorn or a Moog? A chorus of reeds or a bees‘ nest? Where did those drums come from? Does it matter? The sound lingers in between the representational and the abstract, and that ambiguity– that impurity– only increases its expressive dimensions. At several points, Demdike Stare’s album sounds uncannily like Chris Watson’s recently released El Tren Fantasma, a sound portrait of a Mexican railway in its last month of operation. Blurring the lines between documentary, music, and noise, and between life and technology, Watson’s chronicle turned the real phantasmal. Demdike Stare do the opposite, conjuring a vivid fantasy world out of audio salvage and crusty circuitry. (Philip Sherbourne)


Manafonistas | Impressum | Kontakt | Datenschutz