Manafonistas

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Archives: Samstag, 10. März 2012

2012 10 März

Howlin Rain

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Als ich in der Aprilausgabe von UNCUT folgende Besprechung der neuen CD von HOWLIN RAIN las, wusste ich: das ist das Futter, das ich jetzt brauche, auch wenn diese Musik etwas abseits meiner vertrauten Vorlieben liegt. Little Feat ist eine Referenz, und der Ausdruck „Classic Rock“ wird zum Glück gleich mit dem Nirvana in Verbindung gebracht, wie eine auf die Spitze getriebene Spezies phantasievoll krakeelender alter Jungs mit langen Mähnen. Das ist viel besser als halb erleuchteten Esoterikerinnen beim Verpacken knochentrockenen Bio-Brots zuzuschauen. Und mit den Nick Drakes dieser Welt kann man ja auf Dauer auch nur zum Grabredner werden! Und dass diese Spezialisten für heulenden Regen auch eine philosophische Ader haben, wer hätte das gedacht, Joe Simmmons?! Ein Song soll sogar klingen wie Steely Dan in abgerissenen Jeans.

HOWLIN RAIN: THE RUSSIAN WILDS (by Sam Richards)

San Francisco quintet attain classic rock nirvana on sumptuous third. Ethan Miller was once the leader of latter-day pych-rock warriors Comets On Fire and he brings the same intensity to bear on the soulful Southern rock symphonies of his current band. on their finest album to date, they come across like a turbocharged Little Feat, each song generously extended to accomodate glorious, rampaging solos or philosophical bon mots („When they tell you about existential pain/They count the distance from your soul to the desire in your brain“). Fabulous stuff all round.

2012 10 März

Free Will And Testament

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Dies ist der Titel eines bemerkenswerten Liedes von Robert Wyatt. Es stammt aus dem Album SHLEEP, und ich erinnere mich, wie ich damals Robert und seine Frau Alfie nahe der Queen Elizabeth Hall traf. Wir treffen uns fast immer an der „South Bank“, und die Nüchternheit der Architektur steht, in der Erinnerung, in wunderlichem Kontrast zu der Herzlichkeit aller Interviews mit Robert. Eine Stunde redeten wir über das Album aus dem Jahre 1997, das so unterschiedliche Geister wie Brian Eno, Saxofonforscher Evan Parker und Paul Weller unter einen sehr britischen Hut bringt. Paul Weller erzählt zu diesem Song:

„It’s fantastic. I am biased because I played on it but … I remember Robert showing me the lyrics and he was just basically at his lowest ebb when he wrote them, on the verge of, well, feelings of suicide basically. So, yes, it’s sort of bleak but, like a lot of music, wen you Listen to it, it actually pulls you out of depression. It’s an amazing song by a great artist and I’m really really pleased to have been part of it.“

2012 10 März

Here We Are In The Years

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Die Stadt erwacht. Im Kreuzviertel trinke ich einen Cappuccino, esse ein Brötchen mit Honig, und plötzlich lausche ich, was da aus den Lautsprechern kommt, ein Song von Neil Young, Here We Are In The Years, Young spielt die Ruhe des Landlebens gegen die Hektik der Stadt aus, aber diese grüne Botschaft ist nicht das, was diesen Song aus den späten Sechzigern am Leben hält. Magisch wird das Lied, das sich auf seinem ersten Studioalbum befindet, durch die sanfte Wehmut, die so viel verlorene Zeit einfängt. Von der ersten bis zur letzten Zeile entströmt dem Gesang eine besondere Sehnsucht, eine amerikanische Version des August-Lichts der Toscana, etwas kaum Fassbares, weshalb der Melodie auch alles Griffige abgeht, und das Lied nie ein Hit werden konnte.


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